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16. Dezember 2025

Retro 2025 – 5


Für den 17. Mai 2025 lud das Kammerorchester St. Gallen zu einem «Wanderkonzert mit Viviane Chassot». Welch geniale Idee, dachte ich und erstand mir unverzüglich ein Ticket. Vor Konzertbeginn ging ich indes noch vom appenzell-innerrhodischen Sammelplatz nach Speicher, von wo ich mit der Appenzellerbahn zur Notkersegg und somit zum Ausgangspunkt des Wanderkonzertes fuhr.

Den musikalischen Auftakt bildete in der Klosterkirche Notkersegg ein Werk für fünf Celli von Joseph Bodin de Bosmortier und John Dowland. Hernach dislozierten die Konzertbesucherinnen und -besucher per pedes zum Manneweiher, wo der Saxofonist Peter Lenzin bei superber Akustik ein «Concert Suprise» intonierte. Das nächste Konzert bildete den glanzvollen Höhepunkt der Quadrologie: Nach längerem Fussgang hinab in die St. Galler Altstadt wartete in der Kirche St. Mangen das Kammerorchester St. Gallen mitsamt der renommierten Akkordeonistin, Viviane Chassot, mit Werken von Haydn, Mendelssohn Bartholdi und Piazolla auf. Den krönenden Abschluss bildeten unweit der Kirche, im Kreuzgang St. Katharinen, fünf dreistimmige Inventionen für ein Streichtrio von J.S. Bach.

Was für ein Tag im Herzen der Ostschweiz! Drei Kantone, eine umwerfende Landschaft, eine wunderbare Kantonshauptstadt, zwei Wanderrouten, die kaum Wünsche offenliessen sowie eine unglaubliche Anzahl an Musikerinnen und Musiker – Amateure wie Profis –, die für ein unvergessliches kulturelles Erlebnis sorgten. Für mich als Berner, Fussgänger und Fotograf eines der Highlights im zu Ende gehenden Jahr.

30. Oktober 2025

Das Postauto mutiert zum selbstfahrenden PW

Am 22.10.2025 veröffentlichte PostAuto eine Medienmitteilung, die aufhorchen lässt. Ich veröffentliche diese bewusst, ohne zu kommentieren, jedoch mit der Idee, zum gegebenen Zeitpunkt darauf zurückzukommen. Quelle: postauto.ch

«AmiGo»: PostAuto bringt automatisierte Fahrzeuge in die Ostschweiz

PostAuto lanciert ein zukunftsweisendes Angebot für den öV: In der Ostschweiz sollen ab 2027 automatisierte Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Die Testfahrten starten im Dezember 2025. Das Angebot wird von den Bundesämtern für Verkehr (BAV) und Strasse (ASTRA), den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau, dem Touring-Club Schweiz (TCS) sowie weiteren Partnern unterstützt. Technologiepartnerin ist Apollo Go, die heute weltweit bereits mehr als tausend automatisierte Fahrzeuge betreibt.


Das Wichtigste in Kürze

«AmiGo» ist ein neues Angebot von PostAuto, das die Mobilität in der Ostschweiz für Kundinnen und Kunden noch attraktiver macht – «On-Demand» buchbar und mit elektrischen, automatisierten Fahrzeugen, die jeweils Platz für bis zu vier Fahrgäste bieten.

Testbetrieb mit Kartografierungsfahrten startet im Dezember 2025 mit ersten Fahrzeugen und Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrern; für den Endausbau des Angebots sind bis zu 25 Fahrzeuge geplant.

Reguläres Angebot spätestens ab erstem Quartal 2027: Nach intensiven Testphasen soll «AmiGo» als dauerhaftes Angebot ohne Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrern eingeführt werden.

Breit abgestützte Partnerschaften ermöglichen die Umsetzung und Weiterentwicklung des Angebots.

Mit «AmiGo» wird PostAuto zur Vorreiterin für eine neue Ära im öffentlichen Verkehr: Das Angebot ergänzt künftig das heutige Angebot dort, wo Gebiete mit dem klassischen Linienverkehr nicht optimal erschlossen sind – zum Beispiel in ländlichen und weniger gut erschlossenen Regionen oder zu Randzeiten.

Ziel ist es, ein reguläres Mobilitätsangebot mit automatisierten Fahrzeugen im Einsatzgebiet aufzubauen und sukzessive weiterzuentwickeln. Bereits im Dezember werden die ersten Fahrzeuge Testfahrten durchführen – zum Start noch ohne Kundinnen und Kunden und mit Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrern an Bord.

