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23. Mai 2024

Der Kirschtote

Judith Stadlin, Michael van Orsouw: Der
Kirschtote, Knapp, Olten, 2017
Drei Menschen sterben kurz hintereinander in der Zuger Altstadt. Ausgerechnet in diesem Stadtteil, wo sommers die Touristen hinströmen. Goran Voltic, sympathischer Standup-Paddle-Lehrer im «Strändli» und seit dem Mordfall von vergangenem Jahr selbsternannter Hilfsermittler, wittert ein Verbrechen. Seine Fantasie schiesst ins Kraut. Goran ermittelt auf eigene Faust – gegen den Willen der Kriminalkommissarin Eva Brandenberg. Dabei findet er heraus: Die Kleinstadt Zug steht nicht nur für die Kirschtorte, sondern in dieser Saison auch für Kirschtote. Kirschtote ist nach Rötelsterben der zweite Krimi des Autoren- und Bühnenpaars Judith Stadlin und Michael van Orsouw.
(Klappentext)

ZG: Stadt Zug D: Berlin

21. Dezember 2020

Wetterschmöcker

Michael Theurillat: Wetterschmöcker,
List, Berlin, 2017
Auf einem entlegenen Waldstück an der Sihl wird eine Tote entdeckt. Der Leichnam wurde verbrannt, nach indianischem Ritual. Spuren von Edelweiß werden gefunden. Kommissar Eschenbach steht vor einem Rätsel. Seine Ermittlungen führen ihn nach Zug zu einem weltweit operierenden Wirtschaftsunternehmen, das mit Rohstoffen handelt, und nach Muotathal, einem der abgeschiedensten Flecken der Schweiz. Welches Geheimnis verbindet die beiden Orte? (Klappentext)

GR: Autobahnraststätte Heidiland b. Meienfeld, Bivio, Leg Gravasalvas am Piz Lagrev LU: Weggis SZ: Muotathal, Hölloch, Arth, Illgau, Hurden UR: Gurtnellen ZG: Stadt Zug, Zugersee, Sihlbrugg ZH: Limmat, Sihl, Stadt Zürich (Swiss Prime Tower, Zürichberg, Platzspitz, Paradeplatz, Uniklinik Balgrist) F: Paris

17. September 2019

Rund um Zürich – die Zweite

Gestern ist bei mir die 2. Auflage meines Wanderbuches «Rund um Zürich» eingetroffen. Ich hätte nicht gedacht, dass es die 53 Touren zwischen Schaffhausen und Gotthard in die zweite Runde schaffen. Henusodehaut, ich freue mich und bin obendrein grad ein bisschen stolz.

Zu kaufen gibt es den Führer in jeder Buchhandlung oder direkt bei der Edition Wanderwerk. Auf geht's!

15. September 2018

Horu

Carlo Meier: Horu, Cosmos, Muri, 1995
Horu, ein doppelbödiger Kriminalroman, eine Geschichte, die temporeich abläuft, in Zürich beginnt und in Zermatt ihren Höhepunkt erreicht, geschrieben von einem Autor, der in äusserst witziger Weise mit dem Genre umzugehen versteht. Dass die Geschichte auch eine politische Dimension hat, dafür sorgt Bundesrat Gottlieb Muggli. Doch zuerst wird Harry Grab, der Protagonist, in ein Verbrechen verwickelt und fällt unter Mordverdacht; während nach ihm gefahndet wird, führt seine Suche nach dem wirklichen Täter bis ins geheimste Örtchen des Landes. (Klappentext)

BE: Stadt Bern SZ: Brunnen UR: Göschenen VS: Brig, Zermatt ZG: Sihlbrugg, Höllgrotten Baar, Stadt Zug ZH: Stadt Zürich

26. November 2017

UmZug als Bergliteratur verankert

Wenn auf einen Buchrezensenten in diesem Land Verlass ist, dann auf den Berner Daniel Anker. Dieser Mann, der in den 1990er-Jahren dem Wanderbuch (und somit dem Wandern) zu einem neuen Image verhalf, präsentiert unter www.bergliteratur.ch seit etlicher Zeit allwöchentlich sein «Buch der Woche». Erscheint in der Edition Wanderwerk eine neue Publikation, verlangt der Journalist und Historiker mit der Zuverlässigkeit einer Neuenburger Pendule nach einem Besprechungsexemplar. Die Früchte Daniel Ankers lesen sich jeweils Wochen später auf besagter Website. Neustes Beispiel: mein «UmZug». Das Raffinierte an Ankers Besprechungen sind die Geschichten, die er um das Werk und dessen Inhalt erzählt. Und genau dies macht seine Rezensionen so lesenswert.

