Der Schrittler
wandernd • lesend • schreibend • fotografierend
14. September 2026
11. September 2026
Mein neustes Wanderprojekt
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| Der aktuelle Projektstand: Hellgrün = bereits eingebundene Haltestelle. Hellblau = noch einzubindende Haltestelle. Rot = Wanderung unter Einbezug der Haltestelle geplant. |
Seit ich wandere, nutze ich für die An- und Rückreise ausschliesslich den Öffentlichen Verkehr. Im Sommer 2026 ist nun die Idee entstanden, sämtlichen Bahnhaltestellen der Schweiz wandernder Weise einen Besuch abzustatten. Hierbei sollen die bislang genutzten Bahnstationen als «besucht» berücksichtigt werden. Als «besucht» gelten Bahnhöfe und Stationen, die mir entweder als Start- oder Zielpunkt einer Wanderung gedient haben. Nach der Erstellung eines Haltestellenverzeichnisses (Stand: August 2026) ergab sich die stattliche Anzahl von insgesamt 1711 Haltepunkten. Hiervon haben mir bisher mehrere hundert im Rahmen einer Wanderung als Start oder Ziel gedient. Für den Einbezug der verbleibenden Bahnhaltestellen in mein Wandernetzwerk habe ich mir folgende Spielregeln auferlegt:
- Stationen, die an einer Normalspurstrecke liegen, sollen allesamt als Ausgangs- oder Zielort einer Wanderung dienen.
- Haltepunkte, die sich an einer Schmalspurstrecke befinden, gelten als «genutzt», bzw. «besucht», wenn ich anlässlich einer Wanderung daran vorbeigewandert bin. Diese Spielregel wird demnach dazu führen, dass ich vermehrt entlang von Schmalspurlinien von Haltepunkt zu Haltepunkt wandern werde, um so möglichst viele Stationen «sammeln» zu können.
- Liestal–Waldenburg
- Ettingen Dorf–Rodersdorf Station
- Gümligen–Worb Dorf
- Zollikerberg–Esslingen
Stand am 09.09.2026: Von 1711 Haltestellen sind 756 in mein Wanderwerk eingebunden.
- An Normalspurstrecken: 512
- An Schmalspurstrecken: 244
- Verbleibende Haltestellen insgesamt: 955
7. September 2026
Neulich in 7500 St. Moritz
Die auf 2182 m gelegene Örtlichkeit nennt sich sonderbarerweise «Paradiso», oder amtlich, denn so ist sie selbst auf der Karte 1:10 000 des Bundesamts für Landestopografie vermerkt: «Paradiso Mountain Club & Restaurant». Wer auf der Webseite dieses kafkaesk anmutenden Etablissements – selbstverständlich mit einer .com-Adresse – versucht, eine Menü- oder Getränkekarte zu finden, versucht vergeblich. Vermutlich werden die Preise derart billig sein, dass sich die Lokalbetreiber genötigt sahen, auf eine Publikation zu verzichten, um den unerwünschten Andrang proletarischen Pöbels erst gar nicht aufkommen zu lassen. Aber vielleicht liege ich da völlig falsch. Who knows?
3. September 2026
Dietegen
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| Gottfried Keller: Dietegen, Reclam Junior, Stuttgart, 1967 |
Nach dem Tod der Mutter zieht die Base Violande in das Forsthaus, die den Förster heiraten und die einander liebenden Kinder auseinander bringen will. Das gelingt ihr, als Küngolt eine Gruppe Ruechensteiner mit einem Aphrodisiakum aus Violandes Besitz zu Tätlichkeiten aufreizt, bei denen einer getötet wird. In derselben Nacht verführt Violande den betrunkenen Förster zur Ehe. Küngolt wird in Seldwyla vor Gericht gestellt und muss ein Jahr Dienst beim Friedhofswärter tun. Dietegen bewacht sie dort zunächst und schützt sie vor Nachstellungen. Als Küngolt sich jedoch von einem Kaplan im Hause des Totengräbers den Hof machen lässt, überlässt er sie ihrem Schicksal.
Zusammen mit seinem Ziehvater nimmt er an der Schlacht bei Grandson teil, in der der Förster fällt. Dietegen nimmt auch an spontanen, nicht angeordneten Auszügen teil, so am Zug des törichten Lebens von 1477, und kehrt, reich und eitel geworden, nach Hause zurück. Noch im Feldlager hat er von Violande, die in sich gegangen ist, erfahren, dass Küngolt in die Hände der drakonisch strafenden Ruechensteiner gefallen ist und hingerichtet werden soll. Nur eine schnelle Heirat könne sie retten. Dietegen überwindet sein moralisches Vorurteil gegen die «Dirne», geht nach Ruechenstein und bewahrt Küngolt vorm Tod. Er beteiligt sich an den Mailänder Feldzügen, in denen er fällt, aus der Ehe aber ist ein «zahlreiches Geschlecht» hervorgegangen.
