20. Juni 2021

Die Jungfernfahrt

Gestern war es endlich soweit: Das im vergangenen Winter gekaufte Packraft lief am Thunersee vom Stapel. Vom Grunderinseli in der Nähe des Thuner Strandbads stach ich in See, um mich im Rahmen einer Testfahrt auf weitere Einsätze mit dem 1,2 kg leichten Boot vorzubereiten. Hierbei wehte mir ein unerwarteter Gegenwind um die Ohren. Und statt der erhofften Seeglätte schaukelte mein Boot munter auf den Wellen. Während beinahe einer Stunde kämpfte ich mich durch die Fluten und strich, mangels Training, nach 1,3 Kilometern zwar nicht die Segel, so doch die geplante Fortsetzung zum Deltapark im Gwatt. Mit anderen Worten: Beim TCS-Camping war der Ofen aus, meine Hosen klitschnass und ich dennoch überglücklich, zum ersten Mal in meinem Leben mit eigenem Schiff auf hoher See an der grossen weiten Welt geschnuppert zu haben. Die optischen Eindrücke dazu gibt es hier.

Noch etwas verkrampft, aber guten Mutes: Käptn und Matrose Moor auf dem Thunersee.

16. Juni 2021

Schlamm, Schweiss und Tränen

Bear Grylls: Schlamm, Schweiss und Tränen,
Piper, München, 2011
Wenn sich Bear Grylls in seiner Kultserie «Ausgesetzt in der Wildnis» durchs Gelände kämpft, scheinbar Ungeniessbares verspeist und ganz nebenbei jede Menge Überlebenstricks zum Besten gibt, ist ihm das Staunen seines Publikums sicher. Jetzt erzählt der ebenso sympathische wie kompromisslose Überlebenskünstler seinen wechselvollen Lebensweg vom kletterwütigen Jungen im nordirischen Donaghadee zum härtesten und bekanntesten Abenteurer der Welt. Pflichtlektüre für jeden Outdoor-Fan. (Klappentext)

4. Juni 2021

Mindestens haltbar bis siehe Tubenfalz

Lorenz Keiser: Mindestens haltbar bis siehe
Tubenfalz, Kein & Aber, Zürich, 2004
Lorenz Keisers Alarmglocken läuten sofort, wenn ein Joghurt anfängt, LC 1 zu heissen oder DC 9 oder MD 11. Geprellten oder verunsicherten Konsumenten empfiehlt er in solchen Fällen diese Frau anzurufen, die heisst wie gefälschter russischer Kaviar. Sommaruga, genau. Ferner fragt sich Keiser, weshalb die Amerikaner nun Land für Land die lokalen Führungscliquen auf Kartenspielen herausgeben – zumal die Schweiz für die Rolle des Weltpolizisten ohnehin viel geeigneter wäre. Ausserdem hat er herausgefunden, warum in der balkanfeindlichen Gemeinde Emmen der Kinofilm Titanic kaum besucht wurde und wieso die Gastrokette Mövenpic deutlich hinter den Umsatzerwartungen zurückblieb. Und, zu guter Letzt: Wussten Sie, weshalb legasthenisch veranlagte Kinder, die übrigens oft besonders intelligent sind, NTN statt Enten, WLN statt Wellen und statt Pfeifen kurz und bündig einfach FDP schreiben? (Klappentext)

25. Mai 2021

Geliebte Seidenpfote

Ella Maillart: Geliebte Seidenpfote,
Piper, München, 2000

Sie hat einfach mehr Glück als die meisten anderen Katzen in diesem Land: Ihr Leben beginnt in einem Schrank im indischen Tiruvannamalai, und dann verbringt sie drei Jahre an der Seite der Schweizer Abenteurerin Ella Maillart, als diese Anfang der vierziger Jahre Indien bereist. Ti-Puss, so nennt sie zärtlich das verspielte Katzenkind, wird als das Urbild aller Katzenwesen beschrieben und darf sie überallhin begleiten: Sie sitzt auf den Lagern der bewunderten indischen Meister, nimmt ein Bad im Ganges, geht mehrfach verloren und wird wiedergefunden. Die enge Verbindung zwischen dem kleinen, ungewöhnlichen Kätzchen und der Abenteurerin ist eine hinreissende Liebeserklärung an alle Katzen dieser Welt und zeugt von der tiefen Wesensverwandtschaft zwischen Tier und Mensch. (Inhaltsangabe zum Buch)

Ella Maillart, geboren 1903 in Genf und 1997 dort gestorben, gehört zu den berühmtesten Abenteurerinnen des 20. Jahrhunderts. Schon als junge Seglerin nahm sie 1924 an den Olympischen Spielen in Paris teil. 1930 brach sie zu ihrer ersten grossen Reise in die Sowjetunion auf. Dem folgten in den dreissiger und vierziger Jahren Zentralasien, China, Kaschmir, Afghanistan, wo sie mit Annemarie Schwarzenbach unterwegs war, und Indien. Noch mit achtzig Jahren bereiste sie Nepal und Tibet.