Screenshot aus www.bergliteratur.ch (Ausschnitt)
 

13. November 2017

UmZug²

Mehr über dieses spezielle
Wanderlesebuch gibt es hier.
Es ging schnell. Brutal schnell. So schnell, dass die erste Auflage im Nu vergriffen war und ich mich gar nicht mehr getraute, das Erscheinen meines neusten Werks in diesem Blog zu erwähnen. Statt dessen machte ich mich an die zweite Auflage des «UmZug», von dem hier die Rede ist. Und noch währenddem der Erlebnisbericht meiner Wanderung entlang der Zuger Kantonsgrenze zum zweiten Mal gedruckt wurde, gingen weitere Bestellungen ein. In der Zwischenzeit sind die Bücher im Verlag eingetroffen, und die Versandabteilung der Edition Wanderwerk hat alle Hände voll zu tun. Sollte die bislang gute Resonanz andauern, steht einer dritten Auflage in absehbarer Zeit nichts mehr im Wege. Einmal mehr zeigt sich, dass Erfolg nicht planbar ist. Als ich mich vor einem Jahr anschickte, das Projekt «UmZug» aufzugleisen, hätte ich nie und nimmer gedacht, dass sich mehr als bloss eine Handvoll Leser für diesen Bericht interessieren dürfte. Nun, mir soll's recht sein und freue mich, ein paar Früchte meiner pedestrischen, journalistischen und publizistischen Anstrengungen ernten zu können. Und nein, nicht das Geld ist der Grund zur Freude – mit dem Verkauf lassen sich die Druckkosten und etwa zur Hälfte die Spesen decken –, sondern die Anerkennung der Öffentlichkeit.

17. März 2017

Staub im Wasser

Ernst Solèr: Staub im Wasser, Grafit,
Dortmund, 2007
Fred Staub, Hauptmann der Zürcher Kantonspolizei, bekommt es mit einer ungewöhnlich brutalen Mordserie zu tun: Binnen kürzester Zeit werden die Leichen von drei Schweizer Treuhändern gefunden – allen fehlt der Kopf. Auffällig an den Tatorten sind rätselhafte orangefarbene Graffiti, deren Bedeutung sich den Ermittlern aber nicht erschliesst. Dafür finden sie bald heraus, dass die Toten durch äusserst dubiose Geschäftspraktiken miteinander verbunden waren und einen Grossteil ihrer gemeinsamen Klienten um viel Geld gebracht hatten. Im Umfeld der drei Ermordeten gibt es einen weiteren Finanzakrobaten – und der trägt seinen Kopf noch fest auf den Schultern. Staub wird klar, dass er den Mann nur retten kann, wenn es ihm gelingt, die Graffiti-Botschaften zu entschlüsseln. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. (Klappentext)

TI: Lavertezzo ZG: Zug, Cham, Unteräger ZH: Zürich, Leimbach, Kilchberg, Küsnachter Tobel, Andelfingen, Alten, Meilen, Winterthur, Sihl, Thur

26. Februar 2017

Neulich in 6343

Rotkreuz (ZG), wo im reichsten Kanton der Schweiz selbst die Fische (hier speziell reserviert für den Barsch) über eigene Parkplätze verfügen.