Entstehung
Die Novelle entstand in der ersten Hälfte, bis zum Tod der Forstmeisterin, von 1860–62. Der zweite Teil entstand erst 1873. Angeregt wurde Keller durch zwei juristische Fundstellen in einem der Werke des evangelischen Geistlichen und Heimatforschers, Johann Melchior Schuler (1779–1859): «Die Thaten und Sitten der Eidgenossen: ein Handbuch der Schweizergeschichte» (Zürich 1842).
Band I S. 404 f. (unter Luzern): «Ein noch junger Knabe, der aber schon viel gestohlen hatte, ward 1473 zum Tode durch den Strick verurteilt; man bat für ihn um seiner Jugend willen, und nun sollte er ertränkt werden – aus Gnade, sagte man! Der Scharfrichter warf ihn in den Fluss und zog ihn am bestimmten Orte heraus, zerschnitt seine Bande und liess ihn als tot liegen. Die Stadtknechte legten ihn in einen Sarg, der einen Spalt hatte; Knaben blickten durch denselben und fanden, dass der Mund sich bewege; Frauen hörten dies, eilten hinzu, brachen den Sarg auf, fanden Leben im Knaben und trugen ihn in den Spital; da kam er zu sich selbst, lebte lange, ward ein Biedermann, nahm ein Weib und hatte schöne Kinder.»
Band III, S. 469 f (unter Solothurn): «Der Rath verurtheilte 1632 eine Kindsmörderin zum Tode. Da bot sich ein junger Mann von Regensburg an, sie zu heirathen. Nach uralter Sitte ward ihr nun, auf Fürbitte der Geistlichkeit, das Leben geschenkt; das Paar ward auf dem Rathhaus getraut und dann auf ewig verwiesen.» Quelle: Wikipedia
30. August 2026
Zürihegel
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| Stefan Haenni: Zürihegel, Gmeiner, Messkirch, 2022 |
25. August 2026
Sinfonie der Liebe
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| Marga Markwalder: Sinfonie der Liebe, Artemis, Zürich, 1953 |
Marga Markwalder (eigentlich Margrit Corrodi-Horber, geborene Horber) war Schriftstellerin und Verlagslektorin. Sie lebte in Erlenbach bei Zürich und war mit dem Autor Hans Corrodi verheiratet. Bekannt wurde sie ab Mitte des 20. Jahrhunderts durch Romane, Erzählungen und zürichdeutsche Mundarttexte. Markwalder heiratete kurz nach der Matura und war seither als Hausfrau sowie zeitweise als Verlagslektorin tätig. Ihre literarischen Werke erschienen zum grossen Teil im Zürcher Artemis-Verlag. Sie schrieb unterhaltsame Prosa und gestaltete Beiträge mit einer gewandten, lebhaften Feder. So unter anderem:
- Ritter Georg (Roman)
- Was Dir bestimmt (Roman)
- Lieber Peter (Roman)
- Wolkig bis heiter (Erzählungen)
- Sinfonie der Liebe (Roman)
- Versunkene Melodie (Roman)
18. August 2026
Golden Pass und Greyerzerland
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| Michel Gremaud, Peter Pfeiffer: Golden Pass und Greyerzerland / Golden Pass et Pays de Gruyère, AS-Verlag, Zürich, 2001 |
15. August 2026
Alles für zwanzig Rappen
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| Kurt Held: Alles für zwanzig Rappen, Sauerländer, Aarau, 1951 |
Als er auch am achten Tag nicht wieder auftaucht, beschliesst man, den Verschwundenen mit Hilfe des Radios zu suchen. Am erstauntesten ist Fredi, als er seinen Namen im Lautsprecher hört. Im gleichen Augenblick hört ihn auch der Polizist, der ihm gegenübersitzt, erkennt ihn und bringt ihn seinen Eltern zurück. Die Erlebnisse des Buben, die Aufregung im Dorf, der Empfang des Gefundenen in der Schule, die Rückkehr ins Elternhaus lesen sich wie ein lustiger, grotesker kleiner Roman und zuletzt sagt der Leser wahrscheinlich, genauso wie Fredi am Schluss seiner Abenteuer: «Und das alles für zwanzig Rappen» (Klappentext)
12. August 2026
Dort, wo der Berg brennt
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| Hans Jörg Leu: Dort, wo der Berg brennt, Edizione Tiramisù, Novaggio, 1997 |
TI:
Novaggio, Malcantone, Lugano I: Luino
Geboren am 22. August 1926 und aufgewachsen in Baden, studierte Hans Jörg Leu Medizin und promovierte 1951 an der Universität Zürich. Als junger Assistenzarzt am damaligen Militärspital in Novaggio kam er erstmals ins «Dorf», dem er seitdem verbunden blieb. Aus Ferien- und Wochenendaufenthalten im Haus am wilden, grünen Hang am Dorfrand wurde 1991 ein Daueraufenthalt in einem Rustico mitten im alten Dorfkern.
