14. September 2026
1. Juli 2026
Eisenbahnstadt Olten
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| Johannes von Arx: Eisenbahnstadt Olten, Weltbild Verlag, Verlag Oltner Tagblatt, Olten, 1997 |
Das SBB-Jubiläumsjahr 1997 «150 Jahre Schweizer Bahnen rückt auch die Eisenbahnstadt Olten ins Blickfeld, ist doch ihre Geschichte eng mit dem schweizerischen Bahnwesen verknüpft.
1956 ist aus der Feder des unvergesslichen Dr. Urs Wiesli ein Werk mit dem Titel «100 Jahre Eisenbahnstadt Olten erschienen. Die vorliegende Publikation bringt eine gekürzte Zusammenfassung des damaligen Textes, skizziert sodann die facettenreiche Entwicklung der Stadt und ihres Bahnhofs in den vergangenen 40 Jahren und schliesst mit einem faszinierenden Ausblick auf künftige Gestaltungsmöglichkeiten. Das Buch ist mit z.T. historischem Bildmaterial und farbigen Abbildungen reich illustriert.
Wie der Oltner Bahnhof samt der Zentralwerkstätte, oder wie sie heute heisst, der Hauptwerkstätte «HW Olten, zum Koordinatenkreuz des schweizerischen Bahnsystems geworden ist, bildet ein spannungsreiches Kapitel der neueren Schweizer Geschichte. Es legt Zeugnis ab von der Tatkraft sowohl der Eisenbahnpioniere des letzten Jahrhunderts als auch der politischen Behörde von Stadt und Region Olten. Als Zeitgenossen erinnern wir uns an das Drum und Dran der Projektierung einer neuen Bahnlinie durch das Ruttigertäli – wo ein Landschaftsplan den Durchbruch zu einer allseits befriedigenden Lösung gebracht hatte – oder an die Pläne für einen grossen Rangierbahnhof im Niederamt – auf die wegen der politischen Widerstände verzichtet wurde, mit Recht, wie sich später zeigte. Jetzt sind wir Zeugen einer beeindruckenden Neugestaltung des Bahnhofes selbst, die mit dem Stellwerk in den 80er Jahren begonnen hatte und ihre Fortsetzung mit der überaus gefälligen Erneuerung der Personenunterführungen und den zukunftsweisenden Gleisanlagen an der stadtwärts liegenden Westseite gefunden hat.
14. Januar 2026
Geschafft!
Kürzlich kam ich nach über 400 Kilometern Fussmarsch in Kreuzlingen an. Begonnen hatte das Ganze im April 2021 in Lausanne, wo ich mich aufmachte, das Schweizer Mittelland im Wald zu durchqueren. Kein einfaches Unterfangen, da zwischen Lac Léman und Bodensee kein durchgehender Wald besteht. Alles in allem war ich anlässlich der 25 Tagesetappen 260 km im Wald, 56 km am Waldrand und 95 km in offenem Gelände unterwegs. Und nun? Nun mache ich mich an die Dokumentation dieser unglaublich schönen und erfüllenden Fernwanderung. Ein Buch mit etwas Text und vielen Fotos soll es werden. Der Buchtitel steht schon mal fest: «IM WALD».
24. Oktober 2025
Die blaue Linie
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| Daniel de Roulet: Die blaue Linie, Limmat, Zürich, 1996 |
Max, der im Widerspruch zwischen erfolgreichem Architekten heute und politischem Aktivisten damals lebt, hat sich eine Zeit unter vier Stunden vorgenommen. Während des Rennens wird Vergangenes wieder gegenwärtig – sein Lauf durch die Nacht von K. nach Olten, nachdem der Pavillon auf dem AKW-Gelände gesprengt worden war, eine Frau, die sich ihm während des Laufes unvermittelt in Erinnerung ruft, die Flucht Gustave Courbets in die Schweiz, weil er in der Pariser Commune die Vendôme-Säule umgestürzt haben soll.
