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6. August 2026

Der böse Trieb

Alfred Bodenheimer: Der Böse Trieb,
Kampa, Zürich, 2021
Eigentlich hat Rabbi Klein in seiner Zürcher Gemeinde genug zu tun, doch als in Inzlingen kurz hinter der deutschen Grenze der Zahnarzt Viktor Ehrenreich erschossen wird, fühlt sich Klein zu einem Kondolenzbesuch bei dessen Ehefrau Sonja verpflichtet. Schliesslich kannte er den Toten gut: Jedes Jahr zu Beginn des Monats Elul hat er eine «Sichat Nefesch», ein Seelengespräch, mit ihm geführt. Steht der Mord mit den Eheproblemen der Ehrenreichs in Verbindung? Oder hat er mit der Mussar-Bewegung und Viktors regelmäßigen Reisen in den Kongo zu tun? Und welche Rolle spielt Sonjas Freundin Anouk Kriesi, die mit ihrem Mann einen dubiosen Youtube-Kanal unterhält? Klein beginnt auf eigene Faust zu ermitteln – nicht nur, weil er den zuständigen Kommissar Unmüssig nicht ausstehen kann, sondern auch, um sich nicht mit seinen eigenen Problemen beschäftigen zu müssen: Er hat sich so mächtige Feinde gemacht, dass ihm ein Berufsverbot droht. Das Schlimmste aber ist, dass Rivka wütend auf ihn ist: Denkt Klein zwischen seinen ganzen Verpflichtungen vielleicht auch mal an seine Frau und seine Töchter? (Klappentext)

AG: Rheinfelden, Möhlin, Würenlos BS: Eiserne Hand, Stadt Basel, Riehen GR: Arosa ZH: Stadt Zürich D: Inzlingen, Lörrach, Rheinfelden, Bad Bellingen, Freiburg i.Br., Frankfurt a.M. CD: Lubambashi IL: Tel Aviv

22. Juli 2026

Dieses endlose Schweigen

Sandrine Fabbri: Dieses endlose Schweigen,
Lenos, Basel, 2011
Eines Tages endet plötzlich die Kindheit. Vor einem Körper, der aus dem vierten Stock gefallen ist. Direkt auf den Asphalt. Nach dem Unaussprechlichen wird die Mutter, die gestorben ist, totgeschwiegen. Die Hinterbliebenen, Vater und Tochter, sind fortan auf sich selbst zurückgeworfen. Doch wie leben mit der Lücke, die die Mutter hinterlassen hat? Wie überleben inmitten der Stille, der Lügen, die um die Fortgegangene gesponnen werden

Jahre später, als auch der Vater nicht mehr lebt, sucht die inzwischen erwachsene Tochter nach der Wahrheit über den Selbstmord, der als Unfall ausgegeben wurde. Wer war ihre Mutter, sie, die Genferin aus der Bohème, die einen jugoslawischen Einwanderer geheiratet hatte? Die Tochter beginnt nachzuforschen, taucht in die Tristesse einer Genfer Satellitenstadt ein, streift die Welt der Psychiatrie und stösst dabei auf weitere Tragödien in ihrer Familie.

Sandrine Fabbris Debütroman über ein Kind, das auf brutalste Weise von seiner Mutter verlassen wurde, ist schrecklich und prächtig zugleich. Ob Autofiktion oder Autobiographie, die Autorin überzeugt durch die Kraft ihres atemlosen und poetischen Stils.
(Klappentext)

GE: Stadt Genf, Meyrin (Cité Ciel Bleu) ZH: Stadt Zürich I: Rimini, Alassio, Abano, Venedig SLO: Lokavec

8. April 2026

Verweile doch!

Arnold Kübler: Verweile doch! Ex Libris,
Zürich, 1974
«Belächle die Hatz und die Hetz und den Stress und die Fitness … Erfahre dich selbst» – der Feder- und Wortkünstler Arnold Kübler zeigt, wie er die Welt sieht.

