14. Februar 2021

Alpensüdseite

Betty Knobel: Alpensüdseite, Rotapfel,
Zürich, 1971
Ein sympathisches, charakteristisches Buch haben die beiden bekannten, künstlerisch tätigen Schwestern wieder gemeinsam gestaltet: ein Buch, das in Text und Bild ihrer «zweiten Heimat», dem Tessin, gewidmet ist. Seit Jahrzehnten ist er für sie nicht nur ein geliebter Ferienort, sondern Teil ihres Lebens und Stätte ihrer Arbeit. Die intime Kenntnis, das tiefe Vertrautsein mit Land und Leuten zeigt sich immer wieder in beglückender Weise, und überall spürt man auch, wie sehr die interessanten (oft auch dichterischen) Feuilletons von Betty und die schwungvollen Zeichnungen von Verena Knobel aufeinander abgestimmt sind. Nicht nur Illustrationen eines vorliegenden Textes sind die letzteren, immer ist es ein gemeinsames Erleben, das Ausgangspunkt zum gemeinsamen Gestalten bildet.

Da wird von heiter beschwingten Tessiner Volksfesten, aber auch von Menschenschicksalen, von stillen Inselstunden und Blumenpracht, von einem Bollwerk eidgenössischer Geschichte, vom Wandern in der Leventina, von den Tessineralpen berichtet. Man hört von drohenden Waldbränden, erlebt eine Fahrt im Postauto und ist zu Gast im Geburtsort des hundertjährigen Dichters Francesco Chiesa. Das Elementare eines Morgengewitters im Süden, der eigenartige Zauber eines Regentages am Langensee, das Werefkin-Museum in Ascona, die Villa Ruggiero-Leoncavallo in Brissago und manch anderes werden uns zum Erlebnis.

Das besinnungsreiche, lebendig geschriebene und grosszügig illustrierte Buch wird vielen Lesern und Betrachtern, insbesondere wohl auch vielen Beschenkten wirklich Freude bereiten.
(Klappentext)

13. Februar 2021

Eine Bahn im Rhythmus der Zeit

Lothar Beer: Ein Bahn im Rhytmus der Zeit,
Hecht Verlag, Hard, 2007

Im vorliegenden Buch wurde der Versuch unternommen, die spannende Geschichte der Bregenzerwaldbahn – Museumsbahn (BWB-MB) aufzuzeigen und mit zahlreichem Bildmaterial zu belegen. Zum besseren Verständnis der Museumsbahngeschichte wird dem Leser zur Einführung ein geschichtlicher Überblick zur Bregenzerwaldbahn geboten. Neben der chronologischen Darstellung

«20 Jahre Museumsbahnbetrieb» werden in eigenen Themenabschnitten die speziellen Anlagen und Einrichtungen, einschliesslich der Fahrzeuge, ausführlich erläutert und alles Wissenswerte über die Museumsbahn vermittelt. Vor allem aber sollen die vielfältigen Aktivitäten des rührigen Vereins einem breiten Leserkreis vorgestellt werden.

Eine Streckenbeschreibung und Vorschläge über Wandermöglichkeiten geben dem Fahrgast Informationen übe r die Museumsbahn und deren näheren Umgebung. Die Vielzahl der Fahrzeuge (Diesel-, Dampflokomotiven und Wagen), die bei der Museumsbahn zum Einsatz kamen, werden in einem umfangreichen Themenblock (ergänzt mit vielen Bildern, Daten und Skizzen) vorgestellt.

Über die erfreuliche Zunahme der Fahrgastfrequenz, ein Ergebnis gezielter Aufbauarbeit durch die Vereinsmitglieder, wird im Abschnitt «Beförderungsleistungen und Strukturdaten» berichtet.