In diesem Roman zwischen Fiktion und literarischer Aneignung schildert Daniel de Roulet die Biographie einer Generation. (Klappentext)
AG: Kaiseraugst, Aargauer Jura BL: Baselbieter Jura SO: Solothurner Jura, Olten USA: New York City
Georgio Bellini, der gewalttätige Politaktivist, als logische Inspiration für den Schriftsteller de Roulet26. November 2024
Das Leben ist gut
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| Alex Capus: Das Leben ist gut, Hanser, München, 2016 |
CH: Olten (Hauptschauplatz) F: Paris D: Mannheim
23. Januar 2024
Land der Winde
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| Gerhard Meier: Land der Winde, Suhrkamp, Frankfurt a.M., 1997 |
Bei Meier zählt nicht der Plot, sondern jeder einzelne Satz, ja jedes Wort, und nie wird bei ihm die Sprache zum blossen Transportmittel für «Handlungen» oder «Ereignisse» degradiert. Allerdings sieht Gerhard Meier das pure Dasein ganz alltäglicher und gewöhnlicher Dinge als ereignishaft und erkennt in der immerwährenden Wiederholung unserer einfachsten und selbstverständlichsten Handlungen das innerste Geheimnis des Lebens, dem seine Kunst entsprechen möchte. (Klappentext)
18. Januar 2024
26 Kantone 26 Wanderungen – 4
| Route | km | Datum | |
| AG | |||
| AI | |||
| AR | |||
| BE | Riedtwil – Rütschelen – Langenthal | 17,0 | 03.01.2024 |
| BL | |||
| BS | |||
| FR | |||
| GE | |||
| GL | |||
| GR | |||
| JU | |||
| LU | |||
| NE | Les Sagnettes – St-Sulpice – Les Verrières | 14,0 | 12.01.2024 |
| NW | |||
| OW | |||
| SG | |||
| SH | |||
| SO | Olten – Rumpelhöchi – Hägendorf | 10,4 | 16.01.2024 |
| SZ | |||
| TG | |||
| TI | |||
| UR | |||
| VD | |||
| VS | |||
| ZG | Sihlbrugg – Edlibach – Oberägeri | 13,9 | 01.01.2024 |
| ZH |
11. November 2023
Reise nach Amerika
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| Markus Michel: Reise nach Amerika, Zytglogge, Bern, 1991 |
Markus Michel zieht in seinem Roman immer weitere Kreise um Joli, baut dessen Familie, Geschichten von Brienzerinnen und Brienzern und Hildes Reise nach Amerika ein. Er holt die Lebensverhältnisse der nicht privilegierten Leute ans Licht, deren Leben aus Billig-Angeboten, Dienen bei fremden Leuten, der Schande unehelicher Kinder und der Schadenfreude der Nachbarn bestand. In der kleinbürgerlichen Enge hatte Amerika Platz im Kopf, aber keinen im Alltag. (Klappentext)
5. Februar 2023
Das Wanderrad nimmt Gestalt an
Neulich ging ich im Rahmen meines Wanderrad-Projektes von Niederbipp nach Oberbuchsiten, ging vom Kanton Bern in den Kanton Solothurn, kam dabei an einem Privatgehege mit drei Steinböcken vorbei, überraschte auf der Walderalp fünf Gämsen beim Äsen, stiess beim Abstieg in die Klus von Balsthal auf die ersten wild wachsenden Schneeglöckchen, kämpfte mich in der Klus durch elenden Samstagmorgenverkehr, bestaunte die wuchtige Schönheit des Schlosses Neu Bechburg, wunderte mich, dass ich auf dieser Wanderung nur gerade einem Menschen begegnete, nahm im Volg zu Oberbuchsiten zur Kenntnis, dass der halbe Liter dessen Eigenbiermarke auf einen Schlag um 15 Rappen teurer geworden ist und freute mich anschliessend darüber, dass ich per Bahn mit nur einmal umsteigen von diesem Oberbuchsiten gemütlich zurück ins obere Gürbetal reisen konnte.
Beim Betrachten der bereits zurückgelegten Etappen meines Wanderrades stellte ich zu Hause befriedigt fest, dass dieses langsam Gestalt annimmt.
