18. Juni 2015
Keine Kunst! V
Gestern ging ich eine Flachetappe durch mitunter erhabene Thuner Wohnquartiere. Gerade südlich des Bahnhofs gibt es Prachtsvillen aus dem vorletzten und letzten Jahrhundert. Sie stehen meist in grosszügig angelegten Pärken mit imposanten Baumbeständen. Mit fortschreitender Projektdauer nehmen auch die kurzen Abschnitte zu, die mir noch fehlen. Diese manifestieren sich optisch als Hin-und-Zurück-Abstecher. Virtuelle Sackgassen sind es, die ich an durchgehenden Strassen und Strässchen abschreite. Wer mich auf offener Strasse sieht, wie ich plötzlich rechtsumkehrt mache, mag annehmen, dass sich da einer verirrt hat. Das Gegenteil ist der Fall, liebe Thuner! Der Moor weiss jeweils ganz genau, wo er sich befindet und wann er auf einen bereits begangenen Strassenabschnitt stösst, den er nicht ein zweites Mal zu begehen gedenkt.
16. Juni 2015
Den Uhrwald gibt's tatsächlich
Als wir neulich von der Vallée des Ponts im Neuenburger Jura über die Anhöhe des Mont Racine nach Neuenburg wanderten, entdeckten wir den mir bis dato unbekannten Sentier des sculptures. Dieser zickzackt den Wald südlich von La Sagne hoch und endet in superber Juraweide. Die Holzschnitzer haben auf humorvolle und mitunter kunstreiche Art einen Weg geschaffen, der nicht nur Kinder begeistert. Mir jedenfalls ist es so ergangen. Und seither weiss ich auch, dass der Uhrwald nicht bloss eine Wortspielerei ist, es gibt ihn wahrhaftig! Weitere Bilder gibt es auf meiner Fotoseite.
| Ausgehend vom Bahnhof La Sagne (NE), wird der Skulturenweg am Mont Racine in 20 Minuten erreicht. |
13. Juni 2015
Cholere gesperrt
Im Rahmen meines Projekts, sämtliche Strassen und Wege der Gemeinde Thun zu begehen, absolvierte ich heute Etappe 2 eines Mini-Teilprojekts. Es geht darum, die Thuner Gemeindegrenze möglichst nahe an deren Verlauf abzuwandern. Von Allmendingen bis zur Kirche Scherzligen ging ich bereits. Und nun also der Abschnitt von der Seematte (Grenze Thun/Hilterfingen) via Cholerenschlucht–Goldiwil zum Berntor in Thun.
Ich legte wegen der angekündigten Hitze früh los. Am Eingang zur beeindruckenden Cholerenschlucht las ich, dass der Weg gesperrt ist. Später umging ich gar eine Bauabschrankung mit einer Fahrverbotstafel. Natürlich stach mich der Hafer. Ich wollte wissen, was der Grund der Sperrung war. Wie ich im Nachhinein erfuhr, zerstörten die heftigen Gewitter vom Wochenende des 6./7. Juni 2015 an mehreren Stellen den ansonsten gut begehbaren Weg. An einer Stelle war dieser gerade mal noch 20 cm Breit. Die Seitengräben lagerten zudem viel Geschiebe auf der Trassee ab. An zwei Stellen lag knöcheltiefer Matsch. Nun, ich kam dennoch ohne Probleme durch, Otto und Emma Normalspaziergänger wären indes überfordert, weshalb die Schliessung der Schlucht gerechtfertigt ist. Das Thuner Tiefbauamt, welches den Schaden beheben wird, sprach am vergangenen Donnerstag von einer Sperrdauer von circa zwei Wochen. Und ja, einmal mehr war ich beeindruckt, welchen Schaden ein starkes Gewitter in der Nagelfluhkerbe der Choleren anrichten kann.