Ein eigener Themenschwerpunkt ist der Arbeit der aktiven Mitglieder gewidmet, die unentgeltlich für die Museumsbahn tätig sind. Zum Abschluss des Buches werden Möglichkeiten über die Zukunft der Museumsbahn aufgezeigt, denn diese Bahn stellt heute für die Region eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung dar. In einem Rückblick, der mit dem Museumsbahngedanken verbunden ist, wird der derzeitige Zustand der Bregenzerwaldbahn-Trasse mit ihren Bauwerken dargestellt und die Erhaltung dieses historischen Verkehrsweges hinterfragt.

Da frühere Publikationen über die Bahn in d en Bregenzerwald schon seit längerem vergriffen sind, und immer wieder ein Buch übe r die «Bahngeschichte» dieser Region verlangt wird, hat sich der Verein, gemeinsam mit dem Verlag entschlossen, das vorliegende Werk herauszubringen. Ursprünglich war geplant, das Thema «Bregenzerwaldbahn und Museumsbahn» in einem Band zu vereinen. Auf Grund des grossen Umfanges an Texten und Bildmaterial musste eine Aufteilung der beiden Bereiche vorgenommen werden. Aus Anlass des 20-jährigen «Betriebsjubiläums» beschloss der Verein, vorerst e in eigenes Buch über die Museumsbahn herauszugeben. Die mit viel Aufwand entstandene Dokumentation bietet eine lückenlose Darstellung der Museumsbahngeschichte von den Anfängen bis heute.

Das Buch soll vor allem an die großen Leistungen der «Museumseisenbahner» erinnern, denn ihnen ist zu verdanken, dass in d er grössten Vorarlberger Talschaft noch eine Teilstrecke vom einstigen «Bähnle», einem verkehrsgeschichtlichen Bauwerk unserer Vorfahren, erhalten blieb.

Vorwort des Autors

12. Februar 2021

Blösch

Beat Sterchi: Blösch, Diogenes,
Zürich, 1983
«Blösch» ist Beat Sterchis erster Roman. Er handelt vom Leben eines Spaniers, der als Knecht auf einen Bauernhof kommt, von seinem friedlichen Leben mit den Kühen und von den nicht so friedlichen Dorfbewohnern. (Klappentext)

«Ein wilder, dämonischer und ein zugleich langsamer, magisch poetischer Roman.» Ralf Michaelis / Die Zeit, Hamburg

11. Februar 2021

Schweizer Schriftsteller persönlich

Benita Cantieni: Schweizer Schriftsteller
persönlich, Ex Libris, Zürich, 1985
Sie schreiben, weil sie schreiben müssen oder schreiben wollen. Sie können nicht leben, ohne zu schreiben. Die meisten können von dem, was sie schreiben, sogar leben. Für ein so kleines Land wie die Schweiz sind die Schriftsteller zahlreich; aber sie lassen sich nicht über einen Kamm scheren, sind im Privaten widerborstig und oft noch schwerer zugänglich als in ihren Werken. Benita Cantieni, Journalistin, bekannt für ihre kenntnisreichen, aber angriffigen Interviews und Reportagen, hat in langen, persönlichen Gesprächen versucht, hinter dem Schriftsteller, hinter seinem offiziellen Gehabe, den Menschen zu entdecken. Benita Cantieni hat folgende Autorinnen und Autoren interviewt: Laure Wyss, Paul Nizon, Raffael Ganz, Walther Kauer, Margrit Schriber, Hermann Burger, Silvio Blatter, Urs Widmer, Gertrud Wilker, Beat Brechbühl, Hugo Loetscher, Erika Burkart, Jürg Federspiel, Mariella Mehr, Hansjörg Scherten leib. (Klappentext)

10. Februar 2021

Die Umschlaglosen III

Und noch mehr Bücher, die ohne Umschlagtexte auskommen und so den Leser über den Inhalt im Ungewissen lassen, ehe er das Buch gelesen hat. 

