Der Schrittler
wandernd • lesend • schreibend • fotografierend
16. Juli 2026
13. Juli 2026
Adieu Paris, Adieu Catherine
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| Eveline Hasler: Adieu Paris, Adieu Catherine, Benziger, Einsiedeln/Zürich/Köln, 1966 |
Der Titel «Adieu Paris, adieu Catherine» deutet bereits an, dass es sich um eine prägende Lebensphase handelt. Am Ende der Erzählung lässt die Protagonistin diese turbulente Zeit und die gewonnenen Freunde hinter sich, um in ihre Heimat zurückzukehren – ein Abschied, der sowohl schmerzhaft ist als auch einen Reifeprozess markiert. Das Buch zeichnet sich durch seinen feinfühligen, realistischen Schreibstil aus und fängt den Zeitgeist der 1960er-Jahre in Frankreichs Hauptstadt gekonnt ein.
F: Paris
10. Juli 2026
Kirchweihmord
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| Friederike Schmöe: Kirchweihmord, Gmeiner, Messkirch, 2005 |
Privatdetektivin Katinka Palfy, gerade mit der Suche nach einer verschwundenen Ehefrau beauftragt, vermutet einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen und ermittelt fieberhaft in alle Richtungen. Da ereignet sich ein weiterer Todesfall. Am Kirchweihfreitag stirbt ein Mann im Gedränge der Altstadt. Wieder war Ricin im Spiel. Und an der Tür ihrer Detektei klebt ein Erpresserbrief: Wenn sie ihre Ermittlungen nicht einstellt, wird Bambergs grösste Sause ein giftiges Desaster erleben. Katinka steht unter Druck: Vor dem beliebten Fischerstechen am Kirchweihsonntag muss sie die Karten der Verdächtigen neu gemischt haben … (Inhaltsangabe im Buch)
D: Bamberg (Hauptschauplatz), Schesslitz
7. Juli 2026
Das zitronengelbe Haus
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| Monica Bentiveni: Das zitronengelbe Haus, Eugen Salzer Verlag, Heilbronn, 1986 |
TI: Mendrisiotto, Mendrisio, Lugano, Cademario
4. Juli 2026
Schienenbummel Schweiz
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| Jean-Michel Hartmann, Will-H. Wenger: Schienenbummel Schweiz, Ott, Thun, 1978 |
In der grossartigen Landschaft der Schweiz haben die Eisenbahnbauer dem Fotografen Motive bereitgestellt, die Jean-Michel Hartmann mit Meisterschaft einfängt. Er vereint seinen angeborenen Kunstsinn mit der Präzision des guten Schützen, dessen Auge genau ins Schwarze zielt. Nach «Magie du rail», der ihm 1960 den «Prix Chatrian» einbrachte, nach «Zauber der Schiene» (1961), «Adieu Dampflok» (1966) und «Dampflokomotiven in Deutschland» (1974) schenkt er uns nun mit «Schienenbummel» eine neue Probe seines Talents. Die Idee dazu stammt von Will-H. Wenger, dem ehemaligen Pressechef der Schweizerischen Bundesbahnen und gewesenen Direktor der Zentralstelle für Öffentlichkeitsarbeit des Internationalen Eisenbahn-Verbandes, 1970 selber mit dem «Prix Chatrian» für sein Werk «Die Eisenbahnen der Welt» ausgezeichnet.
211 Fotos, davon 28 farbige, verschaffen den Freunden der Eisenbahn und der Berge, den Freunden alter Gemäuer und besonnter Rebberge das Vergnügen, Bekanntschaft zu schliessen mit der unvergleichlichen Stimmung erhabener Augenblicke, mit Bildern, von welchen man sich nur schwer lösen kann. Das Mittelland und die Voralpen sind ebenso reich an eindrucksvollen Motiven, denen in absehbarer Zeit ein zweiter Band gewidmet werden soll. (Klappentext)
1. Juli 2026
Eisenbahnstadt Olten
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| Johannes von Arx: Eisenbahnstadt Olten, Weltbild Verlag, Verlag Oltner Tagblatt, Olten, 1997 |
Das SBB-Jubiläumsjahr 1997 «150 Jahre Schweizer Bahnen rückt auch die Eisenbahnstadt Olten ins Blickfeld, ist doch ihre Geschichte eng mit dem schweizerischen Bahnwesen verknüpft.
