17. Februar 2013

Fitnessraumphilosophie

Das Perfide am Laufband ist, dass man gehen und rennen muss, um an Ort zu bleiben. Und das wahrlich Paradoxe ist, dass wir dafür noch bezahlen.

11. Februar 2013

Wenn die Brust schwillt


Kurioses Bild neulich am Banhofkiosk von Turgi (AG). Vom Zeitungsständer blickt mich ein Leguan an. Dieser wiederum ziert das Titelblatt der Tierwelt. Soweit nichts Aussergewöhnliches, erscheint doch das Magazin Woche für Woche in einer Auflage von über 70'000 Exemplaren. Das Spezielle ist die Platzierung zwischen Finanz und Wirtschaft, der WoZ sowie den türkischen Postillen Sabah und Hürriyet. Für ein derart prominent eingereihtes Blatt wie die Tierwelt schreiben zu dürfen, ehrte mich an Ort und Stelle über alle Massen. Mit geschwellter Brust fuhr ich sodann zum Ausgangspunkt meiner Wanderung. Wie der Gang von Schwaderloch nach Villigen war, gibt es in einer der März-Nummern eben dieser Tierwelt zu lesen.

6. Februar 2013

Aargauer Variationen

Einmal mehr gilt es, die Aargauer als innovatives und alles andere als durchschnittliches Völklein zu loben. Anlass dazu geben zwei Sitzbankmodelle, die mir anlässlich meiner Aargau-Umrundung am Rhein zwischen Rheinsulz und Sisseln begegnet sind. Weitere Eindrücke der 14. Etappe im Extra-Blog.

Aufwändige Konstruktion an der Schiffländte von Rheinsulz (AG). Zum Schutze der
Sitzfläche vor Nässe...

 ... lässt sich die Bank mit einem hydraulischen Mechanismus sanft schliessen. Ein weiteres
Exemplar steht übrigens beim Wasserkraftwerk von Laufenburg (AG)

Wer sich in Sisseln (AG) hinsetzen will, kann wählen zwischen Promenaden- ...

oder Rheinsicht. Die Rückenlehne lässt sich hin- und her bewegen. Die sympathische Erfindung
hat indes einen Haken. Bei Nässe quillt das Holz auf und es bedarf einigen
Kraftaufwand, um die Lehne herumzukriegen.


4. Februar 2013

Winter reloaded


Die Ungunst der Stunde nutzend.
Über Höger und Hügel des niederen Emmentals.
Durch nassen Schnee und triefende Wälder.
Den Nebel im Nacken, mal augenhöhig, mal überköpfig.
Verlorene Höfe und Bastarde im Bellmodus.
Röhrende Traktoren, dem Schnee den Garaus machend.
Doch meist ist Stille.
Stille über dem Goldbachtal, in den Senken und Schenken.
Sofern sie geöffnet.
Und morgen vielleicht ist alles passé.
Kein Schnee.
Kein Weiss.
Nur tristes Land.
In ödem Braun.