Der Schrittler
wandernd • lesend • schreibend • fotografierend
30. März 2026
27. März 2026
Weggehen ehe das Meer zufriert
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| Laure Wyss: Weggehen ehe das Meer zufriert, Limmat, Zürich, 1994 |
Ist die Frage beantwortet, aus welch tiefem Grund die schwedische Königin ihre schwerwiegenden Entscheide traf? Wir notieren ihre Unternehmungen, wir sehen ihre Gestalt, ihr Gesicht, doch kennen wir ihre Seele? (Klappentext)
24. März 2026
Mys Worbletal
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| Karl Uetz: Mys Worbletal, Verlag Hans Scheibli, Herzogenbuchsee, 1962 |
Karl Uetz ist ja längst als einer der kurzweiligsten Erzähler in unserer Mundart bekannt, trefflich beobachtend, herzlich einfühlend und träf, oft mit viel menschenfreundlichem Witz und Humor berichtend.
Wenn er nun allerlei Erlebtes und Erfahrenes, Erlauschtes und Erfragtes aus dem Tal seiner Jugendzeit zu einem Buch zusammengefügt hat, so wird sich daran männiglich ergötzen und erfreuen, der das Gemütvolle und wahrhaft Herzlich-Herzhafte in kräftiger und unverfälschter Mundart zu schätzen weiss. «Mys Worbletal» erhält auch die Erinnerung an einige jener Sonderlinge etwa den «StettIen-Zwerg» und an allerlei Brauchtum und fröhlichen Dorf-Schabernack, für die in unserer gehetzten Welt und Zeit kaum mehr Platz ist. Ganz besonders erfreulich, weil so selten geworden, ist des Autors echte und unsentimentale Freude an all jenem Unscheinbaren, an dem heute so viele achtlos vorübergehen, obgleich es zur Quelle stiller Glückseligkeiten werden könnte.
Das Buch wird nicht bloss alle jene erfreuen, denen das Worblental Heimat oder als oft durchwandertes Vorstadtgebiet lieb geworden ist, es wird jedem zum erfreulichen Gewinn werden, der in stillen Lese-Augenblicken geruhsame Erholung von der Hast des heutigen Lebens sucht. (Klappentext)
21. März 2026
Schwarze Erde
Ein Jahrtausend lang lebten die Ukrainer zwischen Grenzen, die sich unter ihren Füssen stetig verschoben; mal zu Polen, mal zu Österreich und Litauen, schliesslich zu Deutschland und dann zur Sowjetunion gehörten. Und die nun wieder in Bewegung geraten sind. Als Staat existiert die Ukraine erst seit 1991; was sie vorher war, ist unter ihren Bewohnern so umstritten wie unter ihren europäischen Nachbarn. Jens Mühling erzählt von Begegnungen mit Nationalisten und Altkommunisten, Krimtataren, Volksdeutschen, Kosaken, Schmugglern, Archäologen und Soldaten, deren Standpunkte kaum unterschiedlicher sein könnten. Sein Buch schildert ihren Blick auf ein Land, über das wir kaum etwas wissen – obwohl es mitten in Europa liegt. Und das nun der Schauplatz eines brutalen Angriffskriegs ist. (Inhaltsangabe zum Buch)
Jens Mühling: Schwarze Erde, Rowohlt,
Reinbek bei Hamburg, 2016
18. März 2026
Die Edition Wanderwerk hebt ab
| Jakob Christoph: Heer: Im Ballon, Edition Wanderwerk, Burgistein, 2026 |
Der Schriftsteller Jakob Christoph Heer (1859–1952) widmete zu Beginn der 1890er-Jahre dem umtriebigen Lebenskünstler, der mit echtem Namen Eduard Schweizer hiess, das neu herausgegebene, sprachlich von mir behutsam überarbeitete Buch. Dieses beschreibt nicht nur etliche von Spelterinis Ballonfahrten, es zeichnet auch die spannende Geschichte der Ballonfahrt mit all ihren Protagonisten nach. Ergänzt wird das Werk mit zahlreichen Anmerkungen des Herausgebers sowie fünf historischen Fotos.