«Ich beginne mit dem Schauen, mit dem Augenerlebnis», versichert Arnold Kübler. Seine meist heiteren Berichte und Zeichnungen, die er seit 1970 in den Sonntagsausgaben der «Neuen Zürcher Zeitung» veröffentlichte und nun seinen Freunden in Buchform vorlegt, sind keineswegs nur illustrierte Texte; sie sind vielmehr eigenständige zeichnerische Beobachtungen, denen der Text nur zufügt, was sich aus dem Gezeichneten nicht ablesen lässt. Freilich ein Text, der die Gedanken des Lesers ebenso verführt wie die Zeichnungen das Auge des Betrachters.

Da ist von den Umständen die Rede, unter denen die jeweilige Zeichnung entstand, von Begegnungen mit verständigen und unverständigen Menschen, von der Vergangenheit und vom Schicksal der Orte, überhaupt von allem, was Orte, Menschen und Dinge preisgeben, wenn man, wie Arnold Kübler, die innere Ruhe hat, zu verweilen. Auf verborgene Schönheiten hinweisend, lächelnd oder provokativ auf etwas deutend, Stimmungen einfangend oder neugierig beobachtend zieht der schreibende Zeichner oder zeichnende Schreibende durch die Welt. Und die Welt ist alles, was seine wache Aufmerksamkeit zu fesseln vermag: das Fabrikgelände in Zürich-Oerlikon ebenso wie Sizilien, das Bündnerland ebenso wie Dresden oder Frankreich.

«Verweile doch!» ist eine Aufforderung an die Zeitgenossen, vielleicht sogar eine Beschwörung, an den Wundern dieser Welt nicht achtlos vorüberzuhasten.
(Klappentext)

4. Februar 2026

Teufelsfrucht

Tom Hillenbrand, Teufelsfrucht,
Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2011
Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschliesst der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stösst er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein und erkennt, was auf dem Spiel steht. (Klappentext)

PNG: Aramia-Ebene L: Stadt Luxemburg (Hauptschauplatz) F: Flughafen Charles-de-Gaulle, Paris, Châlons-en-Champagne, St-Martin-aux-Champs, Grand Étang du Roi, Lyon D: Hohenheim b. Stuttgart, Bitburg I: Aostatal GE: Stadt Genf, Genfersee ZH: Stadt Zürich

14. Januar 2026

Geschafft!

Kürzlich kam ich nach über 400 Kilometern Fussmarsch in Kreuzlingen an. Begonnen hatte das Ganze im April 2021 in Lausanne, wo ich mich aufmachte, das Schweizer Mittelland im Wald zu durchqueren. Kein einfaches Unterfangen, da zwischen Lac Léman und Bodensee kein durchgehender Wald besteht. Alles in allem war ich anlässlich der 25 Tagesetappen 260 km im Wald, 56 km am Waldrand und 95 km in offenem Gelände unterwegs. Und nun? Nun mache ich mich an die Dokumentation dieser unglaublich schönen und erfüllenden Fernwanderung. Ein Buch mit etwas Text und vielen Fotos soll es werden. Der Buchtitel steht schon mal fest: «IM WALD».

10. Dezember 2025

Retro 2025 – 3

Frühling: Da sind der Gefühle und Eindrücke viele! Für mich unter anderem der unverwechselbare Ruf des Buchfinks, die verlockenden Temperaturen, das Gesumme von Bienen und eben ... und vor allem ... der unwiderstehliche Duft des Bärlauchs. Hinzu gesellt sich die schon fast subversive Frechheit, den Waldboden über und über mit wohltuendem Grün zu überziehen. Und wenn dieser Bärlauch einmal blüht! Forstlich-paradiesische Zustände sind das. Zumindest für mich.

So war es denn auch wieder einmal im März an und auf der Lägeren im Rahmen einer zweitägigen Wanderung von Baden auf den Hönggerberg im aargauisch-zürcherischen Grenzgürtel soweit. Bärlauch, Bärlauch, Bärlauch! Gibt es etwas Schöneres im Lenz, als sich zu Fuss durch die betörenden Felder zu bewegen? Ich meine nein. In diesem Sinne schlummert in mir, nebst der Vorfreude auf den nahenden Winter, bereits jene auf die übernächste Jahreszeit.

