Ein Jahrtausend lang lebten die Ukrainer zwischen Grenzen, die sich unter ihren Füssen stetig verschoben; mal zu Polen, mal zu Österreich und Litauen, schliesslich zu Deutschland und dann zur Sowjetunion gehörten. Und die nun wieder in Bewegung geraten sind. Als Staat existiert die Ukraine erst seit 1991; was sie vorher war, ist unter ihren Bewohnern so umstritten wie unter ihren europäischen Nachbarn. Jens Mühling erzählt von Begegnungen mit Nationalisten und Altkommunisten, Krimtataren, Volksdeutschen, Kosaken, Schmugglern, Archäologen und Soldaten, deren Standpunkte kaum unterschiedlicher sein könnten. Sein Buch schildert ihren Blick auf ein Land, über das wir kaum etwas wissen – obwohl es mitten in Europa liegt. Und das nun der Schauplatz eines brutalen Angriffskriegs ist. (Inhaltsangabe zum Buch)
Jens Mühling: Schwarze Erde, Rowohlt,
Reinbek bei Hamburg, 2016
Der Schrittler
wandernd • lesend • schreibend • fotografierend
21. März 2026
Schwarze Erde
18. März 2026
Die Edition Wanderwerk hebt ab
| Jakob Christoph: Heer: Im Ballon, Edition Wanderwerk, Burgistein, 2026 |
Der Schriftsteller Jakob Christoph Heer (1859–1952) widmete zu Beginn der 1890er-Jahre dem umtriebigen Lebenskünstler, der mit echtem Namen Eduard Schweizer hiess, das neu herausgegebene, sprachlich von mir behutsam überarbeitete Buch. Dieses beschreibt nicht nur etliche von Spelterinis Ballonfahrten, es zeichnet auch die spannende Geschichte der Ballonfahrt mit all ihren Protagonisten nach. Ergänzt wird das Werk mit zahlreichen Anmerkungen des Herausgebers sowie fünf historischen Fotos.
Die lesenswerte Schrift besorge man sich direkt bei der Edition Wanderwerk.
15. März 2026
Schwarzwald-Himmel
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| Bernd Leix: Schwarzwald-Himmel, Gmeiner, Messkirch, 2018 |
D: Baiersbronn, Wanderhütte oberhalb von Schwarzenberg, Oberes Murgtal, Bahnstation Schönmünzach, Heselbach, Heselbacher Hof, Freudenstadt, Kniebis, Stöckerkopf, Sankenbachtal, Murg, Ruhestein, Hinterlangenbach, Euting-Grab über dem Wildsee, Wildsee, Nationalpark Schwarzwald, Forsthaus Auerhahn, Zwickgabel, Schönmünzach, Kienberg bei Freudenstadt, Berghütte Lanterbad, Huzenbachsee, Ellenbachsee, Mitteltal, Reichenbachtal, Weisenbach, Klosterreichenbach, Café Erle in Klosterreichenbach, Röt, Zimmerplatzhütte bei Klosterreichenbach, Heselbacher Hütte
12. März 2026
Königsmatt
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| Pierre Chiquet: Königsmatt, Bilger, Zürich, 2003 |
Sie begreifen ihr bisheriges Leben als einen einzigen Alptraum, ein unwirklicher Augenblick, und sie beginnen mit der Inszenierung des Chaos. Mit zeichnerischen Mitteln zunächst. Das ornamentale und organische Wuchern erfasst Zimmer und Flure, die Flügel und Säle der ehemaligen Psychiatrie und ergiesst sich übers Land bis ins Dorf am Fusse des Hügels. Aus biografischen Nachrufen werden Hymnen ans Leben, und das groteske und blendend inszenierte Löschballett der örtlichen Feuerwehr gerät zum atemraubenden Showdown eines hervorragend erzählten Romans.
