31. März 2021

Beresina

Adolf Haller: Beresina, Sauerländer, Aarau, 1956
David Zimmerli, von dem dieses Buch erzählt, starb 1875 als hochangesehener Offizier. Die eigenen Aufzeichnungen über sein Leben dienten Adolf Haller als Grundlage für diese Erzählung. Zwischen David und seinem Vater kommt es wegen der Berufswahl zu Auseinandersetzungen. Der Achtzehnjährige, der den Einbruch der Franzosen in die Schweiz miterlebt hatte, lässt sich heimlich für den französischen Kriegsdienst anwerben. Als Offizier macht er 1812 den Marsch der grossen Armee nach Russland mit, er kämpft in den beiden Schlachten bei Polozk, dann erlebt er den denkwürdigen Übergang über die Beresina, und schliesslich findet er als einer der wenigen den Weg zurück in die Heimat. Er findet aber auch wieder den Weg zurück zu seinem Vater.

Die Erzählung hat zweierlei Schauplätze: die Schlachtfelder der Napoleonischen Kriege und die verborgenen Gründe des menschlichen Herzens. Darum ist dieses neueste Buch des bekannten Jugendschriftstellers trotz seiner Geschichtlichkeit von packender Gegenwartsnähe.
(Klappentext)

Moors Fazit: Was für eine packende Geschichte eines mir bis dato unbekannten Jugendbuchautors. Der aus dem aargauischen Muhen stammende Adolf Haller (1897–1970) bringt uns jenes Stück Historie näher, als sich nicht wenige Schweizer in fremden Kriegsdiensten verdingten; dies in einer Erzählkunst und Sprachform, von der sich so manche «Erwachsenen-Belletristik» ein Stück abschneiden könnte. Illustriert wird der Text mit 53 Zeichnungen des Aargauer Grafikers Felix Hoffmann (1911–1975), der unter anderem Kirchenfenster in der Stadtkirche Aarau und im Berner Münster schuf. Zudem kreierte er die einzige von Thomas Mann autorisierte Illustration des «Zauberbergs».

30. März 2021

Die Spirale – Etappe 6

Zollikofen – Boll: In 4½ Stunden über das Grauholz und den Bantiger.

Die Strecke von Zollikofen nach Boll war die erste veritable Bergetappe seit Beginn des Projektes am 1.1.2021. Sie führte zu Beginn durch den märchenhaft anmutenden Wiliwald, unterquerte die Autobahn A1 und widmete sich dann dem Grauholz. Den bewaldeten Hügel im Nordosten Berns überschritt ich auf knapp 750 Meter über Meer, ehe es hinunter nach Lutzeren, einem sanften Übergang vom Worblen- ins Krauchthal, ging. Der Gegenanstieg auf den Bantiger (947 m) wartete zuerst mit der überraschend grossen Burganlage von Geristein auf – eine auf Sandstein gebaute Ruine, mit Betonverstärkungen vor dem Zerfall bewahrt.

Kurz unterhalb des Gipfelplateaus des Bantiger letzte Schneehäufchen. Eine schwedisch-schweizerische Wanderfamilie kam mir auf dem obersten Treppenabschnitt kurz unterhalb des Triangulationspunktes mit Kuschelhund Mango entgegen. Und wenn schon auf dem Bantiger, dann auch noch die 33,7 m über Grund gelegene Aussichtsplattform des Swisscom-Sendeturms bestiegen! Die mehr windige als luftige Angelegenheit lohnte indes die zusätzlichen Mühen. Dem 360°-Rundumblick stand buchstäblich nichts im Wege.

Die aus Stockholm stammende Lustighündin hört auf den schicken Namen Mango.

Der sanft geneigte Abstieg endete schliesslich an der komplett neu konzipierten und erfreulicherweise mitunter auch in Holz gebauten S-Bahnhaltestelle des Regionalverkehrs Bern-Solothurn. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle das Schlössli in Sinneringen kurz vor Boll. Dieses wurde 1729 für Hans Rudolf von Diesbach (1688–1750), Oberst in sardinischen Diensten und Landvogt zu Romainmôtier, erbaut. Von Diesbach verkaufte die Campagne 1748 an seinen Neffen Niklaus von Diesbach (1722–1782); dieser wiederum verkaufte Sinneringen 1775 an seinen Sohn Niklaus von Diesbach (1747–1831). Bei seinem Konkurs 1800 ging die Besitzung an Johann Karl von Bonstetten (1761–1838). Der Offizier und Maler August von Bonstetten vererbte seinen Anteil an Sinneringen an seinen Neffen und seine Nichte, die das Gut 1889 verkauften. Der Diplomat Ulrich Walther Maximilian von Bonstetten erwarb Sinneringen 1922 und veräusserte es 1925 an eine Familie Lüthi.

Der Sendeturm auf dem Bantiger hat eine Höhe von gut 181 m und ist daher von weit her gut zu erkennen.