7. Dezember 2020
Dort oben die Freiheit
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| Wolfgang Hafner: Dort oben die Freiheit, Rotpunkt, Zürich, 2005 |
Der Kanton Solothurn hat «seinen» Jura bereits 1942 unter Schutz gestellt. Es war eine der ersten umfassenden natur- und landschaftsschützerischen Massnahmen der Regional- und Landesplanung in der Schweiz. Dank dieser Pioniertat ist der Solothurner Jura bis heute weitgehend unüberbaut und kaum zersiedelt.
Der Jura ist Lebensraum, Freiraum, Spielwiese von Zwergen und Hexen, Sagenland, Heiligenland. Aber auch Bombenleger hat er hervorgebracht, führenden italienischen Kommunisten als Schulungsort gedient, und die Bauern und Sennen vom Berg gehörten meist nicht zu den Duckmäusern. Der Jura bietet Heilung, etwa in der Form der unzähligen Heilkräuter, die sich in den mageren Bergmatten finden, und etliche Winkel gelten gar als Orte der Kraft. Von alledem handelt dieses Buch.
Nicht zuletzt führt es Leserinnen und Leser mit auf kürzere und ausgedehnte Wanderungen durch diese besondere Jura-Landschaft. (Klappentext)
21. November 2020
Fleisch und Blut
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| Susanna Schwager: Fleisch und Blut, Chronos, Zürich, 2004 |
21. Juli 2020
Der Stumme
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| Otto F. Walter: Der Stumme, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1983 |
SO: Olten, Oensingen, Passwang, Solothurner Jura
5. Juli 2020
Der Schullehrer von Essert
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| Alfred Siegfried: Der Schullehrer von Essert, Schweizer Volks-Buchgemeinde, Luzern, 1953 |
Markus Emmenegger, der sich vom Bauernbuben zum Gymnasiallehrer emporgearbeitet hat, fühlt sich nach dem Tode seiner Gattin innerlich gezwungen, seinem Lebenskreis zu entfliehen. An der deutschen Schule von Essert, mitten im welschen Sprachgebiet des Berner Juras, nimmt er die Stelle als Gesamtschullehrer an, einen wahrhaftig nicht leichten und daher auch nicht begehrten Posten. Doch führen ihn die Schwierigkeiten zu sich selbst zurück und damit auch zu seinen Mitmenschen.
Eng verbunden mit dieser Krise der Persönlichkeit Emmeneggers harrt eine nationale Frage ihrer gerechten und sinnvollen Antwort. Eine mehrsprachige Volksgemeinschaft trägt naturgemäss Spannungen in sich, die fruchtbar, aber auch verhängnisvoll werden können. Das zeigt sich immer wieder an der welsch-alemannischen Sprachgrenze, die mitten durch die Schweiz verläuft, in ausgeprägter Form im Berner Jura, wo sich in den letzten Jahren die Konflikte mehrten. Hier findet Emmenegger an einem kleinen Abschnitt der Front seine Aufgabe. Was Missverständnis und Eigensinn anrichten können, hat er während seiner unglücklichen Ehe an sich selbst erfahren. Ruhig, sachlich und bestimmt tritt er nun für das ein, was er als recht erkannt hat. Später wird er einsehen müssen, dass sich die kulturelle Entwicklung nicht um Rechte kümmert. Sein selbstloses Wirken aber hat ihn von seinen persönlichen Schwierigkeiten erlöst.