23. Mai 2021

Warum werden Bäume im Alter schön

Werner Schmidli: Warum werden Bäume
im Alter schön, Benziger, Zürich/Köln, 1984
Ein Mann durchlebt in seinem vierten Jahrzehnt eine kritische Lebensphase. Alle seine Kontakte zur aussenwelt werden komplizierter, jede Hoffnung erweist sich als trügerisch. Sein Versagen führt in eineausweglose Lage. Ein Zusammenbruch kann vielleicht einen Neuanfang bringen.

15. Mai 2021

Endlich wieder Rucksacktage!

Sie waren mehrere Jahre vergriffen, und nun sind sie wieder da: «Die Rucksacktage»! Das Werk beinhaltet alle meine 48 Wanderkolumnen, die in der kultigen Zeitschrift «Tierwelt» erschienen sind. Hinzu kommen zwei weitere Kolumnen, die in anderen Magazinen publiziert wurden, sowie ein Essay über das Stadtwandern. Der 248 Seiten starke Band beinhaltet nicht nur 50 ganzseitige Farbfotos, er ermöglicht auch den Zugang zu den GPS-Daten sämtlicher Wanderungen. Das Buch ist in der nimmermüden Edition Wanderwerk oder in jeder gepflegten Buchhandlung erhältlich.



14. Mai 2021

Das Waldmädchen

André Besson: Das Waldmädchen, Mon Village,
Vulliens, 1981
Marie Siruguey ist mitten im Walde von Chaux geboren und aufgewachsen, jenem Forste in der Ebene des Val d'Amour, am Fusse der ersten Jura-Ausläufer. Ihr Vater sowie ihre vier Brüder sind ungezähmte, bärbeissige Köhler, die den Wald, ihren Arbeitsplatz, selten oder nie verlassen.

Eines Tages begegnet das Naturkind einem jungen Bauern aus dem nahe gelegenen Dorf. Eine Liebschaft entspinnt sich, und die jungen Menschen wollen heiraten. Für das «Waldmädchen» beginnt dann eine schwere Lehrzeit, die es zu einer sesshaften Bäuerin in einem Dorf machen soll, von dem es als Eindringling behandelt wird. Der «Wald-Marie» gelingt es, sich mutig durchzusetzen und die Schwierigkeiten zu meistern. Schon bald erwartet sie ein Kind. Aber wir befinden uns im Jahre 1870, am Vorabend des brudermörderischen Krieges, der Frankreich und Deutschland entzweien wird, um den Ehrgeiz von Napoleon III und Kaiser Wilhelm zu befriedigen. Die Siruguey-Männer, alle Republikaner und überzeugte Pazifisten, sind nicht bereit, Kriegsdienst zu leisten und verstecken sich als Dienstvenveigerer in den Tiefen des Waldes von Chaux.

Zu diesem fesselnden Buch liess sich André Besson durch die Erzählungen seiner beiden Grossmütter, die noch die preussische Besetzung miterlebt harren, inspirieren. In hinreissender Art schildert er den schrecklichen Winter 1870/71, als ausgehungerte Wölfe die Bauerndörfer in Angst und Schrecken versetzten und die deutschen Ulanen inmitten beissender Schneestürme gegen die Überreste der Bourbaki-Armee kämpften, die sich auf Schweizer Boden zurückziehen musste.

Wer die früheren Werke des Verfassers des «Versunkenen Dorfes», die alle in der gleichen Buchreihe erschienen sind, lieben gelernt hat, wird auch dieses neue Buch von André Besson nicht ohne Gemütsbewegung lesen. Er bewährt sich in diesem Werk als einer der grossen Erzähler unserer Zeit.
(Klappentext)

Der im französischen Sprachgebiet weitherum bekannte und geschätzte Autor André Besson, welcher durch den Erfolg des «Versunkenen Dorfes», von dem das welschschweizerische Fernsehen eine bemerkenswerte Verfilmung ausgestrahlt hat, ins Rampenlicht trat, gehört heute zu den führenden Schriftstellern der Franche-Comté.