Ich legte wegen der angekündigten Hitze früh los. Am Eingang zur beeindruckenden Cholerenschlucht las ich, dass der Weg gesperrt ist. Später umging ich gar eine Bauabschrankung mit einer Fahrverbotstafel. Natürlich stach mich der Hafer. Ich wollte wissen, was der Grund der Sperrung war. Wie ich im Nachhinein erfuhr, zerstörten die heftigen Gewitter vom Wochenende des 6./7. Juni 2015 an mehreren Stellen den ansonsten gut begehbaren Weg. An einer Stelle war dieser gerade mal noch 20 cm Breit. Die Seitengräben lagerten zudem viel Geschiebe auf der Trassee ab. An zwei Stellen lag knöcheltiefer Matsch. Nun, ich kam dennoch ohne Probleme durch, Otto und Emma Normalspaziergänger wären indes überfordert, weshalb die Schliessung der Schlucht gerechtfertigt ist. Das Thuner Tiefbauamt, welches den Schaden beheben wird, sprach am vergangenen Donnerstag von einer Sperrdauer von circa zwei Wochen. Und ja, einmal mehr war ich beeindruckt, welchen Schaden ein starkes Gewitter in der Nagelfluhkerbe der Choleren anrichten kann.
| Die am stärksten beschädigte Stelle in der Cholerenschlucht bei Thun. |
| Dieselbe Stelle wie oben, gesehen nach deren Passage. |
| Auf einer Länge von circa 20 Metern liegt knöcheltiefer Matsch. |
| Mehrere Seitenbäche haben den Weg mit Geschiebe und Fallholz bedeckt. |
11. Juni 2015
Ein Berg in Tibet
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| Colin Thurbon: Ein Berg in Tibet, Dumont, Ostfildern, 2014 |
Colin Thubron, 1939 in London geboren, gilt in Grossbritannien als Grossmeister des Travel Writing. Seine literarischen Reisereportagen machten ihn landesweit bekannt. Er gewann mit seinen schriftstellerischen Arbeiten, darunter auch mehreren Romanen, zahlreiche Preise.
7. Juni 2015
4. Juni 2015
Zu Fuss durch Nordamerika
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| Stephen Pern: Zu Fuss durch Nordamerika, Frederking & Thaler, München, 1989, vergriffen |
So hat er die merkwürdigsten Erlebnisse mit oft recht rüden, aber auch sehr herzlichen Vertretern des wilden Westens. Streckenweise ist er tagelang allein, überwältigt von der Schönheit der unberührten, wilden Natur. Von der ausgetrockneten Erde der südlichen Wüsten über windgepeitschte Berggrate, durch blühende Frühlingswiesen und eisige Schneefelder im Norden führt ihn seine anstrengende Tour. (Klappentext)
2. Juni 2015
Dahinden, Moor und die A1
Als mich vor ein paar Monaten die Redaktion der Sendung Schweiz aktuell des Fernsehens SRF mit der Frage konfrontierte, was mich mit der Autobahn A1 verbinde, dachte ich zuerst an einen schlechten Scherz. Doch dann konkretisierte sich das Thema zu einer für mich spannenden Angelegenheit, die gestern in die Tat umgesetzt wurde.
In einer dreiteiligen Sommerserie wird sich Schweiz aktuell der Autobahn A1 widmen. Die Moderatorin, Sabine Dahinden, legt hierbei die Strecke St. Margrethen–Genf unter anderem als Anhalterin, auf dem Sozius im Pulk eines Motorradclubs oder als Mitfahrerin im Lastwagen zurück. Mir kam nun die Ehre zuteil, mit Sabine Dahinden zu Fuss von Murten nach Avenches zu gehen, entlang der A1, wohlverstanden! Eine Route also ganz in meinem Sinne.
Eine Sicht von aussen, wahrgenommen vom Fussgänger Moor. Um dieses Thema drehte sich der Drehnachmittag. Hierbei endeckten wir in unmittelbarer Nähe der Asphaltschneise nicht nur einen 430 Jahre alten Grenzstein am Dreiländereck Bern-Freiburg-Waadt, wir beobachteten auch zwei Störche, zahlreiche Greifvögel, Möwen und Krähen, wir hörten den Kuckuck, rochen frisch gerösteten Kaffee aus der nahen Nespresso-Fabrik und standen zuletzt am Gehege einer stattlichen Bison-Herde, die, wenn sie nicht auf der Weide friedlich Gras frisst, unter dem Autobahnviadukt ihr zu Hause hat.