23. Februar 2017

Bääääh auf der Kantonsgrenze

Die fünfte Etappe auf meinem Weg rund um den Kanton Zug führte mich von Mühlau (AG) nach Meierskappel (LU). Gut drei Stunden ging ich der Reuss entlang, ehe ich von der doch ziemlich monotonen Strecke – die Kantonsgrenze verläuft in der Flussmitte – zum Rooterberg abschwenkte, wo sich der Grenzverlauf ziemlich kompliziert durch die meist bewaldete Hügellandschaft zieht. Nach der ersten Waldpartie erreichte ich offenes Gelände. Auf der weitläufigen Weide stiess ich auf eine stattliche Schafherde. Ein Tier hatte sich ganz offensichtlich von seinen Genossinnen abgesondert und lag ziemlich leblos am Boden. Erst als ich auf wenige Meter an das Schaf herangekommen war, sah ich den Grund: Vor wenigen Minuten hatte die Schafdame Nachwuchs zur Welt gebracht. Dieser lag ebenso leblos, aber gut sichtbar atmend, zwei Meter neben seiner Mutter. Unweit davon, in blutigem Rot, die Nachgeburt. Dass sich die Geburt mitten auf der Kantonsgrenze Luzern–Zug ereignet hatte, fand ich bemerkenswert und war eindeutig mein Glanzlicht des Tages.

Sie hob nur kurz den Kopf für den Fotografen, ...

... derweil die Herde über dem Industriemoloch Rotkreuz (ZG) friedlich am Grasen war. Oben rechts der Zugersee.

14. Februar 2017

Am Tiefpunkt

Vergangenen Sonntag widmete ich mich zum vierten Mal dem Verlauf der zugerischen Kantonsgrenze. Ich startete nördlich von Baar, nahe dem Zürcher Dorf Uerzlikon und hielt westwärts, bis ich plötzlich an der Lorze stand. Dieser nach Norden folgend, gelangte ich ans Nordkap des Kantons Zug, an den nördlichsten Punkt des reichsten Kantons der Schweiz. Hier, wo Lorze und Reuss sich vereinigen, war ich am tiefsten Punkt des Zugerlandes angelangt. Gleichzeitig war es aber auch ein Höhepunkt, denn die als Rüssspitz bezeichnete Landzunge ist wunderschönes Riedland, das den Zugern eine fürwahr notwendige Grünfläche beschert, wo strikte Verhaltensregeln gelten. Und so sieht es an diesem Northern Top of Zug aus:

Links die Reuss und rechts die einmündende Lorze. In der Bildmitte das Dreiländereck Aargau, Zürich, Zug.

27. Januar 2017

Umzug, die Kehrseite

Wie im Post von gestern angekündigt, hier die Rückseite meines Buches «Umzug», das noch 2017 erscheinen wird.


26. Januar 2017

Der Zug um Zug

Sieben Tage werde ich am Ende auf der Grenze rund um den Kanton Zug gewandert sein. Und ja, es wird ein Buch darüber geschrieben. «Umzug» nennt es sich. Und nein, ich ziehe nicht um. Nicht in den reichsten Kanton der Schweiz mit seinen sauteuren Mieten und saugünstigen Steuern. Vielmehr will ich anlässlich meines Umzugs den Kanton in all seinen Facetten näher kennen lernen und darüber schreiben. Meine bisherigen Recherchen haben einiges ans Licht befördert, das von allgemeinem Interesse sein dürfte. Der Kanton Zug ist mehr als Glencore und Kirschtorte! Versprochen.

Weil der Apetitt bekanntlich beim Wandern kommt: Hier schon mal den vorderen Buchumschlag. Wer dran bleibt, sieht im Blog von morgen die Rückseite.


23. Januar 2017

Auf der Nahtstelle zwischen Zug und Zürich

Die 3. Etappe auf der Zuger Kantonsgrenze (grün): von Hütten nach Uerzlikon. Rot die Route.
Gute 20 Kilometer waren das vorgestern entlang der Zuger Kantonsgrenze. Von Hütten (ZH) hinunter an die Sihl und in deren Graben bis zum dadaistisch anmutenden Sihlbrugg. Hernach eine komplett andere Szenerie: offenes Gelände mit geschlossener Aussicht. Der tief hängende Hochnebel hatte alles im Griff. Dafür ging ich über weite Strecken haargenau auf der Grenze. Die Fülle an Eindrücken war derart gross, dass ich beinahe 500 Bilder schoss.

