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11. November 2025

Der Übergang in die Pensionierung

René Riesen: Der Übergang in die Pensionierung,
Eigenverlag, 2011
Die mentale Vorbereitung auf die Schlussphase der Arbeit, den Übergang in die Pensionierung und die Lebensgestaltung nach der Pensionierung sind das Anliegen der folgenden Ausführungen. Diese sollen Anregung sein und «anstossen» im Sinne von «in Bewegung bringen». Es geht nicht um Ratschläge, was man tun sollte, sondern es ist eine Schilderung, was Menschen beim Übergang in die Pensionierung denken, fühlen und tun.

Niemand – wirklich niemand – hat ein moralisches oder politisches Recht, Pensionierten vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, vielleicht mit Ausnahme einer einzigen Empfehlung: «Überlege dir, wie du nach der Pensionierung aus deinem Innersten heraus leben möchtest, und entscheide dann, was von diesen Wünschen und Vorstellungen du auf welche Art und Weise in dein Leben umsetzen willst und kannst.» Aber auch die Absicht die Lebensqualität nach der Pensionierung zu steigern, ist dem freien Ermessen des einzelnen überlassen. (Klappentext)

6. Oktober 2025

Ingenieure der Kartenkunst

Lorenz Hurni, Martin Raubal, Thomas Eichenberger, Christian Häberling, René Sieber:
Ingenieure der Kartenkunst, ETH Zürich, Institut für Kartografie und Geoinformation, Zürich, 2025


Das Institut für Kartografie und Geoinformation der ETH Zürich feierte Anfang September sein 100-Jahre-Jubiläum mit einem Symposium für Fachleute. Eine Festschrift gibt vertiefte Einblicke in 170 Jahre Kartografie an der Hochschule und richtet sich auch an Laien, die sich für Kartenkunst und gut erzählte Geschichte(n) interessieren.

Ob Google Maps, eine Wanderkarte oder ein Weltatlas: Wir nutzen diese Werke im Alltag, um uns zu orientieren oder zu informieren. Dass Karten aber auch eine politische Komponente haben, rief uns jüngst die von einem Staatspräsidenten angeordnete Namensänderung des «Golfs von Mexiko» in «Golf von Amerika» in Erinnerung.

Der Schweizer Weltatlas, dem viele von uns im Schulunterricht zum ersten Mal begegnet sind, beschreibt die Karte als Resultat eines Interpretations-, Klassierungs- und Abstraktionsprozesses. Daraus geht bereits hervor, dass eine Karte immer auf subjektiven Entscheiden basiert.

Erfrischend subjektiv ist auch die Festschrift «Ingenieure der Kartenkunst» abgefasst, die das Institut für Kartografie und Geoinformation der ETH Zürich anlässlich seines 100-jährigen Bestehens herausgegeben hat. Hauptautor Lorenz Hurni, der aktuelle Professor für Kartografie an der ETH Zürich, und seine Mitautoren scheuen sich nicht vor Einordnungen und klaren Aussagen, was das Werk lebendig und lesenswert macht.

Geprägt ist das Werk durch die Feststellung, dass die Kartografie an der ETH immer wieder von einer Marginalisierung bedroht war. Entsprechendes Gewicht erhält die Institutsgründung, auch wenn diese hauptsächlich auf Pinsel und Farbe beruhte. Doch dazu später.

Das Gewicht, das die Autoren dem Institut beimessen, kommt in den beiden Untertiteln der Festschrift zum Ausdruck, die eigentlich zwei Jubiläen antönen. «100 Jahre Institut für Kartografie und Geoinformation» bezieht sich auf das «richtige» Jubiläum, umfasst aber nur vier der bisher sechs ETH-Professoren am Institut. Der zweite Untertitel «170 Jahre Kartografie an der ETH Zürich» macht deutlich, dass das Werk die ganze Zeit seit der Gründung der Hochschule abdeckt.