Die Alten haben den Platz der Wahnsinnigen von einst eingenommen. Sie sind die Parias von heute. Und weil sie nichts mehr zu verlieren haben, doch alles zu gewinnen, können sie ohne zu zögern jede Ordnung und jedes System zu Fall bringen. In Anlehnung an die Kunst Adolf Wölfflis, auch er, wie viele andere, ein ehemaliger Insasse, setzt Chiquet in «Königsmatt» das Zeichnen und Malen als ursprüngliche Form der Artikulation, als Zeichen. Mit liebevollem Humor und psychologisch raffiniert führt der Roman die Leserin, den Leser dorthin, wo sie sich bedingungslos mit der Revolte der Alten solidarisieren. Friedrich Glauser und Friedrich Dürrenmatt: Ihnen würde «Königsmatt» gefallen. (Inhaltsangabe zum Buch)
9. März 2026
Yukon solo
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| Karel Dohnal: Yukon solo, Albert Müller Verlag, Rüschlikon, 1987 |
Yukon solo erzählt ein spannendes, unvergessliches Abenteuer in einem Teil der Welt, von dem der Mensch träumt, wenn er sich fort von der Hektik des Alltags wünscht. Der Grund für die Suche nach Einsamkeit, Naturerleben, Abenteuer, Risiko lässt sich am treffendsten in der knappen Tagebucheintragung – Kampf mit schweren Stürmen – fassen: «Noch nie mit solcher Intensität gelebt.» (Klappentext)
6. März 2026
Seeluft
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| Friedrich Dönhoff: Seeluft, Diogenes, Zürich, 2013 |
D: Hamburg, Bönningstedt, Brunsbüttel
3. März 2026
Mai in Morcote
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| Evelyn Peters: Mai in Morcote, Knaur, München/Zürich, 1979 |
Zum dramatischen Wendepunkt ihres Lebens wird eine nächtliche Gartenparty mit der Schickeria Morcotes. Alles, was Rang und Namen hat, trifft sich hoch über dem Luganersee. Elsy setzt alles auf eine Karte, spielt all ihre verführerischen Reize aus, um den eingebildeten und verheirateten, aber reichen und weltgewandten Gastgeber für sich zu gewinnen.
Anke kann diese Umgebung nicht mehr ertragen und entflieht dem blasierten Geschwätz, dem arroganten Gehabe und der peinlichen Ausgelassenheit der Partygäste. In einer kleinen abgelegenen Trattoria begegnet sie einem Mann, der, durch einen schweren Unfall gezeichnet, sich verbittert in sich selbst zurückgezogen hat.
Während dieser gemeinsamen Ferien in Morcote erleben die beiden Schwestern die Liebe so verschieden, so andersartig, wie sie selbst es sind. Der Autorin ist es gelungen, mit Anke und Elsy zwei beispielhafte Charaktere absolut glaubwürdig und lebendig, differenziert und ergreifend darzustellen Ein bewegender Roman aus unseren Tagen, voller Engagement und Lebensklugheit. (Klappentext)
TI: Melide, Morcote, Vico Morcote, Bissone, Luganersee, Collina d'Oro, Lugano Gandria, Monte Lema, Malcantone, Pura, Neggio, Magliaso I: Cernobbio, Como, Campione
28. Februar 2026
Der Weg ist mein Zuhause
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| Philipp Fuge: Der Weg ist mein Zuhause, Knesebeck, München, 2021 |
Die Route führt ihn von Spanien nach Frankreich durch Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland bis an sein Ziel in Norwegen. Er spricht kein Spanisch und auch kein Schwedisch, ist fünf Monate auf dem Weg Richtung Norden vollkommen auf sich allein gestellt, aber Sprache ist beim Wandern kein Problem. Philipp Fuge trifft auf seinem Weg viele herzliche Menschen, die seine Reise einzigartig machen. Er erspürt die Eigenheiten der Länder und Regionen und die Besonderheiten der Landschaften, die er durchwandert. Auch die Schönheit der Natur lernt er durch seine entschleunigte Fortbewegung wieder viel mehr zu schätzen. Dass er bei dieser Wanderung kein einziges Mal seinen Pass vorzeigen muss, macht seine Reise aber auch zu einem Plädoyer für ein Europa ohne Grenzen. (Inhaltsangabe zum Buch)
25. Februar 2026
Domenica und die Brüder vom Septimer
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| Hermann Ferdinand Schell: Domenica und die Brüder vom Septimer, Kongress Verlag, Zürich, 1945 |
Im Mittelpunkt der Handlung steht das Herbergshaus auf dem Septimer, wo die sieben Brüder ein Doppelleben führen. Nach aussen scheinbar biedere und ehrbare Männer, die ihre Alpen bewirtschaften und die Herberge führen, sind sie in Wirklichkeit gefährliche Gesellen, die schon manchen Kaufmann, der über den Septimer zog, beraubten und in irgendeiner Fels- oder Gletscherspalte für immer verschwinden liessen. Dem Grafen von Salis, der im Begriff ist, von Chur aus über den Septimer eine Reise nach seinem Bergeller Stammschloss in Soglio zu unternehmen, droht das gleiche Schicksal. Aber er wird gewarnt, noch bevor er die Schwelle der Herberge überschreitet, und ist auf der Hut. Mit dramatischer Spannung entwickeln sich die Ereignisse im Herbergshaus, die schliesslich zur Flucht und glücklichen Rettung des Grafen führen. Äusserst sympathisch wirkt im ganzen Geschehen die Gestalt der Domenica, die bei den Brüdern auf dem Septimer als guter Hausgeist wirkt. Sie ist es auch, die den Grafen warnt, nachdem ihr ein Zufall das Geheimnis vom Doppelleben der Brüder enthüllt hat. Mit tiefer Ergriffenheit verfolgt der Leser das weitere Schicksal Domenicas und das freiwillige Sühneopfer der Brüder.