14. Januar 2017

Die Palette scheint endlos



Die Bänklivielfalt nimmt kein Ende! Neustes Exemplar in meiner Sammlung: die rezyklierte Palette vom Hochmoor bei Rothenthurm. Das exquisite und mit rustikaler Innovationskraft geschaffene Teil steht auf der Zuger Seite des Moors, exakt an meiner Umrundungsroute des Kantons Zug. Ob es sich darauf auch gut sitzen lässt, entzieht sich meiner Kenntnis. Für einmal lockte das schöne Wetter zum Weitermarsch anstatt zur Rast.

12. Januar 2017

Wer ist Karl der Kühle?



«Endlich wieder einmal ein Bänkli», werden die einen denken. «Ach, schon wieder ein Bänkli, hört das denn nie auf?», die anderen. Der erste Gedanke ist hiermit Tatsache. Und nein, so lange ich lebe, werde ich mich der Ruhe- und Sitzbank in all ihren Facetten widmen. Dasselbe gilt übrigens auch für Aborte, doch davon morgen mehr!

Wer nun aber ist dieser Karl, der sich im zugerisch-schwyzerischen Schornen ein praktisches Denkmal gesetzt hat und dazu erst noch, so er denn sitzt, den Blick auf das Schlachtgelände des Morgartens von anno 1315 geniesst. Ich weiss es leider nicht, gehe aber davon aus, dass es ein cooler Typ sein muss, dieser Karl.

21. Juli 2016

Wie ich zum Buch und das Buch zu mir kam

Anderthalb Jahre wandern und schreiben:
Nun ist es endlich käuflich zu haben, so
auch über meine Edition Wanderwerk.
Im Frühling 2014 erhielt ich vom deutschen Bergbuchverlag Rother die Anfrage, ob ich einen Wanderführer für das Gebiet zwischen Schaffhausen und Gotthard verfassen möchte. Es war kein geringerer als der helvetische Wanderpapst, Thomas Widmer, der mich als in Frage kommenden Autor dem Verlag empfahl. Ohne lange zu zögern sagte ich zu. Welch eine Ehre für mich, welch eine anstrengende Arbeit aber auch. Mindestens 50 Touren sollten es sein, ausgewogen verteilt und unter anderem mit anspruchsvolleren Routen im Gebirge.

Alleine die Planung der Touren kostete mich mehr als eine Woche Arbeit. Gefordert waren einerseits Wanderungen, die in keinem der bereits erschienenen Rother-Führer beschrieben waren, andererseits sollten es wenn möglich Rundwanderungen sein. Bereits kurz nach der Unterzeichnung des Autorenvertrags ging ich ins Gelände. Die ersten Touren führte ich bei grosser Hitze durch. Dann kam der Katastrophen-Sommer 2014 und warf viele meiner Rekognoszierungspläne über den Haufen. Es war zum Verzweifeln schlimm. Zum Glück blieb mir noch reichlich Zeit bis zum Abgabetermin Ende 2015.

Nun, ich schaffte es, das Vorhaben termingerecht umzusetzen. Es folgten die Vorarbeiten für den Neuheitenkatalog, die Festlegung des Umschlagfotos, des Buchtitels und des Vorschautextes. Hernach war die Reihe am Verlag, aus den über 500 abgelieferten Fotos, dem Text, den Bildlegenden, den Routenkarten und den GPS-Dateien etwas Gescheites zu kreieren. Ein freischaffender Lektor aus München nahm sich mit viel Einfühlungsvermögen dem Material an. Im vergangenen Frühling erhielt ich den ersten Wurf des Werks als PDF. Ich war positiv überrascht. Sowohl Lektor und Buchgestalter haben sich grosse Mühe gegeben, so dass ich am Layout nichts zu mäkeln hatte (und das will etwas heissen!). Zu guter Letzt wurden noch die Routenkarten eingebaut, so dass nach zwei Korrekturlesungen meinerseits, das Buch via Verlagskorrektorat in den Druck gehen konnte.

Das Buch erschien am 6. Juli 2016, verbunden mit einem für mich bedauernswerten Wermutstropfen: Die vom Verlag unmittelbar nach Erscheinen verschickten Belegexemplare fanden bis heute den Weg nicht zu mir. Da gehst du fast zwei Jahre schwanger mit dem Teil, es wird geboren, uns du bekommst es tagelang nicht zu Gesicht. Ich befürchtete zudem, dass selbst die Medien auf ihre Rezensionsexemplare warten müssten, allen voran Thomas Widmer, der mit mir für den Tages-Anzeiger ein längeres Interview zur Publikation von «Rund um Zürich», so der Name des Kindes, machen wollte.

