Posts mit dem Label Katzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Katzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

3. Oktober 2025

Die erste und die letzte Meile

Seit nunmehr 44½ Jahren pendle ich ausschliesslich mit dem öV zur Arbeit. Die erste und letzte Meile, d.h. von zu Hause an den Bahnhof und wieder zurück, habe ich meist mit dem Fahrrad, eher selten zu Fuss, zurückgelegt. Das war bis vor sechs Jahren, ehe ich in einen anderen Modus überging. Seither gehe ich ausschliesslich zu Fuss zur nächsten öV-Haltestelle – drei bis vier Fahrradfahrten pro Jahr ausgenommen.
 
Weshalb ich den kurzen Fussgang einer anderen Option vorziehe? Es sind deren Gründe vieler:
  1.  Bin ich pro Wegstrecke 10 Minuten länger an der frischen Luft.
  2. Habe ich jeweils genügend Zeit, am Morgen dem Vogelgezwitscher zuzuhören, das eine oder andere Reh zu beobachten, beim Gang über den Bach den Wasserstand zu begutachten, den Duft der Felder in mich aufzunehmen und, je nach Jahreszeit, dem Sonnenaufgang über den Alpen beizuwohnen.
  3. Nehme ich noch so kleine Veränderungen an der Natur wahr: Mal ist es kühl, mal frisch, mal mild, mal schwül, mal heiss. Mal windet es von dieser, ein anderes Mal von der anderen Seite. Einmal regnet es, ein anderes Mal fällt Schnee. Mal ist das Gras grüner und länger, mal spriesst der Weizen, mal wiegt er sich goldgelb im Wind. Im Frühling blühen die Kirschbäume, als läge dahinter das Paradies, und wenige Wochen später locken Sie mit süssen Kirschen zum Mundraub. Mal aber ist es bereits stockdunkle Nacht, nicht zu sprechen vom Nebel und seiner Feuchte.
  4. Begegne ich ab und zu anderen Menschen. Meist sind es solche, die mit ihrem Hund Gassi gehen. Habe ich fünf Minuten übrig, ergibt sich oft sogar ein kurzer Schwatz – und Streicheleinheiten für den Hund.
  5. Gibt es indes immer wieder kleinere oder grössere Überraschungen, so wie neulich an jenem Abend, als sich die mir bestens bekannte und äusserst eigenwillige Katze wohlig auf dem Bahnschotter direkt neben einem Bahnübergang räkelte.


18. April 2019

Jedem Kätzchen ...

... sein Parkplätzchen. Gesehen gestern Abend bei der Begehung neuer
Strassen und Wege in der Gemeinde Thun.

17. Oktober 2016

Die Mieze vom Trub


Gestern, mitten im Flecken Trub, nach gut vier Stunden herbstlicher Wanderung von der Lüderenalp her.

13. Juni 2016

Das Pelztier vom Wasserschloss


Als wäre es der 13. Juni 1816: Zufrieden und vom Fotografen wenig beeindruckt döst sie auf dem Sitz einer Kutsche gegenüber dem Wasserschloss von Hagenwil (TG).

5. Juni 2016

Von oben herab


Dieses sonnige Gemüt sonnt sich auf der Stauffenalp bei Heimenschwand. Niedlich, wie sie das Zünglein zwischen Ober- und Unterkiefer platziert hat.

3. Juni 2016

Sterbebegleitung mit Oscar

David Dosa: Oscar, Knaur, München, 2010
Was uns ein Kater über das Leben und das Sterben lehrt

Wenn sich Oscar, der Stationskater, zu einem Patienten auf das Bett legt, dann wissen Doktor Dosa und die Schwestern des Pflegeheims für Demenzkranke, dass es so weit ist. Denn Oscar spürt, wann ein Mensch sterben wird. Er bleibt bei ihm bis zum letzten Atemzug und schenkt, was wir Menschen oft vergessen: tröstenden Beistand. (Klappentext)

David Dosa ist Juniorprofessor an der Warren Alpert Medical School der Brown University in Providence, Rhode Island, und praktiziert als Geriater. Neben etlichen Fachpublikationen hat er im Juli 2007 im New England Journal of Medicine einen Artikel über den Kater Oscar veröffentlicht, der in den internationalen Medien große Beachtung fand. Dr. Dosa lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Providence, Rhode Island.