«Auch Giono, Ramuz, Pagnol waren anfänglich Lokalgrössen», erklärt er. «Nie haben sie ihre Herkunft verleugnet, und deshalb werden sie geschätzt.»

Wie viele andere hätte Andre Besson ohne weiteres in Paris Karriere machen können. Er hat es aber vorgezogen, daheim zu bleiben, im Dörfchen Chaussin mit seinen Wäldern, Bächen und Teichen. Dort lebt er mit den Bauern und Dörflern, die er in seinen Büchern schildert. Ihre Einfachheit und Ursprünglichkeit beeinflussen sein Werk und sein Leben und liessen ihn zu einem brüderlichen Schriftsteller werden.

10. Mai 2021

Wanderungen auf historischen Wegen

Diverse Autoren: Wanderungen auf
historischen Wegen, Ott, Thun, 1990
Wer kennt nicht die Hohle Gasse, in der Wilhelm Tell den tyrannischen Gessler erschossen haben soll? – Wer ist nicht auf einer seiner zahlreichen Schulreisen über den Gotthard-Saumpfad gewandert? Wieviele Wanderer sind schon voller Bewunderung auf einer sogenannten «Römerstrasse» geschritten? Von historischen Verkehrswegen scheint tatsächlich schon jedermann gehört zu haben!

Dieser Wanderführer enthält 17 Vorschläge, teils in bekannte, teils in unentdeckte Gebiete, die neben dem Wandererlebnis eine zusätzliche kulturhistorische Weiterbildung bieten. Das Buch will jedoch nicht nur auf Wanderungen aufmerksam machen, sondern auch zahlreiche Gefahren aufzeigen, von denen historische Verkehrswege und andere Elemente der Kulturlandschaft heute bedroht sind. So wird sich der Wanderer, während er die Schönheiten der Landschaft geniessen kann, zugleich auch der Verantwortung bewusst, die er seiner Umwelt gegenüber trägt. (Klappentext)

Moors Fazit: Dieser Wanderführer öffnete mir 1991 die Augen für die historischen Verkehrswege der Schweiz. Seither hat mich das Thema nicht mehr losgelassen, und wenn immer möglich, versuche ich meine Wanderrouten an historischen Wegen oder Wegbegleitern auszurichten.

3. Mai 2021

Die Umschlaglosen IV

Und noch mehr Bücher, die ohne Umschlagtexte auskommen und so den Leser über den Inhalt im Ungewissen lassen, ehe er das Buch gelesen hat. 

Rudolf Graber: Kahnfahrt durch Frankreich,
Ex Libris, Zürich, 1975

Lisa Wenger: Baum ohne Blätter,
Büchergilde Gutenberg, Zürich/
Prag, 1938

Walter Schmid: Glückliche Tage auf
hohen Bergen, Hallwag, Bern/Stuttgart

Caterina Beretta: Mein Ascona, Cosmos,
Muri b. Bern, 1983

Esther Scheidegger (Hrsg.): Tessin,
Arche, Zürich, 1991

Eberhard Neubronner: Das Schwarze Tal,
Panico, Köngen, 1996

Gavin Maxwell: Im Spiel der hellen
Wasser, Ex Libris, Zürich, 1960
Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz,
Generalsekretariat SBB, Bern, 1980

 

Gavin Maxwell: Heim zu meinen
Ottern, Ex Libris, Zürich, 1963

Franz Heinrichs: Mit Knotenstock und Ränzel,
Fredebeul + Koenen, Essen, 1911
Constance + Harmon Helmricks, Unser
Winter in Alaska, Büchergilde Gutenberg,
Zürich, 1952

 

Lisa Tetzner: Die Reise nach Ostende,
Büchergilde Gutenberg, Zürich, 1934

30. April 2021

Nachschub Nummer drei

Plötzlich waren sie alle weg: die Bücher der 2. Auflage mit dem Titel «Aargau rundum». Und kurzerhand fasste ich den Beschluss, eine 3. Auflage folgen zu lassen, denn noch immer finde ich das Projekt, den Kanton Aargau auf Wanderschuhen zu umrunden, erwähnens- und dementsprechend lesenswert. Die Neuauflage hat nicht nur einen neuen Umschlag verpasst bekommen sondern auch ein weiteres Vorwort. Das Werklein ist erhältlich in der Edition Wanderwerk oder aber in jeder Buchhandlung, die sich auf aussergewöhnliche Reiseliteratur versteht.



