Der Schrittler
wandernd • lesend • schreibend • fotografierend
26. Mai 2026
23. Mai 2026
Magisches Bergland
Das hier erwähnte Buch hat zwar keinen Klappentext, jedoch einen höchst interessanten Schluss in der von Max Niederer verfassten einleitenden Betrachtung. «Höchst interessant» aus meiner Sicht, weil der Text vor über 60 Jahren verfasst worden ist und sich seither in den Alpen leider kaum etwas zum Guten gewendet hat – im Gegenteil:
Der Mensch hat im Lauf seiner Geschichte die Furcht vor der Alpenwelt überwunden – aber auch die Ehrfurcht vor ihr verloren. Sie ist in zunehmendem Mass in den Einflussbereich einer Gesellschaft geraten, deren einseitig technisch-motorische Erlebnisfähigkeit und Empfindungsarmut zahlreiche Regionen in Rummelplätze zu verwandeln droht. Der Höhenflucht des Bergbewohners steht immer mehr eine eigentliche «Tiefenflucht» des Städters gegenüber, der aus seiner selbstgeschaffenen technisierten Welt ausbrechen will, dabei aber häufig Unrast und lärmige Betriebsamkeit wie einen Bazillus in sich trägt und sich dadurch den Zugang zu den stillen Wundern seiner ersehnten Erholungslandschaft selbst verbaut.Noch ist es nicht zu spät, diese Fehlentwicklung mit ihren Gefahren aufzuhalten. Es ist das Anliegen dieses Buches, zur Besinnung aufzurufen und Ehrfurcht zu wecken gegenüber der grossartigen Urtümlichkeit eines Lebensraumes, in dem jedes Wesen, selbst das unscheinbarste, jede Pflanze, jedes Gewässer, ja jeder Flecken Erde sinnvoller Teil eines Ganzen ist und den Menschen glücklich zu machen vermag.
Und vergessen wir den Bergbewohner nicht! Denn das Bergland von morgen kann weder ein Reservat noch ein Freilichtmuseum sein, sondern nur ein lebendiges Bergland, in dem auch der angestammte Mensch als unentbehrliches Glied einer geschlossenen Lebensgemeinschaft und nicht als eine Art folkloristisches Fossil zu betrachten ist. Diese Verpflichtung einzugehen wäre eine Tat, die unsere Generation sowohl den Vorfahren als auch den Nachkommen schuldig ist.
20. Mai 2026
Im grossen Stil
![]() |
| Claus-Ulrich Bielefeld, Petra Hartlieb: Im grossen Stil, Diogenes, 2015 |
17. Mai 2026
Tessin
![]() |
| Hermann Hesse: Tessin, Insel, Frankfurt/Main, 1993 |
14. Mai 2026
11. Mai 2026
Zu klein für den lieben Gott
![]() |
| Monique Laederach: Zu klein für den lieben Gott, Bänziger/Ex Libris, Zürich, 1988 |
8. Mai 2026
5. Mai 2026
Andorra
![]() |
| Max Frisch: Andorra, Suhrkamp, Frankfurt a.M., 1999 |
Diese Ausgabe der «Suhrkamp BasisBibliothek Arbeitstexte für Schule und Studium» bietet nicht nur Max Frischs Stück Andorra , seine «Anmerkungen zu Andorra», die «Notizen von den Proben» sowie seine Prosaskizze «Der andorranische Jude», sondern auch einen Kommentar, der alle für das Verständnis des Werks erforderlichen Informationen enthält: eine Zeittafel, die Entstehungs- und Textgeschichte, einen Überblick über die Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte, eine Analyse der unterschiedlichen Deutungsansätze, Literaturhinweise sowie Wort- und Sacherläuterungen.