29. März 2021

Bärentritt

Silvia Götschi: Bärentritt, Emons, Köln, 2016
Kurz vor Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos geht bei der Polizei eine Bombendrohung ein. Fast zur gleichen Zeit verschwindet der Sohn eines Konsuls aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wenig später wird er tot aufgefunden. Allegra Cadisch ist eien der Letzten, die ihn lebend gesehen hat - jetzt muss sie alle Kräfte aufbringe, um ihre Unschuld zu beweisen. (Klappentext)

GR: Landquart, Prättigau, Davos (Hauptschauplatz), Flüelapass, Bärentritt (Zügenschlucht), Duchli Säge (Davos), Klosters UAE: Dubai

28. März 2021

Wie man bei Windstärke 10 stilvoll eine Tasse Tee trinkt

Mick Conefrey: Wie man bei Windstärke
10 stilvoll eine Tasse Tee trinkt, Piper,
München, 2008
Wussten Sie, warum Peary auch nach Jahren bei den Eskimos immer noch nicht heim nach England wollte und in welchem Outfit Freya Stark in die Wüste zog? Dass Bergsteiger früher überzeugt davon waren, dass Rauchen zur Anpassung an die dünne Höhenluft beitrage? Dass viktorianische Entdecker gegen den Durst Patronenkugeln lutschten und John Franklin vor lauter Hunger seine Lederstiefel aufzuessen begann? Den wenigsten ist klar: Auch die klassischen Abenteurer und Entdecker haben mal klein angefangen. Sie probierten aus, was gegen Einsamkeitsattacken oder gegen Meuterei hilft. Sie übten, einen Braun- von einem Schwarzbären zu unterscheiden – und rechtzeitig zu erkennen, wo die Gastfreundschaft der Beduinen ihre Grenzen hat.

Mick Conefrey, passionierter Bergsteiger und Reisender, versammelt Wissenswertes und Triviales, Befremdliches und hinreissend Komisches – 2007 von der Zeitschrift Bild der Bild der Wissenschaft als «Wissenschaftsbuch des Jahres» ausgezeichnet. (Klappentext)

27. März 2021

Kreuz und quer durchs Toggenburg

Bettina Dyttrich: Kreuz und quer durchs
Toggenburg, Rotpunkt, Zürich, 2005
Das Toggenburg liegt im Kanton St. Gallen und erstreckt sich von den bewaldeten Hügeln bei Wil bis zu den Gipfeln von Alpstein und Churfirsten auf über 2000 Metern. Es bietet eine Vielfalt an Landschaften: riesige Wälder, weite Moore und Alpweiden, Gipfel und Schluchten. Von Zürich und Konstanz aus ist es in einer guten Stunde erreichbar.

Vorgestellt werden ein- und zweitägige Routen. Jene in voralpiner Höhenlage sind auch in den kalten Monaten begehbar, die alpinen Wanderungen bleiben im Hochsommer angenehm. Die meisten Touren sind für Familien mit Kindern ab ca. 10 Jahren geeignet. Dieses Buch enthält alle nötigen Angaben für Anreise, Unterkunft, Sicherheit und Besichtigungen unterwegs. Daneben Wissenswertes über die bewegte Geschichte des Toggenburgs, über Sticker, Streikende und die erste Bauernmalerin der Schweiz, aber auch über Käser und Kulturschaffende von heute. Die Heimat von Ulrich Bräker, dem «Armen Mann im Tockenburg», entpuppt sich als abwechslungsreiche Wandergegend. (Klappentext)

26. März 2021

Im Land der Schotten

Christian E. Hannig: Im Land der Schotten,
Frederking & Thaler, München, 1999
Schottland – Land der Moore, Lochs und Glens, der verwunschenen Schlösser und Burgen, der Stürme und aufgewühlten Meere, des Dudelsacks und der Clans, aber auch der blutigen Kriege zwischen englischer Krone und schottischem Freiheitsdrang. 4000 Kilometer radelt Hannig über Gretna Green, Edinburgh, die Highlands, die Orkney-Inseln und Hebriden bis nach Glasgow und erlebt eine Fülle von Begegnungen und Abenteuern. Sein Bericht lässt Liebe zu diesem an Naturschönheiten reichen Land und seinen gastfreundlichen Bewohnern entstehen. (Klappentext)

25. März 2021

Polarfahrer

Theodor Lerner: Polarfahrer, Oesch Verlag,
Zürich, 2005
«Die Geschichte meiner langjährigen Polarfahrertätigkeit ist in vielen hundert Aufsätzen, in Tageszeitungen und Illustrierten Zeitschriften behandelt worden. Wie es so zu gehen pflegt, zerflatterten diese Veröffentlichungen in alle Winde und wurden vergessen …»

Siebenmal war der deutsche Journalist und Polarforscher Theodor Lerner (1866–1931) im hohen Norden, zu Wasser und zu Land, auf Schnee und Eis. Ebenso vielfältig waren seine Motive: Es ging ihm um journalistische Berichterstattung über waghalsige Unternehmungen und die Rettung von Menschen; um kolonisatorische Landnahme, den Abbau von Steinkohle und den Aufbau des Tourismus; um wissenschaftliche Forschung «mit allen ihren erhabenen Augenblicken, aber auch mit ihren Sorgen und Kämpfen».

Damit diese Lebensaufgabe nicht der Vergessenheit anheimfalle, hielt Lerner seine Erlebnisse in Tagebuchaufzeichnungen und zahlreichen Fotografien fest – erfrischend direkt, humorvoll und spannend. Seine Abenteuer muten heute beinahe unglaublich an (sind aber wahr!); die Gefahr, in der er häufig schwebte, bekümmerte ihn jedoch kaum. Mehr beschäftigte ihn der stete Kampf um Geld, Ruhm und Ehre, den er immer aufs Neue zu führen hatte.

Letztlich musste Lerner manche Schlacht verloren geben. Geblieben ist sein Buch, ein ungeschminktes, für die Geschichtsschreibung bedeutungsvolles Dokument mit hohem Unterhaltungswert.
(Klappentext)

24. März 2021

Am 13. Dezember 2009 ...