27. April 2021

Dämpfer über Lausanne

Am vergangenen Samstag startete ich also mein neues Projekt, die Schweiz im Wald zu durchqueren. Hierbei wollte ich mir die gewählte Route für ein anderes Projekt zu Nutze machen. Über den Dächern Lausannes befindet sich auf dem Plateau des Bois de Sauvabelin der Sauvabelin-Turm. Diesen beabsichtigte ich zu besteigen, um in meiner Sammlung der Aussichtstürme einen Schritt weiter zu kommen.

Aber, oh je! Der Turm ist ausgerechnet jetzt wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Welch ein Pech, denn die äusseren Rahmenbedingungen wären an diesem ultraschönen Tag mit einer Fernsicht sondergleichen perfekt gewesen. «Henusode», dachte ich, nachdem ich ein paar Fotos des vollständig aus Holz gebauten Werkes machte, «auf ein anderes Mal!»

Noch bis und mit dem 10. Mai 2021 unbesteigbar: der 35 Meter hohe Sauvabelin-Turm.


24. April 2021

Wald, Wald, Wald

Sowohl im Sommer 2018, als auch im Herbst 2019 war ich eine Woche lang im Schwarzwald mit dem Zelt auf dem südlichen und mittleren Teil des Westwegs unterwegs. Mir gefielen die für diesen Fernwanderweg typischen langen Waldpartien ausserordentlich gut, taucht man doch auf wunderbare Weise in eine Welt ein, die einem die Alltagshektik und die dicht besiedelten urbanen Zonen vergessen macht.

Gerne hätte ich im vergangenen Jahr den nördlichen Abschnitt des Westwegs auch noch begangen, was wegen dieser grässlichen Seuche leider nicht möglich war. Weil die Not erwiesenermassen erfinderisch macht, kam mir die Idee, das Schwarzwaldfeeling in der Schweiz wieder aufleben zu lassen. Motto: die Durchquerung der Schweiz im Wald! Da zwischen Genfer- und Bodensee indes kein zusammenhängender Wald besteht, stellte ich mir daher eine Route zusammen, die so oft wie irgendwie möglich durch den Wald oder entlang von Wäldern führt. Herausgekommen ist eine rund 280 Kilometer lange Strecke von Lausanne nach Kreuzlingen.

Gestartet wird dieses neue Projekt just heute. Der mittelländische Wald präsentiert sich derzeit im frühlingshaften Aufwachstadium und die Wanderwetterbedingungen sind geradezu perfekt! Mit im Gepäck ist die Zeltausrüstung, damit ich die 39 Kilometer von Lausanne nach Lucens mit einem nächtlichen Zwischenstopp in einem Waldstück bei ungefährer Streckenhälfte bewältigen kann.


Die rund 280 km lange Waldroute in der Übersicht

22. April 2021

Gipfelgeschichten

Nathalie Henseler: Gipfelgeschichten, Fona,
Lenzburg, 2010
Alle lieben die Berge - aber warum diese so heissen, wie sie heissen, fragt sich kaum jemand. Dabei enthüllen sie gerade durch ihre Namen Geschichten, die es wert sind, beim prasselnden Kaminfeuer vorgelesen zu bekommen. Die Namensforscherin Nathalie Henseler geht den Gipfelnamen nach und stösst auf Vermutungen, Mythen und Geschichten, manchmal aber auch auf Wege, die direkt zum Ursprung führen. Rund 70 beliebte Gipfel aus allen Regionen der Schweiz werden in spannenden Porträts vorgestellt.