Die Geschichte der Kartografie ist ein wichtiger Teil der Geschichte der ETH Zürich. So erfährt man viel über die Gründung des Polytechnikums im Jahre 1855 und seine Funktionsweise über die ganzen Jahre. Die Festschrift liefert – immer mit dem Fokus auf die Kartografie und Geoinformation – generelle Einsichten darüber, wie Professoren berufen wurden (und werden), wie die Hochschule in den verschiedenen Epochen organisiert war und welche Faktoren zu Anpassungen von Lehrinhalten führen.

Details zu Berufungen, zur Ausstattung von Professuren, der Suche nach Drittmitteln, aber auch zu Rivalitäten unter den Wissenschaftlern machen die Lektüre kurzweilig. Zudem bietet die Festschrift Informationen über die Herkunft und Interessen der Professoren. Nicht nur im Text, sondern auch in Form von Karten, Zeichnungen und Fotos. Quelle: ETH-News

Das wunderbare Werk kann auf der Website der ETH-Bibliothek auch kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

16. Juli 2025

Praden

Yvonne Léger + Katharina Krauss-Vonow:
Praden, Ex Libris, Zürich, 1984
Praden im Kanton Graubünden, unweit der Hauptstadt Chur, in einem Seitental gelegen. Im Dorf auf 1167 Metern Meereshöhe lebt ein halbes Hundert Menschen.

Wer sind diese Einwohner, wie leben sie, was bewegt sie, wie sehen sie ihre Zukunft? In mehr als einjähriger Arbeit sind subtile Portraits entstanden, mit Worten der Journalistin Yvonne Leger und Bildern, der Fotografin Katharina Krauss-Vonow.

Gerade die intensive Nähe der beiden Autorinnen zu Praden hat zur Erkenntnis geführt, dass der Ort Modellcharakter hat. In diesem Buch sind Lebensgeschichten enthalten, die eine Melodie bilden. Der Blues der Bergdörfer. Melancholisch, etwas traurig und versponnen, aber nicht ohne Hoffnung.
(Klappentext)

3. September 2024

Eiger – Die vertikale Arena

Daniel Anker: Eiger – Die vertikale Arena,
AS Verlag, Zürich, 1998
Der Eiger ist der berühmteste Berg in den Alpen. Seine berüchtigte Nordwand ist nicht nur eingefleischten Bergsteigern bekannt als Schauplatz ungezählter Bergtragödien und -triumphe. 60 Jahre nach der Erstbesteigung zieht diese Bergmonographie Bilanz über die bisherigen Ereignisse in der Wand.

Wie eine Arena aus Fels und Eis thront die 1800 m hohe Nordwand des Eigers über den Alpwiesen und Berggasthäusern von der Kleinen Scheidegg und von Alpigeln oberhalb Grindelwalds. Eine Arena, wie geschaffen für spannende Auf- und Abtritte. Bequem können Schaulustige mit dem Feldstecher das Geschehen in der Wand von den Restaurantterrassen aus verfolgen, derweil sie am Aperitif nippen. Der Eiger ist der öffentliche Berg schlechthin. Die Erstbesteigung des markanten, weitherum sichtbaren Gipfels erfolgte 1858 durch einen irischen Gelegenheitsbergsteiger und zwei Berner Oberländer Bergführern über die Westflanke, die heutige, immer noch als ziemlich schwierig eingestufte Normalroute. Der für «unmöglich» gehaltene Nordost- oder Mittellegigrat wurde 1885 erstmals im Abstieg und 1921 vom Japaner Yuko Maki und drei Berner Oberländern im Aufstieg erklettert. Die ganz grosse Herausforderung wartete aber noch die als «Wand der Wände» bezeichnete Eigernordwand. Bevor der Durchstieg den Deutschen Andreas Heckmair und Ludwig Vörg sowie den Österreichern Heinrich Harrer und Fritz Kasparek im Sommer 1938 glückte, kamen acht Alpinisten ums Leben. Das tragische Ende von Toni Kurz, er starb 1936 im Seil hängend, vor den Augen der Rettungsmannschaft, die ihn nicht bergen konnte, ist einer bekanntesten Unfälle der Alpinismusgeschichte. Seither rissen Triumphe und Tragödien am Eiger nicht ab: Die Nordwand forderte über 50 Tote; sie wird auf ihrer ganzen Breite von 21 verschiedenen, teils extrem schwierigen Routen durchzogen. Die AS-Bergmonografie «Eiger» begeistert alle: Jene, die gerne selbst in der Wand klettern würden, ebenso jene, die dem Treiben lieber mit dem Fernglas vom sicheren Boden aus zuschauen.
(Inhaltsangabe zum Buch)

