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6. August 2026

Der böse Trieb

Alfred Bodenheimer: Der Böse Trieb,
Kampa, Zürich, 2021
Eigentlich hat Rabbi Klein in seiner Zürcher Gemeinde genug zu tun, doch als in Inzlingen kurz hinter der deutschen Grenze der Zahnarzt Viktor Ehrenreich erschossen wird, fühlt sich Klein zu einem Kondolenzbesuch bei dessen Ehefrau Sonja verpflichtet. Schliesslich kannte er den Toten gut: Jedes Jahr zu Beginn des Monats Elul hat er eine «Sichat Nefesch», ein Seelengespräch, mit ihm geführt. Steht der Mord mit den Eheproblemen der Ehrenreichs in Verbindung? Oder hat er mit der Mussar-Bewegung und Viktors regelmäßigen Reisen in den Kongo zu tun? Und welche Rolle spielt Sonjas Freundin Anouk Kriesi, die mit ihrem Mann einen dubiosen Youtube-Kanal unterhält? Klein beginnt auf eigene Faust zu ermitteln – nicht nur, weil er den zuständigen Kommissar Unmüssig nicht ausstehen kann, sondern auch, um sich nicht mit seinen eigenen Problemen beschäftigen zu müssen: Er hat sich so mächtige Feinde gemacht, dass ihm ein Berufsverbot droht. Das Schlimmste aber ist, dass Rivka wütend auf ihn ist: Denkt Klein zwischen seinen ganzen Verpflichtungen vielleicht auch mal an seine Frau und seine Töchter? (Klappentext)

AG: Rheinfelden, Möhlin, Würenlos BS: Eiserne Hand, Stadt Basel, Riehen GR: Arosa ZH: Stadt Zürich D: Inzlingen, Lörrach, Rheinfelden, Bad Bellingen, Freiburg i.Br., Frankfurt a.M. CD: Lubambashi IL: Tel Aviv

10. Juli 2026

Kirchweihmord

Friederike Schmöe: Kirchweihmord,
Gmeiner, Messkirch, 2005
Mordsstimmung und Aufregung in Bamberg. Kurz vor der Sandkirchweih, dem berühmten Volksfest der Stadt, treibt eine Tote im Fluss. Beunruhigend ist, dass die junge Frau an einer Ricin-Vergiftung gestorben ist.

Privatdetektivin Katinka Palfy, gerade mit der Suche nach einer verschwundenen Ehefrau beauftragt, vermutet einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen und ermittelt fieberhaft in alle Richtungen. Da ereignet sich ein weiterer Todesfall. Am Kirchweihfreitag stirbt ein Mann im Gedränge der Altstadt. Wieder war Ricin im Spiel. Und an der Tür ihrer Detektei klebt ein Erpresserbrief: Wenn sie ihre Ermittlungen nicht einstellt, wird Bambergs grösste Sause ein giftiges Desaster erleben. Katinka steht unter Druck: Vor dem beliebten Fischerstechen am Kirchweihsonntag muss sie die Karten der Verdächtigen neu gemischt haben …
(Inhaltsangabe im Buch)

D: Bamberg (Hauptschauplatz), Schesslitz

28. Juni 2026

Caspar

Beate Rothmaier: Caspar, Nagel & Kimche
München/Wien, 2005
Widerwillig nimmt die Schwanenwirtin Kreszenz Borst den Jungen bei sich auf, der in ihrer Schankstube von seiner Mutter und dem Stiefvater zurückgelassen wurde. Er heisst Caspar und trägt einen Zettel um den Hals: ‹Vom Bortzlanmacher Schwartz, Wellische Schweiz›. Aber auf Dauer will die Wirtin Caspar nicht umsonst beherbergen. Sie spricht beim Amtmann Bräm in Exenheim vor, zumal bald schon gemunkelt wird, der Schwartz habe dort Geld hinterlegt.

Aber der Amtmann hat andere Pläne. Caspar kommt zum Bauer Melcher auf den Hof, der kriegt Kostgeld für den Jungen, lässt seine Wut aber trotzdem an ihm aus. Mit Hilfe seiner Freundin Karolin gelingt Caspar Jahre später die Flucht. Porzellanmaler will er werden, wie sein Vater, und er schafft es, in der Porzellanfabrik als Ausputzer angestellt zu werden. Eines Tages steht er seinem Vater leibhaftig gegenüber.

