![]() |
| Michel Gremaud, Peter Pfeiffer: Golden Pass und Greyerzerland / Golden Pass et Pays de Gruyère, AS-Verlag, Zürich, 2001 |
18. August 2026
Golden Pass und Greyerzerland
22. Juni 2026
Das Wildheuen in Ringgenberg
![]() |
| Gustav Ritschard, Emil Schmocker: Das Wildheuen in Ringgenberg, Verlag Ritschard/ Schmocker, Unterseen, 1980 |
Die Arbeitswelt der Ringgenberger Wildheuer und ihre Eigenart spiegeln sich nicht nur in besonderen Ausdrücken und Redensarten, sondern auch in heiteren und ernsten Episoden, Gedichten, Erzählungen und Sagen, deren mundartliche Wiedergabe der Monographie einen ganz besonderen Wert verleiht. Die Schilderung der wilden Bergnatur mit ihren Gefahren, aber auch mit ihren Schönheiten, gibt der zeichnerisch vortrefflich ergänzten Darstellung einen grossartigen Rahmen. Es ist ein Verdienst, dass neben der Fülle des Altertümlichen auch die moderne Entwicklung bis zum Helikoptertransport unbefangen notiert wird.
Möge etwas von der Freude, welche die beiden Erforscher dieses Stückes alpiner Volkskultur bei ihrer Arbeit beflügelt hat, auf die Leser übergehen! (Vorwort von Arnold Niederer, Professor für Volkskunde, Universität Zürich)
13. Juni 2026
7. Juni 2026
14. Mai 2026
8. Mai 2026
2. Mai 2026
23. April 2026
2. April 2026
Hohgant
![]() |
| Gabriel Anwander: Hohgant, Emons, Köln 2016 |
30. März 2026
24. März 2026
Mys Worbletal
![]() |
| Karl Uetz: Mys Worbletal, Verlag Hans Scheibli, Herzogenbuchsee, 1962 |
Karl Uetz ist ja längst als einer der kurzweiligsten Erzähler in unserer Mundart bekannt, trefflich beobachtend, herzlich einfühlend und träf, oft mit viel menschenfreundlichem Witz und Humor berichtend.
Wenn er nun allerlei Erlebtes und Erfahrenes, Erlauschtes und Erfragtes aus dem Tal seiner Jugendzeit zu einem Buch zusammengefügt hat, so wird sich daran männiglich ergötzen und erfreuen, der das Gemütvolle und wahrhaft Herzlich-Herzhafte in kräftiger und unverfälschter Mundart zu schätzen weiss. «Mys Worbletal» erhält auch die Erinnerung an einige jener Sonderlinge etwa den «StettIen-Zwerg» und an allerlei Brauchtum und fröhlichen Dorf-Schabernack, für die in unserer gehetzten Welt und Zeit kaum mehr Platz ist. Ganz besonders erfreulich, weil so selten geworden, ist des Autors echte und unsentimentale Freude an all jenem Unscheinbaren, an dem heute so viele achtlos vorübergehen, obgleich es zur Quelle stiller Glückseligkeiten werden könnte.
Das Buch wird nicht bloss alle jene erfreuen, denen das Worblental Heimat oder als oft durchwandertes Vorstadtgebiet lieb geworden ist, es wird jedem zum erfreulichen Gewinn werden, der in stillen Lese-Augenblicken geruhsame Erholung von der Hast des heutigen Lebens sucht. (Klappentext)
19. Februar 2026
Morgarten
![]() |
| Peter Beutler: Morgarten, Emons, Köln 2014 |
LU: Stadt Luzern (Hauptschauplatz), Gisikon, Fuchsberg ob Gisikon BE: Stadt Bern GR: Ofenpass, Val Müstair A: Eisenerz, Leoben, Wien I: Taufers USA: Lucerne
14. Januar 2026
Geschafft!
Kürzlich kam ich nach über 400 Kilometern Fussmarsch in Kreuzlingen an. Begonnen hatte das Ganze im April 2021 in Lausanne, wo ich mich aufmachte, das Schweizer Mittelland im Wald zu durchqueren. Kein einfaches Unterfangen, da zwischen Lac Léman und Bodensee kein durchgehender Wald besteht. Alles in allem war ich anlässlich der 25 Tagesetappen 260 km im Wald, 56 km am Waldrand und 95 km in offenem Gelände unterwegs. Und nun? Nun mache ich mich an die Dokumentation dieser unglaublich schönen und erfüllenden Fernwanderung. Ein Buch mit etwas Text und vielen Fotos soll es werden. Der Buchtitel steht schon mal fest: «IM WALD».
29. Dezember 2025
Retro 2025– 11
Im zu Ende gehenden Jahr war ich überdurchschnittlich oft zu Fuss in der Jungfrau-Region unterwegs: Schynige Platte, First, Kleine Scheidegg, Grindelwald, Lauterbrunnen, Wengen, Mürren, Zweilütschinen. Was mir indes noch fehlte, war eine Fahrt mit der Standseilbahn von Interlaken auf den Harder Kulm mit anschliessender Wanderung hinab nach Ringgenberg und zurück nach Interlaken.
