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| André Heller: Uhren gibt es nicht mehr, Zsolnay, Wien, 2017 |
«Innerlich sieht man sich noch jung und klettert auf Berge und segelt über den Wolfgangsee, freut sich auf den nächsten Tag», sagt die alte Dame, die geboren wurde, als der Erste Weltkrieg ausbrach und mit gerade 19 den damals doppelt so alten Süsswarenfabrikanten Stephan Heller heiratete. Ein anderes Mal wünscht sie sich, «dass das Körperwerkl in Gottesnamen auslaufen soll» und erzählt dann munter über einen Selbstmordversuch aus Liebe – «das Blödeste überhaupt» - und über Franz Lehar am Klavier in Bad Ischl.
Ein kleines Buch von grosser Weisheit, würdevoll, poetisch, komisch. Und das Dokument einer späten Liebe und grossen Offenheit zwischen Mutter und Sohn.
Elisabeth Heller wurde 1914 in Wien geboren und wuchs in ihrer Heimatstadt und in Südtirol auf. 1933 heiratete sie den Grossindustriellen Stephan Heller. Nach dem «Anschluss» und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs blieb sie mit ihrem ersten Sohn, Fritz, in Wien, während ihr Mann zuerst nach Frankreich und dann nach Grossbritannien emigrierte. Nach dem Tod ihres Mannes, 1958, war sie Directrice des Haute-Couture-Salons von Gertrud Höchsmann. Sie lebte bis zwei Tage vor ihrem 104. Geburtstag in Wien-Hietzing. (Klappentext)

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