1956 ist aus der Feder des unvergesslichen Dr. Urs Wiesli ein Werk mit dem Titel «100 Jahre Eisenbahnstadt Olten erschienen. Die vorliegende Publikation bringt eine gekürzte Zusammenfassung des damaligen Textes, skizziert sodann die facettenreiche Entwicklung der Stadt und ihres Bahnhofs in den vergangenen 40 Jahren und schliesst mit einem faszinierenden Ausblick auf künftige Gestaltungsmöglichkeiten. Das Buch ist mit z.T. historischem Bildmaterial und farbigen Abbildungen reich illustriert.
Wie der Oltner Bahnhof samt der Zentralwerkstätte, oder wie sie heute heisst, der Hauptwerkstätte «HW Olten, zum Koordinatenkreuz des schweizerischen Bahnsystems geworden ist, bildet ein spannungsreiches Kapitel der neueren Schweizer Geschichte. Es legt Zeugnis ab von der Tatkraft sowohl der Eisenbahnpioniere des letzten Jahrhunderts als auch der politischen Behörde von Stadt und Region Olten. Als Zeitgenossen erinnern wir uns an das Drum und Dran der Projektierung einer neuen Bahnlinie durch das Ruttigertäli – wo ein Landschaftsplan den Durchbruch zu einer allseits befriedigenden Lösung gebracht hatte – oder an die Pläne für einen grossen Rangierbahnhof im Niederamt – auf die wegen der politischen Widerstände verzichtet wurde, mit Recht, wie sich später zeigte. Jetzt sind wir Zeugen einer beeindruckenden Neugestaltung des Bahnhofes selbst, die mit dem Stellwerk in den 80er Jahren begonnen hatte und ihre Fortsetzung mit der überaus gefälligen Erneuerung der Personenunterführungen und den zukunftsweisenden Gleisanlagen an der stadtwärts liegenden Westseite gefunden hat.
Solche Abläufe haben ihre Peripetien. Die Bahn 2000 und alles, was sich um die Alpentransversalen abspielt, die verpendelten Fernzüge und die Integration der Schweizer Bahnen in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz eröffnen Perspektiven, zeigen aber auch das Risiko auf, dass der Bahnhof Olten an Stellenwert verlieren könnte. Wenn davon die Rede ist, dass 1997 ein Technologiesprung des Eisenbahnmaterials stattfindet, dann ist auch die HW Olten mit ihrem Arbeitsplatzpotential angesprochen. (Aus dem Vorwort von Leo Schürmann [1917–2002], ehemaliger Präsident der Regionalplanungsgruppe Olten-Gösgen-Gäu)
28. Juni 2026
Caspar
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| Beate Rothmaier: Caspar, Nagel & Kimche München/Wien, 2005 |
Aber der Amtmann hat andere Pläne. Caspar kommt zum Bauer Melcher auf den Hof, der kriegt Kostgeld für den Jungen, lässt seine Wut aber trotzdem an ihm aus. Mit Hilfe seiner Freundin Karolin gelingt Caspar Jahre später die Flucht. Porzellanmaler will er werden, wie sein Vater, und er schafft es, in der Porzellanfabrik als Ausputzer angestellt zu werden. Eines Tages steht er seinem Vater leibhaftig gegenüber.
Mit furiosem Tempo und Wortgewalt gestaltet Beate Rothmaier das vergessene, historisch verbürgte Schicksal eines Findelkinds aus dem 18. Jahrhundert zu einem grossartigen Roman. (Klappentext)
D: Schrezheim und Umgebung (Hauptschauplatz), Ludwigsburg, Jagst (Fluss)
25. Juni 2026
Pietr der Lette
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| Georges Simenon: Pietr der Lette, Diogenes, Zürich, 2008 |
Pietr der Lette ist der erste namentlich gezeichnete Maigret-Roman von Georges Simenon. Er entstand 1929 im Hafen von Delfzijl, Holland, an Bord seiner kleinen Yacht ‹Ostrogoth›.