Das Glück wollte es aber, dass wenige Stunden vor dem Gesprächstermin, Thomas sein Besprechungsexemplar erhalten hatte. So kam es, dass ausgerechnet jener Mann, dem ich die Möglichkeit verdanke, diesen Führer verfassen zu können, dass ausgerechnet er mir nun jenes Buch in die Hände geben konnte, auf das ich so sehnlichst gewartet hatte. So schliessen sich Kreise.

11. Juni 2016

Der Keiler

Felix Mettler: Der Keiler, Ammann, Zürich,
1990 (vergriffen)
Lungenkrebs und nur noch wenige Monate zu leben: Gottfried Sonder, sechzig Jahre, Pathologie-Assistent am Universitätsspital, kurz vor der Pensionierung, ist fassungslos. Er als Nichtraucher? Diese Krankheit muss für einen anderen bestimmt gewesen sein, und er weiß auch, für wen. Ärzte und Freunde geben ihm gute Ratschläge: Nicht aufgeben!, sagen sie. Aufgeben ist Sonders Sache nicht, doch sein Kampf sieht anders aus, als man es von ihm erwartet hätte. Kommissar Häberli vertraut seinen Eingebungen mehr als der peniblen Suche nach Hinweisen. Auch als er den Auftrag erhält, den Mord an einem Pathologen aufzuklären ...

Felix Mettlers erster Roman ist ein spannendes Ringen um Alibis, Tatmotive und Verdächtige abseits vom gewohnten Schema der Verbrecherjagd und abseits herrschender Moralvorstellungen. Hier darf der Leser der Verbrechensausführung genüsslich folgen und der Aufdeckung entgegenzittern – weil er sie fürchtet, nicht ersehnt. Feinsinnig zieht «Der Keiler» in seinen Bann und wirft Fragen von grösster Tragweite auf. Ist ein Mord verzeihlich?

ZH: Stadt Zürich, Forch, Hirzel, Sihl ZG: Sihlmätteli

26. Oktober 2015

Geschafft!

Mein neustes Werk erscheint im
Frühjahr 2016
Mit einer abwechslungsreichen Wanderung über den Bözberg beendete ich vergangenen Samstag die Wanderung Nummer 53 meines im kommenden Frühjahr erscheinenden Wanderführers Rund um Zürich. Über 1000 Wanderkilometer war ich in den vergangenen anderthalb Jahren unterwegs und habe hierbei Tausende von Fotos geschossen. Das Buch wird im Bergverlag Rother publiziert und trägt den Untertitel 53 Touren zwischen Schaffhausen und Gotthard.

Die Erarbeitung des Führers war ein hartes Stück Arbeit, nicht zuletzt des miserablen Sommers 2014 wegen, der mir gar manchen Strich durch die Planung machte. Und auch der aktuelle Herbst erlaubte mir die Durchführung der zwei letzten, ursprünglich vorgesehenen Touren nicht mehr, weil er zu früh mit Schnee um sich warf. 

12. Mai 2014

Unruhen

Werner Bucher: Unruhen, Appenzeller
Verlag, Herisau, 1998
Unruhen, innere und äussere, dies ist das Thema dieses faszinierenden Buches. Kaum je dürfte in der neueren Literatur das Denken, Fühlen, Hoffen und Leiden eines Pfarrers so unmittelbar ins Wort umgesetzt worden sein wie im Roman von Werner Bucher. Mit Unruhen ist ihm ein gültiges Dokument über die Zürcher Jugendunruhen gelungen. Er hat in der Abgeschiedenheit des hügeligen Appenzellerlandes einen klassischen Bildungsroman geschrieben, der die Bewegung ins Bewusstsein zurückruft, die Anfang der 80er Jahre das satte Selbstverständnis der Schweiz in Frage gestellt hat. (Klappentext)

Dieser hervorragende Roman von Werner Bucher ist gleichzeitig auch ein Reiseroman, wie die nachfolgenden Schauplätze andeuten. Der Road-Movie in Prosa führt den Protagonisten, Priester Martin Jurt, zu Fuss von Moutier nach Villefranche. Ein absolut lesenswertes Buch, das der Verlag in verdankenswerter Weise immer noch vorrätig hat.