8. November 2025

Die Strasse

Anton Bürkli: Die Strasse, Neue Schweizer
Bibliothek, Zürich, 1970
Wie ein riesiges, grasbewachsenes Scheunendach guckt Jost Theilers Bauerngütchen am Fusse des Pilatus über das Land. Viel harte Arbeit verlangt dieses steile Bord, um die grosse Familie zu ernähren und den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Da wird mitten durch Theilers Land eine breite Autostrasse gebaut. Zuerst fürchtet er, dadurch seine Existenz zu verlieren. Aber dann machen ihn geschäftstüchtige Spekulanten stutzig: Die gute neue Zufahrt, die herrliche Aussicht, die sonnige Lage machen aus Jost Theilers steinigem Boden dank der Strasse eine wahre Goldgrube. Wie stellen er und seine Frau, wie stellen sich vor allem die heranwachsenden Kinder Theilers zu diesem unerwarteten und überraschenden Reichtum?

Der Roman «Die Strasse» bringt ein Stück gelebtes Leben, heutige Wirklichkeit, Wohlstandssorgen, Wohlstandsängste und Wohlstandsglück. Hier einmal nicht aus bürgerlich-industrieller, sondern aus bäuerlicher Sicht. Anton Bürkli schreibt einfach, spannend, vor allem ganz aus der Sprache und Erlebniswelt sein er Gestalten.
(Klappentext)

Anton Bürkli wurde am 24. März 1919 in der Gemeinde Werthenstein (LU) als jüngstes von sechs Kindern geboren. Er verlebte seine Jugendzeit auf dem elterlichen Bauernhof, besuchte die Primarschule im Farnbühl oberhalb des luzernischen Schachens und die Sekundarschule in Malters. Später erwarb er sich in Neuenburg ein kaufmännisches Diplom. Anschliessend rief ihn Vater Staat in die Rekrutenschule und in den Aktivdienst. Anton Bürkli wohnte im eigenen Haus in der Nähe seines Heimatortes Werthensteins. Seine Romangestalten werden immer jene Menschen sein, die abseits der grossen Städte leben und denen sich der Autor so sehr verbunden fühlt. (Autorenporträt Schutzumschlagklappe).

Leider findet sich im Internet nichts über das Leben von Anton Bürkli. Sollte jemand, der dies liest, mehr über den Autor wissen, insbesondere wann er gestorben ist, dann bitte ich um eine Mitteilung an fotowerker12@gmail.com.)

BE: Stadt Bern LU: Wolhusen und Umgebung (Hauptschauplatz), Stadt Luzern, Seetal ZH: Stadt Zürich, Kloten Flughafen

2. Juni 2025

Rütlischwur

Michael Theurillat: Rütlischwur, List,
Berlin, 2012
Kommissar Eschenbach hat sich eine Auszeit genommen und verbringt ein paar Wochen in Kanada. Als er ins Polizeipräsidium zurückkehren will, hat sich dort einiges verändert. Zu viel nach seinem Geschmack. Da kommt das Angebot von Jakob Banz gerade recht, als Jurist in der Privatbank Duprey einzusteigen.

Eschenbach soll intern – und möglichst geräuschlos – ermitteln, warum sein Vorgänger Peter Dubach spurlos verschwunden ist. Banz verdächtigt Dubach, sensible Kundendaten veruntreut zu haben. In einem Klima des Misstrauens gegenüber der Bankenwelt will er unter allen Umständen verhindern, dass der Fall Wellen schlägt. Kaum nimmt Eschenbach die Untersuchung auf, wird Jakob Banz nachts in seinem Büro ermordet. Wer hat ein Interesse an dem Tod des bekannten Bankiers oder daran, der Bank zu schaden? Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Banz' Assistentin Judith, doch Kommissar Eschenbach verfolgt eine ganz andere Spur. (Inhaltsangabe zum Buch)

BE Stadt Bern, LU, UR Vierwaldstättersee, DS Schiller, Rütli SZ Einsiedeln ZH Stadt Zürich (Hauptschauplatz), Thalwil, Rüschlikon CAN Vancouver IRL Dublin, Maryborough Hill b. Cork

27. April 2025

Lebensgefährlich verletzt

Emil Zopfi: Lebensgefährlich verletzt,
Ex Libris, Zürich, 1986
Der Autor stellt Nachforschungen über den Tod seiner Mutter an, die er als achtjähriges Kind bei einem Verkehrsunfall verloren hat. Dieses einschneidende Kindheitserlebnis, der Verlust, drängt nach Verarbeitung. So wurde dieses neue Buch auch sein persönlichstes.