Mit furiosem Tempo und Wortgewalt gestaltet Beate Rothmaier das vergessene, historisch verbürgte Schicksal eines Findelkinds aus dem 18. Jahrhundert zu einem grossartigen Roman.
(Klappentext)

D: Schrezheim und Umgebung (Hauptschauplatz), Ludwigsburg, Jagst (Fluss)

25. Juni 2026

Pietr der Lette

Georges Simenon: Pietr der Lette,
Diogenes, Zürich, 2008
«Kriminalkommissar Maigret von der Ersten Mobilen Einsatztruppe hob den Kopf.» Mit diesem Satz betritt der unvergessliche Kommissar Maigret die Bühne der Weltliteratur.

Pietr der Lette ist der erste namentlich gezeichnete Maigret-Roman von Georges Simenon. Er entstand 1929 im Hafen von Delfzijl, Holland, an Bord seiner kleinen Yacht ‹Ostrogoth›.

In diesem Roman, der in Fécamp, Paris und Bremen spielt, soll Maigret eigentlich nur einen Mann am Bahnhof abholen, der ihm aber schon bei der Ankunft entwischt. Minuten später wird im selben Zug die Leiche eines anderen Reisenden gefunden …, und der sieht dem ersten Reisenden zum Verwechseln ähnlich.
(Klappentext)

F: Paris, Fécamp D: Bremen

4. Juni 2026

Deutschlands Nebenbahnen

Gerhard Bank: Deutschlands Nebenbahnen, Kosmos, Stuttgart, 1997
Das Gesicht der Eisenbahn wird sich durch die fortschreitende Modernisierung und Umstrukturierung sowie die Beschaffung einer neuen Fahrzeuggeneration im beginnenden 21. Jahrhundert entscheidend wandeln. Vor allem der Personen- und Güterverkehr auf den Nebenbahnen in strukturschwachen Regionen ist hiervon betroffen. Regioliner, Regioshuttle und andere moderne Konstruktionen lassen die letzten vertrauten Weggesellen wie Schienenbusse und V-100-Baureihen – sofern sie nicht bereits aus dem Betriebsdienst verabschiedet sind - nach und nach auf das Abstellgleis rollen.

Noch einmal führt eine beschauliche Reise «abseits der Magistralen» über die oftmals stillgelegten oder privatisierten Regelspurgleise der deutschen Staatsbahnen und durch die letzten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

Eine beeindruckende Auswahl von 145 Farbfotos aus den Archiven bekannter Eisenbahnfotografen präsentiert sich dem Leser: Mehr als 25 verschiedene Triebfahrzeuggattungen, darunter die Akkutriebwagen der Baureihen 515 und 51 7, die «Eierköpfe» 612/13, Klein - und Rangierlokomotiven, die Diesellokbaureihen 118, 119, 120 und 132 der DR, die Altbau- Elloks E 18, E 44, E 44.5, E 69 und E 94 spiegeln eine vergangene Vielfalt wider. Der Einsatz der rekonstruierten Reichsbahndampflokomotiven der Baureihen 50 und 52 wird mit besonders ausgesuchten Bildern dokumentiert. Darüber hinaus zeigt sich eine intakte Infrastruktur in der Fülle ihrer Erscheinungsformen: Signalbrücken und Flügelsignale, Schrankenposten und Bahnhöfe in klassischer Eisenbahnarchitektur.

Übergaben, Nahgüter- und Umleiterzüge bis hin zum letzten GmP der DB AG, Reko-, Umbau- und Altbaureisezugwagen erinnern an einen abwechslungsreichen Eisenbahnalltag, wobei auch der Übergang zur neuen Eisenbahn aufgezeigt wird.

Der Betrachter erlebt die Eisenbahnlandschaft der Küstenregionen von Nord- und Ostsee, der norddeutschen Tiefebene, der Mittelgebirge bis zu den Alpen und dem Oberlauf der Donau im Wandel der vier Jahreszeiten.

