Der Schrittler
wandernd • lesend • schreibend • fotografierend
2. Mai 2026
29. April 2026
Asiatische Absencen
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| Wolfgang Büscher: Asiatische Absencen, Rowohlt, Berlin, 2008 |
Einmal fällt der Reisende in heftiges Fieber. Seine Gefährten lassen ihn in einem aufgegebenen Kolonialhospital zurück, wo er seine Abenteuer aufs neue durchlebt: den indischen Traum des Europäers, die Extreme von Faszination und Abstossung. Er fährt über staubrote Pisten zu einem Palast, in dem ein Fürst ein Sitarkonzert für seine Affen gibt, flieht aus der Zelle eines Yogapriesters, der ihn rekrutieren will. An der tibetischen Grenze besteigt er einen Viertausender, auf dem sich Hunderte Schamanen treffen. Und er geht an Bord eines modernen Supertankers, unterwegs nach Singapur, verschläft die Tage und verbringt die Nächte auf der Brücke mit dem diensthabenden Offizier, der unentwegt das Kricketspiel übt. Doch der Engländer hat das Festland lange nicht mehr betreten, er ist der See verfallen …
Absencen, das sind Abwesenheiten, Reisen, Träume, das ist Wolfgang Büschers melodiös-sinnliche Prosa – seine Asienfahrten, die zu Geschichten wurden, literarisch auf den Spuren eines Rudyard Kipling oder Joseph Conrad. (Klappentext)
26. April 2026
Von der Erde zum Mond
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| Jules Verne: Von der Erde zum Mond, Diogenes, Zürich, 1976 |
Mehr als hundert Jahre vor dem ersten Mondflug hat Jules Verne »seine Helden zum Mond geschossen, ganz aktuell raketisch« (Arno Schmidt). Dem Dichter der Mondfahrt zu Ehren heisst heute ein Mondkrater «Jules Verne». (Klappentext)
23. April 2026
20. April 2026
Ich bleibe hier
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| Marco Balzano: Ich bleibe hier, Diogenes, Zürich, 2020 |
| Die Gegend von Reschen und Graun vor der Flutung des Stausees 1949/50. |
| Die Gegend von Reschen und Graun heute. |
17. April 2026
Reisen und bleiben
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| Andrea Bocconi: Reisen und bleiben, Dörlemann, Zürich, 2007 |
UND BLEIBEN – Der eine geht auf Reisen, doch eingesponnen in seinen eigenen Kokon bewegt er sich nicht von der Stelle. Der andere bewegt sich und legt lange Wege zurück, ohne je sein Zimmer zu verlassen. Ist es am Ende unerheblich, ob man reist oder bleibt? Andrea Bocconi nimmt uns mit auf eine kunterbunte Reise durch die unzähligen Facetten und Aspekte des Reisens und Bleibens. (Klappentext)
14. April 2026
Journeyman
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| Fabian Sixtus Körner: Jouneyman, Ullstein, Berlin, 2015 |
11. April 2026
Im Herz das Feuer
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| Andreas Altmann: Im Herz das Feuer, Picus, Wien, 2001 |
Auf Sandpisten und Dschungelwegen nähert er sich langsam seinem Ziel, wobei das Vorankommen immer wieder zur fast unlösbaren Aufgabe wird: Altmann lässt den Leser teilhaben an einer Sinnlichkeit und auch den Strapazen des Reisens, die ihn an seine körperlichen Grenzen bringen. Er wohnt in Hotels «mit halbem Stern», verbringt die nächtliche Überfahrt auf dem Lake Nasser auf einem Küchentisch dösend; auf dem Dach eines Lasters geht es durch die Sahelzone; er hört Geschichten von Goldschmuggler-Karawanen und mutigen Banditen und bewundert das afrikanische Talent zum Teilen. (Klappentext)
8. April 2026
Verweile doch!