27. August 2024

Enkel für Anfänger

Reinhart Lempp: Enkel für Anfänger,
Diogenes, Zürich, 1989
Dies ist ein Büchlein für Grosseltern, die von Enkeln träumen oder sich vor Enkeln fürchten. Es ist aber auch ein Buch für Eltern, die es ihren Eltern schenken oder selber lesen können, um dann besser mit ihren Eltern, die jetzt Grosseltern sind, zu Rande zu kommen.
(Inhaltsangabe zum Buch)

24. August 2024

Engadin

Peter Donatsch: Engadin, AS-Verlag,
Zürich, 1999
Das Engadin. Hohe Berg, eine Ebene und Seen. Das besondere Licht, Segantinis, die mystischen Visionen Nietzsches, die·Hotelpaläste der Badrutt. Champagnerklima um Naturreservat. Verehrt, verklärt, verbaut. Aber es gibt auch ein anderes Engadin, abseit von St. Moritz, den Oberengadiner Seen, dem Morteratsch-Gletscher und dem Nationalpark, wo weder Segantini noch Giacometti malten. Dort liegen das Val S-charl mit den uralten Arvenwald Tanmngur und das Schloss Tarasp mit seiner kuriositätenreichen Geschichte, dort leben noch die alten Bräuche wie Schlitteda und Hom Strom. Kontraste, wohin man blickt. Sie prägen das AS-Regionenporträt, im Bild wie im Text.

Der Journalist Werner Catrina schreibt über das Spannungsfeld zwischen High-Society-Treffpunkt und Naturpark, über das verstädterte St. Moritz und die abgelegenen Täler im Unterengadin. Über Geschichte und Geschichten rund um den Tourismus in diesem berühmtesten aller berühmten Hochtäler.

Ein neues «Bild der Alpen» zeichnet der rätoromanische Schriftsteller CIo Duri Bezzola. Als überraschender, witziger, nachdenklich stimmender und äusserst lesenswerter Essay. Der Text ist ein sprechender Beweis dafür, dass das Engadin erst recht einen Besuch wert ist, wenn man darauf verzichten kann, überall «Typisches» zu sehen. Das heisst aber nicht, dass die Besonderheiten und Eigentümlichkeiten des Tales nicht von Bedeutung wären: Tiefgründiges, wie etwa das Thema «Heimat», erhält auch seinen Raum. Die Fernsehjournalistin Susanna Fanzun und die Bergbäuerin und Lyrikerin Rut Plouda erzählen von den Menschen und ihrer Beziehung zur Landschaft, von Weggezogenen und Daheimgebliebenen, von Weggebliebenen und Heimbekehrten

Und immer wieder taucht der rote Faden auf: die Rhätische Bahn als AlItagsbahn, als Sonntagsbahn, als Attraktion und als allgegenwärtiges Transportmittel. Der Verkehrsspezialist Peter Krebs versteht die Rhätische Bahn nicht nur als technisches Werk, sondern vor allem auch als kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Faktor im Bergland Graubünden.

Das AS-Regionenporträt gibt ein aktuelles Bild des Engadins wieder, welches sieh vor Widersprüchlichem nicht scheut. Es zeigt die Sonnenseiten der Region, blendet aber die Schattenseiten nicht aus. Dazu tragen auch die feinfühligen Porträts von Persönlichkeiten aus dem Tal bei, die im Buch eingestreut sind – und natürlich die Fotografien von Peter Donatsch, welche die Bündner Bilderbuchlandschaft aus überraschenden, unbekannten Blickwinkeln präsentieren. (
Klappentext)

Hinweis: Dieses Buch gibt es auch in meinem Buchantiquariat zu kaufen.