Nathalie Henseler erzählt Gipfelgeschichten der anderen Art. Ihre Texte zu den einzelnen Bergen vermitteln ein lebendiges Bild vom Verhältnis, das die Menschen noch vor kurzer Zeit zu den Bergen gehabt haben: Der Respekt vor dem unwegsamen Gebiet war immens. Bis vor etwa 200 Jahren ging nur da hinauf, wer unbedingt musste: Handelsreisende, Hirten und Wildheuer. Die meisten Berge blieben deshalb namenlos. Die Linguistin und Journalistin Nathalie Henseler zeichnet eindrücklich den Weg des Menschen von der Ebene hinauf in die Berge nach, bis in die heutige Zeit, in der die Sehnsucht nach den Bergen und ihren Alpen ein ganzes Volk erfasst hat. Auf ihrer Spurensuche begegnet sie der Entstehungsgeschichte der Bergnamen im Laufe dieser Anfreundung. Wieviel altes Wissen in ihnen enthalten ist, zeigen die einzelnen Bergporträts aus allen Landesgegenden. Ein für den Normalleser bzw. -berggänger gut verständliches Buch mit sprachkundlichen Details und einer Fülle an Informationen, die so noch nie veröffentlicht wurden. (Klappentext)

Erläuterte Gipfelnamen: Agassizhorn, Alpstein, Altels, Alvier, Bachtel, Belchenflue, Bietschorn, Buochserhorn, Bürgenstock, Chambenflüe, Chasseral, Chlariden, Churfirsten, Dammastock, Dent Blanche, Dom, Dufourspitze, Eiger, Finsteraarhorn, Galenstock, Glärnisch, Gridone, Gross Spanort, Gross Windgällen, Hoch Ducan, Hohe Winde, Hoher Kasten, Hörnli, Jungfrau, Kronberg, La Dôle, Lägeren, Lauteraarhorn, Le Chasseron, Les Diablerets, Lyskamm, Matterhorn, Mischabel, Mönch, Mont des Cerfs, Monte Rosa, Muttler, Mythen, Napf, Niesen, Pilatus, Piz Bernina, Piz Palü, Pizzo Colombe, Randen, Rigi, Rofeien, Rossberg, Säntis, Scheuchzerhorn, Schimbrig, Schwalmis, Sidelhorn, Tête de Ran, Titlis, Tödi, Tour d'Aï, Twärenen Räui, Weissenstein

16. April 2021

Fräulein Matter verliebt sich

Nadine Hostettler: Fräulein Matter verliebt
sich, Piper, München, 2002

Fräulein Odette Matter, langjährige Haushälterin bei Borels, verfällt der flüchtigen Wahrheit einer Sommerliebe und stirbt Jahre später in einem grauen Winter mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Der Maler Leo, Liebhaber der Farben und der Frauen, malt im Auftrag der Stadt ein Bild für das Rathaus und sieht sich der völligen Ablehnung ausgesetzt. Der Uhrmacher Jean träumt vom Besuch des grossen Astronauten, der sich aber nicht als der erwartete Armstrong herausstellt. Die Menschen in Nadine Hostettlers Geschichten leben alle in einer Kleinstadt irgendwo auf dieser Welt, und jeder von ihnen ist im Begriff, sein Leben neu einzurichten und unbeirrbar eine fixe Idee zu verfolgen. «Es sind Glückgeschichten, die von nichts als vom Zerbrechen des Glücks, vom Verfehlen des Lebens erzählen und doch den Traum vom richtigen Leben bewahren.» (Neue Luzerner Zeitung)

Nadine Hostettler, 1959 in Bem geboren, lebt in Paris und Zürich. Sie studierte Ethnologie und Spanisch und war von 1987 bis 1991 Korrespondentin für die »Weltwoche« in Mexiko und Zentralamerika. Sie arbeitet als Joumalistin unter anderem für das Schweizer Fernsehen.
(Inhaltsangaben im Buch)

BE: Biel und Umgebung

13. April 2021

Gold in der Schweiz

Peter Pfander, Victor Jans: Gold in der Schweiz,
Ott, Thun, 1996
Gold hat schon immer eine überaus faszinierende Wirkung auf die Menschheit gehabt. Auch in der Schweiz hat die Goldsuche eine lange Tradition. In diesem Buch wird sie umfassend dargelegt. Im allgemeinen Teil lernen die Leser die verschiedenen Arten von Goldvorkommen kennen. Es wird erläutert, wie, wo und mit welchen einfachen Mitteln man aus Schweizer Flüssen Gold waschen kann. Im zweiten Teil wird mit dreizehn Regionalbeiträgen ausführlich auf die örtlichen Goldvorkommen eingegangen.