Man bewundert in dieser Erzählung nicht zuletzt auch die kraftvolle Charakteristik, ob es sich nun um das dämonische Oberhaupt der Brüder, Faustus, um die anmutige Domenica oder den edlen Grafen von Salis handelt. Den Hintergrund der Erzählung bildet die machtvolle rätische Gebirgswelt, die der Dichter in wundervoller Farbenpracht vor dem geistigen Auge des Lesers aufleuchten lässt. Der gleiche dichterische Zauber, wie er von Hermann Ferdinand Schells «Sang vom Bergell» ausgeht, liegt auch über dieser in bezwingender Form geschriebenen Novelle. (Klappentext)
GR: Septimerpass, Chur, Bivio, Soglio
22. Februar 2026
Medalges
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| Jürgen König: Medalges, Rasch und Röhring, Steinfurt, 2001 |
19. Februar 2026
Morgarten
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| Peter Beutler: Morgarten, Emons, Köln 2014 |
LU: Stadt Luzern (Hauptschauplatz), Gisikon, Fuchsberg ob Gisikon BE: Stadt Bern GR: Ofenpass, Val Müstair A: Eisenerz, Leoben, Wien I: Taufers USA: Lucerne
16. Februar 2026
Gerichtet
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| Henriette Brun-Schmid: Gerichtet, Lokwort, Bern, 2010 |
13. Februar 2026
Mein neustes Œuvre: «Im Wald»
Vom April 2021 bis Januar 2026 ging ich in 25 Tagesetappen eine über 410 Kilometer lange Strecke quer durch das Schweizer Mittelland. Mein Ziel war es, so oft wie irgendwie möglich, im Wald oder am Waldrand zu wandern. Um die Natur noch intensiver erleben zu können, übernachtete ich auf mehr als der Hälfte der Etappen im Wald. Weil sich das Projekt über mehrere Jahre hinzog, war es mir vergönnt, das ganze Spektrum der vier Jahreszeiten in vollen Zügen in mich aufnehmen zu können. Dies widerspiegelt sich auch in insgesamt 170 feinfühligen Farbfotos. Ergänzt wird der soeben erschienene Band «Im Wald» mit einem informativen Text, vier Routenkarten und einer Etappenübersicht.
Das 198-seitige Buch ist ab sofort in meinem Verlag, der Edition Wanderwerk, erhältlich. Hier gibt es auch eine Seh- und Leseprobe.
10. Februar 2026
Auf dünnem Eis
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| Jürgen Graeser, Auf dünnem Eis, Herder, Freiburg i.Brsg., 2008 |
7. Februar 2026
Der Neue
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| Anne Fine: Der Neue, Diogenes, Zürich, 1992 |
4. Februar 2026
Teufelsfrucht
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| Tom Hillenbrand, Teufelsfrucht, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2011 |
PNG: Aramia-Ebene L: Stadt Luxemburg (Hauptschauplatz) F: Flughafen Charles-de-Gaulle, Paris, Châlons-en-Champagne, St-Martin-aux-Champs, Grand Étang du Roi, Lyon D: Hohenheim b. Stuttgart, Bitburg I: Aostatal GE: Stadt Genf, Genfersee ZH: Stadt Zürich
1. Februar 2026
Geh, wohin dein Herz dich trägt
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| Susanna Tamaro: Geh, wohin dein Herz dich trägt, Diogenes, Zürich, 1995 |
So beginnt das liebevolle Brief-Tagebuch von Grossmutter Olga an ihre Enkelin, die aus der Enge der Familienzwänge nach Amerika geflohen ist. Schöne und schmerzliche Erinnerungen verewigt dieses mit der Weisheit des Alters geschriebene Vermächtnis. Vor allem aber ist es ein im Angesicht des Todes ausgesprochenes Geständnis all der tiefen Liebe zur Enkelin. Vieles ist schiefgelaufen in der Familie und hat die beiden auseinandergebracht: Frühwaise die Enkelin, gefangen in ihrer Vernunftehe und späteren Einsamkeit die Grossmutter. Und dennoch findet sich in diesem Weisheitsbuch, das so zart empfunden ist wie «Der kleine Prinz», inneres Glück – im eigenen Herzen, wenn man nur den Mut hat, es nicht als blossen Leistungsmotor zu betrachten. (Klappentext)
I: Triest, L’Aquila, Porretta Terme, Ferrara SLO: Samatorza
29. Januar 2026
Nordwärts
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| Silvia Furtwängler: Nordwärts, Rowohlt, Reinbek b. Hamburg, 2015 |