 ... ging ich von Biel-Benken nach Kleinlützel. Dies im Rahmen meines Projektes «Von Tag zu Tag», einer Fernwanderung, deren Etappen ich jeweils von Tag zu Tag plante, will heissen, die Planung der Folgeetappe nahm ich erst nach Beendigung der aktuellen Etappe an die Hand. Start war in Hünibach bei Thun und zu Ende ging das Unterfangen in Pleujouse (Ajoie), das einst Plützhausen hiess. Biel-Benken–Kleinlützel war die vorletzte Etappe in einer Adventszeit, wo im Solothurner Jura bereits ein wenig Schnee lag. Hier ein paar Eindrücke dieser Wanderung, die unter anderem am Wallfahrtsort Mariastein und dem Metzerlenchrüz vorbeiführte.

23. März 2021

Auf der Strecke

Claus-Ulrich Bielefeld, Petra Hartlieb:
Auf der Strecke, Diogenes, Zürich, 2011
Der erfolgsverwöhnte junge Autor Xaver Pucher hatte noch viel vor. Doch unterwegs zu seinem Agenten, dem er sein neues Manuskript überreichen wollte, wird er im Schlafwagenabteil auf der Strecke zwischen Wien und Berlin ermordet. Zwei Kommissare kümmern sich um den Fall: auf der österreichischen Seite Anna Habel, Ende dreissig, temperamentvoll und unermüdlich, auf der deutschen Thomas Bernhardt, Mitte fünfzig, sarkastisch und manchmal zur Melancholie neigend.

Mit ihren unterschiedlichen Temperamenten geraten sie schon bald aneinander. Doch im Dienst der Sache und unter dem Druck der Öffentlichkeit müssen sie sich zusammenraufen. Ihre Recherchen führen sie in Wien auf den Zentralfriedhof, in den Prater und in die Gassen der Inneren Stadt, in Berlin zu den hippen Büros am Prenzlauer Berg, in die Hinterhöfe von Schöneberg und die Kneipen Neuköllns.
(Klappentext) 

 A: Wien D: Berlin, Frankfurt

22. März 2021

Das Mägdli

Heidy Gasser: Das Mägdli, orte-Verlag,
Zelg, 1995
Eine junge Frau aus der Steiermark sucht Arbeit in der Fremde. Sie kommt in die Innerschweiz, ins Bergdorf Lungern. Sie wird Magd auf einem Hof. Die Berge sind nah und hoch und fremd. Die Arbeit in Haus und Hof ist angenehm, das Essen ausgiebig, die Herrschaften freundlich. Sie hat keinen Namen, sie ist die Magd.

Manche Leute im Dorf sind argwöhnisch. Sie ist eine Fremde, eine Auswärtige. Sie wird ausgegrenzt, beobachtet. Sie verschliesst sich den Menschen, sucht Zuflucht in der Arbeit, in der Natur, baut sich ihre eigene Welt auf. «Ich fühlte mich auf einmal entsetzlich allein.» Sie ist hin- und hergerissen zwischen der entrückten Heimat und der hautnahen Fremde. Sie will zurück und flieht gleichzeitig vor dem Zugriff der Vergangenheit. Sie richtet sich ein in der Fremde.

«Ich liebte das Haus, die Wiesen, den Hof Da war kein fremdes Gefühl. Irgendwie fühlte ich mich daheim und geborgen.» Sie bleibt, sie heiratet den Sepp, sie bekommen eine Tochter, die Heidy. Sepp stirbt, sie bleibt zurück mit ihrem Kind. Sie leben am Rande des Dorfes.

«Das Mägdli, das ich gewesen bin, ist fortgegangen.» Dieses Buch ist ein wunderschönes, ein dichtes Dokument einer behutsamen Annäherung. Einer Annäherung freilich, die den fremden Blick, den Scharfsinn nicht verliert. Das Buch strahlt Würde aus und Grösse, Poesie auch, und Schalk, und Liebe. Das ist das Verdienst der erzählenden Mutter. Und: Das ist das Verdienst der schreibenden Tochter, die der Erinnerung Raum gab. Raum und Atem. Zwischenraum.
(Vorwort von Gerhard Dillier)

21. März 2021

Der Bananentourist

Georges Simenon: Der Bananentourist,
Diogenes, Zürich, 1988
Der junge Oscar Donadieu, der seine Familie nach dem Tod des Vaters verlassen hat, schifft sich nach Tahiti ein, um sein Leben fortan fernab der Zivilisation, als «Bananentourist», zu verbringen. Auf dem Weg in die selbstgewählte Einsamkeit wird er unverhofft aufgehalten – von einer schönen Eingeborenen. (Klappentext)

F: La Rochelle PF: Tahiti (Papeete, Punaauia, Drofere-Tal, Aua, Wasserfall von Papeari, Vairao)

20. März 2021

Danakil

Rüdiger Nehberg: Danakil, Bertelsmann,
Gütersloh, 1979
Würde es Sie, verehrter Leser, persönlich reizen, eine afrikanische Wüste zu durchqueren, die als «Höllenloch der Schöpfung» bekannt ist, weil dort tagsüber Temperaturen von über 50 Grad herrschen? Eine Wüste, wo es zu allem überfluss noch tätige Vulkane gibt, gewaltige Schwefelquellen und kochendheisse Geysire? Hätten Sie Lust, selber den, gelinde gesagt, fremdenfeindlichen Bewohnern dieses Gebietes zu begegnen, bei denen es üblich ist, getöteten Feinden den Penis abzuschneiden und ihn als Trophäe herumzuzeigen? Möchten Sie sich vielleicht der Gefahr aussetzen, in die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen, die gerade in diesem «Höllenloch» toben, verwickelt zu werden? «Nein, danke», werden Sie vermutlich sagen und werden hinzufügen: «Aber den möchte ich sehen, der so lebensmüde ist, sich solchen Schrecken auszusetzen!»