15. März 2026
Schwarzwald-Himmel
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| Bernd Leix: Schwarzwald-Himmel, Gmeiner, Messkirch, 2018 |
12. März 2026
Königsmatt
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| Pierre Chiquet: Königsmatt, Bilger, Zürich, 2003 |
Sie begreifen ihr bisheriges Leben als einen einzigen Alptraum, ein unwirklicher Augenblick, und sie beginnen mit der Inszenierung des Chaos. Mit zeichnerischen Mitteln zunächst. Das ornamentale und organische Wuchern erfasst Zimmer und Flure, die Flügel und Säle der ehemaligen Psychiatrie und ergiesst sich übers Land bis ins Dorf am Fusse des Hügels. Aus biografischen Nachrufen werden Hymnen ans Leben, und das groteske und blendend inszenierte Löschballett der örtlichen Feuerwehr gerät zum atemraubenden Showdown eines hervorragend erzählten Romans.
Die Alten haben den Platz der Wahnsinnigen von einst eingenommen. Sie sind die Parias von heute. Und weil sie nichts mehr zu verlieren haben, doch alles zu gewinnen, können sie ohne zu zögern jede Ordnung und jedes System zu Fall bringen. In Anlehnung an die Kunst Adolf Wölfflis, auch er, wie viele andere, ein ehemaliger Insasse, setzt Chiquet in «Königsmatt» das Zeichnen und Malen als ursprüngliche Form der Artikulation, als Zeichen. Mit liebevollem Humor und psychologisch raffiniert führt der Roman die Leserin, den Leser dorthin, wo sie sich bedingungslos mit der Revolte der Alten solidarisieren. Friedrich Glauser und Friedrich Dürrenmatt: Ihnen würde «Königsmatt» gefallen. (Inhaltsangabe zum Buch)
9. März 2026
Yukon solo
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| Karel Dohnal: Yukon solo, Albert Müller Verlag, Rüschlikon, 1987 |
6. März 2026
Seeluft
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| Friedrich Dönhoff: Seeluft, Diogenes, Zürich, 2013 |
D: Hamburg, Bönningstedt, Brunsbüttel
3. März 2026
Mai in Morcote
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| Evelyn Peters: Mai in Morcote, Knaur, München/Zürich, 1979 |
Zum dramatischen Wendepunkt ihres Lebens wird eine nächtliche Gartenparty mit der Schickeria Morcotes. Alles, was Rang und Namen hat, trifft sich hoch über dem Luganersee. Elsy setzt alles auf eine Karte, spielt all ihre verführerischen Reize aus, um den eingebildeten und verheirateten, aber reichen und weltgewandten Gastgeber für sich zu gewinnen.
Anke kann diese Umgebung nicht mehr ertragen und entflieht dem blasierten Geschwätz, dem arroganten Gehabe und der peinlichen Ausgelassenheit der Partygäste. In einer kleinen abgelegenen Trattoria begegnet sie einem Mann, der, durch einen schweren Unfall gezeichnet, sich verbittert in sich selbst zurückgezogen hat.
Während dieser gemeinsamen Ferien in Morcote erleben die beiden Schwestern die Liebe so verschieden, so andersartig, wie sie selbst es sind. Der Autorin ist es gelungen, mit Anke und Elsy zwei beispielhafte Charaktere absolut glaubwürdig und lebendig, differenziert und ergreifend darzustellen Ein bewegender Roman aus unseren Tagen, voller Engagement und Lebensklugheit. (Klappentext)
TI: Melide, Morcote, Vico Morcote, Bissone, Luganersee, Collina d'Oro, Lugano Gandria, Monte Lema, Malcantone, Pura, Neggio, Magliaso I: Cernobbio, Como, Campione
28. Februar 2026
Der Weg ist mein Zuhause
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| Philipp Fuge: Der Weg ist mein Zuhause, Knesebeck, München, 2021 |
Die Route führt ihn von Spanien nach Frankreich durch Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland bis an sein Ziel in Norwegen. Er spricht kein Spanisch und auch kein Schwedisch, ist fünf Monate auf dem Weg Richtung Norden vollkommen auf sich allein gestellt, aber Sprache ist beim Wandern kein Problem. Philipp Fuge trifft auf seinem Weg viele herzliche Menschen, die seine Reise einzigartig machen. Er erspürt die Eigenheiten der Länder und Regionen und die Besonderheiten der Landschaften, die er durchwandert. Auch die Schönheit der Natur lernt er durch seine entschleunigte Fortbewegung wieder viel mehr zu schätzen. Dass er bei dieser Wanderung kein einziges Mal seinen Pass vorzeigen muss, macht seine Reise aber auch zu einem Plädoyer für ein Europa ohne Grenzen. (Inhaltsangabe zum Buch)
