Boah, jetzt bin ich aber geschafft. Nach zwei Tagen als Reporter am
12. Natural Sound Openair in Kiental schrieb ich nicht nur ein Textlein für die Zeitung sondern machte über 2100 Fotos von Bands wie Span, Fäbs, Trummer, Lamine M'Boup & The Foul Fayda, Still, Manillio oder Chica Torpedo. Vor halb zwei Uhr in der Früh gab es keine Nachtruhe, denn, nicht wahr, die besten Gigs beginnen selten um acht Uhr abends.
Item.
Der Freitag war wettermässig noch ganz passabel, aber der Samstag ... Es begann zwar ganz artig, bloss spielte da noch niemand. Und als es dann einmal zu regnen begonnen hatte, war's den Leuten eigentlich auch egal. Nur für den leid geplagten Fotografen ist das nicht gäbig. Der steht nämlich alleine mit dem Regenschirm am Bühnenrand und nervt womöglich die Groupies, weil die Sicht zu den Angebeteten auf der Bühne um eine halbe Beinlänge eingeschränkt wird.
Item.
Die eigentliche Entdeckung war für mich die aus Basel stammende Veronika Stalder mit ihrer Band Veronika's Ndiigo. Heieiei gab das Hühnerhaut. Der Mix aus Worldmusic, Folk und ein wenig New Age (aber nur ein wenig) betörte mich. Und zwar so, dass ich trotz Schlafmanko zu Hause das liebe YouTube aufsuchte, um noch einmal den Hühnerhaut-Generator anzuwerfen. Weil diese hervorragend bestückte Truppe, u.a. mit Oli Hartung an der Gitarre, auf dem oben erwähnten Line-up fehlt, sei noch nachgeschoben, dass auch hier der Abzug meiner Kamera locker sass.
PS. Gänsehaut, liebe Deutsche, heisst bei uns Hühnerhaut. Ihr wisst ja nun, wie sich dies nach dem gestrigen Abend anfühlt. Gratulation!
 |
| Tolle Stimme zu Hühnerhaut-Klängen: Veronika Stalder |
 |
| Veronika's Ndiigo am Natural Sound Openair Kiental (BE). Der Mann links spielt eine Kora. |