13. Januar 2015

Nachholbedarf II

Wie gestern angekündigt, hier nun der Routenverlauf der 2. Etappe meines Projektes Die Koordinate. Ich beging die Strecke von Porrentruy nach St-Brais am 23. Dezember 2014. Die rot gepunkteten Abschnitte verliefen im weglosen Gelände.




12. Januar 2015

Nachholbedarf I

Im März 2013 startete ich mein Projekt Die Koordinate. In einem Korridor von zwei Kilometern durchquere ich die Schweiz zu Fuss von Nord nach Süd. Richtungsweisend ist hierbei die Koordinate 574 (neu 2574) des schweizerischen Koordinatennetzes. Mittlerweile habe ich auch die zweite Etappe gemeistert, und das Projekt wartet nun im jurassischen St-Brais auf seine Fortsetzung. Nachfolgend der Routenverlauf von Etappe 1. Sie führte mich von Bonfol (ausserhalb des Korridors) nach Porrentruy. Grün die seitliche Begrenzung, rot die Route, welche ausnahmslos über bereits vorhandene Wege, Pfade und Strassen ging. Im Eintrag von morgen dann die Route der 2. Etappe.



11. Januar 2015

Sweet Home

Jean Willi, Sweet Home, Bilgerverlag,
Zürich, 2009
In der Morgendämmerung eines regnerischen Tages im April 1953 werden Alex und sein Vater von Polizisten aus dem Schlaf gerissen. Alex' Stiefmutter hängt am Fensterkreuz des Schlafzimmers. Der Vater kommt in Untersuchungshaft, Alex zu Tante Hedi. «Sweet Home» ist die spannende Geschichte einer Jugend im Schatten eines Justizirrtums. Sie spielt im Basel der Fünfziger- und Sechzigerjahre mit seinen todernsten Fasnachtsritualen und beklemmenden Moralvorstellungen, zwischen Existenzialisten, Kleinbürgern, Bürokraten und Halbstarken. Ein authentischer Roman. Und das nicht nur, weil er auf Tatsachen beruht. (Klappentext von  Martin Suter)

Mit «Sweet Home» reiht sich Jean Willi in die Tradition der Erzähler, die einen brisanten und authentischen Stoff in eine packende und atmosphärische Romanhandlung zu packen wissen. Dieser Roman ist zugleich die längst überfällige – zumindest literarische – Rehabilitation eines in den 50er Jahren zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilten Justizopfers. (Website des Verlags)

Noch Wochen nach der Lektüre von Jean Willis persönlicher Geschichte hallt in mir die Unfassbarkeit der juristischen Willkür nach. Dem Autor ist es gelungen, ein realistisches Bild von zwei Dekaden zu schaffen, deren Jugendkultur bis heute zu spüren ist. Unbedingt lesen!

BE: Adelboden, Stadt Bern, Beatenberg BL: Benken, Langenbruck BS: Stadt Basel (Hauptschauplatz) GR: Burg Ehrenfels bei Sils i.D. JU: Doubs zwischen Soubey + Goumois SG: Rorschach, Bodensee TI: Gandria, Lugano, Monte Brè UR: Andermatt (Kaserne) VD: Morges, Lausanne (Expo 64) F: St-Louis (Flughafen), Paris E: Altea, Benidorm

9. Januar 2015

Über die Berge

Josef Feistle, Über die Berge,
Herausgegeben vom Heimat- und
Museumsverein Weissenhorn, 1999,
Der Grund für meine Wanderung von Oberstdorf über die Alpen nach Venedig waren ein Paar wieder tauglich gemachte, bereits einmal abgelegte Schuhe. Sozusagen ein Akt der Wiederbelebung, der Wiedereingliederung in die Welt des Gebrauchs. Ich hatte sie dem «Götzen Verbrauch» von seiner Schippe genommen.

… und ohne Taschenmesser geht der Abenteurer sowieso nicht aus dem Haus, denn insgeheim denkt er schon ein bisschen an kleinere, Südtiroler Yetis, die er dann schnell mit seinem Schweizer Taschenmesser in die Flucht schlagen kann …

Coca-Cola, Isostar? – Lieber Wasser, bergbachklar. Käs' und Speck, schnell vom Fleck.

Ganz da hinten, jenseits der Ebene von Venetien, liegen die Alpen. Kein Gipfelchen ist davon zu sehen, aber ich weiss, dass sie dort sind, oder vielmehr waren; für mich waren sie jetzt dort hinten, denn ich bin darüber hinweg – über die Berge, zu Fuss nach Venedig.

