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2. Juni 2025

Rütlischwur

Michael Theurillat: Rütlischwur, List,
Berlin, 2012
Kommissar Eschenbach hat sich eine Auszeit genommen und verbringt ein paar Wochen in Kanada. Als er ins Polizeipräsidium zurückkehren will, hat sich dort einiges verändert. Zu viel nach seinem Geschmack. Da kommt das Angebot von Jakob Banz gerade recht, als Jurist in der Privatbank Duprey einzusteigen.

Eschenbach soll intern – und möglichst geräuschlos – ermitteln, warum sein Vorgänger Peter Dubach spurlos verschwunden ist. Banz verdächtigt Dubach, sensible Kundendaten veruntreut zu haben. In einem Klima des Misstrauens gegenüber der Bankenwelt will er unter allen Umständen verhindern, dass der Fall Wellen schlägt. Kaum nimmt Eschenbach die Untersuchung auf, wird Jakob Banz nachts in seinem Büro ermordet. Wer hat ein Interesse an dem Tod des bekannten Bankiers oder daran, der Bank zu schaden? Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Banz' Assistentin Judith, doch Kommissar Eschenbach verfolgt eine ganz andere Spur. (Inhaltsangabe zum Buch)

BE Stadt Bern, LU, UR Vierwaldstättersee, DS Schiller, Rütli SZ Einsiedeln ZH Stadt Zürich (Hauptschauplatz), Thalwil, Rüschlikon CAN Vancouver IRL Dublin, Maryborough Hill b. Cork

6. Juli 2023

Nachtschwimmer

Hansjörg Schertenleib: Nachtschwimmer,
Aufbau Verlag, Berlin, 2012
Der siebzehnjährige Patrick fliegt aus der Schweiz nach Irland. Er besucht Fiona, seine erste grosse Liebe, um mit ihr Silvester zu feiern. Fiona lebt mit ihrer Mutter, ihren Geschwistern und dem verhassten Onkel auf einem Schrottplatz.

Schon am zweiten Tag verlangt sie von Patrick, mit ihm abzuhauen. Und so machen sie sich auf die Flucht durch ein Irland in der Krise. Schliesslich landen sie in einem Abbruchhaus in Dublin. Dort hat ein charismatischer Mann eine Handvoll Jugendlicher um sich geschart. Patrick begreift, dass Fiona ein Geheimnis hütet und dass er sie retten will – falls er dazu in der Lage ist.
(Inhaltsangabe im Buch)

11. Dezember 2020

Irisches Reisetagebuch

Christian E. Hannig: Irisches
Reisetagebuch, Frederking & Thaler,
München, 1994

Insel per Rad ist trotz launischen Wetters ein Erlebnis. Für Irland braucht man allerdings Zeit – Zeit, um die grossartige Stimmung der oft kargen, moorigen Landschaft in sich aufzunehmen, Zeit aber auch für die kontaktfreudigen Iren. Erst durch Gespräche beim Tee oder in den fröhlichen Pubs erfährt der Reisende mehr über die grüne Insel und ihre humorvollen Bewohner. Christian E. Hannig hat die ganze Insel umrundet und auch den krisengechüttelten Norden nicht ausgespart. Mit seinem Abenteuerbericht zeigt er uns Irland in seiner ganzen Vielfalt. Ein Bericht, der Lust auf Reisen macht. (Klappentext)

24. November 2020

Und stets erpicht auf Altes

Ruth Blum: Und stets erpicht auf Altes,
Peter Meili, Schaffhausen, 1974
Ein Vierteljahrhundert lang versenkte sich die Schaffhauser Schriftstellerin Ruth Blum in die Schönheiten der Grünen Insel und ihre packende Vergangenheit. Als Liebhaberin der Geschichte wandelte sie, nicht Wind und Wetter scheuend, auf den Spuren altirischer Könige und Heiliger. Als naturverbundene Dichterin entzückte sie sich an Erins grossräumigen Landschaften und ihrer noch unzerstörten Ursprünglichkeit. Und mit dem warmen Herzen eines unkomplizierten Menschen fand sie überall raschen Zugang zu allen Schichten des irischen Volkes, zum schlichten Taxichauffeur, der sie ermahnt, sorgfältiger mit dem Geld umzugehen, zum Geistlichen, der ihr mit einem rostigen Schöpfer Wasser aus heiliger Quelle darreicht, zum gelehrten Archäologen, der ihr auf der Jagd nach vor- und frühgeschichtlichen Merkwürdigkeiten beratend zur Seite steht. Die Ausbeute dieses langen und hartnäckigen Erpichtseins auf Altes ist erstaunlich, köstlich die humorvolle Art und Weise, wie die Autorin die mannigfachen Abenteuer ihrer irischen Entdeckungsfahrten schildert. Nie doziert sie, immer stellt sie Geschichte und Mythologie in persönliches Erleben hinein, verknüpft Urzeitliches mit quicklebendiger Gegenwart. Noch selten ist ein deutschsprachiges Irlandbuch von so starker poetischer Aussagekraft geschrieben worden. (Klappentext)

2. Oktober 2020

Das Regenorchester

Hansjörg Schertenleib: Das Regen-
orchester, Aufbau, Berlin, 2008
Irland sollte für einen Schweizer Schriftsteller zu einem Fluchtpunkt werden, zu dem Ort, an dem seine Frau und er ihre Liebe lebten. Nun sitzt er betrogen und voller Zweifel in seinem Haus und versucht mit Selbstironie über die Runden zu kommen. Da begegnet ihm Niamh, eine sechzigjährige Irin, die ihn zu sich einlädt, um ihn zum Chronisten ihres Lebens zu machen.