18. Juli 2024

Kinder für Anfänger

R.G.E. Lempp: Kinder für Anfänger,
Diogenes, Zürich, 1981
Was tun, wenn der Sohn den Eltern rotzfrech die Zunge rausstreckt oder die Tochter abends mal wieder viel zu spät nach Hause kommt? Einen Katalog mit Musterantworten gibt es nicht; auch «Kinder für Anfänger» enthält nicht des Rätsels Lösung. Denn gute Erziehung kann man weder lehren noch lernen, schreibt Reinhart Lempp. Er verrät dennoch in seinem Buch, das die wichtigsten Lebensabschnitte eines Kindes behandelt, wie große Probleme mit kleinen hilfreichen Tricks gemeistert werden können. Der Kinder- und Jugendpsychiater Reinhart Lempp ist selbst Vater von sechs Kindern.
(Inhaltsangabe zum Buch)

26. Mai 2024

Von oben gesehen

Robert Schnieper: Von oben gesehen … Die Schweiz,
Mondo-Verlag, Vevey, 1996
Im vorliegenden Mondo-Band sind die sechsundzwanzig Kantonshauptorte von Swissair-Flugfotografen aus der Vogelschau porträtiert und Stadtansichten mit ähnlicher Perspektive gegenübergestellt, die zum grössten Teil aus der Hand des berühmten Basler Kupferstechers Matthäus Merian stammen und vor rund 350 Jahren geschaffen wurden.

Wer die heutigen Aufnahmen mit den historischen Ansichten vergleicht, kann unschwer ermessen, wie stark sich die Schweiz seit Beginn der Neuzeit verändert hat. Die Orte und Städte haben die Landschaft erobert, besetzt: urbanisiert eben. Beim Blick von oben herab sieht man aber auch, dass häufig gerade die Siedlungskerne ruhende Pole in diesem kontinuierlichen Wandel sind. Ihre Struktur ist oft seit Merians Zeiten im grossen ganzen gleich geblieben. Dies wohl nicht zuletzt, weil sie als erste Bereiche dem menschlichen Bedürfnis nach Sicherheit und Komfort einigermassen genügten. Zum andern aber auch, weil hier die ersten Bau- und Schutzvorschriften den Wandel kanalisierten und begrenzten.

Ergänzt wird dieser Blick von oben auf die Sitze helvetischer Obrigkeit durch Abbildungen stadtgeschichtlich bedeutsamer Bauten, Denkmäler und pittoresker Winkel.

Zusammen mit dem informativen Text, der die wichtigen Etappen im Werdegang der Kantonshauptorte und ihre heutigen Schwerpunkte skizziert, sind so facettenreiche Porträts entstanden, die interessante und oft überraschende Einblicke ermöglichen. Einsichten und Aussichern also, die Lust auf eigene Entdeckungsfahrten wecken. (
Klappentext)

21. Mai 2024

Modelleisenbahn – für jung und alt

Bernd Schmidt: Modelleisenbahn – für
jung und alt, Humboldt-Taschenbuchverlag,
München, 1975

Stolz wird eine besonders gut ausgetüftelte Modelleisenbahn-Anlage gezeigt, Fachgespräche werden geführt. Wie gut, wenn man ein Buch zur Hand hat, das einen auf neue Ideen bringt. Hier finden Sie alles, angefangen bei der Beratung und Planung für eine Anlage über die Elektrik bis hin zum Bau und Ausbau der Grossanlage sowie deren Pflege.