In diesem Roman, der in Fécamp, Paris und Bremen spielt, soll Maigret eigentlich nur einen Mann am Bahnhof abholen, der ihm aber schon bei der Ankunft entwischt. Minuten später wird im selben Zug die Leiche eines anderen Reisenden gefunden …, und der sieht dem ersten Reisenden zum Verwechseln ähnlich. (Klappentext)
F: Paris, Fécamp D: Bremen
22. Juni 2026
Das Wildheuen in Ringgenberg
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| Gustav Ritschard, Emil Schmocker: Das Wildheuen in Ringgenberg, Verlag Ritschard/ Schmocker, Unterseen, 1980 |
Die Arbeitswelt der Ringgenberger Wildheuer und ihre Eigenart spiegeln sich nicht nur in besonderen Ausdrücken und Redensarten, sondern auch in heiteren und ernsten Episoden, Gedichten, Erzählungen und Sagen, deren mundartliche Wiedergabe der Monographie einen ganz besonderen Wert verleiht. Die Schilderung der wilden Bergnatur mit ihren Gefahren, aber auch mit ihren Schönheiten, gibt der zeichnerisch vortrefflich ergänzten Darstellung einen grossartigen Rahmen. Es ist ein Verdienst, dass neben der Fülle des Altertümlichen auch die moderne Entwicklung bis zum Helikoptertransport unbefangen notiert wird.
Möge etwas von der Freude, welche die beiden Erforscher dieses Stückes alpiner Volkskultur bei ihrer Arbeit beflügelt hat, auf die Leser übergehen! (Vorwort von Arnold Niederer, Professor für Volkskunde, Universität Zürich)
19. Juni 2026
Die gelbe Ottomane
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| Margrit Staub-Hadorn: Die gelbe Ottomane, Cosmos, Muri b. Bern, 1997 |
Der Journalist Jacques ist in Tat und Wahrheit ein U-Boot, bis ihm eines Nachts ein Satz zufliegt, sozusagen der Satz der Sätze …
Der alte Weber steht am Grab von Katharina und erzählt aus seinem Leben. Eigentlich gäbe es da wenig Aussergewöhnliches: immer hart gearbeitet, gespart, die Ehe mit Claire, die Kinder, wäre da nicht die Sache mit der gelben Ottomane, die Weber in seiner Verlobungszeit gekauft hat …
Die junge Sandra lernt einen kauzigen Alten mit einem grossen Schlapphut kennen und ist überzeugt, an einen totalen Spinner geraten zu sein, doch sie hört ihm zu, hört ihm immer aufmerksamer und Iieber zu …
Dieses Buch berichtet von Menschen und ihren Beziehungen, von Liebe und Gewalt, aber auch von Verheimlichtem, Verdrängtem, Abgründigem, den Rissen im Boden ihrer Geschichten. (Klappentext)
16. Juni 2026
Ruf der Wildnis / Wolfsblut
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| Jack London: Ruf der Wildnis / Wolfsblut Fischer, Frankfurt/Main, 1993 |
Wolfsblut (1906) ist in vielem das Gegenstück zu «Ruf der Wildnis». Ein Wolfshund unterwirft sich einem Menschen freiwillig und fasst schließlich soviel Vertrauen zu ihm, dass er sich sogar an ein Leben in der Zivilisation gewöhnen kann. Ohne die Tiere zu vermenschlichen oder gar verniedlichen zu wollen, gelingt es London, den Leser einen Blick durch Wolfspupillen tun zu lassen, vor denen ein Hase in der Schlinge zappelt oder ein Mensch Feuer entfacht. (Inhaltsangabe im Buch)
13. Juni 2026
10. Juni 2026
Uhren gibt es nicht mehr
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| André Heller: Uhren gibt es nicht mehr, Zsolnay, Wien, 2017 |
«Innerlich sieht man sich noch jung und klettert auf Berge und segelt über den Wolfgangsee, freut sich auf den nächsten Tag», sagt die alte Dame, die geboren wurde, als der Erste Weltkrieg ausbrach und mit gerade 19 den damals doppelt so alten Süsswarenfabrikanten Stephan Heller heiratete. Ein anderes Mal wünscht sie sich, «dass das Körperwerkl in Gottesnamen auslaufen soll» und erzählt dann munter über einen Selbstmordversuch aus Liebe – «das Blödeste überhaupt» - und über Franz Lehar am Klavier in Bad Ischl.
Ein kleines Buch von grosser Weisheit, würdevoll, poetisch, komisch. Und das Dokument einer späten Liebe und grossen Offenheit zwischen Mutter und Sohn.
Elisabeth Heller wurde 1914 in Wien geboren und wuchs in ihrer Heimatstadt und in Südtirol auf. 1933 heiratete sie den Grossindustriellen Stephan Heller. Nach dem «Anschluss» und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs blieb sie mit ihrem ersten Sohn, Fritz, in Wien, während ihr Mann zuerst nach Frankreich und dann nach Grossbritannien emigrierte. Nach dem Tod ihres Mannes, 1958, war sie Directrice des Haute-Couture-Salons von Gertrud Höchsmann. Sie lebte bis zwei Tage vor ihrem 104. Geburtstag in Wien-Hietzing. (Klappentext)
7. Juni 2026
4. Juni 2026
Deutschlands Nebenbahnen
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| Gerhard Bank: Deutschlands Nebenbahnen, Kosmos, Stuttgart, 1997 |
Noch einmal führt eine beschauliche Reise «abseits der Magistralen» über die oftmals stillgelegten oder privatisierten Regelspurgleise der deutschen Staatsbahnen und durch die letzten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.