René Teuteberg: Niklaus Bolt, Verlag von
Heinrich Majer, Basel, 1953

Carl Täuber: Aus den Tessiner Bergen,
Orell Füssli, Zürich, ca. 1910

Erling Welle-Strand: Bergwandern in
Norwegen, Nortrabooks, Oslo, 1981

Maurice Zermatten: Der Heimweg,
Benziger, Einsiedeln/Köln, 1941

Werner von der Schulenburg: Tre
Fontane, Franz Decker Verlag, Schmiden/
Stuttgart, 1961
Werner von der Schulenburg: Briefe
vom Roccolo, Erich Sicker, Berlin, 1944


Diverse Autoren: Das war der alte Bahnhof, Benteli, Bern, 1997


 

Diverse Autoren: Unsere Landeskarten, Verlag
des Schweizer Alpen-Club, Bern, 1979
Eduard Imhof: Bildhauer der Berge, Verlag
des Schweizer Alpen-Club, Bern, 1981

Conrad Ferdinand Meyer: Jürg Jenatsch,
Reclam Junior, Stuttgart, 1985

Adalbert Stifter: Der Hochwald, Reclam
Junior, Stuttgart, 1995

 

Carl Spitteler: Meine frühesten
Erlebnisse, Artemis, Zürich, 1986

Walter Keller: Schatzkästlein tessinischer
Erzählungen, Eichen-Verlag, Arbon, 1952

 

Felix Landmann, Franz K. Opitz: Abenteuer Tessin, GS-Verlag, Basel, 1988
 

Klaus Jopp: Das HO Gleisplanbuch,
Edition Roco, Salzburg, 1989

R.B. Robertson: Von Schotten und Schafen,
Ullstein, Berlin/Frankfurt/Wien, 1958

Albert Schaufelberger: Thuner Reben –
Thuner Wein, Ott, Thun, 1986

Schweizerische Bundesbahnen: Signalbuch,
Pharos, Basel, 1982
Melchior Sooder: Habkern, Schweizerische
Gesellschaft für Volkskunde, Basel, 1982

 

Ernst Konrad Rieder: Beglückendes
Wandern, Feuz, Bern

Ludwig Renn: Zu Fuss zum Orient – Ausweg,
Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar, 1968

Andreas Staeger: Wandern, Rub Media,
Bern, Jahrring 2011

Guglielmo Canevascini: Ein Dorf erwacht,
Büchergilde Gutenberg, Zürich, 1944

Gontran de Poncins: Kabluna, Büchergilde
Gutenberg, Zürich, 1943
Venero Delucchi: Angst im Schatten, Eichen-
Verlag, Arbon, 1954

Erich Kästner: Probepackung, Hyperion,
Freiburg i.Br., 1957

 

 

8. Februar 2021

Meisterschule Modellbahnbau

Bernhard Stein: Meisterschule Modellbahnbau,
Augustus Verlag, Augsburg, 1993
Die «Meisterschule Modellbahnbau» erklärt und lehrt perfekt bis ins Detail die vorbildtreue Gestaltung von Bahn und Landschaft an über 270 Abbildungen: Von der Planung bis zum Rohbau der Anlage; über die Gestaltung des Bahnkörpers; die Steuerung der Anlage; die Farbe in der Anlagengestaltung; die Landschaftsgestaltung vom Modellieren der Geländestruktur über das Gestalten der Vegetation bis zum Patinieren von Bauwerken. (Klappentext)

7. Februar 2021

Sehen wir uns morgen?

Alice Kuipers: Sehen wir uns morgen?
Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt, 2012
Die fünfzehnjährige Claire und ihre Mutter sind viel unterwegs und verpassen sich ständig. Sie hinterlassen sich Nachrichten an der Kühlschranktür – Klebezettel mit Einkaufslisten, wichtigen Neuigkeiten und kleinen Erlebnissen. Bis Claires Mutter einen Arzttermin hat, nach dem nichts mehr ist wie zuvor. Und plötzlich müssen Mutter und Tochter auf den kleinen Zetteln so viel mehr unterbringen als bisher …

Ein bewegender Roman – sparsam in Worten, doch von überwältigender poetischer Kraft.
(Inhaltsangabe zum Buch)