Weil die Harderbahn bis Ende November fährt, nutzte ich einen sonnigen und überaus milden Spätherbsttag. Man schrieb den 11.11.. Für mich als Nicht-Fasnächtler und Nicht-Katholik ein Tag wie jeder andere. Dennoch entpuppte sich dieser als unglaublich ergiebig, gegensätzlich und befriedigend.
In der proppenvollen Standseilbahn war ich mit grosser Wahrscheinlichkeit der einzige einheimische Fahrgast. Der Rest rekrutierte sich aus der halben Welt, der indes von der Fahrt nicht viel mitbekam. Das zwanghafte Starren auf Smartphones machte auch am Harder keine Ausnahme. Kaum oben angekommen, setzte sich die Manie in der peinlichen Form von Selfies fort. Mir schien, dass die Leute wenig Interesse an der Aussicht hatten, vielmehr ging es darum, auf dem Harder gewesen zu sein und möglichst viele Bilder von sich und seinem Anhang gemacht zu haben, ehe es nach einer Stunde mit der Bahn wieder talwärts und an den nächsten Selfie-Hotspot ging.
Aber was labere ich hier, denn dasselbe Prozedere konnte ich auf jedem meiner diesjährigen Abstecher in die Lütschinentäler beobachten. Ich verstehe diese Art von «Tourismus» längst nicht mehr. – Item, nachdem ich die Leute beim Fotografieren ihrer selbst oder durch spontan angeheuerte dritte fotografiert habe, widmete ich mich dem umwerfenden Tiefblick auf Interlaken, bestaunte einmal mehr die Mehr-oder-weniger-Viertausender im Hintergrund und warf einen Blick in Richtung Voralpen, also den im Rücken des Harders gelegenen Gebiet von Niederhorn, Burgfeldstand und Gemmenalphorn. Sehr gut gefallen hat mir zudem das denkmalgeschützte Panoramarestaurant Harderkulm. Es bietet sage und schreibe 600 Plätze, was auf eindrückliche Weise die touristische Bedeutung des Hausberges von Interlaken veranschaulicht.
Bereits nach einer halben Stunde verabschiedete ich mich vom Kulm, auch, um der nächsten Landung Selfie-Maniacs entfliehen zu können. Nach genau 10 Sekunden war ich auf dem von mir angepeilten Pfad. Und – wen wundert's – auf den kommenden anderthalb Stunden hinab nach Ringgenberg am Brienzersee sollte ich keiner einzigen Menschenseele begegnen. Wunder zu begehende Wege hin, wunderbar zu begehende Wege her.
Nicht weniger beeindruckend war hernach der Abschnitt entlang dem naturgeschützten Burgseewli und über den Goldswilhubel mit Kirchenruine sowie Mini-Friedhof mitsamt herrlichem Blick auf Aare, Interlaken und Umgebung zum Ausgangspunkt an den Bahnhof Interlaken Ost, wo mir die für heute letzten Smartphone-Süchtigen aus Übersee begegneten.
21. Dezember 2025
Retro 2025 – 7
Die am Fusse der Jungfrau gelegene Gemeinde Lauterbrunnen weist bei einer Fläche von 164,7 km² eine Einwohnerzahl von 2331 Personen auf. Das ergibt eine Einwohnerdichte von lediglich 14 Einwohnerinnen und Einwohner pro km². Im Vergleich dazu beträgt die Bevölkerungsdichte für die gesamte Schweiz 217 Einwohnerinnen und Einwohner pro km². Das Gemeindegebiet von Lauterbrunnen erstreckt sich von 707 m ü. M. (Weisse Lütschine beim Sandweidli im Norden) bis auf 4158 m ü. M. (Gipfel der Jungfrau im Südosten).
Ich bin gerne in der Talschaft zu Fuss unterwegs, die trotz der zahlreichen Bergbahnen und Touristen immer noch Ecken bietet, wo man weitgehend alleine ist. Weil am 15. Juli das Wetter indes keine abenteuerlichen Wanderungen zuliess, begnügte ich mich mit einer kürzeren Tour vom Allmendhubel via Mürren nach der Grütschalp. Was mir dabei einmal mehr auffiel: In der Gemeinde Lauterbrunnen hat jeder noch so kleine Bach einen Namen und ergo an jeder Stelle mit Personenverkehr ein Namensschild. Besonders angetan hat es mir der «Inneren Chrutteren Graben». Schwingt in dieser Benamsung nicht die volle Kraft des kernigen Lauterbrunner Dialektes mit?
13. Dezember 2025
Retro 2025 – 4
Als ich nach fast vier Stunden beim Licht-durchfluteten Platz ankam, stachen mir die rot angemalten Bänke ins Auge. Dem Fotografen dienten sie als willkommenes Sujet, dem Wanderer als nicht weniger willkommene Sitzgelegenheit, um vor dem langen Gang an den Langenthaler Bahnhof noch einmal einen kräftigen Schluck aus der Pulle zu nehmen.