Das Anliegen des Verfassers in dieser stillen, versöhnlichen Erzählung ist echt schweizerisch, verwandt mit der Geisteshaltung eines Pestalozzi und eines Gotthelf und überstrahlt von der einmaligen patriotischen Tat eines Bruder Klaus. (Klappentext)
BE/SO: Le Chaluet (Tal zwischen Court und Gänsbrunnen)
3. Juli 2020
Das Staunen der Schlafwandler am Ende der Nacht
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| Otto F. Walter: Das Staunen der Schlafwandler am Ende der Nacht, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 1983 |
Jetzt erlebt Wander, wie seine Umwelt reagiert. Seine Freunde in der Redaktion verlangen von ihm Solidarität in ihrem Kampf gegen die Zensur. Umweltbewusste Rüstungsgegner fordern seine Mitarbeit an. Seine Tochter zeigt ihm empört, wie er in seinem Roman mehr von seinem Wesen preisgegeben hat, als ihm lieb sein kann. Seine geschiedene Frau Lisbeth macht ihm lächelnd die Differenz deutlich zwischen dem, was er schreibend vertritt, und dem, was er lebt. Wie verbindlich ist Schreiben für den, der schreibt?
Wie sein Romanheld Winter verliebt er sich. Und verreist mit der Freundin Ruth Moll in Richtung Süden. Zusammen werden Wander und Ruth in ein Hochtal der Innerschweiz verschlagen, und sie geraten in die rätselhaften Zonen des Alptraums, des Ursprungs, des Mythischen. Was sie da staunend erleben, führt auf einen neuen Ansatz von Befreiung, von Hoffnung, von solidarischem Handeln hin. Und Wander beginnt auch zu begreifen, dass ein Mann schwerlich von menschengemässer Liebe schreiben kann, ohne dass es Folgen hätte für seine eigenen Männermuster.
Wander wollte sich zurückziehen. Er wollte sich endlich seinen eigenen Ängsten, seinen Wünschen und der Erforschung seiner eigenen Kindheitstraumata widmen. Doch allmählich, einer Furie gleich, verfolgt ihn seine eigene Fiktion. Holt sie ihn ein? In ihr wird er mit sich selbst konfrontiert. Gewiss, noch wehrt er sich. Er erzählt Lügengeschichten. Er beteuert, seine Wahrheit sehe anders aus. In diesen Widersprüchen zwischen seiner erfundenen Romanfigur und seiner gelebten Wirklichkeit, zwischen Resignation auch und Widerstand, wird Wander beim Wort genommen. Beim Wort seines Romans.
Ob in Zürich oder Jammers, ob in Frankfurt, auf der Italienreise oder im phantastischen Kurhotel im Lande Uri: immer wieder verbindet sich – in diesem persönlichen Buch des Autors – intim Privates mit den brennenden öffentlichen Dingen. Und Wander und Ruth werden in bewegender Liebesgeschichte zu Sinnbildfiguren der Zeit. (Klappentext)
BE: Stadt Bern FR: Cudrefin SO: Olten UR: Altdorf, Amsteg, Bristen, Maderanertal, Kurhaus Hotel SAC auf der Balmenegg
10. März 2019
Das Schattenhaus
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| Werner Schmidli: Das Schattenhaus, Benziger, Einsiedeln, 1969 |
Schmidli schreibt, um sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen: Da ist die Stadt Basel, das Industrieviertel, das Räderwerk einer grossen Chemiefabrik, Geschwätz, Gerede, öder Alltag, erdachte und gescheiterte Auswege, um aus dieser phantasielosen Umwelt zu entfliehen, wo die Konsumsteigerung Gradmesser der Persönlichkeit wird.