Nun, in diesem Buch begegnen Sie drei Männern, die sich herausgefordert fühlten, allen diesen Gefahren zu trotzen. Es sind: der Konditormeister Rüdiger Nehberg, der bereits 1972 durch eine halsbrecherische, aber erfolgreiche Bootsfahrt auf dem Blauen Nil von sich reden gemacht und bei einer späteren Expedition einen Freund durch die Kugeln räuberischer Afars verloren hatte; der ebenfalls äthiopienerfahrene Kameramann und Weltenbummler Klaus Denart; schliesslich der globetrottende Chemiker Horst Walther.

Bei aller Abenteuerlust hatte sich das Team auch eine wissenschaftliche Aufgabe gestellt: Sie wollten ihre in Deutschland bereits begonnene Wassergewinnungsversuche fortsetzen, wollten an Ort und Stelle ausprobieren, ob sie mit Hilfe von Chemikalien, einem Aluminiumschirm und Sonnenstrahlen aus trockener Luft Wasser machen konnten. Kurz: sie hatten die Absicht, eine Strategie zum Überleben in der Wüste zu entwickeln. Doch was mit dieser Ausrüstung, zwei Kamelen und einem Zentner Proviant begann und zur Überprüfung einer Theorie dienen sollte, wuchs sich in kürzester Zeit zu einem lebensbedrohenden Risiko aus.

Das unwirtliche Land und die Menschen, die es bewohnen, schenkten den Expeditionsteilnehmern aus dem fernen Deutschland nichts. Verständnis, Hass, Hilfe und Verbrechen lagen eng beieinander – kein Tag war genormt, kein Tag verging ohne bedrohliche Überraschung. Von angeheuerten einheimischen Führern im Stich gelassen, immer wieder zu medizinischen Hilfeleistungen gezwungen, überfallen und ausgeraubt, gerieten sie schliesslich auch noch in die Gefangenschaft eritreischer Freiheitskämpfer, die sie von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz mitschleppten. Als sie nach Wochen glücklich wieder den Fuss auf deutschen Boden setzen, wissen sie eines genau: Es gibt heute kein Fleckchen auf unserer Erde mehr – und sei es noch so abgelegen – das nicht zum Spielball der Weltpolitik, werden kann.
(Klappentext)

19. März 2021

Vom Land

Werner Wüthrich: Vom Land, Unionsverlag,
Zürich, 1979
Aus Gesprächen mit Bauern sind diese Berichte entstanden. Dokumentarmaterial wurde zu Erzählungen, Texten verdichtet. Sie zeigen Schicksale und geben Einblicke in die Verhältnisse auf dem Land. Sie erzählen vom Alltag, von Arbeit und Freizeit, von den Sorgen, vom Zorn und den Kämpfen der Bauern. Ein breites Spektrum von Meinungen, Haltungen und Lösungsversuchen wird dokumentiert: von der Landflucht und Resignation über die genossenschaftliche Selbsthilfe bis hin zu den Aktionen des organisierten Widerstandes.

Dieses Buch will dazu beitragen, den Graben zwischen Stadt und Land zu überbrücken. In einer Zeit, wo die Forderungen der Landwirtschaft oft auf Unverständnis stossen, liefert es notwendige Kenntnisse. (Klappentext)

Dieses Buch ist im Antiquariat der Edition Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Lebensgeschichten»).

18. März 2021

Mondmilchgubel

Mona Bodenmann: Mondmilchgubel,
Gmeiner, Messkirch, 2010

Der Mondmilchgubel am Rande des Zürcher Oberlands. Eine Wandergruppe, die vor einem Gewitter in der Höhle Schutz sucht, entdeckt dort eine tote Frau. Daneben kniet ein Mann. Als die Polizei am Tatort eintrifft, findet sie ihn immer noch neben der Toten. Der mutmassliche Täter wird nach Zürich überführt. Doch er kann nicht aussagen, weil er sich an nichts erinnert – weder an seine Tat noch an seinen Namen.

Mit der Aufklärung des mysteriösen Mordfalls wird Valentin Möller von der Kantonspolizei Zürich betraut. Als erfahrener Ermittler weiss er: Tötungsdelikte sind meistens Beziehungsdelikte. Möllers Nachforschungen führen ihn zu der Journalistin Viktoria Jung, die mit der Toten eng befreundet war. Getrieben von Schmerz und Wut will sie den Mörder entlarven, mit oder ohne Möllers Hilfe ...
(Klappentext) 

SG: Oberholz ZH: Wald und Umgebung (Hauptschauplatz), namentlich: Niederholz, Stock, Sagenraintobel, Brandenfelshöhle (Mondmilchgubel), Wolfsgrueb, Farner; Stadt Zürich, Spital Wetzikon, Winterthur

17. März 2021

Das Kamerahandbuch Canon EOS 6D

Holger Haarmeyer, Christian Westphalen: Das
Kamerahandbuch Canon EOS 6D, Galileo Press,
Bonn, 2013
Von den Grundlagen bis zum praktischen Einsatz bei Spiel, Spass und Arbeit – entdecken Sie mit unserem Buch Ihre Canon EOS 6D!  Canons «kleinste» Vollformatkamera bietet ausgereifte Profiqualität in einem sehr ergonomischen Gehäuse. Dieses Buch wird Ihnen helfen, sich schnell mit der Technik und den Funktionen der EOS 6D vertraut zu machen, die mitgelieferten Amateurprogramme hinter sich zu lassen und die beste Bildqualität mit dieser rundum gelungenen Kamera zu erzielen! 