30. November 2025
24. November 2025
Winter im Herbst
| Für einmal keine Autos und keine Biker: Bergerie de Court |
Besonders krass ist mein Empfinden jeweils, wenn es im Herbst zum ersten Mal so richtig schneit. Der Wechsel ist meist derart abrupt, dass mein Herz hüpft und ich nicht anders kann, als mich für ein paar Stunden winterfest zu machen. Dann nämlich ziehe ich los in die verschneite Natur, irgendwo hin, wo mich die aktuelle Schneehöhe problemlos wandern lässt. Wenn es so richtig kalt ist und «strubuusset», dann blühe ich auf.
Wenn sich Feld und Wald in Schweigen hüllen; wenn mir der Wind um die Ohren pfeift; wenn sich im Schnee die Spuren von Fuchs, Hase und Reh zeigen; wenn da und dort eine Meise zwitschert; wenn ich der Erste bin, der sich einen Weg durch den Schnee bahnt; wenn das Gelb der Wanderwegweiser meist als einziger Farbtupfer im Grau-Weiss der Umgebung auszumachen ist.
Vergangenen Freitag durfte ich diesem Naturwunder wieder einmal bewohnen. Ich stieg vom bernischen Sorvilier in der Vallée de Tavannes auf den Montoz und von dort via Bergerie de Court und dem Unteren Bürenberg hinab nach Reuchenette-Péry. Ein gut fünf Stunden dauerndes Wintermärchen, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
14. November 2025
e Ligu Lehm
![]() |
| Otto von Greyerz: e Ligu Lehm, Lukianos-Verlag, Bern-Liebefeld, 1967 |
Der Sprachforscher, der (1863) in Bern geboren war und inmitten dieses Sprachreichtums sein Leben verbrachte, konnte am Mattenenglisch nicht vorbeigehen. Wenn es auch in seiner Verwandtschaft zum Rotwelsch nicht eine typisch bernische Mundart darstellt, so ist es andererseits wegen seiner Merkwürdigkeiten und seiner sprachschöpferischen Kraft eine umso beachtenswertere Sprache. So hat Otto von Greyerz auch diese Sprache erforscht und im Jahr 1929 unter dem Titel «Das Berner Mattenenglisch und sein Ausläufer: Die Berner Bubensprache» dargestellt. Die Arbeit ist längst vergriffen, und es ist nun dem Lukianos-Verlag Hans Erpf, Liebefeld, zu verdanken, dass er eine Neuauflage angeregt hat und durchführt.
Das Mattenenglisch hat gewiss seither als lebendige und nichtgeschriebene Sprache seine Entwicklung durchgemacht; es mag sich einerseits Neuschöpfungen zugelegt haben, anderseits – und wohl hauptsächlich – wird es seine einst selbstverständliche Geltungskraft unter dem Zwang der Entwicklung – denn gibt es noch wie einst richtige Mattegiele? – eingebüsst haben. Also ist just der Zeitpunkt da, in dem es gilt, diese bernische Sprachvariation, die immer wieder viele Berner und Auswärtige interessiert, festzuhalten, zu erklären und Unkundigen neu nahezubringen.
Der Verleger und ich glauben, bald dreissig Jahre nach dem Tod des Verfassers, in seinem Sinne zu handeln, wenn wir mit einer Neuausgabe das Interesse an einer der merkwürdigsten Sprachen und damit an der Sprache und ihrer Vielfältigkeit überhaupt wecken und fördern. Möge der Leser schmunzelnd all die teils bekannten, teils unbekannten Köstlichkeiten des Mattenenglisch «chüschte».
Walo von Greyerz im Vorwort
8. November 2025
Die Strasse
![]() |
| Anton Bürkli: Die Strasse, Neue Schweizer Bibliothek, Zürich, 1970 |
Der Roman «Die Strasse» bringt ein Stück gelebtes Leben, heutige Wirklichkeit, Wohlstandssorgen, Wohlstandsängste und Wohlstandsglück. Hier einmal nicht aus bürgerlich-industrieller, sondern aus bäuerlicher Sicht. Anton Bürkli schreibt einfach, spannend, vor allem ganz aus der Sprache und Erlebniswelt sein er Gestalten. (Klappentext)
Anton Bürkli wurde am 24. März 1919 in der Gemeinde Werthenstein (LU) als jüngstes von sechs Kindern geboren. Er verlebte seine Jugendzeit auf dem elterlichen Bauernhof, besuchte die Primarschule im Farnbühl oberhalb des luzernischen Schachens und die Sekundarschule in Malters. Später erwarb er sich in Neuenburg ein kaufmännisches Diplom. Anschliessend rief ihn Vater Staat in die Rekrutenschule und in den Aktivdienst. Anton Bürkli wohnte im eigenen Haus in der Nähe seines Heimatortes Werthensteins. Seine Romangestalten werden immer jene Menschen sein, die abseits der grossen Städte leben und denen sich der Autor so sehr verbunden fühlt. (Autorenporträt Schutzumschlagklappe).