(Ausschnitte aus dem Buch, gedruckt auf der hinteren Umschlagklappe)

8. Januar 2015

Aus dem Schnee an den See

Wandern geht immer und überall. Deshalb empfehle ich meinen lieben Blogleserinnen und -lesern nachfolgende Winterwanderroute von Heiligenschwendi über den Vesuv hinunter an den Thunersee.

Alleine die Busfahrt vom Thuner Hauptbahnhof hinauf zur Haltestelle Heiligenschwendi Dörfli ist eine Reise wert. In wenigen Minuten lassen wir uns aus dem Stadtzentrum ins ländlich-verhügelte Voralpenambiente katapultieren. Auf breiter Strasse streben wir der etwas deplaziert wirkenden Einfamilienhaussiedlung an der Haltenegg zu. Über den breiten Rücken dieser Egg schreiten wir hernach an Ruhebänken und dem gleichnamigen Kurhaus vorbei durch verschneiten Wald einem Gupf entgegen, der sich seiner Form wegen «Vesuv» nennt. Auf einem Stichpfad beschreiten wir den Nordgrat, um sodann vom Gipfelplateau in die Oberländer Bergherrlichkeit und hinunter auf den funkelnden See zu blicken.

Blick vom Vesuv über den Thunersee zu Niesen (links) und Stockhorn (rechts).

Nach der Durchquerung des Schwändigrabe öffnet sich das Panorama im Westen mit dem Stockhorn.


Als purer Kontrast gibt sich die Fortsetzung eine Viertelstunde später. Der im Winter kaum begangene Schwändigrabe versprüht den Hauch vom Ende der Welt, welches jedoch beim Hof Melbaume selbst ein Ende hat. Hier labt sich das Auge erneut am göttlichen Panorama von Eiger, Niesen undsoweiter. Es folgt der Abstieg im lichtdurchfluteten Wald. Der südwestlichen Exposition wegen, weicht hier der Schnee dem winterlichen Laubbraun. In weiten Kehren steuern wir den Längenschachen an und folgen der Seestrasse zum Oberhofner Strandbad. War vor einer Fussstunde noch eisiger Winter, setzt die Uferpromenade vorfrühlingshafte Akzente.

Hübscher Gegensatz: Die Uferpromenade nahe des Schlosses Oberhofen.


Hier liesse sich der Bus nach Thun besteigen, doch wir wollen mehr Goldküste und begehen den alten Oberländerweg nach Hilterfingen, vorbei an Villen und verwitterten Chalets, durch den Hüneggpark mit Schloss und exotischen Gehölzen nach Hünibach mit Migros, Coop und Denner.

Von Heiligenschwendi Dörfli hinunter an den Thunersee nach Hünibach.

Die durchgehend als Wanderweg ausgeschilderte Route eignet sich zu jeder Jahreszeit. Gutes Schuhwerk ist Pflicht. Hin mit dem STI-Bus bis Heiligenschwendi Dörfli, zurück mit der STI ab Hünibach Chartreuse. 14,1 km. 440 m Aufstieg. 810 m Abstieg. 4 Std. Karte 1:50‘000, Blatt 253T, Gantrisch.

7. Januar 2015

Der letzte Kästräger vom Talberg

Josy Doyon, Der letzte Kästräger vom
Talberg
, Blaukreuz Verlag, Bern, 1986
Josy Doyon, früher selber Bergbäuerin, schildert lebensnah, wie Hans Scheidegger beim gefahrvollen Holzflössen seinen jungen Körper stählt, um dann als Käseträger manchen Sommer lang die schweren Käse täglich vom Berg ins Tal zu tragen. Das spannende Buch erzählt zudem vom schweren Schicksal des stolzen Lehnherrn vom Talberg im Simmental. (Klappentext)

BE: Därstetten, Weissenburg Bad, Flühberg, Buuschental, Talberg, Rüdli, Mittelberg, Chessel, Schiterwang, Leiternpass, Alp Waachli, Rossberg, Oberwil, Schloss Burgistein, Würzen bei Burgistein

