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| Gabriel Anwander: Hohgant, Emons, Köln 2016 |
2. April 2026
Hohgant
19. Februar 2026
Morgarten
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| Peter Beutler: Morgarten, Emons, Köln 2014 |
LU: Stadt Luzern (Hauptschauplatz), Gisikon, Fuchsberg ob Gisikon BE: Stadt Bern GR: Ofenpass, Val Müstair A: Eisenerz, Leoben, Wien I: Taufers USA: Lucerne
27. Dezember 2025
Retro 2025 – 10
Sind sie nicht putzig, diese Burenziegen? Angetroffen habe ich sie im Oktober mitten im tiefsten Entlebuch unweit der Gehöfte Hinter Ziegerhütten (nomen est omen) und Ober Rotmoos.
Die Begegnung mit Tieren aller Art ist für mich immer wieder einer der Höhepunkte beim Wandern. Und zwar egal, ob es sich um Haus- und Nutztiere oder Wildtiere handelt. Der Klassiker ist selbstverständlich der Hund, zu dem ich in all den Jahren eine besonders innige Zuneigung entwickelt habe. Treffe ich auf Menschen, die ihre Fellnase spazieren führen, dann entwickelt sich nicht selten ein kürzeres oder längeres Gespräch, das sich oft nicht nur um den Hund dreht. Bei Nutztieren sind es in der Tat die Ziegen, die es mir angetan haben. Gibt es etwas Keckeres, Intelligenteres und Trittsicheres unter den landwirtschaftlichen Milchspenderinnen, als diese nimmermüden Abkömmlinge von Steinbock und Steingeiss?
8. November 2025
Die Strasse
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| Anton Bürkli: Die Strasse, Neue Schweizer Bibliothek, Zürich, 1970 |
Der Roman «Die Strasse» bringt ein Stück gelebtes Leben, heutige Wirklichkeit, Wohlstandssorgen, Wohlstandsängste und Wohlstandsglück. Hier einmal nicht aus bürgerlich-industrieller, sondern aus bäuerlicher Sicht. Anton Bürkli schreibt einfach, spannend, vor allem ganz aus der Sprache und Erlebniswelt sein er Gestalten. (Klappentext)
Anton Bürkli wurde am 24. März 1919 in der Gemeinde Werthenstein (LU) als jüngstes von sechs Kindern geboren. Er verlebte seine Jugendzeit auf dem elterlichen Bauernhof, besuchte die Primarschule im Farnbühl oberhalb des luzernischen Schachens und die Sekundarschule in Malters. Später erwarb er sich in Neuenburg ein kaufmännisches Diplom. Anschliessend rief ihn Vater Staat in die Rekrutenschule und in den Aktivdienst. Anton Bürkli wohnte im eigenen Haus in der Nähe seines Heimatortes Werthensteins. Seine Romangestalten werden immer jene Menschen sein, die abseits der grossen Städte leben und denen sich der Autor so sehr verbunden fühlt. (Autorenporträt Schutzumschlagklappe).