Kein Platz? Lesen Sie nach, wie man auch auf kleinstem Raum eine tolle Anlage unterbringt. Kein Geld? Sie werden erstaunt sein, wieviel Zubehör selbst gebastelt werden kann. (Klappentext)

18. Mai 2024

Lexikon der überflüssigen Dinge

Alexander von Schönburg: Lexikon der
überflüssigen Dinge, Rowohlt, Berlin, 
2006
Unser Alltag ist überfrachtet mit Dingen, die wir nicht wirklich brauchen, die Zeit, Geld und Lebensqualität stehlen. Ein Handy muss heute fotografieren, mailen, im Internet surfen, waschen und bügeln, Filmclips abspielen und MP3-Musikdateien wiedergeben können. Vor jeder Ampel drängen sich Geländewagen, mit denen man Sibirien durchqueren könnte, und bevor wir uns zum Frühstück niedersetzen, bedienen wir ein Dutzend Küchengeräte. Mit Witz und Ironie lichtet Alexander von Schönburg das Dickicht, das uns ständig umgibt. Sein Lexikon reicht von A (wie «Anrufbeantworter») bis Z (wie «Zigarette danach»). Dazwischen finden sich so überflüssige Dinge wie «Beziehungskrisen», «Dekotomate», «Horoskop», «Lavalampe», «Pikkolöchen» oder «Zahnbürste, elektrische», auf dem Prüfstand stehen Verhaltensweisen (nachts zu Fuss allein vor einer roten Ampel warten), Geisteshaltungen (sich unnötig Sorgen machen) und Redewendungen («Ich sag mal so»). Eine Gebrauchsanweisung für den modernen Menschen, die hilft, mit Anstand und Würde durchs Leben zu kommen. (Klappentext)

9. Mai 2024

Wer sich der Liebe vertraut

Mary Lavater-Sloman: Wer sich der
Liebe vertraut, Artemis, Zürich/Stuttgart,
1960
In dem neuesten Werk Mary Lavater-Slomans wird der Leser in den Strahlungsbereich Goethes geführt. Mit subtiler Einfühlungsgabe zeichnet sie die Liebe des jungen Dichters zu Charlotte, der Frau des Oberstallmeisters von Stein in Weimar, lebendig nach und erfühlt die Höhen und Tiefen der Leidenschaft, die den Anstoss zu Goethes Flucht nach Italien gab. Das Erlebnis des Südens, das alle schöpferischen Quellen in ihm wieder zum Strömen brachte, wird in den wichtigsten Stationen dem Leser nahegebracht: Verona, Venedig, Rom, Neapel und Sizilien. Obgleich der Dichter alle belebenden Eindrücke mit der geliebten Freundin teilen möchte, fühlt sich Charlotte von ihm verlassen und verraten. Nach seiner Rückkehr an den Weimarer Hof erreicht die Entfremdung ihren Höhepunkt, denn der gewandelte Freund wendet sich Christiane Vulpius zu und nimmt das einfache Mädchen aus dem Volk schliesslich sogar ganz in sein Haus auf.

Mary Lavater-Sloman macht die Beglückung, aber auch die Tragik sichtbar, die sich hinter der bekannten und viel diskutierten Tatsache verbirgt, dass Goethe das einfache «Naturwesen», das jeder Bildung unzugänglich blieb, zur Lebensgefährtin wählte. In der Treue, mit der er trotz gegenteiliger Ratschläge an dieser Bindung durch Jahrzehnte hindurch, bis zum Tode Christianes, festhielt, offenbart sich seine tiefe Güte und Selbstlosigkeit. Diese Wesenszüge des grossen Dichters werden heute oft übersehen. Mary Lavater-Sloman, seit frühester Jugend unter dem Eindruck der Goetheschen Welt- und Lebensauffassung stehend, macht es sich darum zur Aufgabe, von der menschlichen Seite her die Brücke zu zeigen, auf der die junge Generation den Zugang zu Goethe finden kann. (Klappentext)

23. März 2024

Wörter wandere dür d Jahrhundert

Ruth Bietenhard: Wörter wandere dür
d Jahrhundert, Cosmos, Muri b. Bern,
1999
Geht unsere Mundart, im speziellen Fall die berndeutsche, sachte verloren? Opfern wir sie gedankenlos unserer Anglophilie oder einfach einer allgemeinen schweizerischen Umgangssprache? Nein – aber sie wandelt sich, wie alles, was lebt! Diesen Wandel mitzuerleben an einzelnen Wörtern und Sprachfakten, lädt dieses Buch ein.