6. Januar 2015

Rüdisülens Meldung


Das war, soviel ist unschwer zu erkennen, einmal eine Sitzbank. Sie steht im Mühletobel bei Frauenfeld. Am 15. Mai 2013 war es, als ein Reiter hier Pause machte, vom Pferd stieg und kurz hinter einem Baum verschwand. In der Zwischenzeit versuchte das Tier, es handelte sich hierbei um eine dreijährige Haflingerstute, auf besagter Bank Platz zu nehmen. Mit durchschlagendem Misserfolg. Die Holzlatten brachen allesamt entzwei, die Stute stürzte rücklings in den Bachgraben, blieb jedoch auf wundersame Weise unverletzt. Kasimir Rüdisüli, der zufälligerweise des Weges kam, beobachtete die Szene und eilte dem verdutzten Reiter zu Hilfe. Dieser aber wollte nichts von Rüdisülens Hilfe wissen, züchtigte sein Pferd, stieg auf und galoppierte davon. «He! Halt! Hier geblieben!», rief Rüdisüli Ross und Reiter hinterher. Vergeblich.

Kasimir Rüdisüli meldete den kavaleristischen Vandalenakt umgehend dem städtischen Tiefbauamt. Dieses wiederum erstattete Anzeige gegen unbekannt. Anderntags machten sich zwei Angestellte des Werkhofs mit dem Unimog auf ins Mühletobel, montierten die zerborstenen Bretter ab und verschwanden wieder. Fünf Tage später wurde die Thurgauer Kantonspolizei fündig. Egon Raflaub, ein Neureicher aus dem Züribiet mit eigenen Stallungen etwas ausserhalb von Frauenfeld, hatte die defekte Bank zu verantworten. Nebst den Kosten für die Instandsetzung wurde ihm eine Busse von 800 Franken für Reiterflucht auferlegt. Doch Krösus Raflaub lehnte jegliche Schuldanerkennung ab und schaltete seinen Anwalt ein.

Seither ist ein beispielloser Rechtsstreit zwischen der Stadt Frauenfeld und Egon Raflaub im Gange. Und solange die Causa nicht erledigt ist, wird die Stadt das Bänkli nicht wieder instand setzen, liess ein Regierungssprecher gegenüber den Medien verlauten. Das Tiefbauamt hat, auf Geheiss des zuständigen Amtsvorstehers, in der Zwischenzeit ein Verbotsschild für Pferde aufgestellt. Zu spät, wie ich meine.

5. Januar 2015

Lange Tradition

Wir befinden uns in der Männerabteilung des Gasthaus zum Freihof in Schmidrüti im schönen Tösstal, Kanton Zürich. Gut 200 Meter von hier befand sich während des Kalten Krieges und darüber hinaus eine streng geheime Flugabwehrfestung der Schweizer Armee. Jaja, man glaubt es kaum.

Der Freihof kennt eine lange Geschichte. Die Wirtschaft wird seit 1711 von der Familie Furrer geführt – mittlerweile in der zehnten Generation. In der Küche dient ausschliesslich ein Holzherd von 1885. Grosser Beliebtheit erfreut sich jeweils die traditionelle «Metzgete». Alleine das lange Gebäude mit dem karmesinroten Fachwerk ist eine Augenweide.

4. Januar 2015

Zu Fuss auf einem der Wege nach Rom

Georg Haas, Zu Fuss vom Bodensee nach
Rom, WAP-Verlag, Niederkassel, 2000,
vergriffen
Beinahe 1400 km legte der über sechzigjährige Deutsche Georg Haas in den Jahren 1990–1995 per Pedes zurück. Entstanden ist dabei ein Wanderlesebuch, das Haas‘ Fussreise von Konstanz am Bodensee nach Rom beschreibt und dokumentiert. (Siehe auch das Buch von Karin Baseda-Maass. Dieses berichtet über eine Wanderung auf dem Fernwanderweg E1 von Norddeutschland bis an den Bodensee. Georg Haas‘ Buch stellt nun gewissermassen die Fortsetzung dieser Route dar.) Der Autor legte dabei die Strecke in 10 Teiletappen zurück, die er sprachlich und inhaltlich korrekt, jedoch literarisch nicht gerade innovativ wiedergibt. Beeindruckend, wie Haas sich als Solowanderer durch die italienischen Lande schlägt, immer wieder neue Begegnungen und Bekanntschaften macht und sich so – mit mehr oder weniger Erfolg – die oft ungenügend oder nicht vorhandenen Weginformationen einholt. Interessant auch, wie Haas das Transportproblem im Ligurischen bzw. Toskanischen Apennin löst. So sind es die Erlebnisse mit Einheimischen, die dieser Wanderbericht wertvoll machen und einem einmal mehr die Hilfsbereit- und Gastfreundschaft unserer südlichen Nachbarn vor Augen führen.