Flexibel, automatisiert und elektrisch

Die selbstfahrenden Fahrzeuge werden auf Abruf verfügbar sein: Die Kundinnen und Kunden buchen die Fahrt per App. Fahren zur gleichen Zeit andere Nutzerinnen eine ähnliche Strecke, wird das System die Fahrten zudem zusammenlegen können (Ride-Pooling). Diese Fahrgemeinschaften verbessern die Auslastung der Fahrzeuge. So entsteht ein flexibles, bedarfsgerechtes Angebot, das die Mobilität noch effizienter, nachhaltiger und kundenfreundlicher macht. Jedes Fahrzeug bietet Platz für bis zu vier Fahrgäste und genügend Stauraum für Gepäck. Die gesamte Flotte ist elektrisch betrieben.

PostAuto bringt automatisiertes Fahren auf die Strassen der Ostschweiz

Mit «AmiGo» lanciert PostAuto erstmals ein automatisiertes Angebot, das künftig als reguläres Mobilitätsangebot und als Teil des öffentlichen Verkehrs betrieben werden soll.

«Wir bringen die Mobilität der Zukunft in die Ostschweiz – flexibel, digital und ganz nach den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden. Sie profitieren von einem Angebot, das sich ihrem Alltag anpasst und neue Mobilität erlebbar macht. Mein besonderer Dank gilt unseren starken Partnern: Ohne ihre engagierte Unterstützung wäre dieses innovative On-Demand-Angebot nicht möglich. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft des öffentlichen Verkehrs.

Stefan Regli, Leiter Mobilitäts-Services und Mitglied der Konzernleitung der Schweizerischen Post

Mit starken Partnern den öV der Zukunft gestalten

Mit an Bord als Projektpartner sind die Kantone St. Gallen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau, das Bundesamt für Verkehr (BAV), das Bundesamt für Strassen (ASTRA) sowie der Touring Club Schweiz (TCS).

«Das automatisierte Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern Realität im Aufbau. Jetzt gilt es, Erfahrungen mit führerlosen Fahrzeugen zu sammeln. Pilotprojekte wie AmiGo zeigen, wie die Schweiz automatisierte Fahrzeuge verantwortungsvoll einsetzt – für eine sichere, effiziente und zugängliche Mobilität für alle.

Jürg Röthlisberger, Direktor des ASTRA

Die Ostschweizer Kantone nutzen die Gelegenheit, die Versorgung ihrer Bevölkerung mit Mobilität entscheidend zu verbessern.

«Mit AmiGo setzen die Ostschweizer Kantone ein starkes Zeichen für eine zukunftsorientierte Mobilität und eine innovative Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs.

Regierungspräsident Beat Tinner, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements des Kantons St. Gallen stellvertretend für die Ostschweizer Kantone

Auch Jürg Wittwer, Generaldirektor des TCS ist überzeugt, dass flexible, automatisierte Mobilitätsangebote künftig eine wichtige Rolle spielen werden:

«In den nächsten Jahren werden wir grosse Umwälzungen im Bereich der Mobilität erleben, insbesondere im öffentlichen Verkehr. Die Routenvielfalt und Mobilitätsformen werden sich erheblich verändern, und der TCS wird diese Entwicklungen begleiten.

Jürg Wittwer, Generaldirektor des TCS

Mit dem chinesischen Technologiepartner Apollo Go ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich des automatisierten Fahrens mit an Bord.

«Wir freuen uns, dass sich PostAuto für Apollo Go als Technologiepartner entschieden hat. Weltweit betreiben wir bereits heute erfolgreich mehr als tausend automatisierte Fahrzeuge mit 14 Mio. kumulierten Fahrten. Diese Erfahrung bringen wir in unser erstes Projekt in Europa ein und wir hoffen, dass wir unsere Partnerschaft mit PostAuto künftig weiter stärken und ausbauen können.

Liang Zhang, Geschäftsführer EMEA, Baidu Apollo

Start im Dezember 2025

Ab Dezember 2025 werden die ersten Fahrzeuge für Kartografierungsfahrten in der Region unterwegs sein – noch ohne Kundschaft und mit Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrern an Bord. Die Datenverarbeitung wird in Einklang mit dem Schweizer Datenschutzgesetz und der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung der EU) erfolgen.

Ab dem ersten Halbjahr 2026 sind erste Testfahrten mit einer ausgewählten Nutzergruppe geplant – weiterhin mit Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrern an Bord. Sofern alle Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfüllt sind, werden im Verlauf des Jahres 2026 erste Fahrten ohne Sicherheitsfahrerinnen und Sicherheitsfahrern durchgeführt.

Der reguläre Betrieb wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 aufgenommen. Mit künftig 25 Fahrzeugen ist «AmiGo» zum jetzigen Zeitpunkt das grösste geplante Angebot mit automatisierten Fahrzeugen im europäischen Raum.

