18. Juni 2018

Anschwitzen, Backen, Dünsten

Wer sich mit der Beschaffung einer Ultraleichtausrüstung befasst, wird sich früher oder später Gedanken darüber machen, mit welchem Kochsystem er oder sie unterwegs sein möchte. Klein und sehr leicht sind heutzutage sowohl Benzin-, Gas- als auch Spirituskocher. Einer der Nachteile ist indes, dass das Brennmaterial jeweils mitgetragen werden muss, was der Ultraleichtigkeit eher zuwider läuft. Als Alternative dazu bieten sich sogenannte Hobokocher an. Hierbei handelt es sich um zusammenfalt- bzw. steckbare Titan- oder Edelstahlteile, die eine kleine, gut belüftete Feuerkammer aufweisen. Verpackt beanspruchen diese 70 bis 800 Gramm leichten Öfen kaum Platz im Rucksack. Je grösser der Kocher, desto leistungsfähiger ist er.

70 Gramm leicht ist dieser Hobokocher. Das kostenlose Brennmaterial liegt in Hülle und Fülle herum.


Gekocht wird in erster Linie mit mehr oder weniger dicken Ästchen, die sich in bewaldetem Gebiet zuhauf finden lassen. Bei einigen Modellen besteht zudem die Möglichkeit, den Spiritusbrenner von Trangia einzusetzen, was den Hobo auch in baumlosen Gegenden einsatzfähig macht.

Die deutsche Firma Bushcraft Essentials stellt seit einigen Jahren qualitativ hochwertige Hobokocher für die Outdoor-Gemeinde her. Ich habe mir neulich eines der Modelle gekauft. Auf einem Beipackzettel wurde ich auf ein Kochbuch aufmerksam gemacht, das voll und ganz auf das Zubereiten von Mahlzeiten mit dem Hobo zugeschnitten ist. Geschrieben hat es Johannes «Joe» Vogel, einer der renommiertesten Survivalexperten Deutschlands.

Johannes Vogel: Einfach draussen kochen mit
dem Hobo
, Pietsch Verlag, Stuttgart, 2017
Das «Einfach draussen kochen mit dem Hobo» ist in Zusammenarbeit mit Bushcraft Essentials entstanden und ist weit mehr als ein handelsübliches Kochbuch. Es vermittelt einerseits die Grundlagen im Umgang mit dem Hobo und andererseits die verschiedenen Zubereitungsarten: Kochen, Blanchieren, Dämpfen, Anschwitzen, Frittieren, Braten, Rösten, Backen, Grillen, Dünsten und Schmoren. Die Aufzählung verdeutlicht, wozu ein Holzkocher in der Lage ist, sofern man die Technik beherrscht. Wie der Hobo zu befeuern ist, fehlt in diesem Buch daher ebenso wenig, wie eine kleine Material- und Lebensmittelkunde.

Das schön gestaltete, mit zahlreichen Fotos versehene und in verständlicher Sprache verfasste Buch beinhaltet 69 Rezepte, die eine breite Palette abdecken. Von der Rösti über Gnocchi, Schupfnudeln, Pizza und Bierteig über Wildspinat, Distelherzen, frittierte Fische, gekochte Flusskrebse bis hin zu Saltimbocca, Gulasch, Dal Bhat, Jambalaya, Brownies, Griessbrei, Sauce Hollandaise, Auberginendip und Schokoladensauce, lässt das Werk kaum Wünsche offen. Ergänzt werden die Rezepte durch eine bebilderte Liste der wichtigsten essbaren Pflanzen, Zutatentabellen und Rezeptkombinationen. Selbstverständlich ist Joe Vogels Kochbuch auch mit andern Kochern und sogar am heimischen Herd zu gebrauchen.


18. Juni

1985  Vorder Eggli – Speer – Nesslau • 31,2 km
1990  Weesen – Mürtschenfurggel • 14,9 km
1998  Pragelpass – Rhodannenberg • 18,6 km
2003  Gaulihütte – Mattenalpsee – Innertkirchen • 13,4 km
2011  Bremgarten – Obfelden • 13,6 km
2016  Rorschach – Rheineck – Rorschach • 17,5 km
2017  Libisee – Rongellen – Thusis • 13,7 km • Fotos