Nachdem Emil Zopfi in seinen bisher erschienenen Büchern sein Trauma bruchstückhaft und nur am Rande angesprochen hat, indem er autobiographische Teile in erfundene Figuren hineinlegte, entschliesst er sich jetzt zu radikaler Autobiographie, ‹schreiben, wie alles gewesen ist›, wohlwissend, dass das Gedächtnis die Erinnerungen zurechtbiegt. Es geht aber nicht um eine wahrheitsgetreue Rekonstruktion des Unfalls, es geht vielmehr um einen Prozess der Identitätsfindung des Sohnes, der in allen seinen Beziehungen Ersatz für seinen Verlust sucht.

So entschliesst sich der Autor eines Tages, sich auf eine Nachforschung nach den Ursachen für seine Verletzung zu begeben. In Archiven sucht er nach den entsprechenden Zeitungsartikeln und den Gerichtsakten, die über den Unfall berichten, findet er das gerichtsmedizinische Gutachten. Er besucht aber auch Zeugen, die ihm den Unfall und seine Umstände schildern. So legt er Schicht um Schicht frei. (Klappentext)

«Strassenverkehr ist Bürgerkrieg. Ein Krieg, der politische Hintergründe hat: Die Vorstellung, dass Freiheit vor allem die Freiheit des Starken sei, den Schwachen kaputtzumachen. Freie Fahrt, Strasse frei, Tempo frei, gurtenfrei, Benzin zollfrei, Autobahn gebührenfrei, Freiheit, die ich meine. Ein Bürgerkrieg, an dem wir alle schweigend teilnehmen, den wir alle verschweigen.» (Seite 115)

30. März 2025

Schrottreif

Isabel Morf: Schrottreif, Gmeiner,
Messkirch, 2009
Der Frühling hält endlich Einzug in Zürich. Doch Valerie Gut ist verzweifelt. In ihrem Fahrradgeschäft FahrGut ereignen sich mysteriöse Vorfälle: Immer wieder wird Zubehör gestohlen, in einer anonymen Zuschrift wird Valerie beschimpft, ein Kunde kehrt von einer Probefahrt mit einem teuren Rad nicht zurück, aus der Kasse verschwinden 4000 Franken. Und dann liegt auch noch ein toter Mann im Laden. Erschlagen. Eine echte Herausforderung für den erfahrenen Ermittler Beat Streiff von der Stadtpolizei Zürich und seine junge, energische Kollegin Zita Elmer.
(Inhaltsangabe zum Buch)

ZH: Zürich-Wiedikon

6. März 2025

Nick Tappoli

Jakob Christoph Heer: Nick Tappoli,
Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart/
Berlin, 1922
«Nick Tappoli» spielt im malerischen Eglisau (Kanton Zürich) und dreht sich um das Leben der Einwohner, insbesondere um das Leben der Familie Tappoli und ihre Beziehungen zu anderen Bewohnern der Gemeinde. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die Figuren Ulrich Junghans, ein Junge mit Sehnsüchten und Träumen, und Nick Tappoli, die hilfsbereite und lebhafte Tochter des örtlichen Pfarrers.

Der Anfang von «Nick Tappoli» spielt in einer Zeit des sozialen Wandels, in der sich die Gemeinde mit den Veränderungen im Handel und im täglichen Leben auseinandersetzt, die durch das Aufkommen der Eisenbahn verursacht werden. Der Autor stellt die Hauptfiguren und ihre Hintergründe vor, schildert Ulrichs ehrgeizigen, aber fehlgeleiteten Fluchtversuch, der zu einer Verletzung führt, und reflektiert seine Beziehungen zu seiner Familie, insbesondere seine aufkeimenden Gefühle für Nick. Während Ulrich die Herausforderungen des Erwachsenwerdens meistert, vermischen sich Gefühle der Frustration und der Zuneigung, wodurch die Themen des Erwachsenwerdens festgelegt werden, die sich im Laufe des Romans entwickeln. Die Erzählung fängt den Geist und den Aufruhr von Kindheitsträumen, familiären Pflichten und den Realitäten des Lebens in einer eng verbundenen Gemeinschaft ein.