6. Februar 2021

Allmen und die Dahlien

Martin Suter: Allmen und die Dahlien,
Diogenes, Zürich, 2013

Ein millionenschweres Dahlienbild von Henri Fantin-Latour wird entwendet und Allmen International Inquiries mit der Ermittlung beauftragt. In der Tat ein Fall für Allmen, Carlos und dessen reizende Lebensgefährtin Marfa Moreno, die seit kurzem das Duo bereichert, und nicht weniger pikant als die beiden letzten Fälle. Denn das Bild war bereits Diebesgut, bevor es die unrechtmässige Besitzerin wechselte. Und die alte Dame, die es besaß – Dalia Gutbauer, steinreiche Erbin und Inhaberin eines etwas in die Jahre gekommenen Luxushotels – , hat eigentlich Geld genug, um sofort einen neuen Fantin-Latour zu erwerben. Warum bloss hängt sie so an diesem Bild?

Johann Friedrich von Allmen begreift recht spät, auf welch glattem Parkett er hier auch ermittelt. Unter halbseidenen Halbganoven sowie unter seinesgleichen: heimlichen Experten im Kein-Geld-Haben, mit mehr Ansprüchen als Mitteln. Doch eines ist noch gefährlicher: Alternde Männer mit jungen Frauen. (Klappentext)

5. Februar 2021

Das Haus des Schweizer Bauern

Kurt Wirth, David Meili: Das Haus des Schweizer
Bauern, Haupt, Bern, 1986
Kurt Wirth gelang es in vorbildlicher Weise, sich mit dem Thema des Bauernhauses in der Schweiz auseinanderzusetzen. In 28 farbigen Zeichnungen gibt er die teilweise unter Schutz stehenden Häuser ohne Beiwerk und Zufälligkeiten, nur auf das Wesentliche der Bauart beschränkt, wieder und ergänzt sie mit je einem liebevoll gestalteten Detail. Die Häuser vermitteln den Aspekt ihrer Region und der eigentümlichen Lebensart ihrer Bewohner.

Kurt Wirth gestaltete jedes Blatt nach einer eigenen Dokumentation, durch Skizzen, Farbaufnahmen und Notizen über die verwendeten Baustoffe. Dr. David Meili versteht es meisterhaft, in seinen Legenden das Wesentliche der einzelnen Haustypen hervorzuheben und den Leser zu genauer Betrachtung anzuregen.

Die bildliche Auseinandersetzung mit den Bauernhäusern der Schweiz wurde durch einen Auftrag der Swissair ausgelöst. Für ihre Menukarten für Atlantikflüge wünschte sie informativ gemalte Wiedergaben bestehender und zum Teil unter Schutz gestellter Häuser.
(Klappentext)

4. Februar 2021

Widerwasser

Paul Wittwer: Widerwasser, Nydegg
Verlag, Bern, 2011
Schwierigkeiten begleiten Mauro Matter seit seiner Kindheit. Nicht immer trifft ihn das Pech unverschuldet. Kurz vor der Facharztprüfung gerät er beruflich und privat in eine Sackgasse. Da fällt ihm die Chance für einen Neuanfang buchstäblich vor die Füsse. Limacher lässt sich in wichtigen Fragen von seiner Nase leiten. Entsprechend oft hat er eins draufgekriegt. Trotz beruflicher Neuorientierung droht dem Fahnder der Kantonspolizei die Midlife-Crisis. Anstatt Umzugskisten auszupacken, sitzt er lieber im Nullpunkt, seinem Stammlokal. Gut hingegen läuft es für Vincenzo Lo Russo. Der Erfolg macht den Camorra-Boss, genannt die Katze, schier unantastbar. Die Lebenslinien dieser drei Männer werden durch einen spontanen Entscheid Matters unabsichtlich miteinander verstrickt. Jeder der drei gerät in ein unheilvolles Spiel mit dem Tod: Matter, der ihn gesucht hat, findet ihn nicht, Limacher kommt ihm gefährlich nahe, und Lo Russo lässt ihn für sich arbeiten. (Klappentext)