2. Juni 2025
Rütlischwur
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| Michael Theurillat: Rütlischwur, List, Berlin, 2012 |
Eschenbach soll intern – und möglichst geräuschlos – ermitteln, warum sein Vorgänger Peter Dubach spurlos verschwunden ist. Banz verdächtigt Dubach, sensible Kundendaten veruntreut zu haben. In einem Klima des Misstrauens gegenüber der Bankenwelt will er unter allen Umständen verhindern, dass der Fall Wellen schlägt. Kaum nimmt Eschenbach die Untersuchung auf, wird Jakob Banz nachts in seinem Büro ermordet. Wer hat ein Interesse an dem Tod des bekannten Bankiers oder daran, der Bank zu schaden? Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Banz' Assistentin Judith, doch Kommissar Eschenbach verfolgt eine ganz andere Spur. (Inhaltsangabe zum Buch)
BE Stadt Bern, LU, UR Vierwaldstättersee, DS Schiller, Rütli SZ Einsiedeln ZH Stadt Zürich (Hauptschauplatz), Thalwil, Rüschlikon CAN Vancouver IRL Dublin, Maryborough Hill b. Cork
18. August 2024
Das Geheimnis der Söhne
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| Christine Brand: Das Geheimnis der Söhne, Landverlag, Trubschachen, 2010 |
11. April 2024
26 Kantone 26 Wanderungen – 12
| Route | km | Datum | |
| AG | Seon – Lütisbuech – Brunegg | 15,5 | 27.1.2024 |
| AI | |||
| AR | Herisau – Ober Waldstatt – Urnäsch | 14,3 | 19.1.2024 |
| BE | Riedtwil – Rütschelen – Langenthal | 17,0 | 3.1.2024 |
| BL | |||
| BS | |||
| FR | |||
| GE | Chancy – Champlong – La Plaine | 14,2 | 3.2.2024 |
| GL | |||
| GR | |||
| JU | Buix – La Tenie – Chevenez | 19,2 | 9.3.2024 |
| LU | Gelfingen – Ballwil – Emmenbrücke | 26,7 | 6./7.4.2024 |
| NE | Les Sagnettes – St-Sulpice – Les Verrières | 14,0 | 12.01.2024 |
| NW | |||
| OW | |||
| SG | |||
| SH | Siblingerhöhe – Langer Randen – Schaffhausen | 16,7 | 29.3.2024 |
| SO | Olten – Rumpelhöchi – Hägendorf | 10,4 | 16.1.2024 |
| SZ | |||
| TG | |||
| TI | |||
| UR | |||
| VD | |||
| VS | Arbaz – Chandolin – Ardon | 17,9 | 19.2.2024 |
| ZG | Sihlbrugg – Edlibach – Oberägeri | 13,9 | 1.1.2024 |
| ZH | Zürich HB – Küsnacht – Meilen | 16,8 | 17.2.2024 |
24. März 2024
3000
| Ein kurzer Abschnitt meiner 3000. Wanderung führte entlang des Skulpturenwegs von Dietwil. |
Gestern vollbrachte ich meine 3000. Wandertat seit Beginn der Aufzeichnungen am 28. März 1982. Ich ging vom luzernischen Rothenburg Station ins aargauische Sins. Das waren knapp 23 Kilometer in meist vorzüglichem Wanderterrain, inklusive mehrstündiger Wetterbesserung. 3000 Mal habe ich bislang die Wanderschuhe geschnürt, etliche Male davon zusätzlich die Schneeschuhe angezogen. Ziemlich genau 42 Jahre bin ich nun also per Pedes unterwegs. Eine lange Zeit und noch bin ich des Gehens nicht müde. Nach wie vor finde ich das Schritteln die mit Abstand beste, sinnvollste, schönste, umweltschonendste und beglückendste Art der Fortbewegung.
Wieder zu Hause nahm es mich wunder, wie lange ich jeweils für 1000 Wanderungen benötigte und wie viele Kilometer dabei pro 1000 Wanderungen zusammengekommen waren. Hier das Ergebnis:
|
Wanderungen |
1–1000 |
1001–2000 |
2001–3000 |
|
Datum |
18.1.1997 |
14.7.2013 |
22.3.2024 |
|
Zeitspanne |
5410 Tage |
6021 Tage |
3904 Tage |
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Distanz |
14'312.3 km |
13'353,9 km |
14'454,2 km |
|
Ø Distanz/Tour |
14,31 km |
13,35 km |
14,45
km |
Und weil ich mich ja auch als Netzwerkwanderer verstehe, habe ich, der unverbesserliche Liebhaber von Listen, in stundenlanger Arbeit ein Verzeichnis sämtlicher Netzwerkpunkte in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein erstellt. Ein Netzwerkpunkt ist entweder ein Start- oder ein Zielort einer Wanderung, der wiederum als Start- oder Zielort einer anderen Wanderung dient. Aktuell umfasst mein Wanderwerk insgesamt 1839 Netzwerkpunkte, wovon 71 nur einseitig ins Netz eingebunden sind, d.h. entweder nur einen Start- oder nur einen Zielpunkt darstellen. Die besagte Liste wird laufend aktualisiert und kann hier eingesehen werden. Derzeit bin ich daran, sämtliche Netzwerkpunkte noch genauer zu verorten und dort, wo relevant, die Bezeichnung der Haltestelle des öffentlichen Verkehrs anzubringen. In der Liste ist übrigens auch ersichtlich, ob ich bei Mehrtagestouren im Zelt oder in einer festen Unterkunft übernachtet habe.