Das Stück jagt dem Leser kalte Schauer über den Rücken: Die Unausweichlichkeit der Ausbreitung der Rassenvorurteile, die Unmöglichkeit ihrer Rücknahme, die Vergeblichkeit aller Gegenwehr ist heute noch so beängstigend wie vor einem halben Jahrhundert. (Inhaltsangabe zum Buch)
2. Mai 2026
29. April 2026
Asiatische Absencen
![]() |
| Wolfgang Büscher: Asiatische Absencen, Rowohlt, Berlin, 2008 |
Einmal fällt der Reisende in heftiges Fieber. Seine Gefährten lassen ihn in einem aufgegebenen Kolonialhospital zurück, wo er seine Abenteuer aufs neue durchlebt: den indischen Traum des Europäers, die Extreme von Faszination und Abstossung. Er fährt über staubrote Pisten zu einem Palast, in dem ein Fürst ein Sitarkonzert für seine Affen gibt, flieht aus der Zelle eines Yogapriesters, der ihn rekrutieren will. An der tibetischen Grenze besteigt er einen Viertausender, auf dem sich Hunderte Schamanen treffen. Und er geht an Bord eines modernen Supertankers, unterwegs nach Singapur, verschläft die Tage und verbringt die Nächte auf der Brücke mit dem diensthabenden Offizier, der unentwegt das Kricketspiel übt. Doch der Engländer hat das Festland lange nicht mehr betreten, er ist der See verfallen …
Absencen, das sind Abwesenheiten, Reisen, Träume, das ist Wolfgang Büschers melodiös-sinnliche Prosa – seine Asienfahrten, die zu Geschichten wurden, literarisch auf den Spuren eines Rudyard Kipling oder Joseph Conrad. (Klappentext)
26. April 2026
Von der Erde zum Mond
![]() |
| Jules Verne: Von der Erde zum Mond, Diogenes, Zürich, 1976 |
Mehr als hundert Jahre vor dem ersten Mondflug hat Jules Verne »seine Helden zum Mond geschossen, ganz aktuell raketisch« (Arno Schmidt). Dem Dichter der Mondfahrt zu Ehren heisst heute ein Mondkrater «Jules Verne». (Klappentext)
23. April 2026
20. April 2026
Ich bleibe hier
![]() |
| Marco Balzano: Ich bleibe hier, Diogenes, Zürich, 2020 |
| Die Gegend von Reschen und Graun vor der Flutung des Stausees 1949/50. |
| Die Gegend von Reschen und Graun heute. |
17. April 2026
Reisen und bleiben
![]() |
| Andrea Bocconi: Reisen und bleiben, Dörlemann, Zürich, 2007 |
UND BLEIBEN – Der eine geht auf Reisen, doch eingesponnen in seinen eigenen Kokon bewegt er sich nicht von der Stelle. Der andere bewegt sich und legt lange Wege zurück, ohne je sein Zimmer zu verlassen. Ist es am Ende unerheblich, ob man reist oder bleibt? Andrea Bocconi nimmt uns mit auf eine kunterbunte Reise durch die unzähligen Facetten und Aspekte des Reisens und Bleibens. (Klappentext)
14. April 2026
Journeyman
![]() |
| Fabian Sixtus Körner: Jouneyman, Ullstein, Berlin, 2015 |
11. April 2026
Im Herz das Feuer
![]() |
| Andreas Altmann: Im Herz das Feuer, Picus, Wien, 2001 |
Auf Sandpisten und Dschungelwegen nähert er sich langsam seinem Ziel, wobei das Vorankommen immer wieder zur fast unlösbaren Aufgabe wird: Altmann lässt den Leser teilhaben an einer Sinnlichkeit und auch den Strapazen des Reisens, die ihn an seine körperlichen Grenzen bringen. Er wohnt in Hotels «mit halbem Stern», verbringt die nächtliche Überfahrt auf dem Lake Nasser auf einem Küchentisch dösend; auf dem Dach eines Lasters geht es durch die Sahelzone; er hört Geschichten von Goldschmuggler-Karawanen und mutigen Banditen und bewundert das afrikanische Talent zum Teilen. (Klappentext)
8. April 2026
Verweile doch!
![]() |
| Arnold Kübler: Verweile doch! Ex Libris, Zürich, 1974 |
«Ich beginne mit dem Schauen, mit dem Augenerlebnis», versichert Arnold Kübler. Seine meist heiteren Berichte und Zeichnungen, die er seit 1970 in den Sonntagsausgaben der «Neuen Zürcher Zeitung» veröffentlichte und nun seinen Freunden in Buchform vorlegt, sind keineswegs nur illustrierte Texte; sie sind vielmehr eigenständige zeichnerische Beobachtungen, denen der Text nur zufügt, was sich aus dem Gezeichneten nicht ablesen lässt. Freilich ein Text, der die Gedanken des Lesers ebenso verführt wie die Zeichnungen das Auge des Betrachters.
Da ist von den Umständen die Rede, unter denen die jeweilige Zeichnung entstand, von Begegnungen mit verständigen und unverständigen Menschen, von der Vergangenheit und vom Schicksal der Orte, überhaupt von allem, was Orte, Menschen und Dinge preisgeben, wenn man, wie Arnold Kübler, die innere Ruhe hat, zu verweilen. Auf verborgene Schönheiten hinweisend, lächelnd oder provokativ auf etwas deutend, Stimmungen einfangend oder neugierig beobachtend zieht der schreibende Zeichner oder zeichnende Schreibende durch die Welt. Und die Welt ist alles, was seine wache Aufmerksamkeit zu fesseln vermag: das Fabrikgelände in Zürich-Oerlikon ebenso wie Sizilien, das Bündnerland ebenso wie Dresden oder Frankreich.
«Verweile doch!» ist eine Aufforderung an die Zeitgenossen, vielleicht sogar eine Beschwörung, an den Wundern dieser Welt nicht achtlos vorüberzuhasten. (Klappentext)
5. April 2026
Fatal Woman
![]() |
| Patrick Quentin: Fatal Woman, Diogenes, Zürich, 1996 |
2. April 2026
Hohgant
![]() |
| Gabriel Anwander: Hohgant, Emons, Köln 2016 |














