8. Mai 2020

Nachtquartier

Alexander Heimann: Nachtquartier, Erpf,
Bern, 1987
Eigentlich suchte die junge Frau nur Unterschlupf vor dem Gewitter in den Bergen, Quartier für eine Nacht. Doch sie bleibt gefangen im Bannkreis dieses einsamen Hauses, dem geheimnisvollen Mann und seinem Hund. Aber hat auch sie ein Geheimnis zu verbergen? – Und während draussen die Jahreszeit wechselt und die Farbtöne der nahen Wälder und Flühe sich dauernd verändern, bleiben sie im Haus, belauern und umkreisen sich gegenseitig, hinter knarrenden Türen, auf der finsteren Treppe, in der verrauchten Küche … 

Mit «Nachtquartier» legt der Schweizer Buchhändler und Schriftsteller Alexander Heimann seinen vierten Roman vor. Brauchte er bei «Lisi» (1980) noch Hinterland für eine turbulente Flucht, bei «Die Glätterin» (1982) die trügerische Idylle eines Bauerndorfes und bei «Bellevue» (1984) zumindest die Kulisse einer gutbürgerlichen Wohnsiedlung, so konzentriert sich die Handlung von «Nachtquartier» ausschliesslich auf die beklemmende Enge eines verwahrlosten Hauses in verlassener Gebirgslandschaft. Aus der Banalität alltäglicher Ereignisse steigert sich die Geschichte in rasantem Tempo hin zu einem entsetzlichen Finale … (Klappentext)

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