Obwohl der Autor am Ende seines Vorhabens eine Generalaudienz beim Papst in Anspruch nimmt, und sich vom Osservatore Romano und Radio Vatikan interviewen lässt, handelt es sich bei Haas nicht um einen Pilgerwanderer im eigentlichen Sinne. Diesen Eindruck erhält man zumindest beim Lesen. Aber wer weiss, was sich jeweils «hinter den Kulissen» von Wanderern abspielt?

2. Januar 2015

Klein-Japan in Aarau

Die nachfolgende Studie ist in den Kellergewölben am Rande der Aarauer Altstadt entstanden. Darüber befindet sich das Japan-Restaurant Imada meines ehrenwerten Bloglesers, gelegentlichen Mitwanderers und Restaurant-Besitzers H.U. Wie der Abort, so die Küche: Mit viel Liebe und Raffinesse gestaltet. Das Auge isst bekanntlich mit, egal ob im EG oder UG. Den Besuch des Imada lege ich hiermit meiner Leserschaft wärmstens ans Herz.




30. Dezember 2014

«Strütte»: das Korrigendum

Heute Morgen schrieb ich, dass das zürichdeutsche Wort «strütte» eine regionale Form für «striite» sei. Das war ein Fehler. Blogleser Erwin aus dem Zürcher Unterland mailte mir ein Korrigendum mitsamt Erläuterung, die ich mit bestem Dank nach Züri Nord hier gerne wiedergebe:

Das altmodische Verb «strütte» (Substantiv: «es Gstrütt») ist nicht etwa eine zürichdeutsche Variante für streiten. Es bedeutet nämlich «sich eilfertig bemühen, hastig oder übereilt etwas tun». Damit ist es eigentlich ein Synonym von «jufle» und ironischerweise beinahe eines für das «moderne», heute allgegenwärtige «stressen, gestresst sein, Stress haben»!

Züridütsch

Das Bänkli steit i dr Nöchi vo Rüti im Züri Oberland. Gseh hanis nid säuber, das Foto isch mer vo dr Blogläsere Monika zuegmeilet worde. Bim Läse vom Sprüchli hani es nöis Wort glehrt: «strütte». Mir hie z Bärn würde säge «stritte» u bis jetz hani gmeint, z Züri usse säg me däm «striite». Aber offebar isch Züridütsch nid eifach Züridütsch. «Strütte» isch dr bescht Bewiis derfür.

29. Dezember 2014

Tod in den Wolken

Agatha Christie, Tod in den Wolken,
Fischer Taschenbibliothek, 2012,
vergriffen
In der Luft über dem Ärmelkanal wird es selbst Hercule Poirot leicht etwas mulmig. Doch für Madame Giselle ist die Flugreise sogar tödlich. Die bekannte Geldverleiherin wird ermordet in ihrem Sitz gefunden. Ist sie wirklich von einem mit Schlangengift vergifteten Pfeil getroffen worden? Oder wurde sie nicht doch einfach von der Wespe gestochen, die kurz zuvor in der Kabine umherflog und die Passagiere belästigte? Und wer von den elf Passagieren und den beiden Flugbegleitern hatte ein Motiv, die schwerreiche Dame umzubringen? Hercule Poirot muss mit seinen kleinen grauen Zellen ergründen, wer nur verdächtig und wer wirklich der Täter ist. (Inhaltsangabe im Buch)

F: Paris (u.a. Rue Juliette, Rue St-Honoré, Boulevard des Capucines, Flughafen Le Bourget), Le Pinet GB: London, Fluhafen Croydon* (London)

*Von 1920 bis 1959 lag im Stadtgebiet Croydon der Croydon Airport, der Hauptflughafen von London, der durch den Flughafen London-Heathrow und den Flughafen London-Gatwick ersetzt wurde.

28. Dezember 2014

Santa Claus reloaded

Endlich vorbei, dieser Hype, dieses Getue um den Samichlaus, der Karikatur seiner selbst. Dieser hat sein Outfit tatsächlich einem Karikaturisten aus dem vorletzten Jahrhundert zu verdanken. Ein Amerikaner namens Thomas Nast zeichnete den Weihnachtsmann anno 1863 erstmals für ein Magazin. Als Grundlage, so wird vermutet, könnte Nast ein Gedicht von Clement C. Moore gedient haben. Dieser beschrieb den Nikolaus 40 Jahre zuvor als rundlichen, lustigen Elfen mit kugeligem Bauch, ganz in Fell gekleidet, rosigen Bäckchen, einer Nase wie eine Kirsche und einem langen, weissen Bart.