Gespannt warte ich nun auf das Ergebnis der sympathischen Produktions- und Redaktionscrew. Zu sehen ist das Ganze am Montag, 17. August 2015, um 21 Uhr auf SRF 1.
| Kameramann Beat, Sabine Dahinden, ich. A1 bei Clavaleyres (BE). Foto: Fabian Bucher |
| Selfie über der A1 bei Clavaleyres mit Sabine Dahinden. |
| Tonmann Peter, Kameramann Beat, skeptischer ich und Sabine Dahinden unweit der A1 vor Avenches (VD). Foto: Fabian Bucher |
| Moderatorin Sabine Dahinden mit Produzent Fabian Bucher, dahinter die Protagonistin. |
1. Juni 2015
30. Mai 2015
Wursthimmel
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| Paul Lascaux: Wursthimmel, Gmeiner, Messkirch, 2008 |
BE: Stadt Bern, namentlich Marzilibahn, Käfigturm, Matte, Kleine Schanze, Gerechtigkeitsgasse, Kunsthistorisches Museum, Wabern (Gemeinde Köniz)
28. Mai 2015
Wandern macht verdächtig
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| Karl Philipp Moritz: Reisen eines Deutschen in England, Insel Verlag, Frankfurt/Leipzig, 2000 |
25. Mai 2015
Durch das «Zentralmassiv des deutschen Gefühls»
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| Johannes Schweikle: Westwegs, Klöpfer&Meyer, Tübingen, 2014 |
Johannes Schweikle ist vor ein paar Jahren den Westweg durch den Schwarzwald gegangen. Nicht an einem Stück, sondern in längeren Teiletappen. Darüber hat er ein Buch verfasst: Westwegs nennt es sich und zählt in meinen Augen zum besten, was ich in letzter Zeit an Wanderliteratur vertilgt habe. Schweikle erzählt im Reportagestil nicht nur über Gesehenes und Erlebtes, er kramt auch in der Geschichte. Er lässt Dichter zu Worte kommen, Einheimische und Auswärtige; berichtet über die Industriegeschichte, über wahnwitzige Bunker des Führers und letztlich – als scharfer Beobachter – über witzige Details und lustige Dialoge von Schwarzwaldbesuchern. Kurz: Schweikle hat mit seinem Text ein äusserst lesenswertes Werk geschaffen und dem «Zentralmassiv des deutschen Gefühls» ein Denkmal gesetzt.
Vor allem aber: Am Ziel stellt sich eine tiefe Befriedigung ein. Dieses Gefühl ist viel intensiver als das abstrakte Glück, das man Erfolg nennt, weil der Körper massgeblich an der Arbeit beteiligt war. Wandern strengt entspannend an.
22. Mai 2015
Retro- und Future-Blogging
Das Schöne am Bloggen ist, dass man auch Texte posten kann, die längst passé sind. Ist doch logisch, werden Sie jetzt denken, das virtuelle Papier ist freilich genauso geduldig, wie das echte. Was ich indes meine ist, dass ich meine Tourentagebucheinträge chronologisch betrachtet an genau jenem Datum publizieren kann, von dem der Bericht handelt. Also in eine Zeit zurückdatieren, als das Internet noch in den Babyschuhen steckte. Diese Möglichkeit hat mich dazu verleitet, meinem Blog ursprünglich den Zusatz Since 1982 beizustellen (neu Seit 1982). So bin ich denn seit ein paar Monaten daran, meine pedestrischen Abenteuer (und sprachlichen Verbrechen) von damals nach und nach publik zu machen. Für mich heisst dies, meine Twen-Jahre und was darauf folgte noch einmal Revue passieren zu lassen. Ein spannendes Unterfangen. Ich nenne es Retro-Blogging. Es lohnt sich deshalb, ab und zu die Jahrgänge auf der linken Navigationsseite meines Blogs auf neue Retro-Beiträge zu durchforsten.
Aber auch das Gegenteil ermöglicht mir die schöne neue Welt. Seit geraumer Zeit erscheint auf der Blogseite oben links die Zahl des Tages. In Tat und Wahrheit verfällt hier laufend mein Guthaben an Tagen bis zu meiner Pensionierung. Am 22. Dezember 2014 waren es genau 5000 Tage, so denn die Politik dereinst nicht noch korrigierend eingreift.
Und weil ich diesen Post hier, also diesen, den Sie gerade lesen, gerne am 23. Dezember 2014 geschrieben hätte, um das mit den 5000 Tagen kundzutun, tue ich es halt erst heute. Ganz im Sinne des Retro-Bloggings.
Aber auch das Gegenteil ermöglicht mir die schöne neue Welt. Seit geraumer Zeit erscheint auf der Blogseite oben links die Zahl des Tages. In Tat und Wahrheit verfällt hier laufend mein Guthaben an Tagen bis zu meiner Pensionierung. Am 22. Dezember 2014 waren es genau 5000 Tage, so denn die Politik dereinst nicht noch korrigierend eingreift.
