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| Ernst Roth, Beat Straubhaar: z'Bärg, Weber Verlag, Thun-Gwatt, 2002 |
29. April 2023
z'Bärg
22. April 2023
Kalt ist der Abendhauch
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| Ingrid Noll: Kalt ist der Abendhauch, Diogenes, Zürich, 1996 |
Mit ängstlicher Sehnsucht schmiedet Charlotte Pläne, doch vor allem steigen Erinnerungen an ihre bewegte Vergangenheit in ihr auf: Wie sie sich in den Kriegs- und Nachkriegsjahren als alleinstehende Mutter durchgeschlagen hat, und wie lange es dauerte, bis die Wunden einer verletzten Liebe heilten. – Doch Charlotte ist kein Jammerlappen, sondern eine lebenskluge Frau mit Witz und Charme, die ihr hohes Alter als letzten Trumpf ausspielt … Von der Onkelehe über die Angst, ein altes Mädchen zu werden, bis hin zu einem Spätheimkehrer, der buchstäblich zu spät heimkehrt: All dies verbindet sich zu einem bunten Sittenbild, bei dem auch Lebenslust und Lebensfreude nicht zu kurz kommen, wenn man es nur mit den ehelich-ehernen Prinzipien nicht gar zu genau nimmt.
Ingrid Nolls Heldin erzählt anrührend und tragikomisch zugleich von einer weitverzweigten Familie, die es in sich hat: Nicht zufällig ist Cora, die ihren Liebhaber einst in der Toskana unter den Terrazzofliesen verschwinden liess, Charlottes Enkelin … (Inhaltsangabe zum Buch)
D: Darmstadt
6. April 2023
Senseflüe
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| Peter Imhof: Senseflüe, Weber Verlag, Thun, 2012 |
Aus dieser Landschaft holte sich der Autor die Inspirationen für seine Texte. Eher besinnlich kommt etwa «Der Wäg dür d Schlucht» daher, erfüllt vom Staunen über den unvergleichlichen Zauber und die Vielfalt, die es in der Einsamkeit unter den steilen Flühen immer neu zu entdecken gibt. Doch auch witzige Geschichten mit Augenzwinkern wie «Hiitipüffi» müssen ihren Platz haben. Sie sorgen für Leichtigkeit, für ein Schmunzeln. Vom Dorfwald, mit den geheimnisvollen «Auperose a de Senseflüe» ist die Rede.
Auch die stolze, sagenumwitterte Grasburg hoch über dem Fluss lebt nochmals auf und wird auf originelle, ungewöhnliche Weise zu neuem Leben erweckt. Doch nicht alles und nicht überall ist nur reine Idylle; in «Auergattig Sensefründe» kommen auch Schattenseiten ans Licht. Mit «Leonie» bewegt uns zudem eine zarte, dramatische Liebesgeschichte zweier junger Menschen.
Ob es nun um die jäh abstürzenden Sandsteinflühe, um das glasklare Wasser mit den smaragdgrünen «Glunte» geht – mit Sensibilität und Leidenschaft gelingt es dem Autor, seinen Lesern die Wildheit einer intakten, nahezu unberührten Landschaft, die Romantik der Senseschlucht mit ihren verborgenen Schönheiten näherzubringen.
«Senseflüe» ist der Versuch des Autors, die Einzigartigkeit, die subtile Vielfalt der Stimmungen dieser Schlucht zwischen zwei Buchdeckeln erlebbar zu machen. Eine Hommage ist es an eine der wohl letzten Urlandschaften des Alpenrandes. In den Texten wird auch das Suchen nach dem Geheimnis immer wieder spürbar, das Suchen nach den Gründen, warum eine tiefe Sehnsucht uns immer wieder ans Wasser, zu den Steingärten, zu den Sandsteinflühen, hinab in die Schlucht, an die Sense zieht. (Klappentext)
31. März 2023
Die Stunde der Line Latour
In der heiteren Landschaft Frankreichs und der lieblich-ernsten des Schwarzwaldes freuen sich, lieben und leiden die Menschen, die der erfolgreiche Schweizer Schriftsteller J.F. Vuilleumier in diesem neuen Roman geschaffen hat. Mit seiner eigenwilligen, doch sehr ausdrucksstarken, bilderreichen Sprache schildert er ihr Schicksal, mit markanten Strichen zeichnet er ihre Charaktere. Es sind urwüchsige, naturverbundene Menschen, Dorfbewohner, Bauersleute, an denen der Duft von Gras und Ackererde haftet.