AG: Kaiserstuhl SH: Rheinfall, Schloss Wörth SZ: Gross Mythen TG: Kreuzlingen, Seerücken, Schloss Arenenberg ZH: Eglisau (Hauptschauplatz), Rafzerfeld, Wil, Fussreise Eglisau - Zürich - Eglisau, Glattfelden, Weidlingsfahrt auf dem Rhein vom Rheinfall (Schloss Wörth) nach Kaiserstuhl, Stadt Zürich (Hauptschauplatz), Uetliberg, Zürichsee, Kilchberg, Zürichberg, Adlisberg D: Hohentengen, Weisswasserstelz, Nürnberg, Knoblauchsland b. Nürnberg, Mainz, Frankfurg, Schifffahrt von Mainz nach Koblenz, Wanderung von Assmanshausen via Niederwald nach Rüdesheim, Schifffahrt Rüdesheim Mainz, Köln, Berlin, Lübeck

20. Februar 2025

Aus meinem Bauernleben

Alois Günthard: Aus meinem Bauernleben,
Friedrich Reinhardt, Basel, 1956
Alois Günthart ist in Bauernkreisen durch seine landwirtschaftlichen Arbeiten wohlbekannt. «Die Grüne» hat ihm und seinem Brüderhof in Dällikon (ZH) eine Sondernummer gewidmet. 

Günthart hat die vorliegenden Aufzeichnungen als Vermächtnis für seine acht Söhne, Sohnsfrauen und Enkel geschrieben. Auf Bitten von Freunden und des Verlegers hat sich der Verfasser bewegen lassen, dieses einzigartige, in seiner Art meisterhafte Lebensbild vielen zugänglich zu machen mit dem Erfolg, dass schon wenige Wochen nach Erscheinen die erste grosse Auflage vergriffen war und das Buch neu gedruckt werden musste. (Klappentext)

17. Februar 2025

Der Schulpfleger

Arthur Honegger: Der Schulpfleger,
Huber, Frauenfeld, 1978
Das vorliegende Werk Arthur Honeggers zeigt den Schriftsteller von einer neuen Seite. «Der Schulpfleger» ist eine ironisch-witzige Schilderung des politischen Lebens in einem kleinen Gemeinwesen, das der Autor «Eulach» benennt.

John Hartwig, ein Zugezogener, aber in Eulach schon seit Jahren ansässig, ein fleissiger Sozialdemokrat, wird unversehens, der Zufall will’s, zur Wahl als neuer Schulpfleger vorgeschlagen. Honegger beschreibt mit echtem Sinn für Humor die Irrungen und Wirrungen, das verschlungene Netz vordergründiger und hinterhältiger Ränkespiele und Verwicklungen, welche sich im Vorfeld dieser Wahl abspielen. Die beissende Schilderung der Figuren, der Parteien, des Geredes in den Wirtschaften und an den Arbeitsplätzen ergibt eine vergnügliche Anatomie eines Gemeinwesens, wie es sich überall finden liesse.

Arthur Honegger (geboren 1924) ist durch seine soziale und politische Probleme aufgreifenden Romane bekannt geworden. «Die Fertigmacher » (1974), «Freitag oder die Angst vor dem Zahltag» (1976), «Wenn sie morgen kommen» (1977) haben leidenschaftlich geführte Auseinandersetzungen und Diskussionen unter den Lesern und bei der Kritik hervorgerufen und den Erfolg Honeggers als Schriftsteller begründet.
(Klappentext)