Auf vielen dieser 3000 Wanderungen habe ich jeweils meine Kamera dabei gehabt. So auch gestern, denn einmal mehr hat es sich gelohnt, die Augen offen zu halten und von der Rolle des Wanderers in jene des Fotografen zu schlüpfen.
8. November 2023
8. März 2021
Der Ehemalige
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| Arthur Honegger: Der Ehemalige, Huber, Frauenfeld, 1979 |
«Jede harte Arbeit ist ein Pflasterstein auf dem Weg zurück in die Freiheit.» Das war der Lieblingsspruch des Anstaltsdirektors, den er seinen Zöglingen mit auf den Weg gab. Aber trotz harter Arbeit ist für den jungen Berni Oberholzer dieser «Weg zurück» nicht leicht. In seiner Heimatgemeinde ist er ungern gesehen, und so beginnt er seine Wanderfahrt als Knecht bei gerechten und ungerechten Meistern. Überall holt ihn seine Vergangenheit ein. Er wechselt seine Arbeitsstellen schneller als viele das Hemd. Schliesslich flüchtet er sich in eine seltsame Wohn- und Arbeitsgemeinschaft, die ihm kurze Zeit ein Gefühl der Geborgenheit gibt. Doch dieser Traum einer freien und glücklichen Gemeinschaft löst sich in nichts auf. Jetzt kehrt Berni dem «Knechten» verbittert den Rücken, arbeitet als Küchenbursche und Kellner in der Stadt; das führt ihn unverschuldet fast ins Gefängnis. Nun nimmt er sich vor, nicht mehr in der Fremde, sondern in der engeren Heimat Toleranz und Anschluss an die Gesellschaft zu erzwingen; dies gelingt ihm endlich mit der Hilfe eines Mädchens. Dieser autobiographisch gefärbte Roman ist kein Buch der Rechtfertigung oder der Anklage. Honegger schildert den «Weg nach oben» eines jungen Mannes kritisch und in selbstironischer Beobachtung. (Klappentext)
BE: Thun, Seftigen, Blumenstein, Schallenberg, Bettenhausen, Huttwil LU: Willisau TG: Märstetten, Schloss Altenklingen, Lippoldswilen, Kreuzlingen ZH: Bachtel, Tägernau, Gossau Kindlismannsmühle, Hettlingen, Zürich, Grüningen, Wallisellen, Tann, Albis, Hausen, Sihlbrugg, Schweikhof, Wändhüslen, Herschmettlen, Dürnten, Uitikon Mönchaltdorf, Uster, Lieberg D: Konstanz
Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Belletristik»).
21. Dezember 2020
Wetterschmöcker
Auf einem entlegenen Waldstück an der Sihl wird eine Tote entdeckt. Der Leichnam wurde verbrannt, nach indianischem Ritual. Spuren von Edelweiß werden gefunden. Kommissar Eschenbach steht vor einem Rätsel. Seine Ermittlungen führen ihn nach Zug zu einem weltweit operierenden Wirtschaftsunternehmen, das mit Rohstoffen handelt, und nach Muotathal, einem der abgeschiedensten Flecken der Schweiz. Welches Geheimnis verbindet die beiden Orte? (Klappentext)
Michael Theurillat: Wetterschmöcker,
List, Berlin, 2017
GR: Autobahnraststätte Heidiland b. Meienfeld, Bivio, Leg Gravasalvas am Piz Lagrev LU: Weggis SZ: Muotathal, Hölloch, Arth, Illgau, Hurden UR: Gurtnellen ZG: Stadt Zug, Zugersee, Sihlbrugg ZH: Limmat, Sihl, Stadt Zürich (Swiss Prime Tower, Zürichberg, Platzspitz, Paradeplatz, Uniklinik Balgrist) F: Paris
5. November 2020
Die Brünigbahn
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| Hans Waldburger, Martin Senn: Die Brünigbahn, Minirex, Luzern, 1980 |
Dieses Buch kann im Antiquariat der Edition Wanderwerk käuflich erworben werden (Rubrik «Eisenbahn»).