Und weil ich diesen Post hier, also diesen, den Sie gerade lesen, gerne am 23. Dezember 2014 geschrieben hätte, um das mit den 5000 Tagen kundzutun, tue ich es halt erst heute. Ganz im Sinne des Retro-Bloggings.
20. Mai 2015
Jakobsweg für Egoisten
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| Inka Ehrbar, Der Jakobsweg: mein Weg – unser Weg, 700 km zu Fuss, Ferber- Verlag, Köln, 2000 |
So bleibt denn dem Leser nur die bange Frage, ob sich ausser dem engsten Freundeskreis der Autorin auch noch andere für die (banalen) «Erfahrungen der wochenlangen Wanderung in Tagebuchform» interessieren (Rezensent einmal ausgenommen)? Über den Jakobsweg an und für sich erfährt man herzlich wenig. Bis auf ein paar wenige – vermutlich aus dem Wanderführer entnommene – Häppchen, weiss die Schreibende nichts Informatives zu erzählen. Umso eingehender beschreibt sie ihre Probleme, mit ihrer Hündin Tila eine Unterkunft zu finden, oder wiedereinmal in ein mobiltelefonisches Funkloch geraten zu sein oder nur noch über leere Handyakkus zu verfügen. Man merke: Die Lösung eines Problems – in diesem Falle die Möglichkeit, im Notfall Hilfe herbeizuholen – ruft unweigerlich ein oder mehrere neue Probleme hervor.
Ein weiteres Dauerthema: das Wetter. Ob man mitunter deswegen den Jakobsweg aufsuchen und darüber seitenweise in Buchform schreiben muss? Fazit: Ein missratener Wanderbericht, dem es auch nicht gelungen ist, die vermeintlich originelle Idee, die Reise gleichzeitig aus der Sicht der Hündin zu beschreiben, in die Tat umzusetzen. Unglücklich sind zudem Typografie und der zum Teil nicht nachvollziehbare Seitenumbruch.
15. Mai 2015
Panachés, Kleiderbügel und «Gute Nacht!»
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| Heinz Brauweiler, Wenn die Sonne erwacht, Verlag Andrea Sänger, 1995 |
12. Mai 2015
Mein Pilgerweg nach Rom
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| Edith A. Weinlich: Mein Pilgerweg nach Rom.Auf dem historischen Frankenweg zu Fuss durch Italien, Tyrolia Verlag, Innsbruck, 2008 |
«Es ist keine romantische Fussreise, die ich hier unternommen habe. Es ist eine praktische Reise, mit Anfang und Ende, mit Vorbereitung und Ausrüstung, mit Konsequenz, Anforderungen und Ausdauer. Es ist eine notwendige Reise, um endlich anzukommen – bei meinen Wünschen, meinen Zielen. Das ist der Gewinn. Doch das Risiko liegt überall, Schritt für Schritt, dazwischen.» (Klappentext)
Für mich ist Weinlichs Werk ein sprachlich gekonnt umgesetzter Reisebericht. Poetisch formulierte Beobachtungen der Autorin wechseln sich ab mit historischen Fakten und persönlich-berührenden Erlebnissen. Lesenswert!
10. Mai 2015
8. Mai 2015
Höllenfeuer
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| Rolf von Siebenthal: Höllenfeuer, Gmeiner, Messkirch, 2014 |
BE: Stadt Bern: Bundeshaus, Regionalgefängnis, Marzilibad, Marzilibahn BL: Liestal: Sichternstrasse, Widmannstrasse, Kantonsspital, Ergolz, Arisdörferstrasse, Altstadt, Polizeikaserne; Muttenz, Birsfelden, Birschöpfli, Ricola Laufen, Reigoldswil, Wasserfallen, Ehemaliges Kloster Schönthal, Langenbruck, Dreispitz Münchenstein, Liesberg, Oltingen, Sissach, Gelterkinden, Ermitage Arlesheim, Auhafen Birsfelden BS: Stadt Basel, Novartis Campus in Basel, Fondation Beyeler in Riehen SO: Balsthal, Klus von Balsthal, Oensingen, Brunnersberg, Bergwirtschaft Güggel F: Leymen
6. Mai 2015
Rauschend und berauschend
Am Samstag entführte ich mein Wandergrüppchen Rumpel und die Stilzchen in den baselstädtischen Zipfel. In Riehen startend, schlugen wir uns Richtung St. Chrischona durch edles Agglomerationsgebiet. Der Wenkenpark überraschte uns mit seiner gepflegten, öffentlich zugänglichen Erscheinung. Für Momente wähnten wir uns in englischen Gefilden. Auf der Erhebung St. Chrischona gefiel mir das sakrale Ambiente mit dem gothischen Kirchenbau aus dem 17. Jahrhundert. Vom höchsten Punkt des Kantons Basel Stadt hatten wir zudem eine umfassende Panoramaschau gen Süden in die Hügelwelt der Nachbarkantone. Anschliessend folgten wir in knackig grünen Wäldern der Landesgrenze. Im Abstand von geschätzten 50 Metern ragten die Grenzsteine aus dem Boden. Währenddem wir die staatlichen Hoheitsgebiete im Minutentakt wechselten, näherten wir uns dem Rhein, einer braunen Masse im Hochwassermodus.