Sie lernen, wie Sie den Autofokus der EOS 6D richtig nutzen, die Belichtung steuern, mit der Kamera filmen sowie mit Blitz- und Studiolicht umgehen. Sie entdecken die passenden Objektive für das Vollformat und sinnvolles Zubehör. Und nicht zuletzt erfahren Sie, welche Erkenntnisse Holger Haarmeyer und Christian Westphalen beim praktischen Einsatz der EOS 6D im realen Leben gewonnen haben: von der Porträt- und Naturfotografie bis zum Filmen. Zahlreiche Praxistipps und die individuelle Konfiguration für Techniken und Motive erleichtern Ihnen den Start mit der EOS 6D. Ein ausführliches Kapitel zeigt Ihnen alle Tasten, Menüs und die Bedienung im Überblick. Inklusive einer praktischen Kurzreferenz mit wichtigen Kamerafunktionen für die Fototasche! (Inhaltsangabe zum Buch)

16. März 2021

Die schwarze Katze und andere Verbrechergeschichten

Edgar Allan Poe: Die schwarze Katze,
Diogenes, Zürich, 1984
Dieser Band enthält folgende Verbrechergeschichten: Der Mann in der Menge — Der Doppelmord in der Rue Morgue — Das Geheimnis der Marie Rogêt — Wassergrube und Pendel — Das schwatzende Herz — Der Goldkäfer — Die schwarze Katze — ‹Du bist der Mann› — Der entwendete Brief — Der Teufel der Verkehrtheit — Das Fass Amontillado — Hopp-Frosch

«Poe wurde der Techniker der Horrorvisionen, der visionäre Ingenieur. Im Gewand der manchmal antiquierten Schauergeschichte erzählt er von einem immer aktuellen menschlichen Abenteuer.» Dieter E. Zimmer

15. März 2021

Die Spirale – Etappe 5

Bei stürmischem Südwestwind von Bümpliz Nord nach Zollikofen. Was für Gegensätze! Durch das ausgestorben wirkende Tscharnergut über die lärmende Autobahn in den Wald, wo sich die Bäume bedrohlich im Wind wiegen. Äste fallen zu Boden, mein Blick immer mal wieder nach oben gerichtet. Lebensmüde bin ich nicht. Bei Hinterkappelen die rückwärtsfliessende Aare, die dank der Sonne in bestechendem Smaragdgrün leuchtet. Die 800 Meter aareaufwärts sind eine Augenweide. Goldenes Schilf im Gegenlicht. Und überall Biberfrass.

Von Bümpliz Nord nach Zollikofen, 13,4 km im Nordwesten Berns.
 Jäh der Linksknick weg vom Fluss, jäh der Aufstieg nach Oberdettigen und somit weg von den Siedlungen der Berner Aussenquartiere. Weit der Horizont. Im Süden die besonnten, frisch verschneiten Voralpen. Und stets der für den März seltene Starkwind. Ländlich-erfrischendes Ambiente, unterbrochen von kleinen Wäldern. Wanderdne Familie in Begleitung von Alpakas und Berner Sennenhund. Am Strassenrand Plakate für die nächste Volksabstimmung. Pro und kontra. Am Ortsrand von Zollikofen laufen sich zwei Fussballmannschaften für das anstehende Spiel ein. Die Eckfahnen flattern stramm im Wind, ehe mich die Zollikofener Wohnlandschaft verschluckt und mich am Rande des Buchsiwaldes ausspuckt. 

Noch einmal tief Luft holen. In voller Konzentration unter ächzenden Bäumen hindurch ins Gewerbequartier beim Bahnhof Zollikofen. Ende der bislang kürzesten Etappe, die wahrlich nicht arm an Eindrücken war.

Die gesamte Spirale: Grün die bisher zurückgelegte Strecke.


14. März 2021

Typotuning 2 – Office-Kommunikation

Ralf Turtschi: Typotuning 2 – Office-
Kommunikation, Edition Publisher,
Winterthur, 2006
Der Band Office-Kommunikation aus der Reihe TypoTuning bringt die wichtigsten Vorschriften, Masse und Regeln für das Büro. Wie müssen Briefe formatiert werden, damit sie schön aussehen? Welche Schriften, welche Ränder, welche Abstände? Ales, was man über Logos wissen muss, wie man sie in Word einbindet oder das notwendige Know-how über Dateiendungen. Mit diesem Buch werden Sie Ihre Korrespondenz besser gestalten. Es werden viele Beispiele aus der Praxis mit den 13 goldenen Typografieregeln getuned.

Der Typograf, Grafikdesigner, Publizist und Buchautor Ralf Turtschi führt die Agenturtschi, visuelle Kommuniation, in Adliswil bei Zürich. Er hat sich mit den Fachbüchern «Praktische Typografie», Mediendesign» und «Making of» einen Namen geschaffen. (Klappentext)

13. März 2021

Typotuning 1 – Basics

Ralf Turtschi: Typotuning 1 – Basics,
Edition Publisher, Winterthur, 2006
Kann man mit nur 13 Regeln die eigene Gestaltungsarbeit beurteilen und verbessern? «TypoTuning» gibt als praxisnahe Sehschule die Antwort. Gestaltung ist ein weites Feld, auf dem man einiges falsch machen kann. Mit 13 Regeln zeigt der Autor auf, welche Fehler man wie korrigiert und weshalb die Gestaltungslösung nach der Optimierung besser wirkt als vorher. Ein Konzentrat mit lehrreichen, anschaulichen Beispielen für alle typografisch Interessierten.