Er wohnte in Baden und war während Jahren in Zürich als Professor für Gefäss-Pathologie am Universitätsspital, mit Lehrauftrag für allgemeine und spezielle Pathologie an der Universität, tätig. Er publizierte wissenschaftliche Bücher und Fachbeiträge in verschiedenen Ländern und redigierte zwei internationale Fachzeitschriften. Daneben schrieb er Glossen, Satiren und Kurzgeschichten, die in Zeitschriften und auch als Buch («Nun hab’ ich es doch geschrieben», 1991, Verlag Hans Huber, Bern) erschienen sind.
Seit seiner Jugend beschäftigt sich Hans Jörg Leu mit Malerei in Oel und Acryl, mit Linol- und Holzschnitten, seine Werke waren regelmässig an Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Aus seinem umfangreichen Werk stammen auch die Illustrationen in diesem Buch. Hans Jörg Leu verstarb am 3. Mai 2023 im Alter von 96 Jahren.
9. August 2026
6. August 2026
Der böse Trieb
| Alfred Bodenheimer: Der Böse Trieb, Kampa, Zürich, 2021 |
3. August 2026
Ein Polizist auf weiter Flur
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| Daniel Grob: Ein Polizist auf weiter Flur, Zytglogge, Basel, 2022 |
31. Juli 2026
Mit Wilhelm Busch auf Reisen
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| Hans Stengel (Hrsg.): Mit Wilhelm Busch auf Reisen, Droste Verlag, Düsseldorf, 1985 |
Ein Mensch, wenn er als Dichter reist.»
Wilhelm Busch, des Bählamms Dichtervater,
Selber manche Reise tat er.
Per pedes, Kutsche oder Bahn
Sah er sich manches gründlich an.
Hat es gemalt und auch gereimt,
Was ungereimt am Reisen scheint,
Was fröhlich stimmt und auch verdrossen,
Aufgeschrieben für die Zeitgenossen.
Was er erfuhr, kaum ist’s zu glauben,
Will auch fürs Reisen heute taugen.
In City-Jet und Campingwagen
Stell’n sich oft die gleichen Fragen,
Hat man nämliches erlebt,
Was einst des Dichters Herz bewegt.
Bei Droste ist es nun vereint,
Was Wilhelm Busch zum Reisen meint.
Glücklich ist der Mensch zu preisen
«Mit Wilhelm Busch auf Reisen».
(Klappentext)
28. Juli 2026
Reise durch einen einsamen Kontinent
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| Andreas Altmann: Reise durch einen einsamen Kontinent, Rowohlt, Reinbek b. Hamburg, 2009 |
25. Juli 2026
Die Kinderfrau
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| Petros Markaris: Die Kinderfrau, Diogenes, Zürich, 2009 |
22. Juli 2026
Dieses endlose Schweigen
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| Sandrine Fabbri: Dieses endlose Schweigen, Lenos, Basel, 2011 |
Jahre später, als auch der Vater nicht mehr lebt, sucht die inzwischen erwachsene Tochter nach der Wahrheit über den Selbstmord, der als Unfall ausgegeben wurde. Wer war ihre Mutter, sie, die Genferin aus der Bohème, die einen jugoslawischen Einwanderer geheiratet hatte? Die Tochter beginnt nachzuforschen, taucht in die Tristesse einer Genfer Satellitenstadt ein, streift die Welt der Psychiatrie und stösst dabei auf weitere Tragödien in ihrer Familie.
Sandrine Fabbris Debütroman über ein Kind, das auf brutalste Weise von seiner Mutter verlassen wurde, ist schrecklich und prächtig zugleich. Ob Autofiktion oder Autobiographie, die Autorin überzeugt durch die Kraft ihres atemlosen und poetischen Stils. (Klappentext)
19. Juli 2026
Grosse Entdecker
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| Hans-Joachim Löwer + Alexandra Schlüter: Grosse Entdecker, Piper, München, 2011 |
16. Juli 2026
13. Juli 2026
Adieu Paris, Adieu Catherine
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| Eveline Hasler: Adieu Paris, Adieu Catherine, Benziger, Einsiedeln/Zürich/Köln, 1966 |
10. Juli 2026
Kirchweihmord
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| Friederike Schmöe: Kirchweihmord, Gmeiner, Messkirch, 2005 |
Privatdetektivin Katinka Palfy, gerade mit der Suche nach einer verschwundenen Ehefrau beauftragt, vermutet einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen und ermittelt fieberhaft in alle Richtungen. Da ereignet sich ein weiterer Todesfall. Am Kirchweihfreitag stirbt ein Mann im Gedränge der Altstadt. Wieder war Ricin im Spiel. Und an der Tür ihrer Detektei klebt ein Erpresserbrief: Wenn sie ihre Ermittlungen nicht einstellt, wird Bambergs grösste Sause ein giftiges Desaster erleben. Katinka steht unter Druck: Vor dem beliebten Fischerstechen am Kirchweihsonntag muss sie die Karten der Verdächtigen neu gemischt haben … (Inhaltsangabe im Buch)
D: Bamberg (Hauptschauplatz), Schesslitz