John Frédéric Vuilleumier: Die Stunde der
Line Latour, Schweizer Verlagshaus, Zürich,
1964
Der Zweite Weltkrieg reisst sie brutal aus dem geruhsamen Gleichmass des Landlebens und stürzt sie in einen Wirbel tragischer Ereignisse, in dem sie zerbrechen, schuldig oder weise werden. Die robuste, sinnenfreudige Bäuerin Olga wird das Opfer ihrer Leidenschaft. Der sensible Dorfschulmeister kommt über seine Kriegserinnerungen nicht hinweg. Der französische Bauer Raoul wird vom Krieg in seinen Schwarzwaldweiler verschlagen, zu Hanne, der Deutschen. In der tiefen unerschütterlichen Liebe, die sie ihm schenkt, findet er die Erfüllung seines Lebens. Die grossartigste Gestalt schuf Vuilleumier in der Person der dämonischen Line Latour. Sie steht mit einem Toten in einem geheimnisvollen, magischen Bunde und wird in seinem Auftrag zur unerbittlichen Rächerin einer Untat.
Die Verstrickung des Menschen in sein Schicksal gestaltete der Verfasser ebenso überzeugend wie die Geschehnisse, die sich in der dunklen und faszinierenden Grenzebereichen des Übersinnlichen abspielen. Die Probleme seiner Romangestalten sind ewige und darum auch unsere Probleme: die Probleme der Liebe, der Schuld und Sühne. Und J.F. Vuilleumier weist allen denen, die guten Willens sind, einen Ausweg. (Klappentext)
26. Februar 2023
Der doppelte Marti
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| Hugo Marti: Das Haus am Haff / Davoser Stundenbuch, Suhrkamp, Frankfurt/Main 1990 |
22. Februar 2023
Der erste Krimi in meinem Verlag
| Salvatore Farina: Das Geheimnis des Schneefeldes, Edition Wanderwerk, Burgistein, 2023 |
Flavio Campana und Fritz Neumüller, zwei renommierte und gleichsam befreundete Musiker, machen sich in Begleitung zweier Bergführer an die Überschreitung des Monte della Disgrazia, um so vom Veltlin via Malojapass nach St. Moritz zu gelangen. Doch am Fusse des Gipfels kommt es auf einem Schneefeld zwischen dem Geiger und dem Pianisten zu einem Streit. Es fallen drei Schüsse. Zurück bleibt eine Leiche, derweil vom Todesschützen vorerst jede Spur fehlt. Als man diesen ein paar Tage später in Como fasst, wird er als Fritz Neumüller erkannt und in der Folge zu einer Haftstrafe verurteilt. Neumüller wird in einem Mailänder Gefängnis eingekerkert, wo er rasch das Zutrauen des menschenfreundlichen Anstaltsdirektors gewinnt. Diesem kommen indes zunehmend Zweifel an der wahren Identität seines Häftlings. Und als in Mailand plötzlich die Witwe des Ermordeten auftaucht, nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Das 200 Seiten starke und mit 14.8 x 10.5 cm äusserst handliche Buch, das der Bezeichnung «Taschenbuch» buchstäblich gerecht wird, ist ab sofort in der Edition Wanderwerk erhältlich.