Viele der Aufnahmen sind mittlerweile historisch und somit ein Zeugnis einer ausklingenden Epoche. Ausführliche Bildtexte geben detaillierte Informationen über Triebfahrzeuge, Eisenbahnstrecken, das Umfeld der Eisenbahn und die kleinen Erlebnisse am Schienenstrang.
(Klappentext)

20. Mai 2026

Im grossen Stil

Claus-Ulrich Bielefeld, Petra Hartlieb:
Im grossen Stil, Diogenes, 2015
Im Kunsthandel trifft man auf interessante Figuren: besessene Sammler und geldgierige Agenten, grossspurige Mäzene und eitle Kuratoren, dreiste Fälscher und einfache Diebe. Als ein Wiener Kunstgutachter und ein Berliner Sammler fast zeitgleich ermordet werden, müssen Inspektor Anna Habel und Kommissar Thomas Bernhardt dieses schillernde Ambiente gemeinsam durchleuchten. Hier weiss keiner mehr, was echt und was falsch ist. Ob es sich um Bilder oder um Gefühle handelt: Niemandem ist zu trauen. Und dabei ist Frühling – die Sonne strahlt, und die Welt zeigt sich so verführerisch, dass es Anna Habel und Thomas Bernhardt schwerfällt, ihre sieben Sinne beisammenzuhalten. (Klappentext)

D: Berlin und Umgebung A: Wien und Umgebung

8. April 2026

Verweile doch!

Arnold Kübler: Verweile doch! Ex Libris,
Zürich, 1974
«Belächle die Hatz und die Hetz und den Stress und die Fitness … Erfahre dich selbst» – der Feder- und Wortkünstler Arnold Kübler zeigt, wie er die Welt sieht.

«Ich beginne mit dem Schauen, mit dem Augenerlebnis», versichert Arnold Kübler. Seine meist heiteren Berichte und Zeichnungen, die er seit 1970 in den Sonntagsausgaben der «Neuen Zürcher Zeitung» veröffentlichte und nun seinen Freunden in Buchform vorlegt, sind keineswegs nur illustrierte Texte; sie sind vielmehr eigenständige zeichnerische Beobachtungen, denen der Text nur zufügt, was sich aus dem Gezeichneten nicht ablesen lässt. Freilich ein Text, der die Gedanken des Lesers ebenso verführt wie die Zeichnungen das Auge des Betrachters.

Da ist von den Umständen die Rede, unter denen die jeweilige Zeichnung entstand, von Begegnungen mit verständigen und unverständigen Menschen, von der Vergangenheit und vom Schicksal der Orte, überhaupt von allem, was Orte, Menschen und Dinge preisgeben, wenn man, wie Arnold Kübler, die innere Ruhe hat, zu verweilen. Auf verborgene Schönheiten hinweisend, lächelnd oder provokativ auf etwas deutend, Stimmungen einfangend oder neugierig beobachtend zieht der schreibende Zeichner oder zeichnende Schreibende durch die Welt. Und die Welt ist alles, was seine wache Aufmerksamkeit zu fesseln vermag: das Fabrikgelände in Zürich-Oerlikon ebenso wie Sizilien, das Bündnerland ebenso wie Dresden oder Frankreich.

«Verweile doch!» ist eine Aufforderung an die Zeitgenossen, vielleicht sogar eine Beschwörung, an den Wundern dieser Welt nicht achtlos vorüberzuhasten.
(Klappentext)

27. März 2026

Weggehen ehe das Meer zufriert

Laure Wyss: Weggehen ehe das Meer
zufriert, Limmat, Zürich, 1994
Ihre Zeit bewunderte und verachtete Königin Christina gleichermassen; und ihre vielen späteren Interpreten sehen sie als umstrittene Persönlichkeit: ein Leben zwischen Stolz und Tragik. Diese hervorragende Frau, privilegiert durch Geburt und Erziehung, ausgestattet mit strahlenden Geistesgaben, ist nicht loszulösen von den Händeln und heftigen Auseinandersetzungen der barocken Epoche.

Ist die Frage beantwortet, aus welch tiefem Grund die schwedische Königin ihre schwerwiegenden Entscheide traf? Wir notieren ihre Unternehmungen, wir sehen ihre Gestalt, ihr Gesicht, doch kennen wir ihre Seele?
(Klappentext)

21. März 2026

Schwarze Erde

Jens Mühling: Schwarze Erde, Rowohlt,
Reinbek bei Hamburg, 2016
Ein Jahrtausend lang lebten die Ukrainer zwischen Grenzen, die sich unter ihren Füssen stetig verschoben; mal zu Polen, mal zu Österreich und Litauen, schliesslich zu Deutschland und dann zur Sowjetunion gehörten. Und die nun wieder in Bewegung geraten sind. Als Staat existiert die Ukraine erst seit 1991; was sie vorher war, ist unter ihren Bewohnern so umstritten wie unter ihren europäischen Nachbarn. Jens Mühling erzählt von Begegnungen mit Nationalisten und Altkommunisten, Krimtataren, Volksdeutschen, Kosaken, Schmugglern, Archäologen und Soldaten, deren Standpunkte kaum unterschiedlicher sein könnten. Sein Buch schildert ihren Blick auf ein Land, über das wir kaum etwas wissen – obwohl es mitten in Europa liegt. Und das nun der Schauplatz eines brutalen Angriffskriegs ist. (Inhaltsangabe zum Buch)