«Schattenhaus» hat Schmidli seinen neuen Roman genannt und meint damit die dumpfe, hoffnungslose Welt seines Vaters. Schmidli erzählt eindrücklich, beklemmend und dicht ein «finsteres Märchen» der Alltäglichkeit. (Klappentext)
AG: Staffelegg, Oberfrick BE: Kandersteg, Strandbad Biel BL: Birsfelden, Allschwil, Grellingen, Restaurant Paradies Allschwil, Birsmündung, Auhafen BS: Bushaltestelle Basel Riehenring, Basel Badischer Bahnhof, Gartenbad Eglisee, Friedhof am Hörnli, Claraplatz, Restaurant Rheinblick, Riehen, Klybeckstrasse, Bahnhof Basel SBB, Feldbergstrasse, Matthäuskirche, Wettsteinbrücke, Ciba, Solitüdenplatz, Mittlere Rheinbrücke, Clarastrasse, Kleinhüningen, Café Romano (heute Pizzeria Roma) an der Hammerstrasse, Birsmündung, St. Albanbrücke, St. Albanfähre, Solitüdenpark GR: Truns, Zignau, Puntegliashütte SAC JU: Vermes SO: Glitzerstein- bzw. Ramstelhöhle am Gempen SZ: Arth-Goldau VS: Grächen D: Tüllinger Hügel F: Marseille
Werner Schmidli wurde am 30. September 1939 in Basel in einer Arbeiterfamilie geboren. Er besuchte die Realschule und absolvierte eine Lehre zum Chemielaboranten in Basel. Von 1960 bis 1962 reiste er mit einem Frachtschiff über Nordafrika, den Panamakanal und Polynesien nach Australien, wo er sich 1½ Jahre in Melbourne aufhielt und als Industriearbeiter tätig war. Nachdem er über Indonesien und Indien in die Schweiz zurückgekehrt war, lebte Schmidli anfangs im Kanton Aargau und arbeitete im Verlagswesen. Daneben setzte er, der bereits in den Fünfzigerjahren mit dem Schreiben begonnen hatte, seine literarischen Aktivitäten fort. 1966 erschien im Benziger Verlag sein erster Band mit Erzählungen. Von 1968 bis 1978 war Schmidli Mitherausgeber der Literaturzeitschrift «Drehpunkt» und ab 1979 freier Schriftsteller in Basel. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele und Fernsehdrehbücher. Während seine frühen Werke der Arbeiterliteratur zugerechnet werden können, hatten die späteren allgemeinere, existenzielle Probleme zum Thema. Seine letzten Werke zählen vorwiegend zur Kriminalliteratur. Werner Schmidli starb am 14. November 2005 in Basel.
6. Februar 2019
Flattermann
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| Hansjörg Schneider: Flattermann, Ammann, Zürich, 1995. 2011 neu aufgelegt bei Diogenes, Zürich |
Es ist Sommer, Ferienzeit, Peter Hunkeler verbringt seinen Urlaub zu Hause. Täglich begibt er sich ins Rheinbad St. Johann, geniesst es, dass die Basler sich an den Stränden der Welt wie Hering an Hering bräunen und die Stadt den Einzelgängern überlassen haben. In dieser sommerlichen Stimmung gibt sie den Zurückgebliebenen ihre Poesie preis und offenbart einen friedlichen Charme, der in der üblichen Hektik des Alltags verlorengeht.
Da, Hunkeler nimmt aus den Augenwinkeln wahr, dass von der nahen Johanniterbrücke ein Mann in den Rhein springt. Flatternd stürzt er ins Wasser, einer, der den Tod sucht und doch am Leben bleiben will. Hunkeler, wie gebannt, unfähig, sich zu bewegen, verfolgt mit dem Blick das treibende, auf- und abtauchende Bündel. Weiter stromab wird es vom Matrosen eines Frachtkahns aus dem Wasser gezogen. Hunkeler sieht die Leiche, offensichtlich ein Selbstmord. Doch war es tatsächlich einer? Hunkeler zweifelt, ihn interessiert das Schicksal dieses Menschen, und so geht er den Spuren des Flattermanns nach.