12. Februar 2023
Engadiner Knochenbruch
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| Gian Maria Calonder: Engadiner Knochenbruch, Kampa, Zürich, 2022 |
GR: Sils Maria, Furtschellas, Fextal
5. Februar 2023
Das Wanderrad nimmt Gestalt an
Neulich ging ich im Rahmen meines Wanderrad-Projektes von Niederbipp nach Oberbuchsiten, ging vom Kanton Bern in den Kanton Solothurn, kam dabei an einem Privatgehege mit drei Steinböcken vorbei, überraschte auf der Walderalp fünf Gämsen beim Äsen, stiess beim Abstieg in die Klus von Balsthal auf die ersten wild wachsenden Schneeglöckchen, kämpfte mich in der Klus durch elenden Samstagmorgenverkehr, bestaunte die wuchtige Schönheit des Schlosses Neu Bechburg, wunderte mich, dass ich auf dieser Wanderung nur gerade einem Menschen begegnete, nahm im Volg zu Oberbuchsiten zur Kenntnis, dass der halbe Liter dessen Eigenbiermarke auf einen Schlag um 15 Rappen teurer geworden ist und freute mich anschliessend darüber, dass ich per Bahn mit nur einmal umsteigen von diesem Oberbuchsiten gemütlich zurück ins obere Gürbetal reisen konnte.
Beim Betrachten der bereits zurückgelegten Etappen meines Wanderrades stellte ich zu Hause befriedigt fest, dass dieses langsam Gestalt annimmt.
30. Januar 2023
Passionstage
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| Serge Ehrensperger: Passionstage, Edition Erpf, Bern, 1984 |
Die Handlung dieser «Passionstage» von Serge Ehrensperger setzt unmittelbar nach der Herausgabe seines letzten Romans, der «Prozesstage» ein, aber das Thema in diesem neuen Buch ist eine ausschliesslich private Welt. Für den heiklen und komplexen Stoff wählt der Autor ein Erzählverfahren, das den wechselnden Stimmungslagen ganz besonders entgegenkommt. Die Art, wie der Romanheld, in vorwiegend selbst-therapeutisch gespielter Rücksichtslosigkeit, mit seinen beiden Freundinnen umgeht, mag oft schalkhaft darauf angelegt sein, die Frauenrechtlerinnen auf den Plan zu rufen. Mit einer auf weite Strecken durchgehaltenen komischen Attitüde sucht er sich zu retten, wenn das angestrebte Glück immer wieder in ein auswegsloses Dilemma auseinanderbricht, in dem drei Menschen ihre Liebes- und Hassbindung als eine lähmende Passion empfinden.
So entsteht ein Bekenntnisbuch von grosser Direktheit, das in seinem schnellen, ereignisbezogenen Ablauf den Leser in die Suche nach einer Lösung einbezieht. Überall setzt Serge Ehrensperger die Mittel seiner brillanten Sprache ein, die alles relativieren und bewältigen sollen. Durch ihren reflektierten Stil unterscheiden sich die «Passionstage» grundsätzlich von der heute üblichen rein deskriptiven Autobiographie. Denn die Hauptfigur scheint letztlich auch alles zum Zweck einer Romangrundlage und deren literarischer Auswertung zu arrangieren, was sie ganz besonders ins Zwielicht bringt; aber mit diesem Narzissmus des Helden versöhnt uns seine Selbstironie. (Klappentext)
24. Januar 2023
Guntens stolzer Fall
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| Werner Schmidli: Guntens stolzer Fall, Nagel & Kimche, Zürich, 1989 |
19. Januar 2023
Die Reise auf den Uetliberg
Im Juni 1774 begaben sich die beiden Universalgelehrten David Breitinger, Professor an der Kunstschule Zürich, und Salomon Schinz, Chorherr am Grossmünster, Arzt und Botaniker, mit ihren Söhnen und deren Freunden auf eine ebenso beschwerliche wie anmutige Reise auf den Uetliberg. Zu der kleinen Reisegesellschaft zählte auch ein junger Mann namens Martin Usteri, der später der durch die Zeitumstände gefährdeten Lebenslust seiner Epoche in dem unsterblichen Lied «Freut euch des Lebens» Ausdruck verleihen sollte.