Eine beeindruckende Auswahl von 145 Farbfotos aus den Archiven bekannter Eisenbahnfotografen präsentiert sich dem Leser: Mehr als 25 verschiedene Triebfahrzeuggattungen, darunter die Akkutriebwagen der Baureihen 515 und 51 7, die «Eierköpfe» 612/13, Klein - und Rangierlokomotiven, die Diesellokbaureihen 118, 119, 120 und 132 der DR, die Altbau- Elloks E 18, E 44, E 44.5, E 69 und E 94 spiegeln eine vergangene Vielfalt wider. Der Einsatz der rekonstruierten Reichsbahndampflokomotiven der Baureihen 50 und 52 wird mit besonders ausgesuchten Bildern dokumentiert. Darüber hinaus zeigt sich eine intakte Infrastruktur in der Fülle ihrer Erscheinungsformen: Signalbrücken und Flügelsignale, Schrankenposten und Bahnhöfe in klassischer Eisenbahnarchitektur.
Übergaben, Nahgüter- und Umleiterzüge bis hin zum letzten GmP der DB AG, Reko-, Umbau- und Altbaureisezugwagen erinnern an einen abwechslungsreichen Eisenbahnalltag, wobei auch der Übergang zur neuen Eisenbahn aufgezeigt wird.
Der Betrachter erlebt die Eisenbahnlandschaft der Küstenregionen von Nord- und Ostsee, der norddeutschen Tiefebene, der Mittelgebirge bis zu den Alpen und dem Oberlauf der Donau im Wandel der vier Jahreszeiten.
Viele der Aufnahmen sind mittlerweile historisch und somit ein Zeugnis einer ausklingenden Epoche. Ausführliche Bildtexte geben detaillierte Informationen über Triebfahrzeuge, Eisenbahnstrecken, das Umfeld der Eisenbahn und die kleinen Erlebnisse am Schienenstrang. (Klappentext)
1. Juni 2026
Der Spaziergang
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| Robert Walser: Der Spaziergang (inkl. Prosastücke und Kleine Prosa, Suhrkamp, Zürich + Frankfurt/Main, 1985 |
Die sich anschliessenden Sammlungen «Prosastücke» (1916) und «Kleine Prosa» (1917) enthalten die wohl unbekanntesten der von Walser selbst veröffentlichten Arbeiten, da sie nur in winzigen Auflagen erschienen sind. Dabei sind diese aus Märchen, Aufsätzen, Erzählungen, Bildbeschreibungen und literarischen Portraits komponierten Bände mit Stücken wie «Basta» und «Schneien», mit der Liebesgeschichte «Luise» und der autobiographisch gefärbten Erzählung «Tobold» Höhepunkte Walserscher Prosa. Hermann Hesse zählte diese Kleinepik mit ihrer «magischen Verliebtheit in die Sprache zur graziösesten deutschen Prosa, die noch nicht übertroffen oder im Geringsten veraltet» sei. (Inhaltsangabe im Buch)
29. Mai 2026
Edition Wanderwerk – die Chronologie 1
Wie ich zum Verleger wurde
Mitte der 1990er-Jahre keimte in mir der Wunsch, ein Buch zu schreiben, dieses auch selber zu gestalten und zu veröffentlichen. Doch zu jener Zeit waren dies für mich unüberwindbare Hürden. Einerseits fehlte mir eine entsprechendes Desktop-Publishing-Programm und andererseits das nötige Kleingeld, um den Druck eines Buches finanzieren zu können. Und von den Vertriebsmöglichkeiten gar nicht zu reden ...
Mit der galoppierend fortschreitenden Entwicklung der gesamten Informatikbranche, wurden in den Nullerjahren die Möglichkeiten für das sogenannte Self-Publishing erheblich erleichtert. Die Firma Adobe machte mit seinem Programm «InDesign» dem damaligen Branchenkrösus «Quark» sein «QuarkXPress» streitig, indem ersteres um einiges billiger und in der Handhabung auch etliches einfacher war.