3. Februar 2021

Requiem für Tante Domenica

Plinio Martini: Requiem für Tante Domenica,
Werner Classen Verlag, Zürich/Stuttgart, 1975
Realismus prägt das Buch. Tessin ohne Folklore. Plinio Martini zeigt die ganze Hintergründigkeit und die mystisch-religiösen Verkettungen, in denen die Menschen der Tessiner Bergtäler teils heute noch leben. Der Autor, der mit seinem Roman «Nicht Anfang und nicht Ende» einen bedeutenden literarischen und publizistischen Erfolg hatte, bestätigt sein Erzählertalent mit diesem neuen Buch von großer Sprachgewalt. Es ist, wie ein Rezensent sagt, «inmitten so vieler langweiliger Bücher plötzlich eines, das im besten Sinne des Wortes unterhält, das durch die Leidenschaft und Wärme überzeugt, mit der so grosse Dinge wie Leben und Tod, das Diesseits und das Jenseits betrachtet werden».

Tante Domenica, die als sittenstrenge Instanz während Generationen über die Moral des Dorfes herrschte, wird zu Grabe getragen. In das Requiem mischen sich die Erinnerungen des Erzählers. Giovanna, seine erste Liebe, steht vor ihm. Seine Jugendwelt steigt auf, und zwischen Zorn und Zuneigung gedenkt er der Tante, die Glück und Unglück der Jugend, gemeinsam mit dem Dorfpfarrer, so lange in ihren dürren, frommen Händen gehalten hatte.
(Klappentext)

2. Februar 2021

Das Kleine Lexikon der Provinzliteratur

Pedro Lenz: Das Kleine Lexikon der
Provinzliteratur, Bilgerverlag, Zürich, 2005
«Das Kleine Lexikon der Provinzliteratur» schliesst eine Lücke und ist seit seinem Erscheinen unverzichtbares Instrument und Vademecum für Germanistinnen, Sprachforscher, Lesezirkel, Literaturkritiker und Ahnenforscher. (Klappentext)

31. Januar 2021

Wenn ich schön wäre

Lisa Tetzner: Wenn ich schön wäre,
Sauerländer, Aarau/Frankfurt, 1956

Die Begegnung mit der bezaubernd schönen Susann Diebold verändert Lores Wesen völlig. Bislang verlief es im ruhigen Wechsel von Studienzeit und Ferien. Lore war gern auf der Universität und kehrte ebenso gern wieder heim in die elterliche Pension am Luganer See. Sie zählte nicht zu der heimlich beneideten Gruppe jener «Umschwärmten» - der Mädchen ohne Brille, ohne Vorstehzähne –, doch sie liebte Gaudenz, den Spielkameraden von einst, über alles, und auch er schien ihr jungenhaftes, energisches Wesen gern zu mögen. Eigentlich war Lore also recht zufrieden. Doch dann kommt Susann. Sie leitet als Dolmetscherin eine Gruppe amerikanischer Mädchen und scheint Gaudenz vollkommen in ihren Bann zu ziehen.

Bohrende, eifersüchtige Zweifel verfolgen Lore nun bei Tag und Nacht und treiben – gemeinsam mit äusseren Ereignissen – einer Tragödie entgegen, an deren Ende eine Gerichtsverhandlung steht, jedoch auch die versöhnliche Erkenntnis, dass ein Schicksal, dem es nicht erspart blieb, sich zu erfüllen, für andere einen guten Weg ins Leben bahnte.