15. März 2026

Schwarzwald-Himmel

Bernd Leix: Schwarzwald-Himmel, Gmeiner,
Messkirch, 2018
Beim Wandern im nördlichen Schwarzwald möchte Oskar Lindt, der oberste Karlsruher Mordermittler, herrliche Natur und kulinarische Köstlichkeiten geniessen, doch selbst im Urlaub stolpert er über Leichen. Ein lebloser Körper im kalten Wasser der Murg. Unfall oder Gewalttat? Ist der Bauer alkoholisiert von der Brücke gestürzt oder hat ihm bereits zuvor jemand den Schädel eingeschlagen? (Klappentext)

D: Baiersbronn, Wanderhütte oberhalb von Schwarzenberg, Oberes Murgtal, Bahnstation Schönmünzach, Heselbach, Heselbacher Hof, Freudenstadt, Kniebis, Stöckerkopf, Sankenbachtal, Murg, Ruhestein, Hinterlangenbach, Euting-Grab über dem Wildsee, Wildsee, Nationalpark Schwarzwald, Forsthaus Auerhahn, Zwickgabel, Schönmünzach, Kienberg bei Freudenstadt, Berghütte Lanterbad, Huzenbachsee, Ellenbachsee, Mitteltal, Reichenbachtal, Weisenbach, Klosterreichenbach, Café Erle in Klosterreichenbach, Röt, Zimmerplatzhütte bei Klosterreichenbach, Heselbacher Hütte

6. März 2026

Seeluft

Friedrich Dönhoff: Seeluft, Diogenes,
Zürich, 2013
Zwischen den Aktivisten von Ökopolis und der Hamburger Reederei Köhn herrscht Streit. Den einen geht es um die Umwelt, den anderen um ihre Konkurrenzfähigkeit. Als am Fischmarkt die Leiche eines Reeders gefunden wird, nimmt Kommissar Sebastian Fink die Ermittlungen auf. Der Fall führt ihn zu einem verbitterten Manager in einem modernen Glaspalast hoch über dem Hafen, zu einer sportbesessenen Witwe auf dem Land und zu einem frischverliebten Studentenpaar in St. Pauli. Sebastian hat alle Hände voll zu tun, als eines Morgens unverhofft seine Großmutter vor der Tür steht – und ihn mit einem gut gehüteten Familiengeheimnis konfrontiert. (Klappentext)

D: Hamburg, Bönningstedt, Brunsbüttel

28. Februar 2026

Der Weg ist mein Zuhause

Philipp Fuge: Der Weg ist mein Zuhause,
Knesebeck, München, 2021
272 Tage zu Fuss unterwegs, über 6500 Kilometer und 35 Breitengrade durch sieben Länder: Was für viele Wanderer ein Traum bleibt, hat Philipp Fuge in die Tat umgesetzt. Er durchquert Europa vom südlichsten Festlandszipfel in Tarifa in Spanien bis hin zum Nordkap in Norwegen, quer durch alle Klimazonen und Jahreszeiten. Während im spanischen Januar der Winter zum Frühling wird, wähnt sich Philipp im norwegischen Spätsommer schon tief im Herbst.

Die Route führt ihn von Spanien nach Frankreich durch Deutschland, Dänemark, Schweden und Finnland bis an sein Ziel in Norwegen. Er spricht kein Spanisch und auch kein Schwedisch, ist fünf Monate auf dem Weg Richtung Norden vollkommen auf sich allein gestellt, aber Sprache ist beim Wandern kein Problem. Philipp Fuge trifft auf seinem Weg viele herzliche Menschen, die seine Reise einzigartig machen. Er erspürt die Eigenheiten der Länder und Regionen und die Besonderheiten der Landschaften, die er durchwandert. Auch die Schönheit der Natur lernt er durch seine entschleunigte Fortbewegung wieder viel mehr zu schätzen. Dass er bei dieser Wanderung kein einziges Mal seinen Pass vorzeigen muss, macht seine Reise aber auch zu einem Plädoyer für ein Europa ohne Grenzen
. (Inhaltsangabe zum Buch)