14. Mai 2016

Die Vertriebene


Etwas verschüchtert blickt sie von ihrem temporären Versteck in die Linse. Kein Wunder, ich habe sie zuvor von ihrem Wachtposten in einer Quartierstrasse in Thuns Süden vertrieben. Hübsche Mieze!

7. Mai 2016

Treppab





Beim Runtersteigen entdeckt der Fotograf die Katze und die Katze den Fotografen. Beide halten inne. Die Katze sitzt ab und ich drücke ab.

21. April 2016

Ich bin wild aber lieb


Jetzt lauern, tigern und mauzen sie wieder vermehrt draussen herum.
Dieses Prunkstück traf ich neulich auf einer Feierabendwanderung
am Fusse der Gwattegg in Thun.

PS für Fotografen: Das Bild habe ich mit einer Systemkamera
und einem Objektiv von 40 mm Brennweite gemacht. Es muss
also nicht immer eine Spiegelreflex mit Tele sein ...

3. April 2016

Auch Minouche tigerte

Auf meinen Post vom 29. März 2016 hat sich Blogleserin M. aus Schlieren bei Zürich mit folgender Geschichte gemeldet.

Wir haben kürzlich eine ausgebüxte Katze ihrer Besitzerin über Petfinder zurück geben können. Auf unserem Abendspaziergang haben wir Minouche getroffen und sie über Nacht bei uns zuhause gehütet, weil ihre Besitzerin während zwei Monaten in Brasilien weilt und die Frau, welche für die Katze verantwortlich ist, abends nicht mehr erreichbar war! Es war das zweite Mal, dass Minouche weggelaufen ist – eigentlich hätte sie gar nicht raus dürfen – das erste Mal wurde sie in Dietikon gefunden! Eigentlich sollte man solchen unverantwortlichen Katzenhaltern überhaupt kein Tier anvertrauen! Am nächsten Nachmittag wurde Minouche dann vom Vater der Katzenbesitzerin abgeholt.

PS. Wie du siehst, fühlte sich die Katze auch bei uns wohl.



Ist ja noch einmal glimpflich abgelaufen, werte M. Wäre aber auch schade gewesen, um dieses schnusige Büsi, wenn es irgendwo im Industriegürtel Schlierens, Dietikons oder gar Kill(!)wangens von einem Auto platt gewalzt worden wäre.

31. März 2016

Der Perrontiger von Uznach


Als ich noch bei der Bahn arbeitete, da war sowohl in den Zügen als auch an den Bahnhöfen bedeutend mehr Personal vorhanden. In den grossen Bahnhöfen wie Bern, Basel, Zürich oder Luzern sorgten die sogenannten Sous Chefs für das reglementskonforme Abfertigen der Züge. Die Männer in ihren schnittigen Uniformen trugen dabei stets ihre Bähnlermütze mit dem roten Überzug und den drei schmalen Streifen, die jedoch nichts mit dem bekannten Sportausrüster zu tun hatten. Weil die mit Signalpfeife und Wagenschlüssel Bewaffneten von Perron zu Perron eilen mussten, nannten wir diese Bähnler liebevoll Perrontiger. Diese Zeiten sind ja längst passé, umso erfreuter machte ich am vergangenen Montag im Bahnhof von Uznach (SG) Bekanntschaft mit einem veritablen Perrontiger.

26. März 2016

Burgistein – Worb

Ich habe einen Plan. Ich will ans Nordkap. Zu Fuss. Gestern startete ich das Projekt Nordwärts. Es wird mich in heimatlichen Gefilden durch die Kantone Bern, Solothurn, Jura, Basel Landschaft und Basel Stadt führen. Anschliessend geht es durch den Schwarzwald und das restliche Deutschland nach Dänemark. An dessen Nordspitze, bei Skagen, war ich 1989 mit dem Fahrrad. Nun folgt die Reise dorthin zu Fuss. Fortgesetzt wird der Spaziergang in Südschweden und so bald wie möglich in Norwegen. Auf das Fjällgebirge freue ich mich bereits jetzt!