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| Arnold Kübler: Verweile doch! Ex Libris, Zürich, 1974 |
«Ich beginne mit dem Schauen, mit dem Augenerlebnis», versichert Arnold Kübler. Seine meist heiteren Berichte und Zeichnungen, die er seit 1970 in den Sonntagsausgaben der «Neuen Zürcher Zeitung» veröffentlichte und nun seinen Freunden in Buchform vorlegt, sind keineswegs nur illustrierte Texte; sie sind vielmehr eigenständige zeichnerische Beobachtungen, denen der Text nur zufügt, was sich aus dem Gezeichneten nicht ablesen lässt. Freilich ein Text, der die Gedanken des Lesers ebenso verführt wie die Zeichnungen das Auge des Betrachters.
Da ist von den Umständen die Rede, unter denen die jeweilige Zeichnung entstand, von Begegnungen mit verständigen und unverständigen Menschen, von der Vergangenheit und vom Schicksal der Orte, überhaupt von allem, was Orte, Menschen und Dinge preisgeben, wenn man, wie Arnold Kübler, die innere Ruhe hat, zu verweilen. Auf verborgene Schönheiten hinweisend, lächelnd oder provokativ auf etwas deutend, Stimmungen einfangend oder neugierig beobachtend zieht der schreibende Zeichner oder zeichnende Schreibende durch die Welt. Und die Welt ist alles, was seine wache Aufmerksamkeit zu fesseln vermag: das Fabrikgelände in Zürich-Oerlikon ebenso wie Sizilien, das Bündnerland ebenso wie Dresden oder Frankreich.
«Verweile doch!» ist eine Aufforderung an die Zeitgenossen, vielleicht sogar eine Beschwörung, an den Wundern dieser Welt nicht achtlos vorüberzuhasten. (Klappentext)
5. April 2026
Fatal Woman
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| Patrick Quentin: Fatal Woman, Diogenes, Zürich, 1996 |
2. April 2026
Hohgant
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| Gabriel Anwander: Hohgant, Emons, Köln 2016 |
30. März 2026
27. März 2026
Weggehen ehe das Meer zufriert
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| Laure Wyss: Weggehen ehe das Meer zufriert, Limmat, Zürich, 1994 |
Ist die Frage beantwortet, aus welch tiefem Grund die schwedische Königin ihre schwerwiegenden Entscheide traf? Wir notieren ihre Unternehmungen, wir sehen ihre Gestalt, ihr Gesicht, doch kennen wir ihre Seele? (Klappentext)
24. März 2026
Mys Worbletal
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| Karl Uetz: Mys Worbletal, Verlag Hans Scheibli, Herzogenbuchsee, 1962 |
Karl Uetz ist ja längst als einer der kurzweiligsten Erzähler in unserer Mundart bekannt, trefflich beobachtend, herzlich einfühlend und träf, oft mit viel menschenfreundlichem Witz und Humor berichtend.
Wenn er nun allerlei Erlebtes und Erfahrenes, Erlauschtes und Erfragtes aus dem Tal seiner Jugendzeit zu einem Buch zusammengefügt hat, so wird sich daran männiglich ergötzen und erfreuen, der das Gemütvolle und wahrhaft Herzlich-Herzhafte in kräftiger und unverfälschter Mundart zu schätzen weiss. «Mys Worbletal» erhält auch die Erinnerung an einige jener Sonderlinge etwa den «StettIen-Zwerg» und an allerlei Brauchtum und fröhlichen Dorf-Schabernack, für die in unserer gehetzten Welt und Zeit kaum mehr Platz ist. Ganz besonders erfreulich, weil so selten geworden, ist des Autors echte und unsentimentale Freude an all jenem Unscheinbaren, an dem heute so viele achtlos vorübergehen, obgleich es zur Quelle stiller Glückseligkeiten werden könnte.