In einer Art von Selbstgesprächen lässt die Verfasserin zwei der Hauptfiguren vor uns hintreten. Vom Impuls des Augenblicks getrieben, reden sıe natürlich, ja salopp – wie Jugendliche es eben tun. So erfahren wir gleichsam aus nächster Nähe den Hergang des Dramas und seinen Ursprung: die jugendlich unbeholfenen Gefühle und Empfindungen.
(Klappentext) 

TI: Lago di Lugano, Lugano, Magliasina, Magliaso

30. Januar 2021

Erlebnis Rhätische Bahn

Bruno Hitz, Rudolf Weber: Erlebnis Rhätische Bahn,
Avanti, Neuchâtel, 1989
Wohl kaum eine schmalspurige Privatbahn erschliesst ein landschaftlich reizvolles, beeindruckendes und bahntechnisch schwieriges Gebiet wie die Rhätische Bahn. Sie ist nicht nur touristisch von Bedeutung, sondern auch die Lebensader des Kantons Graubünden zur übrigen Schweiz und zum Ausland. In bisher nie veröffentlichten Bildern wird die RhB so gezeigt, wie man sie heute erleben kann. Dem Betrachter wird jede Strecke so dargestellt, wie sie in den verschiedenen Jahreszeiten aussieht: Wiesen voll Löwenzahn, blühende Sträucher, gelbe Lärchenwälder und tiefverschneite Landschaften. Und mitten drin die Bahn mit ihren vielfältigen Erscheinungsformen. (Klappentext)

29. Januar 2021

Nilpferde unter dem Haus

Hansjörg Schneider: Nilpferde unter
dem Haus, Diogenes, Zü

Über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg hat Hansjörg Schneider Tagebuch geführt. Er notiert Lektüren, Begegnungen, Projekte. Er hält die Glücksmomente fest, die der Tag bringt, und die Alpträume, die ihn in der Nacht heimsuchen. Und immer wieder führt die dichteste Gegenwart zurück in die Vergangenheit, die ihn nicht loslässt: seine Jugend im sinnenfeindlichen Mief der fünfziger und sechziger Jahre, das Leben mit seiner verstorbenen Frau Astrid, seine Erfolge und Niederlagen als Schriftsteller. In der direkten, klaren Sprache, die seine Leser aus den Hunkeler-Romanen schätzen, protokolliert Hansjörg Schneider sein Leben – schonungslos gegen sich und die Welt, berührend und mit lakonischem Humor. (Klappentext)

28. Januar 2021

Via Mala

John Knittel: Via Mala, Fischer
Taschenbuchverlag, Frankfurt, 2007

Jonas Lauretz, Sägemüller an der Via Mala, wird von seiner Familie ermordet und verscharrt. Der Trunkenbold hatte Frau und Kinder lange Zeit auf unerträgliche Weise schikaniert. Die Leiche bleibt verschollen und das Verbrechen unaufgeklärt – bis der Anwalt Andreas von Richenau Jahre später über die Akten des Falles stolpert. Was passierte damals wirklich? Bei den Recherchen kommt Richenau der schrecklichen Familientragödie auf die Spur – und muss entsetzt feststellen, dass seine eigene Frau eine der beiden Töchter von Lauretz ist … (Klappentext) 

GR: Chur, Disentis, Domleschg, Juliertal, Lukmanierpass, Piz Julier, Surselva, St. Moritz, Thusis ZH: Stadt Zürich

27. Januar 2021

Literaturszene Schweiz

Charles Linsmayer:
Literaturszene Schweiz,
Unionsverlag, Zürich, 1989
157 Kurzporträts von Rousseau bis Getrud Leutenegger

Ein buntes, lebendiges, oft auch provokatives Mosaik der Schweizer Literaturlandschaft, das manch grossen Namen für einmal vernachlässigt und dafür Schicksale und Leistungen zum Leuchten bringt, die der Ungunst der Zeit oder dem Terror der Normen zum Opfer fielen.
(Klappentext)