Die erste, von langer Hand geplante Etappe führte mich von Burgistein nach Worb. Einer meiner Arbeitskollegen meinte im Vorfeld, dass sei doch keine spektakuläre Route. Nun, verglichen mit den Alpen, fürwahr nicht. Dennoch habe ich über 300 Fotos gemacht. Von blühenden Frühlingsblumen, Gebäudefassaden, Schottlandrindern im Industriequartier, Auenlandschaften im Skandinavien-Look, Hohlwegabschnitten im Steilwald, rustikalen Bauernhausfassaden, dem unverbauten Talgrund des Gürbetals und, und, und. Selbst die obligate Katze fehlte nicht. Ich traf sie an der Müsche, einem Nebenbach der Gürbe. Weil sich die fetteren Mäuse vermutlich am gegenüberliegenden Ufer befinden, legte man dem Büsi eigens einen Steg über die Fluten. Gute Idee!

Der Katzensteg über die Müsche bei Gelterfingen im Gürbetal (BE)

15. März 2016

Zwei Katzen, zwei Charakteren

Ich muss noch einmal auf die Wanderung vom Samstag zurückkommen. Getreu meinem Motto, dass eine Wanderung nur dann eine Wanderung ist, wenn Mann oder Frau mindestens einer Katze begegnet ist, schulde ich meiner Leserschaft noch den Beweis, dass dem im thurgauisch-st.-gallerischen Grenzgebiet tatsächlich so war. Anzumerken gilt zudem Folgendes: Eine jede Wanderung bietet derart viel Erzählstoff, der diesen Blog problemlos täglich bis zur folgenden Wanderung mit Eindrücken, Gedanken und Bildern füllen könnte, wäre da nicht das selbst gewählte Schicksal des täglich geregelten Broterwerbs. Nun, wenn ich einmal pensioniert bin, dann …

Zurück zum Thema. Bereits kurz nach Wanderstart machte sich am Strassenrand eine rothaarige Katze, vielmehr ein Kätzchen bemerkbar. Ich zückte automatisch die Kamera und machte mich schussbereit. Das Büsi, zutraulich, zutraulich, zelebrierte das übliche Spiel: Noch bevor der Fotograf sein Objektiv scharf stellen kann, starrt es neugierig in die Linse und wartet auf Streicheleien. Derweil entdeckte ich im Hintergrund eine zweite, komplett anders gezeichnete Katze, die sich zögernd dem Fotografen näherte. Dieses Verhalten ist aus kameratechnischer Sicht bedeutend praktischer. Bleibt das Tier auf Fluchtdistanz, genügt ein leichtes Tele-Objektiv, etwas Geduld und Klick, der Stubentiger ist im Kasten.

Bleibt die Frage, weshalb ist das eine Büsi derart neugierig und zutraulich und weshalb übt sich das andere in sicherer Distanz? Katzen haben eben Charakter, haben ihre Lebensgeschichte und ihre Erfahrung, wie jedes andere Tier in der Regel auch. Das macht uns Menschen tierisch und die Tiere menschlich.

War optisch nicht scharf zu kriegen, dieses Schätzchen eines Kätzchens, …

... wohingegen die zweite Katze im Bunde sich vornehm zurückhielt und mit skeptischem Blick posierte.

7. März 2016

Simba!


Simba gähnt dort, wo ich arbeite. Simba ist eine sogenannte Heimkatze. Wer nun meint, ich arbeite im Tierheim, liegt komplett daneben. Katzen nehmen nicht nur zu Hause sondern, wie im vorliegenden Fall, auch in Alters- und Pflegeheimen eine wichtige soziale Funktion wahr. Mir hat Simba schon über den einen oder anderen Ärger hinweggeholfen. Der Schmusekater ist aber auch ein allerliebster Streicheleinheitenabholer.