Vor der Lancierung des Testbetriebs werden in der Region Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung stattfinden. Hierzu wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

20. Juli 2024

26 Kantone 26 Wanderungen – 19




Die neunzehnte Wanderung im Rahmen meines Jahresprojektes führte mich ins Toggenburg Kanton St. Gallen. Für einmal stand die Besteigung eines Gipfels auf dem Programm. Sein Name: Stockberg (1781 m). Zum Projekt: Für 2024 habe ich mir vorgenommen, jeden Kanton mindestens ein Mal fussgängerisch zu beehren. Die Liste wird nach jeder Begehung eines Kantons erneut publiziert. 


 Route km Datum 
AG  Seon – Lütisbuech – Brunegg 15,5  27.1.24
AI       
AR   Herisau – Ober Waldstatt – Urnäsch 14,3 19.1.24
BE   Riedtwil – Rütschelen – Langenthal 17,0 3.1.24
BL       
BS   Basel SBB – Claramatte – Basel SBB 14,2   25.5.24
FR       
GE   Chancy – Champlong – La Plaine 14,2  3.2.24
GL       
GR       
JU   Buix – La Tenie – Chevenez 19,2 9.3.24
LU   Gelfingen – Ballwil – Emmenbrücke 26,7 6./7.4.24
NE   Les Sagnettes – St-Sulpice – Les Verrières 14,0 12.01.24
NW   Emmetten – Bärenfallen – Dallenwil 21,0  10./11.5.24
OW       
SG   Seebensäge – Stockberg – Nesslau  12,3 14.7.24 
SH  Siblingerhöhe – Langer Randen – Schaffhausen 16,7 29.3.24
SO  Olten – Rumpelhöchi – Hägendorf 10,4 16.1.24
SZ  Arth-Goldau – Gätterlipass – Gersau  11,0  28.6.24
TG  Diessenhofen – Rodebärg – Eschenz 16,1  5.5.24
TI   Rodi – Dalpe – Faido 12,3  16.4.24
UR       
VD   Col-de-Bretaye – La Taveyanne – Gryon 15,9  1.6.24
VS   Arbaz – Chandolin – Ardon 17,9 19.2.24
ZG   Sihlbrugg – Edlibach – Oberägeri 13,9 1.1.24
ZH   Zürich HB – Küsnacht – Meilen 16,8 17.2.24

15. November 2021

Katzenbach

Isabel Morf: Katzenbach, Gmeiner,
Messkirch, 2012
Valerie Guts Hund fischt eine Babyleiche aus dem Katzenbach in Zürich. Es ist Luzia Attinger, die unter dem Ambras-Syndrom litt, ihr ganzer Körper ist von dunklen Haaren bedeckt. Das Kind ist aus dem Kinderwagen, der im Garten der Familie stand, verschwunden. Beat Streiff und Zita Elmer ermitteln. Hat die Mutter das Kind in den Bach geworfen, weil es den Anblick der Kleinen nicht mehr ertragen konnte? Als noch ein zweijähriger Junge verschwindet, geraten die Kommissare an ihre Grenzen. (Klappentext)

GR: Sils-Maria, Silsersee SG: Buchs, Stadt St. Gallen SZ: Einsiedeln ZH: Zürich-Seebach (Hauptschauplatz), Katzenbach, Stadt Zürich A: Innsbruck

24. August 2021

Churfirsten

Emil Zopfi: Churfirsten, AS Verlag, Zürich, 2006
Selun, Frümsel, Brisi, Zuestoll, Schibenstoll, Hinterrugg, Chäserrugg – sieben Berge, die den Grenzkamm zwischen Toggenburg und Sarganserland bilden, eine alte geopolitische Grenze. Emil Zopfi schafft Verbindungen zwischen Nord und Süd, zwischen den lang gezogenen Bergrücken, den Firsten, die das Massiv dem Toggenburg zuwendet, und den schroffen Südwänden, in denen Klettergeschichte geschrieben wurde. Die Identifikation der Ansässigen mit «ihren» sieben Bergen ist auf beiden Seiten bemerkenswert hoch. In der Tourismuswerbung; in Logos, im Sport, in den Namen von Restaurants und Firmen tauchen die Churfirsten auf.

Die alpinistische Erschliessung des Massivs mit ihren Triumphen und Tragödien bildet einen wesentlichen Teil des Buches. Ausserdem gibt es die Geschichte des Findlings «Seluner», benannt nach dem ersten (oder letzten) Churfirst.