28. September 2020
Festland
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| Markus Werner: Festland, dtv, München, 1998 |
LU: Stadt Luzern I: Orta San Giùlio, Ortasee, Florenz A: Wien Dom Rep: Santo Domingo
Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Belletristik»).
7. Juli 2020
Aperwind
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| Flavio Steimann: Aperwind, Benziger, Zürich/Köln, 1987 |
Der Käufer des heruntergekommenen Badehotels erhofft sich durch eine projektierte Eisenbahnlinie Anschluß an die großen internationalen Verbindungen und damit neue Blüte für den Badebetrieb. Einstweilen aber lebt man allein von der Hoffnung. Badegäste zeigen sich keine. Eine adelige Polenfamilie mit gelähmter Tochter soll der hiesigen Heilquelle zu neuem Renommee verhelfen, doch reisen die Polen nach ein paar exorzistisch unterstützten Heilversuchen überstürzt wieder ab.
Eine europäische Wirtschaftskrise kündigt sich an, nach Kursstürzen an der Börse wird der Bau der Eisenbahnlinie eingestellt. Die Baderin stirbt an einem Seuchenvirus, der immer mehr um sich greift. Ein letztes Mal flackert eine makabre Konjunktur auf: Die verängstigte Bevölkerung sucht in der Heilquelle Rettung vor der Epidemie. Auf Anordnung der Behörden wird das Badehotel als vermuteter Seuchenherd geschlossen und abgebrannt. Aloys Neff geht, wie er gekommen ist. (Klappentext)
LU: Altbüron und Umgebung, Sursee, Ebersecken und Umbebung
1. Juli 2020
Schwarze Röcke trag ich nicht
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| Heidy Gasser: Schwarze Röcke trag ich nicht, Orte, Wolfhalden, 1997 |
Davon berichtet das Buch, einmal aus der Perspektive des Kindes, von ihrer Tochter also, dann wieder aus jener der Frau, die - auch wenn sie trauert – keine schwarzen Röcke trägt. Und dass zudem Männer auftauchen, die scharf auf die zwei ererbten Bauernhäuser sind, versteht sich von selbst. Gauner gibt's überall. Aber eher selten ein derart in sich ausgewogenes, hin und wieder trotz all dem Schwermütigen humorvolles und sehr präzises Buch. Es berichtet von Geschichten und wird so, nicht zuletzt, zum geschichtlichen Dokument. (Inhaltsangabe zum Buch)
30. Juni 2020
Dreizehn ist meine Zahl
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| Alice Schmid: Dreizehn ist meine Zahl, Nagel & Kimche, München, 2011 |
LU: Napfgebiet im Entlebuch
11. Mai 2020
Das verlorene Tal
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| Hannes Taugwalder: Das verlorene Tal, Verlag Glendyn, Aarau, |
Wir müssen dem Autor dankbar sein, dass er in so offener und freimütiger Art von sich und seinen Eltern erzählt. Von der Mutter, die sich als Novizin aus dem Kloster stiehlt, vom Vater, der, nach erfolgreichen Expeditionen, als geschlagener Bergführer mit erfrorenen Gliedern aus den Anden nach Hause zurückkehrt.
Von ganz besonderer Dichte und eigenem Reiz sind die Erlebnisse, in denen der Autor aus eigenen Erinnerungen schöpft. Seiner ersten Jugendsünde begegnen wir im Beichtstuhl. Er holt den zechenden Vater aus der Pinte, verbringt mit einer mannstollen Sennerin den Sommer auf der Alp, muss in stockfinsterer Nacht durch einen sagenträchtigen Geisterweg, um einem kranken Tier Hilfe zu bringen, und besucht auf einem gefahrvollen Weg seine Mutter in der Matterhornhütte, die dort als Köchin die Bergsteiger betreut.