Das Buch wird nicht bloss alle jene erfreuen, denen das Worblental Heimat oder als oft durchwandertes Vorstadtgebiet lieb geworden ist, es wird jedem zum erfreulichen Gewinn werden, der in stillen Lese-Augenblicken geruhsame Erholung von der Hast des heutigen Lebens sucht. (Klappentext)
21. März 2026
Schwarze Erde
Ein Jahrtausend lang lebten die Ukrainer zwischen Grenzen, die sich unter ihren Füssen stetig verschoben; mal zu Polen, mal zu Österreich und Litauen, schliesslich zu Deutschland und dann zur Sowjetunion gehörten. Und die nun wieder in Bewegung geraten sind. Als Staat existiert die Ukraine erst seit 1991; was sie vorher war, ist unter ihren Bewohnern so umstritten wie unter ihren europäischen Nachbarn. Jens Mühling erzählt von Begegnungen mit Nationalisten und Altkommunisten, Krimtataren, Volksdeutschen, Kosaken, Schmugglern, Archäologen und Soldaten, deren Standpunkte kaum unterschiedlicher sein könnten. Sein Buch schildert ihren Blick auf ein Land, über das wir kaum etwas wissen – obwohl es mitten in Europa liegt. Und das nun der Schauplatz eines brutalen Angriffskriegs ist. (Inhaltsangabe zum Buch)
Jens Mühling: Schwarze Erde, Rowohlt,
Reinbek bei Hamburg, 2016
18. März 2026
Die Edition Wanderwerk hebt ab
| Jakob Christoph: Heer: Im Ballon, Edition Wanderwerk, Burgistein, 2026 |
Der Schriftsteller Jakob Christoph Heer (1859–1952) widmete zu Beginn der 1890er-Jahre dem umtriebigen Lebenskünstler, der mit echtem Namen Eduard Schweizer hiess, das neu herausgegebene, sprachlich von mir behutsam überarbeitete Buch. Dieses beschreibt nicht nur etliche von Spelterinis Ballonfahrten, es zeichnet auch die spannende Geschichte der Ballonfahrt mit all ihren Protagonisten nach. Ergänzt wird das Werk mit zahlreichen Anmerkungen des Herausgebers sowie fünf historischen Fotos.
15. März 2026
Schwarzwald-Himmel
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| Bernd Leix: Schwarzwald-Himmel, Gmeiner, Messkirch, 2018 |
12. März 2026
Königsmatt
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| Pierre Chiquet: Königsmatt, Bilger, Zürich, 2003 |
Sie begreifen ihr bisheriges Leben als einen einzigen Alptraum, ein unwirklicher Augenblick, und sie beginnen mit der Inszenierung des Chaos. Mit zeichnerischen Mitteln zunächst. Das ornamentale und organische Wuchern erfasst Zimmer und Flure, die Flügel und Säle der ehemaligen Psychiatrie und ergiesst sich übers Land bis ins Dorf am Fusse des Hügels. Aus biografischen Nachrufen werden Hymnen ans Leben, und das groteske und blendend inszenierte Löschballett der örtlichen Feuerwehr gerät zum atemraubenden Showdown eines hervorragend erzählten Romans.
Die Alten haben den Platz der Wahnsinnigen von einst eingenommen. Sie sind die Parias von heute. Und weil sie nichts mehr zu verlieren haben, doch alles zu gewinnen, können sie ohne zu zögern jede Ordnung und jedes System zu Fall bringen. In Anlehnung an die Kunst Adolf Wölfflis, auch er, wie viele andere, ein ehemaliger Insasse, setzt Chiquet in «Königsmatt» das Zeichnen und Malen als ursprüngliche Form der Artikulation, als Zeichen. Mit liebevollem Humor und psychologisch raffiniert führt der Roman die Leserin, den Leser dorthin, wo sie sich bedingungslos mit der Revolte der Alten solidarisieren. Friedrich Glauser und Friedrich Dürrenmatt: Ihnen würde «Königsmatt» gefallen. (Inhaltsangabe zum Buch)
9. März 2026
Yukon solo
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| Karel Dohnal: Yukon solo, Albert Müller Verlag, Rüschlikon, 1987 |
6. März 2026
Seeluft
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| Friedrich Dönhoff: Seeluft, Diogenes, Zürich, 2013 |
D: Hamburg, Bönningstedt, Brunsbüttel