Hansjörg Schneider evoziert mit seinem stimmungsvollen Erzählen die sommerliche Atmosphäre seiner Stadt, er entführt den Leser in das Leben seines Flattermanns und öffnet ein Panoptikum des Gewöhnlichen, das uns nicht mehr loslässt. (Klappentext)
BS: Stadt Basel SO: Bärschwil F: Elsass (Sundgau)
28. Mai 2018
Der schönste Eintritt in die Schweiz
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| Ernst Schüler: Der schönste Eintritt in die Schweiz, Edition Wanderwerk, Burgistein, 2018 |
Die Birs ist ein Jurafluss, dem über Jahrtausende Kreti und Pleti gefolgt sind. Jungsteinzeitler, Römer, Ritter, Goethe, Napoleon, Bridel, Moor und schliesslich auch ein gewisser Ernst Schüler, der sich 1833 als Flüchtling aus Deutschland in die Seeländermetropole Biel begab und dort als Unternehmer, Politiker und Schriftsteller sein Wirken entfaltete. Die Fluchtroute von Basel via Delémont nach Moutier, über die Pierre Pertuis hinab ins St. Immertal und durch die Taubenlochschlucht nach Biel, beeindruckte Schüler in einer ausserordentlichen Art und Weise, dass er 1842 ein Büchlein mit dem Titel «Der schönste Eintritt in die Schweiz» veröffentlichte. Dieses Werk ist nun in komplett neuer Aufmachung und ergänzt mit 54 Abbildungen in der Edition Wanderwerk erschienen. Ernst Schüler, der massgebliche Förderer der Bieler Uhrenindustrie im 19. Jahrhundert, bezeugte mit seinem «Schönsten Eintritt in die Schweiz» nicht nur die Liebe zu seiner Wahlheimat und deren Umgebung, er schuf auch ein wertvolles Dokument über die damaligen wirtschaftlichen Verhältnisse in der Region. Der Text wird begleitet von 95 Anmerkungen der Herausgeberschaft.
7. Januar 2018
Munzinger Pascha
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| Alex Capus: Munzinger Pascha, Diogenes, Zürich, 1997 |
Ein wahrlich süffig zu lesender Roman, den ich jedem/jeder wärmstens zur Lektüre empfehlen kann. Capus ist ein grosser Geschichtenerzähler und Restaurateur!
SO: Olten ZH: Flughafen Kloten Afrika: Kairo, Rotes Meer Massua, Keren, Berg Zad'Amba, Magdala, Khartum (Ägypten, Eritrea, Sudan)
29. November 2017
Es lebe das Läufelfingerli!
| Über das kunstvolle Viadukt von Rümlingen (BL) werden auch in Zukunft S-Bahn-Züge rollen. |
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9. Juni 2017
Ming Tangs Moxibustion
| Das Autobahndreieck in Härkingen lässt Lärmenthusiasten frohlocken. |
Insgesamt vier Gemeinden gilt es im Kanton Solothurn noch zu begehen. Zwei davon, Egerkingen und Härkingen, stehen heute auf dem Wandermenü. Ich gehe von Oensingen nach Murgenthal, 17 Kilometer und 300 Meter. Auf drei Vierteln der Wegstrecke begleitet mich das Grundrauschen der Autobahn A1. Eine akustische Umweltverpestung, an die du dich als Anwohner dies- und jenseits der Strasse gewöhnen musst, ansonsten bist du hier völlig fehl am Platz.
Obschon die Gegend wegen der Autobahn durchtränkt ist mit Logistik-Zentren und Industriebetrieben, warten die alten Dorfkerne von Oberbuchsiten, Egerkingen und Härkingen mit kleinen Schmuckstücken auf. Die Ortschaften wirken gepflegt und alles andere als dem omnipräsenten Grundrauschen erlegen. Wie der Fuchs, so ist auch der Mensch ein Kulturflüchter, weiss sich also mit der Umwelt und ihren Widerwärtigkeiten zu arrangieren. Und sollte dies einmal nicht der Fall sein, dann sind ja da noch die Heilungs- und Therapieangebote unterschiedlicher Ausprägung vorhanden. In Oensingen zum Beispiel wirbt Ming Tang von einem Balkon herab mit Akupunktur, Schröpfen, Massage, Kräutertherapie und Moxibustion. Moxibustion? Nie gehört. Zu Hause angelangt, google ich den Begriff. Ich hoffe, nie in den «Genuss» dieser Heilmethode kommen zu müssen.
Sodele. Was mir in kommunaler Hinsicht im Solothurnischen noch bleibt sind Obergösgen und Däniken. AKW, ich komme!
| Der schön gestaltete Dorfplatz in Oberbuchsiten (SO) mit dem Restaurant Chutz und der Pfarrkirche. |
| Pfarrkirche von Egerkingen (SO). |
| Hübsch reatauriertes Fachwerkgebäude in Härkingen. |