In der Einsamkeit des Hirtenlebens redet der Junge mit den Bergen, hört Laute, die vielleicht eine Quelle verplaudert, und betrachtet am Himmel seltsame Wolkengebilde. Die Fremden nennen ihn öfters «Geissenpeter», obwohl er mit Johanna Spyris Geissenpeter wenig Gemeinsames hat. Ein Armbruch bringt dem wilden Buben ein völlig anderes Dasein. Infolge Komplikationen sucht er Hilfe im Kinderspital in Bern. Es gelingt den Ärzten, den Arm vor einer Amputation zu retten. Der anschliessende Prozess gegen den Landarzt findet ein unrühmliches Ende. Um die Prozesskosten zu decken, müssen die Eltern eine der beiden Kühe hergeben. Als die Zukunftsaussichten recht düster aussehen, findet sich im Teehüttli Aroleid ein holländisches Ehepaar ein. Sie bauen dem Jungen eine Brücke in ein neues Leben. Seinen Traumberuf, Bergführer zu werden, muss er aber begraben. Er verlässt das Tal. – Das verlorene Tal.
Hannes Taugwalder schreibt in einer ihm eigenen urchigen Sprache. Seine kritische Betrachtungsweise, die an vielem Althergebrachtem kratzt, reizt immer wieder zum Schmunzeln. Vom Schicksal des Knaben ist man gepackt. (Klappentext)
BE: Kinderspital Bern, Stadt Bern BS: Stadt Basel LU: Luthern VS: Zermatt, Turtmann, Sion, Alp Kalbermatten/Zermatt, Zumsee, Sierre, Hörnlihütte, Hotel Monte Rosa Zermatt, Stafelalp/Zermatt, Mattertal
Hannes Taugwalder (21.12.1910–8.11.2007) stammte aus dem Kanton Wallis. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen in Zermatt auf und erlitt eine Behinderung an der linken Hand. Trotzdem konnte er in Zürich eine Banklehre absolvieren und eine steile Karriere erklimmen: Er stand an der Spitze eines Warenhauses und einer Strickwarenfabrik. Bis in die 1980er Jahre fabrizierte er, mit seiner Firma Aroleid AG, selbst Damen- und Kinderkleider. Taugwalder schrieb Texte in Walliser Mundart und verfasste mit «Das verlorene Tal» (1979) und «Der verlorene Weg» (1982), «Einsamer Mond» (1990) und «Auf-Bruch» (1992) seine Autobiografie. Sein politisches Engagement führte ihn als Mitglied der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei, die 1971 in der SVP aufging, in den Einwohnerrat der Stadt Aarau, dem er von 1970 bis 1973 angehörte, und in die Paritätische Kommission der Schweizerischen Konfektionsindustrie. Später trat er der FDP bei, und in seinen letzten Jahren war er parteilos.
30. April 2020
Trueber
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| Karl Uetz: Trueber, Emmentaler Druck, Langnau, 1932 |
Vor Zyte, es isch scho paar Johr sider, ha-n-i vernoh, im Fankhis inne, do heige sie jetz emel au e kurlige Schumeischter. Dä gang de Bure go hälfe heue, mälche u wärche, was z'wärche syg. Wo sie mer das brichtet hei, han i glachet u gseit: er wärd aber de allwäg die Ort vorzieh, wo sie chemigräukti Rammen u angeri gueti Bitzli im Chuchischaft heigi u 's etsprächete Dünnen im Chäller. Jä der Donnerli nei, het's gheisse, vo Spysgygerei u Wärtmache bi de Grosse steck nüt derhinger; er gang würklig dert go hälfe, wo's am nötigschte syg, u ds ermscht Manndli syg ihm so lieb wie der feissischt Bur. Nujo, däichen i, guete Bscheid, es freuti mi, dä Bürschtel lehre z'chenne.
U speter het es si zuetreit, dass ne würklig ha pärsönlig lehre chennen u schetze. Er isch e Gwaltskärli lybshalber un e Gwaltskärli gmüetshalber. Er wird ein lieb wäge syr Guetmeinigi u wil er für alls, wo syner Bärglüt i der abglägne Hogerwält am Napf hinger ageiht, so-n-es erfreuligs Verständnis het. Bi dene ma-n-är gäm sy u het unger ne so vil Schöns u Guets, Bravs u Tüechtigs, Luschtigs u Gfreuts, Truurigs u Schwärsch gseh u ghört, dass er nümmen angersch chönne het, weder 's Wichtigschte dervo ufnotiere. Es het ne düecht, es wär doch ärdeschad, we das alls z'nüte gieng u me speter nüt meh dervo wüsst. U für de Lüten e rächte Begriff dervo chönne z'gäh, het er derzue flyssig zeichnet u ghulfe föterle, was ihm am meischte dienet u am beschte gfalle het.