Der Typograf, Grafikdesigner, Publizist und Buchautor Ralf Turtschi führt die Agenturtschi, visuelle Kommuniation, in Adliswil bei Zürich. Er hat sich mit den Fachbüchern «Praktische Typografie», Mediendesign» und «Making of» einen Namen geschaffen.
(Klappentext)

12. März 2021

Mani Matter

Franz Hohler: Mani Matter, Benziger, Zürich/Köln, 1977
Mani Matter (1936–1972) ist durch seine Berner Chansons, die er auf unverwechselbare und brillante Weise vorzutragen wusste, berühmt geworden. Heute weiss man, dass seine literarische Bedeutung weit über das Chanson hinausgegangen ist.

Wer war dieser Mani Matter wirklich? Dieser Frage ist Franz Hohler nachgegangen, der mit Mani Matter über Jahre hinweg befreundet war. Aus Tagebuchnotizen und Selbstdarstellungen Mani Matters, aus Äusserungen seiner Freunde, aus Photos und Dokumenten, aus seiner eigenen Erinnerung hat Franz Hohler ein Bild gestaltet, das der menschlichen und schöpferischen Vielfalt Matters gerecht wird. So kommt neben der Geschichte seiner Lieder auch seine Tätigkeit als Jurist, seine Herkunft, sein politisches Engagement ausführlich zur Sprache.

Der Band enthält neben unveröffentlichten Texten zahlreiche grossformatige Photos und Dokumente aus privaten Archiven. Dieses Buch will keine Biographie im strengen Sinn sein, sondern ein Porträtband; ein Hommage an Mani Matter.
(Klappentext)

11. März 2021

Erste Hilfe in Typografie

Hans Peter Willberg, Friedrich Forssman:
Erste Hilfe in Typografie, Verlag Hermann
Schmidt, Mainz, 2003
Typografie ist heute nicht mehr Profis vorbehalten. Jeder, der einen Computer hat, gestaltet mit Schrift – mehr oder weniger bewusst, mehr oder weniger gut. Die Form einer Botschaft ist jedoch ein Bestandteil der Botschaft. Deshalb ist eine Erste Hilfe in Typografie dringend nötig.

Hans Peter Willberg und Friedrich Forssman stellen sie mit diesem «Ratgeber für den Umgang mit Schrift» zur Verfügung – allgemeinverständlich, substanziert, sogar vergnüglich.

Die erfahrenen Praktiker und Autoren (u. a. «Lesetypographie», 1. Preis der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten deutschen Bücher) helfen – beim Einstieg ins Grafik-Design-Studium, beim Alltag im Büro, bei wissenschaftlichen Arbeiten oder weil auch private Schriftstücke gut gestaltet besser ankommen. Erste Hilfe in Typografie sollte neben keinem Computer fehlen.
(Klappentext)

10. März 2021

Wegweiser Schrift

Hans Peter Willberg: Wegweiser Schrift,
Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 2003
Sie treffen täglich Schriftentscheidungen, aber bislang eher nach dem l like it» des Tages? Sie nehmen immer ein und dieselbe Schrift, aber die Texte von anderen gefallen Ihnen oft besser?

Dann hilft Ihnen Wegweiser Schrift als Leitfaden im Schriften-Dschungel. Auf 100 anschaulichen Seiten führt Hans Peter Will berg – Gestalter unzähliger ausgezeichneter Bücher, renommierter Fachautor und emeritierter Professor – allgemeinverständlich in Form, Stil und Geschichte der Schriften ein, sensibilisiert für Charakter und Wirkung verschiedener Schriften, passende Mischungen und erläutert die wichtigsten Regeln im Umgang mit Schrift. Viele Praxisübungen und ungezählte Beispiele lassen Wegweiser Schrift zu einer vergnüglichen Lektüre werden, die neben keinem Computer fehlen sollte.
(Klappentext)

9. März 2021

Brig, Glis, Brigerbärg, Simplon

Georges Tscherrig: Brig/Glis/Brigerbärg/Simplon,
Rotten Verlag, Visp, 2001
Der vorliegende Band «Brig/Glis/Brigerbärg/Simplon» ergänzt die Publikationsreihe «Erinnern Sie sich», die im Rotten Verlag erscheint. Brig-Glis, so nennt sich seit 1973 die grosse, aus der Fusion der Gemeinden Brig, Glis und Brigerbad hervorgegangene Stadtgemeinde. Die hier wiedergegebenen Ansichten von Brig-Glis stammen zum überwiegenden Teil aus der Zeit, in der die drei vorgenannten Gemeinden noch als selbständige Gemeinwesen ihr Eigenleben führten. Andererseits löste sich Brig 1957 aus der Pfarrgemeinde Glis-Brig und schuf die eigene Herz-Jesu-Pfarrei Brig. Diese Entwicklung ist in der Ausgabe «Erinnern Sie sich» mit einem fotografischen Dokument angedeutet. Es zeigt den Abbruch des Salzhofes, eines lokalhistorisch interessanten Gebäudekomplexes. Er wich dem Neubau der Pfarrkirche Brig. Das herausgegriffene Beispiel verdeutlicht, wie bauliche und gestalterische Massnahmen das frühere Ortsbild verändern.