Ausgewiesene Goldexperten berichten aus ihrer reichen praktischen Erfahrung und erklären die geschichtlichen sowie geologischen Einzelheiten zu den jeweiligen Goldvorkommen. Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk und enthält Abbildungen und Beschreibungen vieler noch nie publizierter Goldfunde. Es richtet sich an alle an Gold under Goldsuche interessierten Personen und vermittelt eine breite Übersicht über die Goldvorkommen in der Schweiz. (Klappentext)

12. April 2021

Mit dem Kanu quer durch Alaska

Elisabeth Weigand: Mit dem Kanu quer
durch Alaska, Trèves, Trier, 1995
«Der Yukon-River. 3200 km wollte ich mit dem Kanu auf dem Fluss zurücklegen – ihn von seinem Ursprung bis zur Mündung abpaddeln. Ich würde im Frühjahr im Nordwesten Kanadas starten und bis Herbst Alaska durchquert haben.» Elisabeth Weigand genoss das Abenteuer in der faszinierenden Wildnis. Sie freundete sich an mit Eskimos und Indianern, die sie auf ihrem Weg kennenlernte und erlebte eine unvorstellbar weite Natur. Exkurse über die Geschichte des Landes und seiner Menschen tragen zum tieferen Verständnis bei. (Klappentext)

11. April 2021

Nördlich der Sonne

Fred Hatfield: Nördlich der Sonne,
Weltbild, Augsburg, 2009
Die Geschichte dieses Buches ist die Geschichte von Fred Hatfield – dem wohl letzten Trapper Alaskas. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erreicht der mutige junge Mann «die Welt nördlich der Sonne» – und beginnt ein Leben in der Einsamkeit und im Einklang mit der Natur. Keine Geländewagen oder Motorschlitten stehen für ihn bereit, dafür Skier und Packschlitten, Schneeschuhe und Mokassins. Auf der Suche nach Arbeit hört er von grossen Goldfunden, die ihn schliesslich weit in die tiefen Wälder Alaskas führen. Mit grossem Geschick und Naturvertrauen gelingt ihm dort der harte Alltag, der aus dem Goldsuchen, der Jagd, dem Nachtlager Bauen und natürlich der Einsamkeit besteht. Nicht für immer bleibt er an diesem Ort ... aber die Faszination dieses Stückchens Erde lässt ihn nicht mehr los.

10. April 2021

Peace Pilgrim

Peace Pilgrim: Die Friedenspilgerin, Yoga,
Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg, 2014
«Eine Pilgerreise ist eine andächtige Reise des Gebets und des guten Beispiels. Meine Reise ist in erster Linie ein Gebet um Frieden. Wenn man sein Leben dem Gebet widmet, intensiviert man das Gebet in höchstem Masse.»
Peace Pilgrim über ihre Pilgerreise 1953–1981

Mildred Norman Ryder (1908–1981), genannt Peace Pilgrim, die Friedenspilgerin, wanderte weit über 40.000 km quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Sie gab so ihre Botschaft vom Frieden weiter: Das ist der Weg des Friedens: Überwinde Böses mit Gutem, Falschheit mit Wahrheit und Hass mit Liebe.

Die Friedenspilgerin besass nur die Kleidung, die sie trug. In ihren Taschen nur eine Zahnbürste und ein Kamm. Sie nahm kein Geld an und versprach: Ich will ein Wanderer bleiben bis die Menschheit den Weg des Friedens gelernt hat. Ich will wandern bis mir Obdach gewährt wird und fasten bis mir zu essen gegeben wird.

Peace Pilgrim sprach mit Leuten auf staubigen Landstraßen und in den Straßen der Städte. Sie sprach in Kirchen, in Schulen und in Bürgervereinen, im Fernsehen und im Radio über den inneren und äusseren Frieden. Ihre Pilgerreise umfasste das gesamte Friedensspektrum: Frieden zwischen den Nationen, einzelnen Gruppen und Individuen, und den äusserst wichtigen inneren Frieden, da dort nämlich der Frieden beginnt. Die Friedenspilgerin glaubte, dass der Weltfriede dann kommen kann, wenn genügend Menschen inneren Frieden erreicht haben. Ihr Leben und ihre Arbeit zeigen, dass eine Person, die inneren Frieden hat, einen bedeutenden Beitrag zum Weltfrieden leisten kann.
(Klappentext)

9. April 2021

Mit Vater sind es sechs!