Es gibt Klang- und Sagen- und Wanderwege und Seilbahnen. Es gibt seltene Tiere und Pflanzen, die auf den Churfirsten die Eiszeiten überlebten. Es gibt Kletterfreaks, die alle sieben Gipfel an einem Tag überklettern, immer dem scharfen Grat entlang, 2000 Meter über dem Walensee. Es gibt Bergläufer, die alle an einem Tag besteigen oder gar umrunden, es gibt Skipisten neben stillen, steilen Skitouren und Gleitschirmflieger, die über den Gipfeln kreisen wie einst die Drachen in den uralten Geschichten. Und manchmal beginnen die sieben Berge zu klingen, man kann den Gesang der Schellen hören, den Ruf der Goldschrecke, das Echo von Kirchenglocken in den einsamen Tälern.
(Klappentext)

27. März 2021

Kreuz und quer durchs Toggenburg

Bettina Dyttrich: Kreuz und quer durchs
Toggenburg, Rotpunkt, Zürich, 2005
Das Toggenburg liegt im Kanton St. Gallen und erstreckt sich von den bewaldeten Hügeln bei Wil bis zu den Gipfeln von Alpstein und Churfirsten auf über 2000 Metern. Es bietet eine Vielfalt an Landschaften: riesige Wälder, weite Moore und Alpweiden, Gipfel und Schluchten. Von Zürich und Konstanz aus ist es in einer guten Stunde erreichbar.

Vorgestellt werden ein- und zweitägige Routen. Jene in voralpiner Höhenlage sind auch in den kalten Monaten begehbar, die alpinen Wanderungen bleiben im Hochsommer angenehm. Die meisten Touren sind für Familien mit Kindern ab ca. 10 Jahren geeignet. Dieses Buch enthält alle nötigen Angaben für Anreise, Unterkunft, Sicherheit und Besichtigungen unterwegs. Daneben Wissenswertes über die bewegte Geschichte des Toggenburgs, über Sticker, Streikende und die erste Bauernmalerin der Schweiz, aber auch über Käser und Kulturschaffende von heute. Die Heimat von Ulrich Bräker, dem «Armen Mann im Tockenburg», entpuppt sich als abwechslungsreiche Wandergegend. (Klappentext)

18. März 2021

Mondmilchgubel

Mona Bodenmann: Mondmilchgubel,
Gmeiner, Messkirch, 2010

Der Mondmilchgubel am Rande des Zürcher Oberlands. Eine Wandergruppe, die vor einem Gewitter in der Höhle Schutz sucht, entdeckt dort eine tote Frau. Daneben kniet ein Mann. Als die Polizei am Tatort eintrifft, findet sie ihn immer noch neben der Toten. Der mutmassliche Täter wird nach Zürich überführt. Doch er kann nicht aussagen, weil er sich an nichts erinnert – weder an seine Tat noch an seinen Namen.

Mit der Aufklärung des mysteriösen Mordfalls wird Valentin Möller von der Kantonspolizei Zürich betraut. Als erfahrener Ermittler weiss er: Tötungsdelikte sind meistens Beziehungsdelikte. Möllers Nachforschungen führen ihn zu der Journalistin Viktoria Jung, die mit der Toten eng befreundet war. Getrieben von Schmerz und Wut will sie den Mörder entlarven, mit oder ohne Möllers Hilfe ...
(Klappentext) 

SG: Oberholz ZH: Wald und Umgebung (Hauptschauplatz), namentlich: Niederholz, Stock, Sagenraintobel, Brandenfelshöhle (Mondmilchgubel), Wolfsgrueb, Farner; Stadt Zürich, Spital Wetzikon, Winterthur

6. August 2020

Barbarswila

Gerold Späth: Barbarswila, Ex Libris,
Zürich, 1989
Den Ort der Handlung «O stilles Kaff! O schmuckes Nest!« kennt der Leser aus Späths Roman «Balzapf» (1977) – damals hiess er auch noch «Spiessbünzen» und «Molchgüllen». Seitdem hat sich der Erzähler in der Welt herumgetrieben und kehrt nun, nach «Commedia» (1980) und «Sindbadland» (1984), heim: «Es ist nicht einfach, jahrelang fort zu sein. Es ist aber auch nicht einfach, nach Barbarswil und doch nicht heimzukommen …»

Eines Morgens trifft er an seinem Heimatort am See ein und beobachtet, nahezu allgegenwärtig, was die einzelnen Bewohner an diesem Tag so treiben. Er erzählt uns unter anderem: Warum Signor Casagrande zwar gekommen ist, um die Jahresmiete einzutreiben, aber keine Wohnung betritt. Warum der Fischer Beck das Fischen vergisst. Weshalb die grosse Hochzeit platzt. Wie der schönen und irren Helen ihr Einkaufsgeld abhanden kommt. Warum der Bademeister Haug so gar nichts für den ertrunkenen Sportfischer Leutenegger tun kann. Was die Flugschüler des Siegfried Tobler über Barbarswil so alles treiben. Weshalb der Apotheker Rüegg jeden Morgen zum Friedhof geht. Warum Britta Amsteg erst ihren Kater erschlägt und dann Geige spielt. Was wie vereinzelte Lebensläufe beginnt, lässt bald das dichte Gewebe von Menschlich-Allzumenschlichem dieser Kleinstadt entstehen, die gar nicht still und auch nicht schmuck ist. Der Erzähler deckt schonungslos auf, was die Feigenblätter in Barbarswilas Stadtwappen nur zu gerne verdecken möchten. Und der Leser hat seinen Spass an diesen Geschichten, die Späth genau, lakonisch und immer auf den Punkt hin erzählt.
(Klappentext)

SG: Rapperswil

Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Belletristik»).

