22. Februar 2026

Medalges

Jürgen König: Medalges, Rasch und Röhring,
Steinfurt, 2001
Im Mai [1989] ist Jürgen König aufgestiegen zu seiner Hütte auf der Medalges-Alm im Ladinischen, 2300 Meter hoch. Er lebte ein Jahr fernab der Zivilisation – ohne Fernseher und Zeitung, ohne Bad und ähnlichen Komfort, ausgerüstet mit einem Funkgerät für den Notfall, mit einigen Musikkassetten und Büchern. Einsam war er jedoch nicht. «Schnaps», sein ebenso temperamentvoller wie gutmütiger Hirtenhund, begleitete ihn. Gemeinsam haben sie den Wechsel der Jahreszeiten in der unberührten, wilden Landschaft der Dolomiten erlebt, dort, wo die Berge am einsamsten und schönsten sind. (Klappentext)

19. Februar 2026

Morgarten

Peter Beutler: Morgarten, Emons, Köln
2014
An der Morgartenstrasse in Luzern wird ein Mann tot aufgefunden. Was anfänglich wie ein Selbstmord aussieht, wird zum brisanten Fall, denn der Tote hatte eine CD mit Bankdaten an deutsche Steuerfahnder weitergeleitet. Kripo-Leutnant Lauber und Detektiv-Wachtmeister Minder nehmen die Ermittlungen auf und geraten in einen tödlichen Strudel aus Macht und Politik. (Klappentext)

LU: Stadt Luzern (Hauptschauplatz), Gisikon, Fuchsberg ob Gisikon BE: Stadt Bern GR: Ofenpass, Val Müstair A: Eisenerz, Leoben, Wien I: Taufers USA: Lucerne

16. Februar 2026

Gerichtet

Henriette Brun-Schmid: Gerichtet,
Lokwort, Bern, 2010
Susanne Donum, eine Richterin, und Daniel Korn, ehemaliger Lehrer eines Mörders, nehmen teil am Strafprozess gegen drei junge Menschen. Der Prozess erhellt zwar die Tat, aber weitere Dramen werden ebenso sichtbar. Ein Buch zu einem unfassbaren Verbrechen rund um Schuld, Mitschuld und Verantwortung – ein Roman zu Ereignissen, ähnlich wie sie sich heute unter uns abspielen. (Klappentext)

13. Februar 2026

Mein neustes Œuvre: «Im Wald»


Vom April 2021 bis Januar 2026 ging ich in 25 Tagesetappen eine über 410 Kilometer lange Strecke quer durch das Schweizer Mittelland. Mein Ziel war es, so oft wie irgendwie möglich, im Wald oder am Waldrand zu wandern. Um die Natur noch intensiver erleben zu können, übernachtete ich auf mehr als der Hälfte der Etappen im Wald. Weil sich das Projekt über mehrere Jahre hinzog, war es mir vergönnt, das ganze Spektrum der vier Jahreszeiten in vollen Zügen in mich aufnehmen zu können. Dies widerspiegelt sich auch in insgesamt 170 feinfühligen Farbfotos. Ergänzt wird der soeben erschienene Band «Im Wald» mit einem informativen Text, vier Routenkarten und einer Etappenübersicht.

Das 198-seitige Buch ist ab sofort in meinem Verlag, der Edition Wanderwerk, erhältlich. Hier gibt es auch eine Seh- und Leseprobe.

10. Februar 2026

Auf dünnem Eis

Jürgen Graeser, Auf dünnem Eis, Herder,
Freiburg i.Brsg., 2008
Jürgen Graeser ist kein Abenteurer. Er ist Wissenschaftstechniker am Alfred-Wegener-Institut für Polarforschung in Potsdam. Doch in diesem Winter (2007/08) kommt etwas Besonderes auf ihn zu. Sieben Monate campiert Graeser mit zwanzig russischen Kollegen auf einer Driftstation, einem Hüttendorf auf einer Eisscholle mitten im Nordpolarmeer. Er erlebt die lange Polarnacht, kämpft gegen die Widrigkeiten eines Alltags, der alles andere als alltäglich ist, wird vom Eisbären überrascht und erkennt, dass die Arme der Bürokratie bis tief in die Arktis reichen. Ein spannender Bericht über das Leben und die Arbeit auf der Scholle, direkt vom Ende der Welt. (Klappentext)

7. Februar 2026

Der Neue

Anne Fine: Der Neue, Diogenes,
Zürich, 1992
Es ist Abneigung auf den ersten Blick. Kitty sieht ihn, hasst ihn und nennt ihn fortan nur noch «Glubschauge». Was immer er auch tut, um mit ihr in Kontakt zu kommen, Kitty bleibt ihrer Abneigung treu. Sie lässt welke Efeublätter in sein Glas rieseln, versteckt seine Bücher und beschreibt ihn in ihrem Schulaufsatz unter dem Thema «Was ich am meisten hasse». Kitty nervt, so gut sie kann. Aber «Glubschauge» quittiert alles mit unendlicher Geduld und riesigen Schachteln mit Pfefferminztalern. Nur die andauernde Erwähnung von Simon, seinem Vorgänger, macht ihn allmählich nervös – denn schliesslich ist er der neue Liebhaber von Kittys Mutter. (Klappentext)

4. Februar 2026

Teufelsfrucht

Tom Hillenbrand, Teufelsfrucht,
Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2011
Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschliesst der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stösst er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein und erkennt, was auf dem Spiel steht. (Klappentext)

PNG: Aramia-Ebene L: Stadt Luxemburg (Hauptschauplatz) F: Flughafen Charles-de-Gaulle, Paris, Châlons-en-Champagne, St-Martin-aux-Champs, Grand Étang du Roi, Lyon D: Hohenheim b. Stuttgart, Bitburg I: Aostatal GE: Stadt Genf, Genfersee ZH: Stadt Zürich

1. Februar 2026

Geh, wohin dein Herz dich trägt

Susanna Tamaro: Geh, wohin dein Herz
dich trägt, Diogenes, Zürich, 1995
«Du bist vor zwei Monaten abgereist, und seit zwei Monaten habe ich, abgesehen von einer Postkarte, auf der du mir mitteilst, dass du noch lebst, keine Nachricht von dir. Ich weiss, dass wir bei deiner Abreise unter anderem vereinbart haben, wir würden uns nicht schreiben, und schweren Herzens halte ich mich daran. Diese Zeilen werden nie den Flug nach Amerika antreten, um zu dir zu kommen. Wenn ich bei deiner Rückkehr nicht mehr da sein sollte, werden sie hier auf dich warten.»

So beginnt das liebevolle Brief-Tagebuch von Grossmutter Olga an ihre Enkelin, die aus der Enge der Familienzwänge nach Amerika geflohen ist. Schöne und schmerzliche Erinnerungen verewigt dieses mit der Weisheit des Alters geschriebene Vermächtnis. Vor allem aber ist es ein im Angesicht des Todes ausgesprochenes Geständnis all der tiefen Liebe zur Enkelin. Vieles ist schiefgelaufen in der Familie und hat die beiden auseinandergebracht: Frühwaise die Enkelin, gefangen in ihrer Vernunftehe und späteren Einsamkeit die Grossmutter. Und dennoch findet sich in diesem Weisheitsbuch, das so zart empfunden ist wie «Der kleine Prinz», inneres Glück – im eigenen Herzen, wenn man nur den Mut hat, es nicht als blossen Leistungsmotor zu betrachten. (Klappentext)


I: Triest, L’Aquila, Porretta Terme, Ferrara SLO: Samatorza