ZH: Fiktive Gemeinde bei Winterthur

18. August 2024

Das Geheimnis der Söhne

Christine Brand: Das Geheimnis der
Söhne, Landverlag, Trubschachen, 2010
Die Geschichte des betagten Häftlings Valentin Mannhart lässt die TV-Reporterin Milla Nova nicht mehr los. Als sie eintaucht in die Vergangenheit, stösst sie auf einen Luzerner Politiker, der im Wald erschossen wurde. Auf einen Emmentaler Richter, der in seinem Schaukelstuhl einen unnatürlichen Tod starb. Auf einen ermordeten Hotelpagen im Berner Oberland und einen Rentner, der im Garten einer Zürcher Seniorenresidenz getötet wurde. Warum hat Mannhart die vier Männer scheinbar wahllos umgebracht? Ist es wirklich möglich, dass er seine Taten vergessen hat? Und was haben die Morde mit einer Hinrichtung aus dem Jahr 1934 zu tun? Was für Milla Nova zunächst nach einer quotenträchtigen Story über einen verwahrten Vierfachmörder aussieht, entwickelt sich mehr und mehr zum Albtraum für die TV-Reporterin. Denn je näher sie dem Geheimnis der Söhne kommt, desto mehr wird Milla Nova selbst zur Gejagten. Und muss für ihre Neugierde einen hohen Preis bezahlen.
(Klappentext)

BE: Stadt Bern LU: Stadt Luzern ZH: Stadt Zürich

Hinweis: Dieser äusserst lesenswerte Krimi gibt es auch in meinem Buchantiquariat zu kaufen.

7. August 2024

Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt

Peter Stamm: Die sanfte Gleichgültigkeit der
Welt, S. Fischer, Frankfurt/Main, 2018
Christoph verabredet sich in Stockholm mit der viel jüngeren Lena. Er erzählt ihr, dass er vor 20 Jahren eine Frau geliebt habe, die ihr ähnlich, ja, die ihr gleich war. Er kennt das Leben, das sie führt, und weiss, was ihr bevorsteht. So beginnt ein beispiellos wahrhaftiges Spiel der Vergangenheit mit der Gegenwart, aus dem keiner unbeschadet herausgehen wird. 

Können wir unserem Schicksal entgehen oder müssen wir uns abfinden mit der sanften Gleichgültigkeit der Welt? Peter Stamm, der grosse Erzähler existentieller menschlicher Erfahrung, erzählt auf kleinstem Raum eine andere Geschichte der unerklärlichen Nähe, die einen von dem trennt, der man früher war.
(Klappentext)

Dieser Roman wurde 2018 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.

«Würde Albert Camus heute leben, würde er vielleicht Bücher schreiben wie Peter Stamm …» The New Yorker

ZH: Stadt Zürich S: Stockholm F: Paris

23. Juni 2024

Feuerprobe

Peter Zeindler: Feuerprobe, Arche,
Zürich, 1991
Juli 1990. Die DDR vor der Wiedervereinigung. Was wird aus dem Geheimdienst? Was aus Gerd Brenner, dem DDR-Spion? Und was aus Rolf, dem Führungsoffizier in der Magdalenenstrasse in Ost-Berlin?

Zürich, Kaiserslautern und Ramstein, Zwickau, Chemnitz und ein Wald bei Gera: Das sind die Stationen, an denen Peter Zeindler seinen «Kundschafter» Gerd Brenner in dem neuen spannenden Polit-Thriller agieren lässt.

Seit mehr als 20 Jahren übermittelt Gerd Brenner, getarnt als Vertreter für Kunstdrucke, Informationen vom NATO-Stützpunkt Ramstein an seine Auftraggeber in der Magdalenenstrasse. Er ist mit Sabine, einer Journalistin, verheiratet, auf den Partys der amerikanischen Offiziere in K-Town gerngesehener Gast.

Als Volker Neumann, in Oelsnitz im Erzgebirge aufgewachsen, hat er, der Sohn eines Nazis, von frühauf Gehorsam, Disziplin und Verstellung gelernt – ein Kindheitsmuster, das dem ostdeutschen Geheimdienst so prädestiniert erscheint, dass der Kunsthistoriker in der Kaderschule in Karlshorst zum Agenten ausgebildet wird. Sein Deckname: Sachse. Sein Legendenspender: Gerd Brenner, Buchdrucker aus Leipzig. Sein Führungsoffizier: Rolf, der Mann mit dem wächsernen Gesicht, der Mann mit der Maske am Hinterkopf. Sein Verbindungsmann: Fred, der notorische Bordellgänger.