Zeugnisse aus der Zeit, in der die Postkutschen von Brig aus über die Furka und den Simplon rollten, dominieren diesen Bildband. Bilder aus der Bauzeit des Simplontunnels und Fotos vom aufkommenden Verkehr auf Schiene und Strasse dokumentieren den Wandel im angebrochenen 20. Jahrhundert.

Die Publikation vereint mit den Bildern aus dem Gebiet der heutigen Stadtgemeinde Brig-Glis auch viele frühere Ansichten aus den Dörfern, Siedlungen und Landschaften im weitläufigen Gebiet des Simplons. Wie in Brig markierte der Grosse Stockalper mit dem repräsentativen Spittel auf dem Simplon und mit der trutzigen Suste in Gondo seine Herrschaft am Simplon. Es erwies sich im Nachhinein als eine glückliche Fügung, dass die napoleonische Heerstrasse der friedlichen Nutzung und nicht den Kriegsscharen dienlich war. So verkehrte bereits 1919 das Postauto auf der Simplonstrasse und schuf damit auf schweizerischen Passstrassen eine Premiere. Ein weiteres fotografisches Dokument erinnert an die Versuche im Winter 1931, den eingeschneiten Simplonpass in einem Raupenauto zu queren. Dass auch der Simplonadler in diesen Band gehört, ist naheliegend, ist er doch wohl das schönste Soldatendenkmal im Alpenraum. Der thronende Adler ob der Simplonpasshöhe ist schon längst zum Kennzeichen des Simplons aufgestiegen.
(Vorwort des Autors)

8. März 2021

Der Ehemalige

Arthur Honegger: Der Ehemalige, Huber,
Frauenfeld, 1979
Honegger nimmt in diesem sozialkritischen Roman das Thema der «Ehemaligen» auf: Er beschreibt das Schicksal eines jungen Menschen, der aus einer Erziehungsanstalt in die Gesellschaft mit all ihren Vorurteilen entlassen wird.

«Jede harte Arbeit ist ein Pflasterstein auf dem Weg zurück in die Freiheit.» Das war der Lieblingsspruch des Anstaltsdirektors, den er seinen Zöglingen mit auf den Weg gab. Aber trotz harter Arbeit ist für den jungen Berni Oberholzer dieser «Weg zurück» nicht leicht. In seiner Heimatgemeinde ist er ungern gesehen, und so beginnt er seine Wanderfahrt als Knecht bei gerechten und ungerechten Meistern. Überall holt ihn seine Vergangenheit ein. Er wechselt seine Arbeitsstellen schneller als viele das Hemd. Schliesslich flüchtet er sich in eine seltsame Wohn- und Arbeitsgemeinschaft, die ihm kurze Zeit ein Gefühl der Geborgenheit gibt. Doch dieser Traum einer freien und glücklichen Gemeinschaft löst sich in nichts auf. Jetzt kehrt Berni dem «Knechten» verbittert den Rücken, arbeitet als Küchenbursche und Kellner in der Stadt; das führt ihn unverschuldet fast ins Gefängnis. Nun nimmt er sich vor, nicht mehr in der Fremde, sondern in der engeren Heimat Toleranz und Anschluss an die Gesellschaft zu erzwingen; dies gelingt ihm endlich mit der Hilfe eines Mädchens. Dieser autobiographisch gefärbte Roman ist kein Buch der Rechtfertigung oder der Anklage. Honegger schildert den «Weg nach oben» eines jungen Mannes kritisch und in selbstironischer Beobachtung.
(Klappentext)

BE: Thun, Seftigen, Blumenstein, Schallenberg, Bettenhausen, Huttwil LU: Willisau TG:  Märstetten, Schloss Altenklingen, Lippoldswilen, Kreuzlingen ZH: Bachtel, Tägernau, Gossau Kindlismannsmühle, Hettlingen, Zürich, Grüningen, Wallisellen, Tann, Albis, Hausen, Sihlbrugg, Schweikhof, Wändhüslen, Herschmettlen, Dürnten, Uitikon Mönchaltdorf, Uster, Lieberg D: Konstanz

Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Belletristik»).

7. März 2021

Wässerwasser

Urs Augstburger: Wässerwasser, dtv,
München, 2012
Die Walliser Alpen nach der Klimaerwärmung: Die letzten Gletscher sind geschmolzen, ein weiterer Dürresommer hält Natur und Mensch im Griff, die Luft über dem Plontal flirrt. Nur im Schutz des Flischwaldes sind die Temperaturen erträglich. Doch selbst dort, im Luxusresort «Eden», bricht Unruhe aus: Die Besitzerfamilie Bohrer wird erpresst. Unbekannte drohen, die Wälder um «Eden» in eine Flammenhölle zu verwandeln. Ihre Forderung: Zugang zu den Wassern von Plon.

Die fieberhafte Suche nach einem Ausweg führt die Bohrers zurück in die Gründerzeit des Resorts. Gewitter um Gewitter suchte damals den Flischwald heim, die Gletschermoränen gerieten ins Rutschen, der Ausbruch des Gletschersees drohte. Das Wissen um alte Technologien und der Respekt vor der Welt der Mythen und Sagen verhinderten damals die Katastrophe.
Jetzt, Jahrzehnte später, besinnen sich die Bohrer-Nachkommen endlich auf dieses Wissen der Ahnen, doch da läuft das Ultimatum der Erpresser bereits ab.