So usgrüschtet, ischt er ne i d'Stadt u i d'Dörfer use go brichte, wie-n-es im Trueb hinger wärklig här u zue gang u wie d'Lüt dert hert müessi wärchen u gnue tue u si doch no chönni freue u mögi jutze, u het ne derzue schöni Liechtbilder zeigt. Die Vorträg hei dürhar agsproche u dankbari Zuehörer funge, u vo verschidene Syte het me der Fankhis-Schumeischter agsträngt, er soll das lo drucke, dass es nid verlore gang.
Zerseht het er schi no nid rächt trauet u gwärweiset, gäb ersch dörf woge. Aber wo-n-er gäng früsch ischt ufgmunteret worde, het er schi doch drahi gmacht. Nume, het er schi vorgnoh, weIl er schi de i der Hauptsach ufs Sammle, Sichten u Ordne beschränke. Er weIl d'Lüt, wo drinne vorchömi, sovil mügli, sälber 10 brichte u d'Sach mit ihrnen eigete Worte lo dartue, dass de nid öppen e ubertribni, verfelschti Gschicht drus wärd. Was er bringe weIl, söll Quellwasser ab der Röhre blybe, er wells nid verchoslen oder Seife dry schnätzen u glänzigi Ploteren ufblose. E schlichten, aber treuen u zueverläsige Bricht söll es sy u zeige, wie si d'Bärgler düreschlöji u was für Chreft ne dürsch Läbe hälfi. So öppis wie nen Art Trueber Chronik ma-n-ihm derby vorgschwäbt ha, u so möcht er am liebschte, dass sy Arbit agluegt wurd.
Es ischt erfeulig, dass i üser Zyt 's Interässi für Heimat und Volk nid fählt. I allne bärnische Landesteile sy heimatkundligi Wärk etstangen oder im Etstoh. Drum isoh z'hoffe, dass au em Fankhis-Schumeischter Kari Uetz sy Bytrag fründtlig ufgnoh u gärn gchauft wärd. Mi darf sys Büechli am Läser mit guetem Gwüssen i d'Hang lege, es ischt eis vo der Sorte, wo frommet u nid glänzt. Fryli schilderet es numen Alltags-Erläbnts vo eifache Lüte u isch nid gschribe für d'Närve z'chutzele. Wär schi bloss für Filmschauspiler, Wildweschtryter, Kasseschrankbrächer, Obergauner u derigi Ruschtig oha begeischtere, darf ruehig däichen, es syg nüt für ihn. Der Luft wäiht am Napf hinger ganz uf enen aogeri Syten urne. Wie-n-er wäiht, äbe grad das möcht 's Büechli zeige. Es isch us em Läbe gwachse u het dokurnäntarische Wärt. U dä wird es au speter no ha, we mängs angere, wo si hüt uf em Papir ufböögget, lengschte vergässen isch. Lützelflüh, im Oktober 1932, Simon Gfeller (Vorwort)
BE: Fankhaus, Langnau, Schangnau, Trub, Rüederswil, Oberdiessbach, Trubschachen, Kröschenbrunnen, Inselspital Bern LU: Marbach, Schibegütsch, Schüpfheim
Wöus für hüttigi Ohren i däm Büechli vor Usdrück numen eso strotzt, wo me scho lang nümme brucht, gits am Schluss no nes paar Worterklärige. Es sy de aber bi wytem nid aui, wo der Läser vom Karl Uetz syne Gschichte hütt nüm versteiht.
Abstümplig = Fadenrest
antere = ausspotten, nachäffen
Asnig = Fleischräuche
batte = nützen, wirken
Bschlüsiglade = Schliessladen, der letzte Laden
Bschüsilade = leicht abschüssiges Holzläger im Viehstall
chiere = neigen, schräg stehen
duzme = dannzumal
Förmli = Knopf
frein = mild, auch gutmütig, lenksam
Gärschtevögeli = Goldammer
Ghalt = Raum, Gaden
Glyrmuus = Siebenschläfer
Grung = Bachbett
Gspohr = Wildspur
hämu = guter Dinge, gesund
heims ehe = zum Eintritt ins Haus einladen
hürmehi = heutzutage
Hutzerete = Trinkgelage in abgelegenen Häusern
huube = zum Essen rufen
Johni = Kosename für Johann
joche = paarweises Tragen von Langholz, Ofenplatten usw.