2. August 2020

Boxloo

Heinrich Kuhn: Boxloo, Lenos, Basel, 1989
Durch einen Zufall geraten zwei Männer, Vater und Sohn, in eine ähnliche Situation. Eines Abends, am Familientisch, überlegt sich Michael, ein 18jähriger Seminarist, ob er von seiner Freundin Nicole erzählen soll. Da wird Georg, Mitte vierzig und Berufsschullehrer, am Telefon verlangt. Zu seiner Überraschung meldet sich Anna, vor über 30 Jahren seine erste Liebe.

An den folgenden Tagen nimmt äusserlich alles seinen gewohnten Gang. Sobald Arbeit und Umgebung es aber zulassen, versinkt Georg in Erinnerungen und Phantasien, Michael überlässt sich seinen Träumereien. Georg steigert sich täglich mehr in seine Vorstellungen von Anna und beschliesst, sie – heimlich – zu treffen. Michael ist in einer heiklen Lage: Einerseits hat er Nicole versprochen, sie zu besuchen, wenn ihre Eltern verreisen, andererseits würde er eine wichtige Prüfung versäumen. Trotz des drohenden Provisoriums entschliesst er sich, sein Versprechen zu halten. Ohne es voneinander zu wissen, haben Vater und Sohn ihre Abmachungen auf denselben Tag getroffen …
(Klappentext)

SG: Boxloo (Weiler bei Wil), Wil, Stadt St. Gallen

Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Belletristik»).  

27. Juni 2020

Wenn sie morgen kommen

Arthur Honegger: Wenn sie morgen kommen,
Ex Libris, Zürich, 1979
Arthur Honegger ist auch mit seinem dritten Buch ein Zeitdokument von grosser Eindrücklichkeit und Glaubwürdigkeit gelungen. Engagiert, aber nie wertend, lässt er in farbigen Szenen das Kriegsjahr 1940 wieder lebendig werden. Mit der Mobilmachung am 10. Mai setzt der Roman ein. Die ungute Stimmung, die an diesem Morgen im Hause des Fabrikbesitzers Hilber herrscht, lastet auf vielen Schweizern: gereizte Spannung, Unschlüssigkeit und das unbehagliche Gefühl, doch irgendwie hilflos zu sein. Wie die einen und die anderen auf diese Bedrohung von aussen reagieren und wie sie mit den Opfern, die ihnen der Aktivdienst abverlangt, fertigwerden , stellt Honegger durch seine differenzierte, wirklichkeitsnahe Schilderung am Beispiel des kleinen Dorfes Gyrwil glaubhaft dar.

Um Helden und Verräter geht es dabei nicht in erster Linie. In der grauen Realität des permanenten Alarms bestimmen vielmehr die Durchschnittsbürger den Alltag. Da gibt es die Zweifler und Kleinmütigen, die Mutigen und die Unbeirrten. Und da gibt es vor allem auch solche, die – wie eben Major Hilber – für alle Fälle vorsorgen und, bevor sie einrücken, die Hakenkreuzfahne in Sicherheit bringen.

Schillernde Figuren sind in allen Lagern zu finden. Schwache und Feige, Gerüchtemacher, Anpasser und Zuträger gibt es auch im Dorf. Wie schwer es ist, sich ohne sichere Informationen gegen die feige Willfährigkeit zu behaupten, zeigt sich am Schicksal der Familie Hilber. Honeggers Porträt eines Dorfes erzählt auf packend ehrliche Weise ein Stück Zeitgeschichte, das nicht vergessen werden darf.
(Klappentext)

SG: Rüti, Tann, Obertoggenburg ZH: Bachtel, Zürcher Oberland

23. Juni 2020

Martini

Urs Pilgrim: Martini, Edition Hans Erpf,
Bern, 1994
Am 11. November, dem Martinstag, wird Annemarie Kohler Opfer eines Verkehrsunfalls; der Fahrer ist flüchtig. Stefan Mosimann, ein lebensfroher Vikar, wird verdächtigt, diesen Tod verschuldet zu haben. Doch auch sein Gegenspieler, der Kirchenpflegepräsident Jakob Nietlisbach, verhält sich auffällig. Die Spuren indes führen bald zum Arzt Hans Jörg Staubli, zur Tatzeit auf Krankenvisite. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gang, als ein weiteres Verbrechen Polizei und Bevölkerung aufschreckt: Staublis Tochter Sonja sei entführt worden. Zwar wird das Versteck gefunden, aber die Entführer entkommen. Mosimann weicht dem Druck im Dorf und verlässt Muri. Kurz darauf wird Nietlisbach erschossen …