Hans Schürch: Mit Vater sind es sechs!
Castel Verlag, Thalwil, 1961

Kleiner Steckbrief der an diesem Buch Beteiligten:

Hannes: Jüngster Knabe, der seine Eltern immer häufiger in Verlegenheit bringt. Letzte Missetat: Sie sind bei einem Geschäftsfreund, der ziemlich korpulent ist. Der kleine Sohn umkreist ihn aufmerksam und will zu guter Letzt wissen: «Papi, wo kann man bei bei diesem Mann die Luft herauslassen?»

Peter: Initiativer Blondschopf mit strubbligem Haar, der den Zunamen «Der Ideenreiche» erhalten hat, macht diesem Namen gerade in letzter Zeit wieder alle Ehre. Hier eine kleine Kostprobe aus seinem Repertoire: Da sitzt die Familie an einem netten Maiabend bei trautem Lampenschein und löffelt friedlich Suppe. Plötzlich summt etwas gegen das Licht, und dann noch etwas und noch was. Nun sumselt und brumseIt es. Peter aber rutscht verzweifelt auf der Eckbank herum und hält ganz krampfhaft seine Hosentasche zu. Kein Wunder, denn dort befinde t sich ja die Maikäfer-Abflugpiste! – In den TessinerFerien avancierte er vorübergehend zum Zirkus-Direktor und wurde für ein verschwundenes schwarzes Huhn verantwortlich gemacht. Im Bubenkrieg verfolgte ihn unheimliches Pech, und er lag festgeklemmt im Hühnerhof.

Jürg: Ältester Spross der Familie. Ruhiger und besonnener als seine beiden Brüder. Und gerade er ist im Luganersee beinah ertrunken!

Susi: Vergöttert von ihren Brüdern. Hält sodann im Brüllen den absoluten Dauer-Rekord. Versteht sich aber auch meisterhaft aufs Kratzen und Beissen!

Mutti: Vielgeplagt und doch meistens frohen Mutes. Verliert auch beim Tessiner-Brand den Kopf nicht und tut meist das Richtige.

Paps: Anlässlich der Taten seiner Jungmannschaft im romantischen Süden durch seine Nachkommenschaft ständig in Atem gehaltenes Wesen. Wenn er mit dem einen Auge weint. vergisst er jedoch nicht. mit dem andern zu lächeln. Ist für diese Lebens-Philosophie dem lieben Gott r echt dankbar.

Werner Büchi: Bekannt durch seine witzigen Zeichnungen landauf und landab. Zum ersten Mal hat er nun auch in einem Buch seine Visitenkarte als Illustrator abgegeben. Freuen wir uns doch alle darüber, dass dieser Zeichner es versteht. Die frohe Seite des Lebens aufzuzeigen.

Und nun: Es geschah im sonnigen Süden unter einem tiefblauen Himmelszelt. Dieses Buch kann jung und alt lesen. Was diese herrlichen Ferientage an goldigen und andern Überraschungen alles bringen, darüber wird Kind, Mutter und Grossmutter, Vater und Grossvater schmunzeln und lächeln! Sie lesen dieses frohe Buch ganz bestimmt mit Vergnügen!
(Klappentext)

TI: Airolo, Rodi-Fiesso, Lurengo (Hauptschauplatz), Ritombahn, Ritomsee, Passo Forca, Lugano, Luganersee ZH: Stadt Zürich

8. April 2021

Typotuning 4 – Bildgestaltung

Ralf Turtschi: Typotuning 4 – Bildgestaltung,
Edition Publisher, Winterthur, 2008
Der Band «Bildgestaltung» aus der Reihe «TypoTuning» gibt auf einfach verständliche Weise Tipps aus der Praxis rund um die Bildgestaltung. «Bildgestaltung» erklärt keine Programme, sondern erzählt von den kreativen Gestaltungsmöglichkeiten. Gestaltung beginnt bei der Aufnahme und endet beim gestalteten Produkt, sei es ein Flyer oder ein Fotobuch. Der Autor zeigt die wichigsten Regeln, die bei der Bildgestaltung angewendet werden sollten, um gute und wirkungsvolle Resultate zu erzielen. Bilder sehen, Bilder lesen, Bilder interpretieren, all diese Themen schaffen einen besseren Zugang zu der medialen Bilderflut, der wir oft ratlos gegenüber stehen.

Der Typograf, Grafikdesigner, Publizist und Buchautor Ralf Turtschi führt die Agenturtschi, visuelle Kommuniation, in Adliswil bei Zürich. Er hat sich mit den Fachbüchern «Praktische Typografie», Mediendesign» und «Making of» einen Namen geschaffen.
(Klappentext)