Wortgeschichten können fast so spannend wie ein Krimi sein. Warum entsteht ein Wort, wer ist sein Vater, seine Mutter? Was bewirkt es? Wieso verschwindet es manchmal spurlos? Wie können Wörter auch nach Jahrzehnten wieder zum Leben erwachen? Wie weit sind Wörter manipulierbar? Lauter Fragen, die wir uns oft stellen und die in diesem Buch «zu Wort» kommen.

55 Wortgeschichten versammelt das Buch. Geschrieben hat sie Ruth Bietenhard für das «Stübli », die beliebte Berndeutsch-Kolumne im «Bund», für die sie von 1977 bis heute nahezu dreihundert Artikel zu Sprach- und Literaturfragen verfasst hat.
(Klappentext)

3. Februar 2024

Die Schweiz in Listen

Hannes Bertschi: Die Schweiz in Listen,
Fona Verlag, Lenzburg, 2012
Typisch Schweiz? Das vielseitige Nachschlaegewerk enthält Ratings, Listen und Tabellen; es führt Zahlen, Daten und Fakten auf und berichtet prägnant von Menschen, Ereignissen und Einzigartigkeiten, exklusiv und erstmalig für die Schweiz. Darüber hinaus wirft es einen aktuellen Blick auf ein Land in Bewegung. Lesevergnügen, überraschende Informationen, staunenswerte Fakten und eine wunderbare Grundlage für Ratespiele! (Klappentext)

Themen: Schweiz, Land und Leute, Bauen und Wohnen, Natur, Kultur, Essen und Trinken, Sport, Politik, Medien, Reisen und Tourismus, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, Panorama

15. Januar 2024

Wölfisch für Hundehalter, (Behörden und Politiker)

Günther Bloch, Elli H. Radinger:
Wölfisch für Hundehalter, Kosmos,
Stuttgart, 2010
Hunde folgen angeblich nur, wenn man ihre Aktionen permanent kontrolliert, unerwünschte Verhaltensweisen ignoriert, das gemeinsame Spiel startet und beendet und in Alpha-Manier vorangeht. Diese und weitere Irrtümer sin in der Hundeerziehung weit verbreitet und werden mit dem natürlichen Verhalten der wölfischen Vorfahren begründet. Doch verhalten sich Wölfe wirklich so? Was können wir von ihnen und ihrem Familienleben für unseren Umgang mit Hunden lernen und praktisch nutzbar machen? (Klappentext)

Moors Fazit: Ein äusserst lehrreiches Buch, sowohl was das Leben und Verhalten von Wölfen als auch der Umgang mit Hunden anbelangt. Bundesrat Rösti und Konsorten täte die Lektüre dieses Werkes gut, ehe die nächsten (Fehl)-Entscheide in Sachen Wolf getroffen werden.

17. Juli 2023

Souvenirs aus dem Waldviertel

Liebhart Paul Gregor, Schendl Johannes:
Die Waldviertelbahn, Sutton Verlag, Erfurt,
2023
Mein letzter Auslandurlaub liegt Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurück. Grund genug also, sich wieder einmal in ein ferner gelegenes Gefilde zu begeben. Ende Juni war es soweit: Mit dem Nachtzug ging es nach Wien und von dort ins Waldviertel, genauer nach Gmünd an der österreichisch-tschechischen Grenze. Weshalb das Waldviertel und weshalb ausgerechnet Gmünd? Nun, die Region Waldviertel ist einerseits ein wunderbares Wandergebiet in landschaftlich schönem Ambiente. Andererseits ist Gmünd Ausgangspunkt zweier Schmalspurbahnlinien der Spurweite 760 mm*: jene nach Gross Gerungs (Südast) und jene nach Litschau (Nordast), wobei in Alt Nagelberg eine dritte Linie nach Heidenreichstein abzweigt.