Als Gerd Brenner an diesem Sonntagnachmittag im Juli 1990 wieder einmal an Freds Lieblingstreff in Zürichs Altstadt auf diesen wartet, wartet er vergeblich: Fred taucht nicht auf. Statt dessen folgt ihm nicht von ungefähr ein schwerer massiger Mann … (Klappentext)

ZH: Stadt Zürich D: Kaiserslautern, Ramstein, Zwickau, Chemnitz, Wald bei Gera

19. April 2024

Gift im Aargau

Ina Haller: Gift im Aargau, Emons, Köln,
2014
Andrina Kaufmann gerät unter Verdacht, ihre Freundin getötet zu haben. Einen Tag nach der Tat verschwindet ihr Lebensgefährte, der Leiter der Abteilung Leib und Leben der Kripo Aargau, spurlos. Steckt womöglich die Polizei hinter dem Mord? Andrina, die den Ermittlern immer mehr misstraut, beginnt auf eigene Faust zu recherchieren – und bringt sich dadurch in Lebensgefahr. (Klappentext)

AG: Aarau, Erlinsbach, Oberentfelden, Auenstein ZH: Winterthur

20. März 2024

Leere Gräber

Petra Ivanov: Leere Gräber, Unionsverlag,
Zürich, 2014
Bei der Bergung eines Schiffsmotors vom Grund des Zürichsees stösst ein Polizeitaucher auf die Leiche eines Mannes. Dessen Glieder wurden mit Hanteln beschwert, was einen Unfall ausschliesst. Da der Tote in der Schweiz nicht vermisst wird, schalten Staatsanwältin Regina Flint und Kriminalpolizist Bruno Cavalli Interpol ein. Bald wird klar: Die Beschreibung passt auf einen argentinischen Journalisten, der vor sechs Monaten spurlos verschwunden ist. Doch was führte Ramón Penasso nach Zürich? Und woran arbeitete er vor seinem Tod?

Weil die Untersuchung nicht vorankommt, fliegt Regina Flint nach Buenos Aires. In Zürich überschreitet Bruno Cavalli auf der Jagd nach dem Täter die Grenzen des gesetzlich Erlaubten. Denn er hat nichts mehr zu verlieren.
(Inhaltsangabe im Buch)

ZH: Stadt Zürich, Zürichsee, Uetliberg, Uitikon, Urdorf, Gockhausen, Bonstetten, Herrliberg, Zollikon PY: Asunción RA: Buenos Aires ROU: Montevideo

20. Februar 2024

26 Kantone 26 Wanderungen – 8

Über die achte Wanderung – der Kanton Zürich war an der Reihe – im Rahmen meines Jahresprojektes habe ich im Post vom 18.2. bereits berichtet. Über das Projekt: Für 2024 habe ich mir vorgenommen, jeden Kanton mindestens ein Mal fussgängerisch zu beehren. Die Liste wird nach jeder Begehung eines Kantons erneut publiziert. 


 Route km  Datum 
AG  Seon – Lütisbuech – Brunegg 15,5  27.01.2024
AI       
AR   Herisau – Ober Waldstatt – Urnäsch 14,3 19.01.2024
BE   Riedtwil – Rütschelen – Langenthal 17,0 03.01.2024 
BL       
BS       
FR       
GE   Chancy – Champlong – La Plaine 14,2  03.02.2024
GL       
GR       
JU       
LU       
NE   Les Sagnettes – St-Sulpice – Les Verrières  14,0 12.01.2024 
NW       
OW       
SG       
SH      
SO  Olten – Rumpelhöchi – Hägendorf 10,4   16.01.2024
SZ      
TG      
TI       
UR       
VD       
VS       
ZG   Sihlbrugg – Edlibach – Oberägeri 13,9   01.01.2024
ZH   Zürich HB – Küsnacht – Meilen 16,8 17.02.2024