10. Februar 2026

Auf dünnem Eis

Jürgen Graeser, Auf dünnem Eis, Herder,
Freiburg i.Brsg., 2008
Jürgen Graeser ist kein Abenteurer. Er ist Wissenschaftstechniker am Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung in Potsdam. Doch in diesem Winter (2007/08) kommt etwas Besonderes auf ihn zu. Sieben Monate campiert Graeser mit zwanzig russischen Kollegen auf einer Driftstation, einem Hüttendorf auf einer Eisscholle mitten im Nordpolarmeer. Er erlebt die lange Polarnacht, kämpft gegen die Widrigkeiten eines Alltags, der alles andere als alltäglich ist, wird vom Eisbären überrascht und erkennt, dass die Arme der Bürokratie bis tief in die Arktis reichen. Ein spannender Bericht über das Leben und die Arbeit auf der Scholle, direkt vom Ende der Welt. (Klappentext)

4. Februar 2026

Teufelsfrucht

Tom Hillenbrand, Teufelsfrucht,
Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2011
Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschliesst der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stösst er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein und erkennt, was auf dem Spiel steht. (Klappentext)

PNG: Aramia-Ebene L: Stadt Luxemburg (Hauptschauplatz) F: Flughafen Charles-de-Gaulle, Paris, Châlons-en-Champagne, St-Martin-aux-Champs, Grand Étang du Roi, Lyon D: Hohenheim b. Stuttgart, Bitburg I: Aostatal GE: Stadt Genf, Genfersee ZH: Stadt Zürich

29. Januar 2026

Nordwärts

Silvia Furtwängler: Nordwärts, Rowohlt,
Reinbek b. Hamburg, 2015
Auswandern, im Einklang mit der Natur leben, bei sich selbst ankommen – Silvia Furtwängler hat sich diesen Traum erfüllt. auf den Spuren Roald Amundsens reiste sie 2008 nach Norwegen, in die grösste Hochebene Europas, und blieb – überwältigt von der unglaublichen Schönheit der Natur. Seitdem lebt sie mit ihrer Familie und ihren Schlittenhunden in einem Häuschen am See, ist oft wochenlang durch Schnee und Eis von der Aussenwelt abgeschnitten, aber glücklich. Hier bereitete sie sich auch mit ihren Hunden auf eine aussergewöhnliche Expedition vor, den Volga Quest: 600 Kilometer auf der zugefrorenen Wolga mit dem Schlitten durch Russland. Von sieben Teilnehmern ist sie die einzige Frau – und nur sie gelangt ins Ziel. (Klappentext)

23. Dezember 2025

Retro 2025 – 8

Als ich am 5. August nach gut 20 Kilometern bei dem im Bild ersichtlichen Hohe-Wart-Haus im schönen Spessart ankam, war alles verriegelt und verrammelt. Meine Hoffnung, hier Wasser fassen zu können, um mir hernach irgendwo im Wald ein Plätzchen für die Nacht zu suchen, zerschlug sich nach genauster Inspektion der mitten im Wald gelegenen Schenke. Was tun? Ich konsultierte meine Karte und entdeckte in 1,3 Kilometer Entfernung den Erlenbrunnen. Etwas abseits des Weges zwar, aber egal, Hauptsache Wasser. Doch dieser Erlenbrunnen entpuppte sich als längst nicht mehr existent.

So blieb mir nichts anderes übrig, als in das 8 Kilometer entfernte Waldaschaff zu gehen, einem Dorf mit Friedhof und ergo auch Wasser. Auf halber Wegstrecke hielt ich Rast und stärkte mich mit einem verbliebenen halben Liter Isodrink und einem Müsliriegel, ein halbes Jahr über dem Verfalldatum, der aber in dieser besonderen Situation herrlich mundete. Besagter Friedhof verfügte denn auch über das erhoffte Nass, ehe es in den über dem Ort gelegenen Wald ging, wo ich in einer halboffenen Schutzhütte nach mehr als 30 zurückgelegten Kilometern einen wunderbaren Schlafplatz fand.