Ich nutzte also die Gunst der Stunde, beschaffte mir das «InDesign CS2» und begann, mich anhand von Fachliteratur in das unendlich weite Feld der typografischen Gestaltung zu vertiefen. Gleichzeitig galt es, dieses «InDesign» als Benutzer zu begreifen, denn, in gewissen Fällen funktionierte das Programm völlig anders als das mir bis dahin vertraute «Word» von Microsoft. Nebenbei bemerkt: Wenn du einmal mit einem professionellen Layout-Programm arbeitest, dann verfluchst du dieses «Word» beinahe täglich.
Die stilsichere Buchgestaltung ist das eine, das Finden einer qualitativ guten aber dennoch preisgünstigen Druckerei das andere. Fündig wurde ich schliesslich bei einer Online-Druckerei in Berlin, wo ich die ersten 150 Exemplare herstellen liess. (Aufgrund der exorbitanten Preise und Auflagenstärken fielen sämtliche Anbieter in der Schweiz ausser Rang und Traktanden.)
Währenddem ich nach der Erteilung des «Gut-zum-Druck» auf die Lieferung der Bücher wartete, gestaltete unter www.wanderwerk.ch eine Webseite, auf welcher das Buch präsentiert wurde und ergo auch bestellt werden konnte. Gleichzeitig bereitete ich ein Presse-Comuniqué an die Lokalzeitungen vor, das ich nach Erhalt der Bücher versenden würde.
Im März 2009 war es dann soweit: Ich hielt mein erstes selbstgeschriebenes und -gestaltetes Buch in den Händen «Schritt für Schritt» lautete sein Titel und vereinigte «63 Wandertaten in der Schweiz und Umgebung». Der Klappentext beschreibt das Buch so: Seit seiner Jugend wandert René P. Moor ohne Unterlass. «Das Leben ist zu kurz, um nicht zu Fuss zu gehen», lautet das Credo. Die «Wandertaten», wie er seine Unternehmungen per pedes nennt, führen ihn in alle Landesteile der Schweiz sowie ins angrenzende Ausland. Mal geht es auf verschwundenen Pfaden durch die Wildnis des Tessins, mal durch die Ödnis der Oltner Agglomeration, dann auf stillgelegter Bahnlinie durch den Bregenzerwald, über Stock und Stein dem Sonnenaufgang entgegen, auf dem Jakobsweg zu kulturhistorisch bedeutsamen Stätten oder zum vermeintlichen Mittelpunkt der Schweiz. Und wenn es sein muss, trägt er auch mal einen Barhocker auf einen Alpengipfel oder schreitet in einem Tag sämtliche Strassen und Wege einer politischen Gemeinde ab.
Angelica Schorre von der Zeitschrift «Wanderland» schrieb zu meinem Erstling: Augen und Herz sind offen für das unspektakulär Schöne, für das unfreiwillig Komische. In seinen «Wandertaten» erzählt Moor liebenswürdig-frech darüber.
Die Resonanz in der Öffentlichkeit war für ein solches Werk erfreulich. Nicht nur der «Berner Oberländer» und das «Thuner Tagblatt» berichteten darüber, auch Wanderkolumnist Thomas Widmer erwähnte «Schritt für Schritt» in der «Weltwoche». Sowohl Privatpersonen als auch Buchhandlungen bestellten das Buch, weshalb ich schon bald eine zweite Auflage drucken lassen musste. Und weil auch die recht schnell wieder vergriffen war, ich jedoch mit der Berliner Druckerei sowie meiner typografischen Gestaltung noch nicht ganz glücklich war, machte ich mich auf die Suche nach einer anderen Druckerei und gestaltete das Buch neu. Die dritte Auflage kann nach wie vor in meinem Verlag gekauft werden.
Mitte der 1990er-Jahre keimte in mir der Wunsch, ein Buch zu schreiben, dieses auch selber zu gestalten und zu veröffentlichen. Doch zu jener Zeit waren dies für mich unüberwindbare Hürden. Einerseits fehlte mir eine entsprechendes Desktop-Publishing-Programm und andererseits das nötige Kleingeld, um den Druck eines Buches finanzieren zu können. Und von den Vertriebsmöglichkeiten gar nicht zu reden ...
Mit der galoppierend fortschreitenden Entwicklung der gesamten Informatikbranche, wurden in den Nullerjahren die Möglichkeiten für das sogenannte Self-Publishing erheblich erleichtert. Die Firma Adobe machte mit seinem Programm «InDesign» dem damaligen Branchenkrösus «Quark» sein «QuarkXPress» streitig, indem ersteres um einiges billiger und in der Handhabung auch etliches einfacher war.