Latze = Überstrümpfe
Lindauere = als Hexe verschriene Frau eines Truber Bauern. (Am 11. Aprilis 1704 sind kopuliert worden Oswald Habhegger – Anna Maria Grassin ex Lindau am Bodensee.) (Siehe auch Jeremias Gotthelf: «Die schwarze Spinne».)
Luspante = Lauszapfen
Mettu = Regenwurm
Milchschelmli = Augentrost (Heilkraut)
Possu-Nacht = ursprünglich Burschennacht
reischte = Holzstämme zu Tal gleiten lassen
schmärbelig = ranzig, gelb
schoonlig = aufheiternd
Schweüelzuun = geflochtener Holzzaun
Sibegstirn = Sternbild
silme = tragen, mühsam herbeischaffen
Stangenähjerli = langer Bohrer
Tannmarg = Baldrian (Heilkraut)
tschämele = zu Gevatter bitten
tuuch = gedrückt
ubergähni = während einer Geburtsperiode übergangen, unträchtig
upenig = unbändig
zäntume = im weiten Umkreis
Zimisfuschterli = kleine Holzmelchter mit Deckel zum Transport von Milch, Suppe usw.
Zuckerhüttli = Bretterhütte, worin die Küher Milchschotte eindampften und so den Milohzucker gewannen
zumligs Bueb = ausgelassener, übermütiger Knabe
zum Passelidang = pour passer le temps, zum Zeitvertreib
9. Dezember 2019
Der andere Weg
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| Otto Zinniker: Der andere Weg, Schweizer Druck- und Verlagshaus, Zürich, 1955 |
Im «Anderen Weg» lässt Zinniker einen Ingenieur erzählen, der am Bau der grossartigsten aller Alpenstrassen, am Sustenpass, mitarbeitet, wobei sich die schöpferische Kraft und Phantasie glücklich mit der Wirklichkeit dieses Strassenbaus verbindet, zu dem sich der Autor von massgeblicher Seite die notwendigen Unterlagen verschafft hat. Doch hier wird nicht nur eine neue Verbindung zwischen zwei Tälern geschaffen, nein, der Held geht einen ungleich schwereren Pfad, in dem er die Wirnisse seines Lebens durchschreitet, bis er sich in tiefster Not auffängt und schliesslich den einen Weg findet, der ihn zum inneren Glück des wahrhaften und einfachen Daseins führt.
Zinniker erzählt uns die Geschichte eines Menschen unserer Zeit und dringt dabei zur Erkenntnis vor, dass das Leben eines jeden von uns nach strenger Gesetzmässigkeit und innerer Notwendigkeit verläuft. Diese Gesetzmässigkeit entwickelt er am Schicksal des Menschen Martin Schoch, für den dieses Wissen auch in der grössten Bedrängnis Trost bedeutet. Und darin liegt der Sinn dieses Romans, der den Leser reich beschenkt. (Klappentext)
BE: Biel, Berner Jura, Bielersee, Twann, Gadmental, Sustenpass, Gadmen, Guttannen, Meiringen, Fussreise: Meiringen–Brünig–Luzern–Entlebuch–Bern–Biel, Himmelrank am Sustenpass, Sanetschpass, Gsteig LU: Fussreise: Meiringen–Brünig–Luzern–Entlebuch–Bern–Biel OW: Fussreise: Meiringen–Brünig–Luzern–Entlebuch–Bern–Biel USA: Manitoba
2. Dezember 2019
Notlandung im Entlebuch
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| Dominik Brun: Notlandung im Entlebuch, Benziger, Zürich, 1982 |
Ein Heimatroman», der nicht in der Heimat gelesen wird, ein Schelmenroman mit ernstem Hintergrund, voller Ironie, Wortwitz und überraschenden Einfällen. (Klappentext)
BE: Stadt Bern GL/SG: Walensee LU: Entlebuch (Dorf), Lustenberg, Rengg