Das wechselhafte Schicksal eines Arztes, das erfolgreiche Wirken eines Anwalts, der einsame Weg eines Vikars: in ihrer Verstrickung vor der Kulisse einer scheinbar heilen dörflichen Welt erleben wir die Höhen und Tiefen menschlicher Leidenschaften mit. Martini, der 11. November, markiert dabei nicht nur den Anfang eines undurchsichtigen, gar tödlichen Intrigenspiels, sondern wird auch zum Angelpunkt zweier feingewobener Liebesgeschichten.
(Klappentext)

AG: Muri, Bremgarten, Geltwil, Isenbergschwil, Schlattwald SG: Sarganserland ZH: Stadt Zürich

19. Juni 2020

Anny

Walter Alvares Keller: Anny, Schweizer
Verlagshaus, Zürich, 1965
Der Schweizer Schriftsteller Walter Alvares Keller, dessen Peter-Stäubli-Trilogie von Hunderttausenden gelesen wurde, wagt in seinem neuen Roman eine ehrliche Gesellschaftskritik, die der Leser mit Spannung und Anteilnahme verfolgt. Das Buch schildert den Lebensweg eines Mädchens, das infolge einer Verkettung tragischer Umstände schon in frühester Jugend die Geborgenheit des elterlichen Heims verliert und bei fremden Leuten aufwächst, ohne zu wissen, wer seine wahren Eltern sind. Trotz ihrer Tüchtigkeit und ihres redlichen Wollens hat Anny schwere Anfechtungen zu bestehen.

Mit grosser psychologischer Feinheit ist das Zusammentreffen der Tochter mit ihrer wirklichen Mutter, die sie erst nach Jahren findet, geschildert. Mit Interesse verfolgen wir ihre aufkeimende Liebe zu einem sympathischen jungen Mann, der sich aber durch Ungeschicklichkeit selbst den Weg zu ihrem Herzen verbaut. Sie heiratet einen nicht zu ihr passenden Bewerber, was zu weiteren Verwicklungen führt. Von ihrem Mann veranlasst, gerät sie in die Hände eines rücksichtslosen Politikers, der sie ausnützt und dann beiseite schiebt. Sehr anschaulich wird dabei das politische Treiben und seine Selbstsucht geschildert. Als sie die Charakterlosigkeit des «grossen Politikers», den sie geliebt hat, erkennt, erleidet sie einen Zusammenbruch. Aber sie überwindet auch diese Krise, und es gelingt ihr, ihrem Schicksal eine glückliche Wendung zu geben.
(Klappentext)

SG: Rheintal bei Buchs, St. Gallen, St. Gallen-Bruggen, St. Gallen-St. Fiden, St. Gallen-Winkeln, Rorschach ZH: Stadt  Zürich, Zürich-Enge

17. Juni 2020

Fräulein Stark

Thomas Hürlimann: Fräulein Stark,
Ammann, Zürich, 2001
Der Stiftsbibliothekar, ein hochwürdiger Prälat und Gelehrter, hat während eines langen Sommers seinen Neffen zu Besuch. Um den kostbaren Boden des barocken Büchersaals zu schützen, soll der Nepos an die Besucher Filzpantoffeln austeilen. Der Junge merkt bald, dass sich ihm neue Welten öffnen – die Welt der Bücher und des andern Geschlechts. Fasziniert beginnt er zu lesen und wagt es, scheue Blicke unter die Röcke der Besucherinnen zu werfen, die bei ihm in die Pantoffeln schlüpfen müssen. Das Fräulein Stark, die Haushälterin des Stiftsbibliothekars, misstraut dem Fleiss des Jungen. So entsteht zwischen ihr und dem «Pantoffelministranten» ein leiser Kampf, der sich zum Sommerende hin in eine heimliche Liebe verwandelt. (Klappentext)

AI/AR/SG: Alpstein, Stiftsbibliothek St. Gallen, Uznach, St. Gallen, Kaltbrunn, Linthebene

3. Mai 2020

Der Wettermacher

Peter Weber: Der Wettermacher,
Suhrkamp, Frankfurt, 1993
Dies ist die unsägliche Geschichte des August Abraham Abderhalden, dem es grundsätzlich und endgültig die Sprache verschlägt, der zugeknöpft wird, wiederholt auf den Mund fällt, sich die Zunge abbeisst, den Kiefer bricht, an seinem zwanzigsten Geburtstag aber Wettermacher wird.

Dies ist die Geschichte des ersten Aprils neunzehnhundertneunzig, an dem das Wetter macht, was es will, mit der Sonne der Knopf aufgeht, der Wettermacher die Zeit zum Stillstehen bringt, der Welt den Kopf verdreht, zwischen Haus und Bahnhof seine Liebe sucht und findet.