Niamh reisst ihn aus seiner Trauer und führt ihm die Wunder des alten, untergegangenen Irland vor Augen. Mit betörend schönen Worten nimmt sie ihn mit auf die Reise zurück zu ihrer vielköpfigen Familie, zu ihrer deutschen Freundin, ihrer traurigen, verlorenen Liebe – und sie zeigt ihm eine andere Seite der Musik, die Musik des Regens, die man nur in Irland hören kann. Bald wird er zu ihrer Vertrauten und kann sich auf ihr letztes großes Geheimnis einlassen, das ihm nicht nur alles abverlangt, sondern ihm auch einen Weg in die Zukunft weist.

Voller Poesie und mit nie gezeigter Sprachkunst erzählt Hansjörg Schertenleib eine unerhörte Geschichte: die Begegnung zweier scheinbar Verlorener, die mit Humor und durch die Macht der Worte ihr Leben zurückgewinnen.
(Klappentext)

Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Belletristik»).

6. März 2020

Irisches Tagebuch

Heinrich Böll: Irisches Tagebuch, dtv,
München, 1961
Heinrich Böll stattet mit diesen Aufzeichnungen den Dank ab an eine Landschaft und ihre Menschen, denen er sich wahlverwandtschaftlich verbunden fühlt. Die «Stuttgarter Zeitung» schreibt über das «Irische Tagebuch»: «Das Geheimnis dieses Buches, des liebenswertesten Buches von Heinrich Böll, ist, dass kaum ein Wort über die verzwickte Ökonomie und die noch verzwicktere Geschichte dieses kleinen Staates gesagt wird und dass dennoch das ganze Irland in diesem Tagebuch eingefangen zu sein scheint.» (Inhaltsangabe im Buch)

5. März 2020

Die Asche meiner Mutter

Frank McCourt: Die Asche meiner Mutter,
btb, München, 1998
«Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche irische katholische Kindheit.» Frank McCourts Erinnerungen an seine Jugend in den 30er- und 40er-Jahren gehören zum Schrecklichsten und zugleich Schönsten, was je über Irland und die Besonderheiten der irischen Seele geschrieben worden ist: Eine Geschichte zwischen tiefstem Elend und höchster Lebenslust, so komisch wie tragisch, erzählt mit unglaublichem Humor und Sprachwitz – und jedes Wort davon ist wahr. (Klappentext)

Frank McCourt wurde 1930 in Brooklyn in New York als Kind irischer Einwanderer geboren, wuchs in Limerick in Irland auf und kehrte 1949 nach Amerika zurück. Dreissig Jahre lang hat er an New Yorker High Schools unterrichtet. Für sein erstes Buch, «Die Asche meiner Mutter», 1996 erschienen, erhielt er den Pulitzerpreis, den National Book Critics Circle Award und den L.A. Times Book Award. Frank McCourt verstarb im Juli 2009.

11. Dezember 2014

Zu Fuss von Dresden nach Dublin

Jan Balster, Zu Fuss von Dresden
nach Dublin, Verlag am Park, Berlin,
2006
3100 Kilometer legte Jan Balster zurück – auf Schusters Rappen. Vom Ufer der Elbe bis an den Atlantik, quer durch Westeuropa via Schweiz, Frankreich, Grossbritannien und Irland. Das Besondere war nicht nur die Art des Reisens, sondern auch die Umstände: Balster hatte kein Geld in der Tasche.

Sein lebendiger, anschaulicher Bericht über eine ungewöhnliche Entdeckunstour ist mehr als nur Mitteilung über ein Abenteuer. Es ist auch eine Einladung mal über den deutschen Tellerrand zu schauen. Der Sachse Balster ermuntert und ermutigt, aus dem alltäglichen Trott auszubrechen. Dazu bedarf es keines gefüllten Kontos, sondern nur etwas Mut, Freunde finden sich schliesslich überall, die einem weiterhelfen. (Klappentext)

23. April 2014

Liebesnacht

Urs Widmer: Liebesnacht,
Diogenes, Zürich, 1982
Im Elsass sitzen die Freunde beisammen. Über die Felder kommt der Ewige Egon zu ihnen gewandert und setzt sich dazu. Alle trinken und erzählen sich wahnsinnig schöne Liebesgeschichten aus ihrem Leben. (Klappentext)

RA: Argentinien D: Zugspitze IRL: Dublin F: Elsass (Hauptschauplatz), Provence, Marseille, Paris GR: San Bernardinopass GR: Heraklion, Naxos I: Ligurische Küste, Fiesole b. Florenz Jemen: Aden USA: Chicago, Route 66

Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte in Basel, Montpellier und Paris. Danach arbeitete er als Verlagslektor im Walter Verlag, Olten, und im Suhrkamp Verlag, Frankfurt. 1968 wurde er mit seinem Erstling, der Erzählung Alois, selbst zum Autor. In Frankfurt rief er 1969 zusammen mit anderen Lektoren den Verlag der Autoren ins Leben. Zuletzt wurde er für sein umfangreiches Werk mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis 2007 der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet. Urs Widmer starb am 2.4.2014 in Zürich.