Am Südufer angelangt, strebten wir der Birsmündung, dem sogenannten Birschöpfli, zu. Der an der Pierre Pertuis im Berner Jura entspringende Fluss führte ebenfalls viel Wasser. So viel, dass zu Beginn der nun folgenden Uferwanderung der Fussweg grössten Teils überschwemmt war. Die starke Strömung machten sich prompt ein paar Wellenreiter und kurz vor dem St. Jakobspark zwei Kanuten zu Nutze. Wildwasserfreuden mitten in der Stadt, ein nicht alltägliches Bild!
Unser Ziel, den Bahnhof Dornach-Arlesheim, erreichten wir nach einer einstündigen Abschreitung des 30–50 Meter breiten Auenwaldgürtels dies- und jenseits der Birs. Dieser zeigte sich im vollen Frühlingsornat. Die blühenden Bärlauchfelder hatten es mir besonders angetan. Romantik pur am hochgehenden Fluss. Eine als vermeintlich unspektakulär geplante Route entpuppte sich als wahre Wanderperle, wie die Fotos der Bildstrecke verdeutlichen.
| Schwedisch, Norwegisch? In Riehen (BS). |
| Aha! In Riehen (BS). |
Am Südufer angelangt, strebten wir der Birsmündung, dem sogenannten Birschöpfli, zu. Der an der Pierre Pertuis im Berner Jura entspringende Fluss führte ebenfalls viel Wasser. So viel, dass zu Beginn der nun folgenden Uferwanderung der Fussweg grössten Teils überschwemmt war. Die starke Strömung machten sich prompt ein paar Wellenreiter und kurz vor dem St. Jakobspark zwei Kanuten zu Nutze. Wildwasserfreuden mitten in der Stadt, ein nicht alltägliches Bild!
| In Birsfelden (BL), auf dem Weg zum Birschöpfli. |
Unser Ziel, den Bahnhof Dornach-Arlesheim, erreichten wir nach einer einstündigen Abschreitung des 30–50 Meter breiten Auenwaldgürtels dies- und jenseits der Birs. Dieser zeigte sich im vollen Frühlingsornat. Die blühenden Bärlauchfelder hatten es mir besonders angetan. Romantik pur am hochgehenden Fluss. Eine als vermeintlich unspektakulär geplante Route entpuppte sich als wahre Wanderperle, wie die Fotos der Bildstrecke verdeutlichen.
3. Mai 2015
Die Rucksacktage sind da
Soeben ist mein achtes Buch erschienen! 50 Wanderreportagen aus allen Gegenden Schweiz. 48 davon sind in der Zeitschrift Tierwelt als Wanderkolumnen erschienen, die restlichen zwei schafften es in die Schweizer Familie und das VCS-Magazin. Weil ich finde, dass Bücher über eine längere Halbwärtszeit verfügen als Heftli, packte ich das Buchprojekt kurzentschlossen an. Eine besondere Freude sind mir die 50 ganzseitigen Fotos, die ich meist mit meiner kleinen Kompaktkamera geschossen habe. Alleine die Qualität der Bilder ist der Kauf des Büchleins wert. Als erstmalige Dreingabe stehen zudem die GPS-Files sämtlicher Wanderungen zur Verfügung.
So bleibt mir an dieser Stelle nichts anderes übrig, als Rucksacktage wärmstens zum Kauf zu empfehlen. Es lebe das gedruckte Buch!
So bleibt mir an dieser Stelle nichts anderes übrig, als Rucksacktage wärmstens zum Kauf zu empfehlen. Es lebe das gedruckte Buch!
1. Mai 2015
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