Salomon Schinz: Die Reise auf den
Uetliberg, Schweizer Verlagshaus,
Zürich, 1978
Es war eine Entdeckungsreise, die ihren Eindruck auf die jugendlichen Begleiter von Schinz und Breitinger nicht verfehlte, so dass der Chorherr daraus ein literarisches Geschenklein für seine Mitbürger gestaltete. Es ist als Glücksfall unprätenziöser Beschreibung des Lebens vor zweihundert Jahren zu unserem Vergnügen erhalten geblieben. In diesem Bändchen wird es wieder zugänglich. (Klappentext)
17. Januar 2023
Der Vampir von Ropraz
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| Jacques Chessex: Der Vampir von Ropraz, Nagel & Kimche, München, 2008 |
14. Januar 2023
Im Schnee
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| Erich Kästner: Im Schnee, dtv, München, 2013 |
Die schönsten Geschichten, Gedichte und Briefe rund um den Schnee, den Kästner liebte – besonders im Gebirge, wo ihn das im Sonnenschein glitzernde Weiss zu wunderschönen Texten inspirierte. (Klappentext)
11. Januar 2023
Auf Schulreise zu Beginn des 18. Jahrhunderts
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- Von Bern nach der Petersinsel und die Täler und Gebirge des Kantons Neuenburg
- Durch das Berner Oberland nach Unterwalden
- Durch Unterwalden, Uri und Ursern, über die Furka und Grimsel nach Interlaken
- Von Bern über die Gemmi und den Simplon nach den Borromäischen Inseln
8. Januar 2023
Die Umschlaglosen V
Nachfolgend ein paar weitere Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, ohne sie in einem gesonderten Blogbeitrag zu erwähnen. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, dass sie über keinen zitierbaren Umschlag- oder Klappentext verfügen.
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| Käthi Künzi-Schmalz: Bsinnsch di no? Emmentaler Druck, Langnau, 1984 |
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| Erwin Heimann: Wätterluft, Francke im Cosmos Verlag, Muri b. Bern, 1989 |
| Piero Bianconi: Kreuze und Kornleitern im Tessin, Büchergilde Gutenberg, Zürich, 1946 |
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| Elisabeth Kopp: Briefe, Benteli, Bern, 1991 |
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| W.C. Brögger, N. Rolfsen: Fridtjof Nansen 1861–1896, Fussingers Buchhandlung, Berlin, 1898 |
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| Hermann Aellen: Die Lawine von Gurin, Wila-Verlag, Wien/Leipzig, 1923 |
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| Hansrudolf Schwabe: Schweizer Bahnen damals, Pharos, Basel, 1974 |
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Ernst Zahn: Die Liebe des Severin Imboden, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart/Berlin,1921 |
5. Januar 2023
Schwärs und Liechts
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| Beat Jäggi: Schwärs und Liechts, Friedrich Reinhardt, Basel, 1967 |
Gleich In der ersten Erzählung, «Uusdienet», wird überzeugend das Ende einer Bauerndynastie geschildert. Der siebzigjährige Knecht Ludi erlebt nach treuen Diensten während drei Generationen den Übergang zu r industriellen Futtermittelversorgung.
Die Humoresken «Alls nume kei Lehreri» und «D Bohnegreth» bringen eine heitere, auflockernde Note in die eher ernst gehaltene Sammlung. Der ablehnende Gärtnermeister Habegger muss es erleben, dass ausgerechnet die ihm verhasste Lehrerin Rösli Läderma ihm an der Gewerbeausstellung aus der Patsche hilft.
Die habgierige, sonst schon mit ausreichendem Gemüsesegen bedachte «Bohnegreth» plündert an einem Herbstabend die Pflanzenanlagen einer Nachbarin und wird vom Aufpasser Chlausi Bänziger bei ihrem heimlichen Tun überrascht.
Menschliche Tragik zeichnet sich ab in der Erzählung «D Stross chunnt». Der Junggeselle Gottfried und seine alternde Mutter zerbrechen an der Expropriation, die wegen eines Strassenbaus über ihren schönen Baumgarten verhängt wird.
Die Probleme der Entlassenenfürsorge im Falle des Brandstifters Toni Zuber werden in der Geschichte «Zrugg is Läbe» lebensnah aufgezeigt. Dank der positiven Einstellung seines Schutzpatrons, Baumeister Lüthy, wird Toni nach Demütigungen und dramatischen Kämpfen noch rechtzeitig zum brauchbaren Glied der menschlichen Gesellschaft.