Hier nun drei Bilder als eine Art Abgesang über die zu Ende gehende Phase. Die erste Foto wurde mir von Blogleserin M. zugespielt. Sie, die Foto, beweist, dass man den Bartli – ist's gar ein Taliban? – nicht wirlich ernst nehmen kann. Die restlichen Aufnahmen stammen aus dem zürcherischen Buchs.




27. Dezember 2014

Biber biss, Hund nicht

Eine Wanderung am Stephanstag zu Verwandten hat bei mir Tradition. Diesmal ging ich von Pfungen nach Henggart (ZH). Vier Stunden benötigte ich hierfür, inklusive Besteigung des 28 Meter hohen Irchelturms. Beeindruckt haben mich unter anderem die frischen Biberfrassspuren an der Töss und was das Bisschen Schnee auf dem Irchel oben hinzuzaubern vermochte. Weniger Freude hatte ich an jenem königspudelartigen Pudel, der mich kurz vor Dättlikon unvermittelt attackierte, zwei Zentimeter vor meinem Unterarm sein Gebiss jedoch wieder einfuhr und abdrehte. Frauchen meinte auf meinen Einwurf, ich würde solches Gebaren nicht gerade lieben, nichts. Weder zu mir noch zum Pudelverschnitt. Spannend war das Wetter: Kaum hatte es begonnen zu schneien, hörte es wieder auf, ehe es wieder von neuem zu flöckeln begann, um sogleich wieder abzubrechen, um dann kurzerhand einen weiteren Anlauf zu nehmen etc.

Aktiver Biber an der Töss bei Pfungen (ZH). Dabei bin ich immer wieder erstaunt, …

… wie das Tier den Baum jeweils in die richtige Richtung – zum Wasser hin – zu fällen weiss.

Ein Hauch von Winter auf dem Plateau des Irchel (680 m ü.M.)

26. Dezember 2014

Kalifornischer Sommer

Colin Fletcher, Kalifornischer Sommer,
Diana Verlag, München und Zürich,
2001, vergriffen
In einer schlaflosen Nacht weiss Colin Fletcher plötzlich, dass er Kalifornien durchwandern will, ausbrechen will, um dem Stress und der Monotonie des Stadtlebens in San Francisco zu entkommen. Zwei Jahre zuvor ist er nach langen, unsteten Jahren in Afrika und Kanada nach Kalifornien gekommen. Jetzt will er dieses Land entdecken. Kaum einen Monat später, am 8. März 1958, setzt ihn ein Freund an der Grenze zwischen Kalifornien und Mexiko ab. Fletcher wendet sich nach Norden und vor ihm liegen über 1600 Kilometer Wüsten und Berge. Sechs Monate wird seine Expedition durch die westamerikanische Wildnis dauern. Er wandert unter der sengenden Sonne des Death Valley, über die eisige Spitze des White Mountain und entlang der wilden Ufer des Lake Tahoe. Fletchers grandiose erste Reise ist nicht nur Abenteuer und Begegnung mit der Natur und den Menschen, sondern auch wertvolles Zeitdokument und Mahnung zur Erhaltung der Natur. (Klappentext)

Colin Fletcher, 1922 in Wales geboren, wuchs in England auf; im Zweiten Weltkrieg war er bei den Royal Marines, danach Farmer in Kenia, Strassenbauarbeiter im damaligen Rhodesien, später Goldsucher in Kanada; 1964 durchquerte er als erster Mensch überhaupt den Grand Canyon der Länge nach und beschrieb seine Erfahrungen in dem später in diesem Blog noch vorzustellenden Buch Wanderer durch die Zeit; noch mit 68 Jahren unternahm er eine über 2700 Kilomter lange Soloexpedition von der Quelle des Colorado bis zu seiner Mündung. Fletcher starb am 12. Juni 2007 im kalifornischen Monterey an den Spätfolgen eines Unfalls. 2001 wurde er während einer Wanderung von einem 4-WD-Auto angefahren und erlitt erhebliche Kopfverletzungen.

25. Dezember 2014

Des Bergsteigers Los

Das frustrierende am Bergsteigen ist, dass es nach Erreichen des Gipfels nur noch abwärts geht.

23. Dezember 2014

Drive thru in Frauenfeld


Die Thurgauer mögen's offenbar lieber funktional als ästhetisch. Dieser Verrichtungs-Container steht in Bahnhofnähe in Frauenfeld.