Posts mit dem Label Aborte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Aborte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

18. Februar 2024

Die 10 Meilen nach Meilen

Der Traum eines jeden Urbanwanderers: eine saubere öffentliche Toilette mit Seife und Papierhandtüchern, wie z.B. jene des Friedhofs von Herrliberg.

Die gestrige Wandertat führte mich vom Zürcher Hauptbahnhof durch die Armenviertel der Goldküste nach Meilen. Das waren gut 16 Kilometer Asphalt vom Feinsten, begleitet vom vierrädrigen Krösus-Sound aus den Häusern Porsche, Ferrari, BMW, Audi, Range Rover, Mercedes und Tesla – letztere Karren waren nur deshalb nicht leise, weil es die ersten drei Stunden regnete und nasse Strassen bekanntlich mehr Lärm verursachen, egal, über welchen Antrieb die hochtourigen Rollstühle verfügen. 

Ich hatte mich schon bei der Planung der Route auf einiges gefasst gemacht, insbesondere was die Pinklerei anbelangt, denn von Zürich bis Meilen ist, bis auf die paar hundert Meter vor Meilen, alles zugebaut. Die Rettung kam dann in Form eines nicht abgeschlossenen Baustellen-Toi-Tois in Küsnacht sowie der bislang feudalsten Friedhofstoilette, der ich bislang ansichtig geworden bin, im vorliegenden Fall war es jene von Herrliberg.

23. Dezember 2017

Mein Südamerikanischer Gewährsmann



Es geht einfach nichts über zuverlässige Korrespondenten, denn diese Woche erreichte mich dieses kunstvoll gestaltete Bild einer echten kolumbianischen Toilette, deren zusätzliche Besonderheit darin begründet liegt, dass sie gleichermassen beiden Geschlechtern zur Leerung von Darm und Blase dient. Es lebe dieses nicht abschliessbare Erleichterungskabäuschen in einer Cafeteria in Guatapé!

1. Februar 2017

Klo des Monats


Nein, für einmal keine Schüssel und kein Pissoir. Oben stehende Anleitung entdeckte mein Wanderkumpel T. im Örtchen eines fahrenden Zuges der Zentralbahn. Auf die Idee, während der Fahrt auf eine Klobrille zu stehen, um sein Geschäft zu verrichten, muss erst einer kommen. Bleibt zu hoffen, dass das Verbot keine schlafenden Hunde weckt ...

13. Januar 2017

Das Klo des Monats


Auf dem Campingplatz im Gwatt, Gemeinde Thun, gibt es für das kleine Geschäft der männlichen Spezies eine klare Signalisation. Kein mühsames Durchfragen, kein peinliches Von-einem-Bein-auf-das-andere-Treten, wenn die Blase mal arg drückt. Und auch keine Versuchung, den Thunersee als ...

Ein wenig aussergewöhnlich sind dagegen die Pissoirs. Hier schwingen die 1970er-Jahre auf eine prickelnde Art und Weise mit. Und sollten die Pissboxen tatsächlich aus jener Dekade stammen, Mann, dann haben sie sich verdammt gut gehalten.


23. Dezember 2016

Klo des Monats

Zentrum Paul Klee, Bern

Seit nunmehr fünf Jahren fotografiere ich regelmässig Toiletten. Es gibt Menschen, die finden das anstössig, unpassend, daneben. Es konnte mir bislang niemand dieser Leute erklären, weshalb sie damit ein Problem haben. Die Fotos dokumentieren die Örtchen jeweils auf nüchterne Art. Immer ohne Menschen, denn es geht nicht um Voyeurismus. Manchmal lässt es sich nicht anders einrichten, so dass man mich auf einem Spiegel sieht, wie das Bild oben verdeutlicht. Kenner der Freud'schen Lehre mögen an mir vielleicht einen analen Komplex oder sonst einen zwanghaften Drang erkennen. Mir egal, denn es geht mir um Folgendes:

Toiletten sind in erster Linie innenarchitektonische Werke. Eine biologisch notwendige Einrichtung, in der wir uns in der Regel so kurz wie möglich aufhalten. Eine ganzer Wirtschaftszweig widmet sich der Herstellung und Ausstattung von Toiletten, ein anderer deren Reinigung und Unterhalt. Hunderttausende von Menschen weltweit verdienen ihr Brot mit der Reinigung von Gebäuden und somit auch von Toiletten. Was mich bei all dem interessiert: Wie gestaltet der Mensch das stille Örtchen? Welchen Stellenwert misst er ihm bei? Landauf, landab gilt das WC als Visitenkarte; sei es im privaten, halböffentlichen oder öffentlichen Bereich. Eine saubere und gestylte Toilette sagt ebenso viel über Besitzer, Betreiber und Nutzer aus, wie eine verlottert-unappetitliche.

Mit anderen Worten: Der Abort ist ein Kulturgut! Je schöner und sauberer, umso wohler fühle ich mich als dessen Benutzer. Die Toilette ist aber für viele auch ein Tabu, wie ich eingangs erwähnt habe. Dieses Tabu zu brechen ist mir ein Anliegen.

17. März 2016

GZI



Gestern, Hygienefachtagung in Nottwil, im Guido A. Zäch Institut (GZI), einem  protzigen Nebentrakt des Schweizer Paraplegiker Zentrums. Ich war beeindruckt. Weniger von der Tagung, mehr indes von der architektonischen Darbietung. Da war alles very stylish indeed. Angefangen vom galerieartigen Aufbau im Inneren bis hin zu bis dato noch nie gesehenen WC-Rollen-Haltern. Und selbst der Steh-Lunch brillierte mit überdurchschnittlicher Kochkunst. Während der Mittagspause nahm ich die Umgebung unter die Lupe und entdeckte so einiges. Damit das Gesehene nicht mit diesem einen Bild abgetan ist, hier noch die restlichen Eindrücke.

2. März 2016

Klo des Monats


Wir sind hier über einen Kilometer im Inneren eines Berges, genauer in den Salzminen von Bex (VD). Hierher gelangt der Tourist mit der kleinen Werksbahn, wo er sich im schick anmutenden Restaurant einen süffigen Waadtländer Weissen genehmigen kann. Ich empfehle den Besuch dieser Minen, wo man unter sachkundiger Führung so einiges über die Salzgewinnung erfährt.


5. Februar 2016

Klo des Monats



Uff, beinahe hätte ich vor lauter analem Flurnamenlatein das Klo des Monats vergessen. Hier ist es nun also. Es steht direkt am Rheinfall bei Neuhausen. Und das ist gut so, denn 1. stimuliert das fallende Wasser den Harndrang und 2. lungern beinahe zu jeder Tages- und Nachtzeit Touristen aus der ganzen Welt am zweitgrössten Wasserfall Europas herum. Man stelle sich vor, wenn da kein Klo wäre.

1. Januar 2016

2. November 2015

Klo des Monats



Der Bahnhof von Gwatt bei Thun ist für den Personenverkehr seit 2001 geschlossen. Nicht so das Toilettenhäuschen. Es steht auf der gegenüberliegenden Strassenseite und befindet sich in tadllosem Zustand. Allerdings wünschte ich mir, das bediente Bahnhöfe vermehrt wieder über WCs verfügten. Immer nur an die Pneus parkierter Autos zu pinkeln, ist auf Dauer keine Lösung.