In der letzten Erzählung «Wider deheime» packt Jäggi mutig ein für die Mundart neues Thema an. Wir begleiten den durch Neid, Missgunst und Verspottung an den Rand der Verzweiflung getriebenen Kunstmaler Lorenz Hänggi nach Paris, wo er seine innere Ruhe wiederfindet und kometenhaft hohes Ansehen und internationale Auszeichnungen gewinnt. Mit dem Erfolg in der weiten Welt kehrt bei ihm der Glaube an das Gute im Menschen zurück. (Klappentext)
23. Dezember 2022
Der kleine Nick und die Mädchen
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| René Goscinny, Jean-Jacques Sempé: Der kleine Nick und die Mädchen, Diogenes, Zürich, 2002 |
«Das ist wieder mal so ein Buch, wo man nicht sicher sein kann, ob es je bei den Kindern ankommt, für die es geschrieben wurde, und stattdessen mit faulen Ausreden bei Papa auf dem Nachttisch liegen bleibt.» Tages-Anzeiger, Zürich
«… wieder einmal hinreißend erzählt, begleitet von den unübertrefflichen Illustrationen von Sempé. Das Ganze hervorragend übersetzt.» Ute Blaich/Die Zeit, Hamburg
17. Dezember 2022
Historische Begegnungen
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Diverse Autoren: Historische Begegnungen Hier und Jetzt, Baden, 2014 |
- Agnes von Ungarn und Rudolf Brun
- Ulrich Zwingli und Conrad Grebel
- Franz Ludwig Pfyffer von Wyher und Jacques-Barthélemy Micheli du Crest
- Ulrich und Salome Bräker
- Constantin Siegwart-Müller und Henri Dufour
- Emilie Paravicini-Blumer und Fridolin Schuler
- Ferdinand Rothpletz und Maria Scala
- Hans Sulzer und Ferdinand Aeschbacher
- Gottlieb Duttweiler und Elsa Gasser
- Ludwig Abraham und Gustav Zumsteg
10. Dezember 2022
Kapuzinerleben
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| Matthäus Keust: Kapuzinerleben Limmat Verlag, Zürich, 1999 |
30. November 2022
Historisches aus dem Tessin
| Hermann Aellen: Die Lawine von Gurin, Edition Wanderwerk, Burgistein, 2022 |
Gleichzeitig beginnt es südlich des Gotthard zu rumoren. Mit dem Nahen der Französischen Revolution und somit Napoleons Truppen, wittert die Bevölkerung die Chance, sich aus dem Regime der eidgenössischen Vögte zu befreien. Der Aufstand ist bloss von kurzer Dauer und die Geburtsstunde der Republik und somit des Kantons Tessin lässt nicht lange auf sich warten.
Hermann Aellen gelingt es, einen grossen Bogen vom kargen Leben des kleinen Bergdorfs Gurin über das eidgenössische Machtgebaren bis hin zur Napoleon’schen Politik zu spannen und die damalige Zeit realitätsnah zu schildern.
Hermann Aellen wurde am 24.5.1887 als Sohn eines Lehrers in Oberbalm bei Bern geboren. Studium der Geschichte und Literatur in Bern. 1908–11 Redaktor am «Oberländer Tagblatt» in Thun, 1911–12 am «Brugger Tagblatt», 1913 an der «Tessiner Zeitung» in Locarno, 1915–19 als Nachfolger Rudolf von Tavels beim «Berner Tagblatt», 1921 Gründer und bis 1923 bzw. 1935–39 Redaktor der «Südschweiz», ab 1929 auch Feuilletonredaktor der «Neuen Berner Zeitung». 1912 Mitbegründer des Schweizerischen Schriftstellervereins, Herausgeber des «Schweizer Schriftstellerlexikons» (1918) und des «Schweizerischen Zeitgenossen-Lexikons» (1920–23). Sein literarisches Werk, von Heinrich Federer beeinflusst, zeigt eine Vorliebe für nationale Stoffe in Geschichte und Gegenwart und ist geprägt von romantischer und der Sehnsucht nach dem Süden. In seiner Tessiner Publizistik wirkte er auf eine Versöhnung von deutscher und italienischer Schweiz im patriotischen Geist der geistigen Landesverteidigung. Aellen starb am 26.9.1939 in Minusio bei Locarno.




