22. November 2025

Halali

Ingrid Noll: Halali, Diogenes, Zürich,
2017
Natürlich sind Karin und Holda auf Männerjagd, schliesslich wollen sie nicht alleine bleiben. Doch auch auf sie wird Jagd gemacht: Eine ganz besondere Sorte Romeos ist im Bonn der Nachkriegszeit im Einsatz. «Halali» – das Sekretärinnendasein wird zum Abenteuer, der graue Alltag ist vorbei. Wehe dem, der ins Visier gerät. (Klappentext)

D: Bonn und Umgebung (Hauptschauplatz), Eifel

2. November 2025

Sansibar oder der letzte Grund

Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte
Grund, Diogenes, Zürich, 1970
1937 findet in dem Ostseestädtchen Rerik eine Gruppe von Leuten zusammen: der kommunistische Funktionär Gregor, die Jüdin Judith, der Fischer Knudsen, sein von Sansibar träumender Schiffsjunge und der Pfarrer Helander. Jeder für sich und gemeinsam für die bedrohte Skulptur «Der lesende Klosterschüler» von Ernst Barlach haben sie nur ein einziges Ziel: Deutschland zu verlassen. «Sansibar oder der letzte Grund», 1957 als erster Roman Anderschs erschienen, ist ein moderner Klassiker. (Klappentext)

D: Rerik (teilweise fiktiv), Ostsee S: Skillinge

30. September 2025

Ein anständiger Bürger hat einen Briefkasten

Raeto Meier: Ein anständiger Bürger hat
einen Briefkasten, Cosmos, Muri, b. Bern,
2005
Sommer 1975: Gemüse und Hanfstauden gedeihen prächtig in Meiers Garten. Als Arbeitnehmer in der Landwirtschaft hat Meier weniger Glück. Schon am ersten Arbeitstag wird er zum Boss bestellt, der nimmt seinen Stumpen aus dem Mund, spuckt auf den Boden und meint, Meier solle verschwinden.

November 1975: Die Kiffer nennen sich Freaks, tragen Afghanjacken, geblümte Hosen und Blusen in allen Farben und Haarbänder, damit beim Chillumrauchen die Haare nicht anbrennen. Im Café Uhu an der Speichergasse in Bern entdeckt Meier eines Abends mitten im Haschischqualm eine anmutige junge Frau mit schwarzen Locken und wunderbar klaren Augen.

3. August 1976: Zwei Fahnder der Stadtpolizei verhaften Meier in Berns Harlem am Langmauerweg. Er hat den Militärpflichtersatz von Fr. 336.60 nicht bezahlt. Weil er behauptet, er sei der Anwärter auf den Thron Israels, beendet er den Tag mit Griessköpfli und Himbeersirup in der Psychiatrischen Klinik in Münsingen.
(Klappentext)

BE: Gurbrü, Stadt Bern, Worb, Richigen, Langnau i.E., Psychiatrische Klinik Münsingen FR: Fräschels, Kerzers NL: Amsterdam D: Lörrach, Frankfurt a.M.

16. September 2025

Schnapsdrosseln

Sabine Trinkaus: Schnapsdrosseln,
Emons, Köln, 2013
Eigentlich will sich Jupp Nettekoven etwas Gutes tun, als er durch das lauschige Naturschutzgebiet am Stadtrand geht. Leider hat er die Rechnung ohne Dackel Pollux gemacht, denn der führt ihn geradewegs zu einer Leiche am Bachufer. Bernd Nolden wurde erschlagen, sein ehemaliger Freund und Geschäftspartner ist auf der Flucht. Der Fall scheint klar. Und eigentlich hat Britta Brandner ohnehin die Nase voll vom Ermitteln. Trotzdem finden sie sich mit Bulldogge Louis unversehens in Undercover- Mission wieder. Sie ahnt nicht, dass sie damit Teil eines gefährlichen Spiels wird, das mit Noldens Tod gerade erst begonnen hat.

Krumme Hunde und schräge Vögel, chaotische Liebesbeziehungen und mörderischer Hass – ein Kriminalroman voller Witz, Spannung und Tiefgang. (Klappentext)

Zum Begriff «Schnapsdrossel»
Schnapsdrossel ist eine scherzhafte Bezeichnung für einen Schnapstrinker oder Alkoholiker. Auch ein Mensch, der für ein paar Schnäpse Verdächtige oder Täter verrät, wird als Schnapsdrossel bezeichnet. Der Begriff wurde vermutlich im späten 19. Jahrhundert gebildet. Schnaps entstand bereits im 18. Jahrhundert aus dem gleichlautenden niederdeutschen Wort für «Schluck». Mit Drossel ist nicht der Singvogel Drossel gemeint, sondern die Kehle, für die früher Drossel ein geläufiges Wort war (erhalten in erdrosseln). Einer anderen, wohl falschen Erklärung nach soll der Begriff dem Namen der Wacholderdrossel nachgeahmt sein. Eine vergleichbare Bezeichnung mit derselben Bedeutung ist Schluckspecht.

D: Bonn und Umgebung