Die Kombination Schmalspurbahn und Wandern ist für mich per se eine unwiderstehliche. Und die Urlaubswoche in der Nordostecke Österreichs liess den kaum zu wünschen übrig: Acht Wanderungen und insgesamt sieben Schmalspurbahnfahrten an vier Tagen wurden absolviert. An den restlichen Tagen dienten die ÖBB  (Normalspurbahn) und der Postbus als Reisevehikel. Leider nahm die Linie von Alt Nagelberg nach Heidenreichstein erst nach meinem Aufenthalt ihren Betrieb auf weshalb es lediglich zu einer Bahnhofbesichtigung in Heidenreichstein reichte. Selbstverständlich war die Fotokamera stets mit dabei, so dass von der Waldviertelbahn zahlreiche Bilder in Bits und Bites festgehalten werden konnten.

Weil ich zudem etwas mehr über die wechselvolle Geschichte der mittlerweile 123 Jahre alten Bahn wissen wollte, kaufte ich mir ein in diesem Jahr erschienenes Buch, das mit zahlreichen Aufnahmen aus all den Jahren glänzt. Der Klappentext sagt über das Werk: 

Am 3. Juli 1900 wurde die erste Teilstrecke der Waldviertler Schmalspurbahn eröffnet. Seitdem verbindet die Lokalbahn die Orte Gross Gerungs, Langschlag, Weitra, Gmünd, Litschau und Heidenreichstein. Nach über 115 bewegten Jahren hat sich die einst so bedeutende Güter- und Personenverkehrslinie zu einer viel besuchten Freizeitattraktion entwickelt.

Die erfolgreichen Autoren Paul Gregor Liebhart und Johannes Schendl sind profunde Kenner der Waldviertler Eisenbahngeschichte. Mit über 150 bisher unveröffentlichten und überwiegend farbigen Fotografien dokumentieren sie die Geschichte der Bahn, die Strecke und die Vielfalt der eingesetzten Fahrzeuge von ihren Anfängen bis heute. 

Dieser stimmungsvolle Bildband setzt der traditionsreichen Waldviertelbahn ein liebevolles Denkmal und lädt Bahnbegeisterte und Liebhaber des Waldviertels gleichermassen zu einer vergnüglichen Bahnfahrt, zum nostalgischen Schwelgen und Neuentdecken ein.

* Für Nicht-Ferrophile: Der Schienenabstand bei Normalspur (z.B. SBB) beträgt 1435 mm. Die in der Schweiz betriebenen Schmalspurbahnen (z.B. Rhätische Bahn) weisen eine Spurweite von 1000 mm auf.

9. Juli 2023

Zigeunerhäuptling

Willi Wottreng: Zigeunerhäuptling, Orell
Füssli, Zürich, 2010
Seine ganze Jugend stand Robert Huber unter der Vormundschaft der Stiftung Pro Juventute. Er lebte als Verdingbub in verschiedenen Familien und sass in der Strafanstalt Bellechasse unter Kriminellen ein. Schrittweise eroberte er sich den Weg zurück zu seiner Gemeinschaft. Als junger Mann nahm er teil am Widerstand der Jenischen gegen die Unterdrückung der Kultur der Fahrenden. Dann wurde er ihr Sprecher. Als Präsident der «Radgenossenschaft der Landstrasse», der Dachorganisation der Jenischen und Fahrenden, setzte er sich für ihre Rechte ein. Unter seiner Präsidentschaft fanden so wichtige Ereignisse statt wie die Sicherung der Pro-Juventute-Akten, die Entschuldigung des Bundesrates für die Zwangsbevormundungen und die Anerkennung der Fahrenden als nationale Minderheit.

Willi Wottreng zeichnet Robert Hubers dramatische Lebensgeschichte nach. Das Buch gibt erstmals Einblick in den Kampf der Fahrenden um gesellschaftliche Anerkennung. Es spann den Bogen von der Unterdrückung der «Vaganten» zu Beginn des 20. Jahrhunderts über das erwachende Selbstbewusstsein der Jenischen bis zur Problematik fahrender Lebensweise in der heutigen hoch reglementierten Gesellschaft. Willi Wottreng präsentiert mit seinem neuen Buch weit mehr als eine fesselnde Lebensgeschichte. Es ist zugleich die Geschichte einer Schweizer Minderheit, deren konkrete Lebensumstände noch immer weitgehend unbekannt sind.
(Klappentext)