26. Januar 2026
Tödliche Gier
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| Albert-Louis Chappuis: Tödliche Gier, Mon Village, Vulliens, 1991 |
Um was für eine Angelegenheit handelt es sich nun eigentlich? In der Hauptsache um ein Strafverfahren, nämlich um das letzte Todesurteil im Kanton Waadt, das am 10. Januar 1868 in Moudon um 10.00 Uhr morgens bei minus 10 Grad vollstreckt wurde. Es war also ein sehr kalter Tag, was ungefähr zwanzigtausend Menschen jedoch nicht daran gehindert hat, nach Moudon zu kommen, um dieser Hinrichtung beizuwohnen. Verurteilt wurde ein junger Bauer aus der Gegend, Héli Freymond, der älteste Sohn einer wohlhabenden Familie. Wohlhabend, soviel ist sicher, und dieser Reichtum wird noch vermehrt durch die Verbindung, die Héli durch die Heirat mit einem jungen Mädchen aus St-Cierges eingeht, das ebenfalls aus begüterter Familie stammt. Mehr als genug Grund für alle Honoratioren der Gegend, an dem Fest teilzunehmen, einschliessIich des Pastors natürlich, der die kirchliche Trauung dieses aussergewöhnlichen Paars übernimmt.
Die Neuvermählten scheinen eine glückliche Ehe zu führen, bis zu dem Tag, an dem die junge Frau plötzlich von einer ebenso unerklärlichen wie unglaublichen Krankheit befallen wird. Sie stirbt unter schrecklichen Schmerzen und schenkt von ihrem Tode noch einem Jungen das Leben, einer Frühgeburt, der seine Mutter nicht überlebt. Grosse Trauer herrscht nicht allein in der Familie Freymond, sondern in der ganzen Gegend, als man sich auf dem Friedhof versammelt, um der jungen Frau und ihrem Kind die letzte Ehre zu erweisen. Und, um dem untröstlichen Witwer am Grab Beistand zu leisten.
Auch der Pastor ist wieder zugegen, um die Grabesrede zu sprechen. Er ist ebenso betroffen wie alle; er hatte absolut nicht erwartet, einige Monate nach der Segnung des jungen Paares und dem glücklichen Ereignis nun eine zutiefst gebrochene Familie betreuen zu müssen.
«Amen!» – Zunächst hatten wir dem Werk diesen Titel geben wollen, um uns später doch für TÖDLICHE GIER zu entscheiden. Der erwähnte Pastor wird nämlich dreimal Gelegenheit haben, dieses Wort für Héli Freymond zu sprechen. Das erste Mal bei Helis Vermählung als Abschluss der kirchlichen Trauung. Das zweite Mal einige Monate später, nach seiner Totenrede, am Grab der unglücklichen jungen Frau und ihres Kindes. Und zum dritten und letzten Mal spricht der Pastor schliesslich am 10. Januar 1868 in Moudon wiederum Amen in Anwesenheit von Héli Freymond, dem jungen Ehemann, dem jungen Witwer, der von der waadtländischen Justiz zum Tode verurteilt wurde, und dies aus Gründen, die Sie selbst entdecken werden. Ein Urteil, das die Gerichtsannalen dieses Kantons tief geprägt hat, ebenso wie die Bevölkerung, denn auch heute noch spricht man in den Familien von dieser düsteren Angelegenheit, die demnächst auch als Kinofilm erscheinen soll.
Ein wahre und fesselnde Geschichte, die Sie in einem Zug verschlingen werden. (Klappentext)
VD: Corrençon (Hauptschauplatz), St-Cierges (Hauptschauplatz), Moudon (Hauptschauplatz), Thierrens, Denezy, Morges, Lausanne, Echallens, Poliez-le-Grand, Naz, Peyres-Possens, Chapelle-sur-Moudon, Sugnens
23. Januar 2026
Heisses Geld
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| Gwendoline Butler: Heisses Geld, Diogenes, Zürich, 1999 |
Mit John Coffin betritt ein neuer Reihenheld die Bühne des literarischen Thrillers, ein ebenso fabelhafter Polizist wie Ehemann. Gwendoline Butlers Meisterschaft besteht darin, einen spannungsreichen Plot mit der einfühlsamen Beschreibung ihrer Charaktere und einer atmosphärisch dichten Schilderung des Schauplatzes zu verbinden - ein glänzend komponiertes und rundum fesselndes Buch. (Klappentext)
GB: London
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