Dies ist die Geschichte der wundersamen Landschaft Toggenburg, die am Himmel festgemacht ist, durch die der Erzählfluss fliesst, in die hinein die Brüder Freitag Melchior und August Abraham gepflanzt werden, aus der heraus die Familie Abderhalden kommt.
(Klappentext)

SG: Toggenburg, insbesondere Lichtensteig, Unterwasser, Wattwil ZH: Stadt Zürich

2. Dezember 2019

Notlandung im Entlebuch

Dominik Brun: Notlandung im Entlebuch,
Benziger, Zürich, 1982
Johannes Schöpfer, Bundesbeamter in Bern, vorsichtig, zuverlässig, etwas gelangweilt, und Hugo Emmenegger, Student, spontan, offen und unbekümmert: Bei der Notlandung eines Militärhelikopters im Entlebuch begegnen sie einander. Eine Begenung, die Unruhe in Schöpfers Leben bringt. Durch Hugo lernt er die unheile Welt der Bauern im Entlebuch kennen, deren Alltag von industriellen Fertigungsmethoden und Erwerbssinn bestimmt wird: Geflügelbatterien, Ferkel und Kälber auf engstem Raun, ein der Natur völlig entfremdetes Leben.

Ein Heimatroman», der nicht in der Heimat gelesen wird, ein Schelmenroman mit ernstem Hintergrund, voller Ironie, Wortwitz und überraschenden Einfällen. (Klappentext)

BE: Stadt Bern GL/SG: Walensee LU: Entlebuch (Dorf), Lustenberg, Rengg

17. September 2019

Rund um Zürich – die Zweite

Gestern ist bei mir die 2. Auflage meines Wanderbuches «Rund um Zürich» eingetroffen. Ich hätte nicht gedacht, dass es die 53 Touren zwischen Schaffhausen und Gotthard in die zweite Runde schaffen. Henusodehaut, ich freue mich und bin obendrein grad ein bisschen stolz.

Zu kaufen gibt es den Führer in jeder Buchhandlung oder direkt bei der Edition Wanderwerk. Auf geht's!

8. September 2019

Der kauzige Künzle und die Kinder

Beat Frei: Wangs und sein Kräuterpfarrer,
Katholische Kirchgemeinde, Wangs,
2007
Gegenüber des Rathauses der Gemeinde Wartau im Ortsteil Azmoos war es, als ich mir neulich aus dem öffentlichen Bücherschrank eine in Leinen gebundene Ausgabe von Beat Freis «Wangs und sein Kräuterpfarrer» hervorzupfte. Das Buch erschien 2007 anlässlich des 150. Geburtstages von Johann Künzle, besser bekannt unter dem Namen Kräuterpfarrer Künzle. Ich las das Büchlein mit viel Amüsement, nicht zuletzt deshalb, weil dieser Künzle ein durch und durch kauziger, mitunter aber auch geschäftstüchtiger Zeitgenosse war, dessen Werk bis in die heutigen Tage Bestand hat. Als Müsterchen ein paar Worte über seinen Umgang mit den Kindern:

«Die Gofen führen, wie im ganzen Oberland, so ziemlich überall das Regiment in der Familie», schrieb Pfarrer Künzle in seinem «Pfarrbericht von Wangs» von 1914. Die Kinder gälten hier als «sakrosankt und unverletzlich», seien «ruch, ohne Spitzli und Girlanden». Aber es gelang dem Pfarrer schon bald, die Kinder zu bändigen. Der Geist sei «ein viel besserer, milderer und christlicherer geworden», heisst es im nächsten Pfarrbericht von 1918. Wenn er auf der Strasse spielenden Kindern begegnete, so erinnerte sich später ein Einwohner, habe der Pfarrer jeweils schon von weitem «Bibi, Bibi» gerufen. «Dann eilten die Kinder wie eine Schar Hühner zum Pfarrer, streckten ihm die Hände entgegen und grüssten laut und deutlich mit ‹Gelobt sei Jesus Christus›.»

21. Mai 2019

Polarrot

Patrick Tschan: Polarrot, Piper, München,
2014
1929: Jack Breiter ist alles andere als ein Glückskind. In eine arme Schweizer Bauernfamilie geboren, will er unbedingt nach oben. Erst als glückloser Heiratsschwindler im noblen Palace Hotel in St. Moritz, später als Handelsvertreter beim Chemiekonzern Gugy. Zunächst mit glänzendem Erfolg: Dank des Reichsbeflaggungsgesetzes von 1935 verkauft Breiter Hektoliter um Hektoliter der Farbe «Polarrot» für die Hakenkreuzfahne. Er wird rasch zum Starverkäufer der Firma. Doch dann verliebt er sich in die Frau seines Chefs, eine Halbjüdin, und lässt sich ihr zuliebe auf ein riskantes Goldschmuggel-Unterfangen ein. Prompt wird Breiter ertappt – und plötzlich ist es mit dem Spass vorbei … (Inhaltsangabe zum Buch)