28. Mai 2023

Bushcraft 101

Dave Canterbury: Bushcraft 101, Anaconda
Verlag, München, 2017
Viele träumen davon, einmal ganz auf sich gestellt die Abenteuer und Schönheit der freien Natur zu erleben. Doch worauf muss man achten, damit man stets genug Wasser hat, ein sicheres Nachtlager findet und das Gepäck nicht zu schwer wird? Der Überlebenskünstler Dave Canterbury bereitet Sie perfekt auf Ihre Tour in die Wildnis vor und erklärt die wichtigsten Fertigkeiten, um die Ressourcen der Umgebung geschickt zu nutzen. Sie lernen, Werkzeug herzustellen, Essen zu finden, sich vor dem Wetter zu schützen und bekommen dabei einen besonderen Zugang zur Natur. «Bushcraft 101» – der Survival-Guide für jede Situation! (Klappentext)

29. April 2023

z'Bärg

Ernst Roth, Beat Straubhaar: z'Bärg,
Weber Verlag, Thun-Gwatt, 2002
Der Führer «Wege zum Alpkäse» ermöglicht die Bekanntschaft mit Landschaften, Menschen und Tieren der Käsealpen am Eingang zum Berner Oberland. Er liefert alle Daten der 70 beschriebenen Alpen und ihren 80 Sennten, gibt Auskunft über deren genauen Standorte, über Eigentümer und das Alppersonal des Sommers 2001 sowie über die Käseproduktion und andere Spezialitäten. Zudem sind die Besonderheiten der Alpen, die Alpgebäude und die touristischen Möglichkeiten beschrieben. Die Alpen werden dabei mit einer repräsentativen Bildauswahl vorgestellt – mit Fotos einzigartiger Landschaften sowie stimmungsvollen Details des Alplebens und der Käseherstellung. (Klappentext)

8. Januar 2023

Die Umschlaglosen V

Nachfolgend ein paar weitere Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, ohne sie in einem gesonderten Blogbeitrag zu erwähnen. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass sie über keinen zitierbaren Umschlag- oder Klappentext verfügen.

Käthi Künzi-Schmalz: Bsinnsch di no?
Emmentaler Druck, Langnau, 1984

Erwin Heimann: Wätterluft, Francke im
Cosmos Verlag, Muri b. Bern, 1989



Diverse Autoren: Wanderlust – Von der Magie des Gehens,
Zur Philosophie und Praxis des neuen Wanderns. Dokumentation
des Kolloquiums am 29. und 30 Juni 2017 in Eisenach, Stadtverwaltung
Eisenach, Kulturamt und Thüringer Museum, 2017

Piero Bianconi: Kreuze und Kornleitern
im Tessin, Büchergilde Gutenberg,
Zürich, 1946

Elisabeth Kopp: Briefe, Benteli, Bern, 1991


W.C. Brögger, N. Rolfsen: Fridtjof Nansen
1861–1896, Fussingers Buchhandlung,
Berlin, 1898

Hermann Aellen: Die Lawine von Gurin,
Wila-Verlag, Wien/Leipzig, 1923
Hansrudolf Schwabe: Schweizer Bahnen damals, Pharos, Basel, 1974


Ernst Zahn: Die Liebe des Severin Imboden,
Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart/Berlin,
1921

31. August 2022

Life Hacks

Keith Bradford: Life Hacks – 1000 Tricks,
die das Leben leichter machen, Rowohlt,
Reinbek b. Hamburg, 2015
Mundgeruch loswerden, sich vor Gewittern retten, Drinks umsonst bekommen und T-Shirts richtig zusammenlegen: alles kein Problem mit den «Life Hacks». Keith Bradford sammelt die 1000 lustigsten und cleversten Tricks, die das Leben erleichtern – und erstaunlich einfach sind. Sie bekommen Antworten auf Fragen, die Sie sich schon immer gestellt haben, und Hilfe für jede Lebenslage. Die verblüffendsten Ideen und originellsten Tipps für den Alltag. (Klappentext)