Urs Augstburger inszeniert in der Familiensaga «Wässerwasser» den Kampf der Menschen gegen eine entfesselte Natur. Motive aus den beiden bisherigen Bergromanen «Schattwand» und «Graatzug» führen die Geschichte aus der Vergangenheit in die Zukunft.
(Inhaltsangabe zum Buch)

6. März 2021

Unsere Kirche

Diverse Autoren: Unsere Kirche, Kirchgemeinde
Jenaz/Buchen, 2013
Das Buch will mitnehmen zur Kirche unseres Dorfes, zu unserer Kirche. Es erzählt «die Geschichte vom Jenazer Gotteshaus» ebenso wie persönliche «Geschichten» verschiedener Gemeindemitglieder. Berichtet wird von der geheimnisvollen «Begegnung mit einer Unbekannten», die hier zu Hause ist. Und weil die Predigt zu den Hauptgeschehnissen in diesem Raum gehört, darf auch hier eine solche nicht fehlen: Besinnung über «eine Liebeserklärung». Bilder vom früheren Äusseren der Kirche oder von leicht zu übersehenen Details ihres heutigen Erscheinungsbildes runden das Buch ab, das anlässlich der bevorstehenden Renovation erscheint. (Klappentext)

5. März 2021

Durchs Obergoms

Diverse Autoren: Durchs Obergoms,
Vereinigung «Inns Obergoms», 1987
Der kulturhistorische Wanderweg «Durchs Obergoms» will zu markanten wie versteckten Punkten der Obergommer Siedlungs- und Kulturlandschaft hinführen und dabei hervorragende wie typische Äusserungen der Kulturgeschichte dieser Region sichtbar machen und entschlüsseln. Nicht bloss, was unmittelbar sichtbar ist, ist dabei Gegenstand der Auseinandersetzung, sondern auch das, wofür dieses Scihtbare zeichenhaft steht: die Kirchenausstattung als Spiegel barocken Geistes, das Ortsbild als Ergebnis diktierender Naturgewalten, der Nutzbau als sichtbarer Ausdruck von Selbstversorgung und Gemeinschaftssinn. (Klappentext)

4. März 2021

Chinesische Scherenschnitte

Jörg Weigand (Herausgeber): Chinesische
Scherenschnitte, Heyne, München, 1983
Träume aus Papier, bemalt, farbgetränkt, goldumrandet oder geklebt – das sind die herrlichen Scherenschnitte, die im Reich der Mitte gefertigt werden. Die schönsten, ergänzt mit ausführlich kommentierenden Texten, vereinigt dieses erlesen ausgestaltete Bändchen: Ausdruck der Lebensfreude, aber auch der besinnlichen Weisheit eines der ältesten Kulturvölker der Erde. (Klappentext)

3. März 2021

Die Eisenbahn

Wolfgang Minaty (Herausgeber):
Die Eisenbahn, Insel Verlag, Frankfurt, 1984
«Ich sitze in meinem Zug wie in meinem Schicksal», schrieb einst Joseph Roth. In unzähligen Gedichten, Prosastücken, Dramen und Hörspielen ist die Eisenbahn Gegenstand literarischer Auseinandersetzung. Obwohl die Eisenbahn in der deutschen Literatur eine einzigartige Rolle spielt, und zwar von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in unsere Tage, ist es verwunderlich, dass dieses Motiv bislang so wenig beachtet worden ist. Nun liegt die umfassendste Anthologie deutschsprachiger Literatur zum Thema Eisenbahn vor, die es je gegeben hat. Mit bekannten, aber auch faszinierend unbekannten Texten von Chamisso und Goethe über Fontane, Kafka und Benn bis zur Kaschnitz wird ein ganz neues Kapitel der deutschen Literatur aufgeschlagen. Die Anthologie ist kein Geschichtsbuch, noch weniger ein Geschichtenbuch, dennoch spiegelt sich in den sorgfältig ausgewählten Texten aus über 150 Jahren die Technik als historisch erfahrbare Kategorie, als Prozess, der vielfältige und tiefgreifende Auswirkungen auf das soziale wie individuelle Leben des Menschen gehabt hat. Wirklichkeitsbeschreibung und Entwurf einer anderen Wirklichkeit stehen eng beieinander. Die Eisenbahn steht für Fortschrittsgläubigkeit bis hin zur närrischen Verzückung, mit ihr oder durch sie wird aber auch Skepsis wach bis hin zum Trauma. Man liest die Anthologie, als sässe man im Zug der Zeit. (Inhaltsangabe im Buch)

2. März 2021

Krieg

Janne Teller: Krieg, Hanser, München, 2011
Janne Teller wagt erneut ein eindringliches Gedankenexperiment: Sie macht uns klar, was es bedeutet, Kriegsflüchtling zu sein – durch einen schlichten Wechsel der Perspektive. (Klappentext)

1. März 2021

Die Spirale – Etappe 4

In Grün, die bereits zurückgelegte Strecke; in Rot, die bevorstehende Route.
Das war die 4. Etappe meiner Spiralwanderung aus dem Zentrum der Berner Altstadt hinaus ins Um- und Hinterland: Gümligen – Bümpliz. Ein ästhetisches Wechselbad der Gefühle, mit der unnötigen Beigabe einer mittelmässigen Bise, die zum Glück – Routenplanung sei Dank – meist von hinten oder leicht seitlich an mir abprallte. Ein paar Eindrücke von vielen gibt es hier.