AG: Abtwil (Hauptschauplatz), Meienberg, Wohlen, Sins, Auw, Muri, Lindenberg, Holderstock, Aristau BE: Moutier, Perrefitte, Moron, SAC-Hütte auf dem Moron, Loveresse, Reconvilier, Tavannes, Sonceboz, Chasseral, Inselspital Bern GR: Chur LU: Lindenberg, Oberebersol, Hitzkirch, Baldegg, Schloss Heidegg Gelfingen, Hohenrain, Ballwil NE: Les Bugnenets, Le Pâquier, Villiers, Dombresson, St-Martin, Chézard, Cernier, Fontainemeleon, Les Hauts-Geneveys, Les Grandes Pradières, Mont Racine, La Sagne, Vallée des Ponts, Les Ponts-de-Martel, Fleurier, Chapeau Napoléon, Buttes, La Côte-aux-Fées, L'Auberson ZG: Zugerberg ZH: Stadt Zürich (Niederdorf, Seebach, Helvetiaplatz, Polybahn, Fluntern) F: Chappele Mijoux, Les Hôpitaux-Vieux, Labergement-Ste-Marie, Mouthe, Châtelblanc, Foncine-le-Haut, St-Laurent-en-Grandvaux, St-Maurice-en-Montagne, St-Pierre, Clairvaux-les-Lacs, Moirans-en-Montagne, Lac de Vouglans, Cernon, Arinthod, Chisséria, St-Hymetière, Valfin-sur-Valuse, Villeneuve-les-Charnod, Montfleur, Chavannes-sur-Saône, Simandre, Jasseron, Bourg-en-Bresse, St-Denis-les-Bourg, St-Rémy, St-André-le-Bouchoux, Châtillon-sur-Chalaronne, Sandrans, Ambérieux-en-Dombes, Savigneux, Ars, Villefranche, Lyon

2. November 2013

Schattenberge oder Das gottverdammte Entlebuch

Jon Durschei: Schattenberge oder
Das gottverdammte Entlebuch,
orte-Verlag, Oberegg, 1996
Sechs Kriminalromane hat der Bündner Jon Durschei bereits veröffentlicht (alle im orte-Verlag). Mit «Schattenberge oder Das gottverdammte Entlebuch» erscheint sein erster «normaler» Roman. Aber Durschei wäre nicht Durschei, wenn er ohne Abstecher ins Kriminelle auskommen würde. «Ist alles fiktiv oder nicht?», muss sich allerdings der Leser, die Leserin immer wieder fragen. Und ob Gian Derungs, der Wanderer ins Unbekannte, tatsächlich jener Held sei, der er glaubt zu sein? Der Mode gewordene Begriff multipler Persönlichkeiten drängt sich jedenfalls bald auf. Die Spannung wird dadurch nicht geringer: Was soll die nahezu sinnlose Wanderung, was bringt der Tick, immer nach einem bestimmten Muster zu gehen, im Regen, im Nebel, im Sonnenschein, was ist mit dem Kunstmaler Stauffiger passiert? Landschaften werden zudem vor unsern Augen immer plastischer, hässliche Ortschaften bleiben hässliche Ortschaften und in den Kneipen und Wirtshäusern, die Derungs aufsucht, dominiert nicht nur Stumpenrauch, sondern auch Geschwätz, Intrigen, Neid und Begehren. Das Buch gibt nicht frei, bevor man weiss, wie alles endet. Und obwohl kein Pater Ambrosius (wie in den Kriminalromanen) die Lösung offeriert, werden die Rätsel allmählich gelöst; und im Schatten der Berge dürfte sich entscheiden, wie die Zukunft des Wanderers aussieht. (Inhaltsangabe im Buch)

AG: Sins LU: Inwil, Eschenbach, Rain, Hellbühl, Malters, Werthenstein, Entlebuch, Hasle, Schüpfheim, Heiligkreiz, Farneren ZG: Kloster Frauental ZH:  Stadt Zürich, Uetliberg, Stallikon, Affoltern a.A., Mettmenstetten