26. Januar 2021

Zu Fuss nach Jerusalem

Christian Rutishauser: Zu Fuss nach
Jerusalem, Patmos, Ostfildern, 2013
Zwei Männer und zwei Frauen brechen in der Schweiz zu Fuss zu einer ungewöhnlichen Pilgerschaft auf: Sieben Monate später wollen sie Weihnachten in Jerusalem feiern. Ihr Weg führt sie durch Krisengebiete und Regionen, die durch religiöse Spannungen geprägt sind. Christian Rutishauser erzählt von intensiven Monaten auf geschichtsträchtigen Spuren und der Vorbereitung darauf. Spirituelle Erfahrungen, die Begegnung mit Juden und Muslimen sowie das Engagement für Frieden und Gerechtigkeit stehen im Zentrum. Ein faszinierender Pilgerbericht, der anregt, eine noch ungewöhnliche Pilgerroute kennenzulernen und Pilgern als Dienst an Dialog und Frieden zu verstehen. (Klappentext)

25. Januar 2021

Das Bündel Zeit

Elsbeth Zweifel: Das Bündel Zeit,
Limmat, Zürich, 2017
Eine Kindheit in den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts auf der Orenplatte bei Braunwald: Der Vater will nicht länger im engen Tal der Linth bleiben, das geprägt ist von Fabrikarbeit, Armut und Hoffnungslosigkeit. Er gibt das Hotel auf, das seit Generationen von der Familie Zweifel geführt wurde, und kauft ein altes Bauernhaus auf dem Berg. Hier will er seinen Traum verwirklichen, bald wird dort ein Hotel stehen, auch eine Seilbahn hinaufführen. Die Tochter bewundert ihn.

Aber das Kind ahnt, dass dies nicht nur ein wunderschöner Ort ist, sondern auch ein Ort des Unheils, denn zum Leben auf dem Berg gehören auch die Wand, eine Schlucht, die alles verschluckt, die Kälte, die Dunkelheit, der Schnee und die immer gegenwärtige Lawine. Eine seltsame, nicht fassbare Bedrohung liegt über allem.

Viele Jahre, ein ganzes Leben später, nach Stationen in Lausanne, London, Bergamo und Zürich, durchgeht die Erzählerin noch einmal die Wege. In einer kunstvollen Sprache erinnert sie sich an diese Stimmung, an die Menschen auf dem Berg und die Menschen im Tal. Sie beginnen zu leben, zu streiten. Wie war das? Trauer, Vertrautheit und gleichzeitiges Fremdsein fliessen ineinander. (Klappentext)

23. Januar 2021

Lebenswelt Alpen / Alpen aktiv

Franziska Wüthrich: Lebenswelt Alpen,
Sauerländer, Aarau, 2001
Franziska Wüthrich: Alpen aktiv,
Sauerländer, Aarau, 2001
Für alle, die in den Alpen unterwegs sind: Allgemein verständlich und doch wissenschaftlich korrekt vermittelt «Lebenswelt Alpen» Naturphänomene und Zusammenhänge, denen man in den Bergen auf SChritt und Tritt begegnet: Entstehung der Alpen und ihrer Landschaften; klimatische Besonderheitn und typische WEtterlagen; Steckbriefe der wichtigsten Pflanzen- und Tierarten; ökologische Zusammenhänge und Besonderheiten der alpinen Lebensräume; Rolle des Menschen als Nutzer und Schützer gestern und heute; Fakten und Diskussionsgrundlagen zu aktuellen Alpenthemen; zahlreiche Skizzen und farbige Abbildungen; kommentiertes Literaturverzeichnis. (Klappentext)

«Alpen aktiv» – eine Fundgrube für alle, die mit einer Gruppe in den Alpen unterwegs sind: Wanderleiter, Bergführerinnen, Tourenleiter, Lehrerinnen, Lagerleiterinnen, Pfadfinderführer etc. Der Umsetzungsband enthält: Tipps und Checklisten für die aktive; Auseinandersetzung mit der alpinen; Natur und Kultur; praxisnahe Umsetzungsideen zu allen wichtigen Kapiteln aus «Lebenswelt Alpen»; Vorschläge für eine spielerische Annäherung an .die alpine Natur; Detailbeschreibung ausgewählter Hüttenwege (Klappentext)