25. Februar 2026
Domenica und die Brüder vom Septimer
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| Hermann Ferdinand Schell: Domenica und die Brüder vom Septimer, Kongress Verlag, Zürich, 1945 |
Im Mittelpunkt der Handlung steht das Herbergshaus auf dem Septimer, wo die sieben Brüder ein Doppelleben führen. Nach aussen scheinbar biedere und ehrbare Männer, die ihre Alpen bewirtschaften und die Herberge führen, sind sie in Wirklichkeit gefährliche Gesellen, die schon manchen Kaufmann, der über den Septimer zog, beraubten und in irgendeiner Fels- oder Gletscherspalte für immer verschwinden liessen. Dem Grafen von Salis, der im Begriff ist, von Chur aus über den Septimer eine Reise nach seinem Bergeller Stammschloss in Soglio zu unternehmen, droht das gleiche Schicksal. Aber er wird gewarnt, noch bevor er die Schwelle der Herberge überschreitet, und ist auf der Hut. Mit dramatischer Spannung entwickeln sich die Ereignisse im Herbergshaus, die schliesslich zur Flucht und glücklichen Rettung des Grafen führen. Äusserst sympathisch wirkt im ganzen Geschehen die Gestalt der Domenica, die bei den Brüdern auf dem Septimer als guter Hausgeist wirkt. Sie ist es auch, die den Grafen warnt, nachdem ihr ein Zufall das Geheimnis vom Doppelleben der Brüder enthüllt hat. Mit tiefer Ergriffenheit verfolgt der Leser das weitere Schicksal Domenicas und das freiwillige Sühneopfer der Brüder.
Man bewundert in dieser Erzählung nicht zuletzt auch die kraftvolle Charakteristik, ob es sich nun um das dämonische Oberhaupt der Brüder, Faustus, um die anmutige Domenica oder den edlen Grafen von Salis handelt. Den Hintergrund der Erzählung bildet die machtvolle rätische Gebirgswelt, die der Dichter in wundervoller Farbenpracht vor dem geistigen Auge des Lesers aufleuchten lässt. Der gleiche dichterische Zauber, wie er von Hermann Ferdinand Schells «Sang vom Bergell» ausgeht, liegt auch über dieser in bezwingender Form geschriebenen Novelle. (Klappentext)
GR: Septimerpass, Chur, Bivio, Soglio
22. Februar 2026
Medalges
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| Jürgen König: Medalges, Rasch und Röhring, Steinfurt, 2001 |
19. Februar 2026
Morgarten
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| Peter Beutler: Morgarten, Emons, Köln 2014 |
LU: Stadt Luzern (Hauptschauplatz), Gisikon, Fuchsberg ob Gisikon BE: Stadt Bern GR: Ofenpass, Val Müstair A: Eisenerz, Leoben, Wien I: Taufers USA: Lucerne
16. Februar 2026
Gerichtet
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| Henriette Brun-Schmid: Gerichtet, Lokwort, Bern, 2010 |
13. Februar 2026
Mein neustes Œuvre: «Im Wald»
10. Februar 2026
Auf dünnem Eis
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| Jürgen Graeser, Auf dünnem Eis, Herder, Freiburg i.Brsg., 2008 |
7. Februar 2026
Der Neue
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| Anne Fine: Der Neue, Diogenes, Zürich, 1992 |
4. Februar 2026
Teufelsfrucht
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| Tom Hillenbrand, Teufelsfrucht, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2011 |
1. Februar 2026
Geh, wohin dein Herz dich trägt
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| Susanna Tamaro: Geh, wohin dein Herz dich trägt, Diogenes, Zürich, 1995 |
So beginnt das liebevolle Brief-Tagebuch von Grossmutter Olga an ihre Enkelin, die aus der Enge der Familienzwänge nach Amerika geflohen ist. Schöne und schmerzliche Erinnerungen verewigt dieses mit der Weisheit des Alters geschriebene Vermächtnis. Vor allem aber ist es ein im Angesicht des Todes ausgesprochenes Geständnis all der tiefen Liebe zur Enkelin. Vieles ist schiefgelaufen in der Familie und hat die beiden auseinandergebracht: Frühwaise die Enkelin, gefangen in ihrer Vernunftehe und späteren Einsamkeit die Grossmutter. Und dennoch findet sich in diesem Weisheitsbuch, das so zart empfunden ist wie «Der kleine Prinz», inneres Glück – im eigenen Herzen, wenn man nur den Mut hat, es nicht als blossen Leistungsmotor zu betrachten. (Klappentext)
I: Triest, L’Aquila, Porretta Terme, Ferrara SLO: Samatorza

















