6. Mai 2020

Ahoi Polaroid

Sobo Swobodnik: Ahoi Polaroid, Heyne,
München, 2011
Plotek und Vinzi haben ein Ziel: den hohen Norden, genauer gesagt das Nordkap. Dorthin soll es mit einem Hurtigruten-Schiff gehen. Mit dem Erlös eines mehr oder weniger legal in seinen Besitz gelangten Gemäldes von Ernst Ludwig Kirchner will Plotek seinem Kumpel einen lang ersehnten Traum erfüllen. Urlaub machen, Seele baumeln lassen. Aber nichts da. Schon bei der Anreise im Nachtzug von Berlin nach Oslo werden beide mit einer Leiche im Zugabteil konfrontiert. Und kaum haben sie mit der MS Finnmarken den Hafen verlassen, verschwinden auf mysteriöse Art und Weise weitere Mitreisende: ein evangelischer Pastor aus Nordhessen, ein ehemaliger Fussballprofi aus Ostdeutschland und ein schwäbischer Bundestagsabgeordneter. Als Plotek und Vinzi kurz darauf heimlich Polaroids untergeschoben werden, auf denen die Leichen der drei Vermissten in unappetitlichem Zustand zu sehen sind, scheint der Urlaub dahin. Was hat es mit den Polaroids auf sich, und Was verbindet die drei Männer? (Klappentext)

D: München-Neuhausen, Lauterbach, ICE-Fahrt München–Jena–Berlin, Nachtzug Berlin–Malmö S: Nachtzug Berlin–Malmö, Bahnfahrt Malmö–Göteborg, Bahnfahrt Göteborg–Oslo N: Bahnfahrt Göteborg–Oslo, Busfahrt Oslo–Bergen, Bergen, Fahrt mit dem Hurtigrutenschiff MS Finnmarken Bergen–Alesund–Geirangerfjord–Trondheim–Engabreen-Gletscher (Svartisen)–Tromsö–Honingsvag, Busfahrt Honingsvag–Nordkap–Honignsvag, Hurtigroute Honingsvag–Kirkenes

Moors Fazit: Eine Geschichte, die stimmig in München beginnt, driftet in eine ziemlich unglaubwürdige und sexistisch-schmuddelige Schmierenkomödie ab. Schade.

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