BE: Biel, Taubenlochschlucht, Courtelary (Camille Bloch), Stadt Bern, Bremgartenwald BL: Oberer Hauensteinpass, Langenbruck BS: Stadt Basel (Bahnhof SBB, Badischer Bahnhof, Hotel Drei Könige,  Zoo, Rhein, Rheinbrücke, Kleinbasel, GR: St. Moritzersee, St. Moritz, Berninapass JU: Saignelégier und Umgebung, Doubs, Goumois, Les Chenevières bei Les Emibois, Le Noirmont, St-Ursanne, Biaufond, La Goule, Arrête des Sommêtres SG: Toggenburg, Chreialp, Klosterinternat St. Gallen, Linsenbühlquartier St. Gallen SO: Stadt Solothurn, Oberer Hauensteinpass, Mariastein ZH: Stadt Zürich (Landesausstellung) D: KZ Dachau, Wiesental, Plauen, Bad Hersfeld F: Colmar, Col de la Schlucht, Hartmannswillerkopf, Charmauvillers, Doubs, Maîche

21. Januar 2019

Menschen am Schnebelhorn

Otto Schaufelberger: Menschen am
Schnebelhorn, Verlag Druckerei Wetzikon,
1942
Dieses 400seitige Heimatbuch hat seinen Weg ins Volk hinaus schon vor zehn Jahren angetreten. Trotzdem ist es keineswegs veraltet, weil es an keine Zeit gebunden ist. Es hat in den verflossenen Jahren ohne grosse propagandistische Empfehlungen über 10.000 Abnehmer gefunden. Im Zürcher Oberland geniesst es beinahe in jedem Haus Gastrecht.

Obwohl dieses Tagebuch des Schulmeisters von Strahlegg ein Zürcher Oberländer Buch ist, wird es auch in andern Regionen der Schweiz mit demselben Interesse, mit der gleichen Hingabe gelesen und verschlungen wie in Zürich und Winterthur. Ein Strom erfrischender Berg- und Waldluft rauscht aus diesem Buch. Zahlreiche kernige Lebensweisheiten vertiefen den Inhalt und goldig ist der Humor, der sich aus jedem Kapitel in Fülle ergiesst. Verschiedene Menschentypen sind derart ulkig-derb oder dann wieder so charakteristisch scharf profiliert, dass man sie lieb gewinnt und sie wie gute Bekannte nicht mehr vergisst. Stehe nun die Liebe, eine menschliche Schwäche oder die Kraft und Gradheit eines urchigen Berglers im Vodergrund – immer ist es gesunde Kost, was uns der Verfasser auftischt. (Klappentext)

SG/ZH Schnebelhorn und Umgebung

Otto Schaufelberger, geboren am 21.1.1901 in Rüti (ZH), gestorben am 21.3.1987 Bottighofen, besuchte in Küsnacht (ZH) das  Lehrerseminar. Ab Beginn der 1920er Jahre war er Primarlehrer an verschiedenen Schulen im Zürcher Oberland, zuletzt in Uster. Schaufelberger erreichte als Dichter und Schriftsteller Bekanntheit. Er verfasste Romane («Menschen am Schnebelhorn», «Die braune Brandung», Kurzgeschichten und Anekdoten («Vom Bachtel- bis zum Eiffelturm»), Heimatbücher (u.a. «Das Zürcher Oberland»), Gedichte, elf Mundartbändchen sowie rund 50 Festspiele. Die Pflege der Mundart des Zürcher Oberlandes war ihm ein besonderes Anliegen. 1942 und 1975 erhielt er vom Kanton. Zürich eine Ehrengabe sowie 1960 eine Anerkennungsgabe.

9. Mai 2018

Rosenrot ist mausetot

Andreas Giger: Rosenrot ist mausetot,
Emons Verlag, Köln, 2013
Die bekannte Gartengestalterin Graziella Rosengarten wird erschossen in einem Appenzeller Landgasthof aufgefunden. Gleichzeitig wird die Zürcher Gartenbaufirma Spross erpresst. Was haben die beiden Fälle miteinander zu tun? Das bewährte Privatschnüfflerpaar Franz und Adelina macht sich auf die Suche nach Antworten, stösst dabei auf finstere Machenschaften der Hochfinanz und gerät selbst in tödliche Gefahr … Märchenhaft heiter und haarscharf realistisch: ein vergnüglicher Appenzellerland-Krimi mit einem Abstecher nach Zürich. (Klappentext)

AR: Wald (Hauptschauplatz), Trogen SG: Stadt St. Gallen ZH: Stadt Zürich