23. April 2018

Die Biologin

Walter Züst: Die Biologin, Appenzeller
Verlag, Herisau, 2011
Nach dem Tod des widerspenstigen Landwirts Ehrbar hofft die Firma Krebs, in Hochlust auf dessen Land ihre Fabrik erweitern zu können. Aber sie hat die Rechnung ohne die unverhofft auftauchende Alleinerbin Anna Andreotti gemacht. Die studierte Biologin erweist sich als noch widerspenstiger als ihr Grossvater. Sie will das Rad der Zeit zurückdrehen und das geerbte Heimetli mit den Methoden ihrer Vorfahren bewirtschaften.

Walter Züst ist als Autor von historischen Romanen mit seinem siebten Roman in der Gegenwart angekommen: Er kritisiert den Wachstumsglauben der Wirtschaft im Allgemeinen und jenen in der Landwirtschaft im Besonderen, er stellt die moderne Mobilität in Frage und geisselt die ressourcenverschleudernde Konsumgesellschaft. Orte und Menschen in Züsts neuem Roman sind fiktiv. Nicht aber das Thema: Die Charaktere, ihr Denken und ihr Handeln stammen aus dem realen Leben des 20. und 21. Jahrhunderts. Man glaubt, Hochlust als appenzellisches Dorf zu erkennen, doch Hochlust ist überall.
(Klappentext)

Ein durchaus literatrisches Thema, das der Autor jedoch ohne die omnipräsenten Plattitüden und Stereotypen hätte zu Papier bringen müssen. Die Schreibe scheint mir deshalb das Geld nicht wert.

AR: Fiktiver Kurzenberg (Wolfhalden, Lutzenberg, Walzenhausen) SG: Flughafen Altenrhein, Bodensee

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