Ich nutzte also die Gunst der Stunde, beschaffte mir das «InDesign CS2» und begann, mich anhand von Fachliteratur in das unendlich weite Feld der typografischen Gestaltung zu vertiefen. Gleichzeitig galt es, dieses «InDesign» als Benutzer zu begreifen, denn, in gewissen Fällen funktionierte das Programm völlig anders als das mir bis dahin vertraute «Word» von Microsoft. Nebenbei bemerkt: Wenn du einmal mit einem professionellen Layout-Programm arbeitest, dann verfluchst du dieses «Word» beinahe täglich.
Die stilsichere Buchgestaltung ist das eine, das Finden einer qualitativ guten aber dennoch preisgünstigen Druckerei das andere. Fündig wurde ich schliesslich bei einer Online-Druckerei in Berlin, wo ich die ersten 150 Exemplare herstellen liess. (Aufgrund der exorbitanten Preise und Auflagenstärken fielen sämtliche Anbieter in der Schweiz ausser Rang und Traktanden.)
Währenddem ich nach der Erteilung des «Gut-zum-Druck» auf die Lieferung der Bücher wartete, gestaltete unter www.wanderwerk.ch eine Webseite, auf welcher das Buch präsentiert wurde und ergo auch bestellt werden konnte. Gleichzeitig bereitete ich ein Presse-Comuniqué an die Lokalzeitungen vor, das ich nach Erhalt der Bücher versenden würde.
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| Das Cover der ersten zwei Auflagen |
Angelica Schorre von der Zeitschrift «Wanderland» schrieb zu meinem Erstling: Augen und Herz sind offen für das unspektakulär Schöne, für das unfreiwillig Komische. In seinen «Wandertaten» erzählt Moor liebenswürdig-frech darüber.
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| Das Cover der dritten Auflage |
26. Mai 2026
23. Mai 2026
Magisches Bergland
Das hier erwähnte Buch hat zwar keinen Klappentext, jedoch einen höchst interessanten Schluss in der von Max Niederer verfassten einleitenden Betrachtung. «Höchst interessant» aus meiner Sicht, weil der Text vor über 60 Jahren verfasst worden ist und sich seither in den Alpen leider kaum etwas zum Guten gewendet hat – im Gegenteil:
Der Mensch hat im Lauf seiner Geschichte die Furcht vor der Alpenwelt überwunden – aber auch die Ehrfurcht vor ihr verloren. Sie ist in zunehmendem Mass in den Einflussbereich einer Gesellschaft geraten, deren einseitig technisch-motorische Erlebnisfähigkeit und Empfindungsarmut zahlreiche Regionen in Rummelplätze zu verwandeln droht. Der Höhenflucht des Bergbewohners steht immer mehr eine eigentliche «Tiefenflucht» des Städters gegenüber, der aus seiner selbstgeschaffenen technisierten Welt ausbrechen will, dabei aber häufig Unrast und lärmige Betriebsamkeit wie einen Bazillus in sich trägt und sich dadurch den Zugang zu den stillen Wundern seiner ersehnten Erholungslandschaft selbst verbaut.Noch ist es nicht zu spät, diese Fehlentwicklung mit ihren Gefahren aufzuhalten. Es ist das Anliegen dieses Buches, zur Besinnung aufzurufen und Ehrfurcht zu wecken gegenüber der grossartigen Urtümlichkeit eines Lebensraumes, in dem jedes Wesen, selbst das unscheinbarste, jede Pflanze, jedes Gewässer, ja jeder Flecken Erde sinnvoller Teil eines Ganzen ist und den Menschen glücklich zu machen vermag.
Und vergessen wir den Bergbewohner nicht! Denn das Bergland von morgen kann weder ein Reservat noch ein Freilichtmuseum sein, sondern nur ein lebendiges Bergland, in dem auch der angestammte Mensch als unentbehrliches Glied einer geschlossenen Lebensgemeinschaft und nicht als eine Art folkloristisches Fossil zu betrachten ist. Diese Verpflichtung einzugehen wäre eine Tat, die unsere Generation sowohl den Vorfahren als auch den Nachkommen schuldig ist.
20. Mai 2026
Im grossen Stil
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| Claus-Ulrich Bielefeld, Petra Hartlieb: Im grossen Stil, Diogenes, 2015 |
D: Berlin und Umgebung A: Wien und Umgebung
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