2011: Bei Obfelden (ZH). Der Schrittler und Thomas Widmer. Foto: L. Géraud

17. Juni 2018

17. Juni

1984  Forno – Corte Nuovo – Lavertezzo • 17,2 km
1985  Elgg – Vorder Eggli • 36,8 km
1986  Engelberg – Surenenpass – Erstfeld • 29,0 km
1992  Boreraig – Broadford (GB) • 10,5 km
1995  Susten – Hinter Asp – Agarn • 8,7 km
2003  Innertkirchen – Tälligrat – Gaulihütte • 12,7 km
2013  Wabern – Belpmoos – Belp • 11,7 km
2015  Martinzentrum – Thun Bahnhof • 7,3 km • Projekt Thun total
2017  Glaspass – Carnusapass – Libisee • 17,9 km • Fotos

2003: Gaulihütte (BE)

16. Juni 2018

16. Juni

1984  Motta – Valdelle – Forno • 9,1 km
1985  Pizzo Leone – Brissago • 8,6 km
1986  Flühli – Fürstein – Flühli • 20,9 km
1992  Killbride – Boreraig (GB) • 11,0 km
2014  Nesslau-Neu-St. Johann – Elisalp – Ebnat-Kappel • 18,9 km • Projekt Rund um Zürich

1984: Smaragdeidechse im Valle Verzasca (TI)

15. Juni 2018

15. Juni

1985  Corcapolo – Pizzo Leone • 7,8 km
1986  Schwarzenegg – Honegg – Bumbach • 16,3 km
1992  Strath na Cruitheach – Elgol (GB) • 11,0 km
1996  Innertkirchen – Boden • 6,2 km
2013  Därligen – Abendberg – Wilderswil • 12,6 km

1992: Camasunary auf der Insel Skye (Schottland)

14. Juni 2018

sämsu feschel guttet

sämsu feschel guttet
murmiltangil glü plammis dietu
laljet groggrü boviri –
boviri miljüt plammis

perischhubil guttet
tschangerang buljes
planinong tschingere
brentjona glü majing

däweng däweng dietu sämsu
feschel feschel glü mijüt
planinong groggrü tschampichtru
dorbu tschachtela pfarschong

jaggaseiu boviri tschampedü
murmiltangil tschajete glü
milljere dietu buljes –
sämsu feschel guttet


Aus dem Wanderlesebuch Schritt für Schritt,
zusammengestellt mit Flur- und Ortsnamen
der Region Leuk (VS). © René P. Moor

14. Juni

2018  Thun Schorenfriedhof – Thun Gwatt • 7,5 km • Fotos Projekt Thun Total

2018: Im Burgerwald, am Rande des Glütschbachtals, grüsst die Garnisonsstadt Thun

13. Juni 2018

13. Juni

1992  Sligachan – Strath na Creitheach (GB) • 7,0 km
1993  Coire an Lochain – Glen Nevis (GB) • 20,0 km
2015 Thun Seematte – Goldiwil – Thun Marktgasse • 13,4 km • Projekt Thun total

1993: Hochlandrind im Glen Nevis (Schottland)

12. Juni 2018

300 Mal von der Erde zum Mond

Die Bevölkerung der Schweiz hat im Jahr 2000 im eigenen Land Tag für Tag rund 265 Millionen Kilometer zurückgelegt – 30% mehr als noch 1984. Fast die Hälfte dieser Wege (44%) entfallen auf Freizeitaktivitäten. Die Distanz der täglichen Freizeitwege entspricht 300-mal der Entfernung von der Erde zum Mond. Dies sind Ergebnisse aus einer Erhebung, welche von den Bundesämtern für Raumentwicklung (ARE) und Statistik (BFS) im Jahre 2000 zum Verkehrsverhalten in der Schweiz durchgeführt wurde. Die Studie zeigt zudem eine grosse Zufriedenheit mit dem Ausbaustandard des Strassennetzes sowie eine hohe Akzeptanz für die Förderung des öffentlichen Verkehrs, und sie verweist auf den Agglomerations-, Freizeit- und Langsamverkehr als die Themen einer zukunftsgerichteten Verkehrspolitik.

Kaum jemand bleibt in der Schweiz den ganzen Tag zu Hause: 90% der Bevölkerung ab 6 Jahren sind täglich unterwegs und dies während 84 Minuten. Im Durchschnitt legt eine Person pro Jahr allein in der Schweiz rund 13.600 Kilometer, das Ausland inklusive sogar 17.400 Kilometer zurück. Die täglich von einer Person zurückgelegte Distanz hat sich von 29 Kilometern im Jahr 1984 auf 38 im Jahr 2000 erhöht.

Die Freizeit hat den deutlich höchsten Anteil an den zurückgelegten Wegen, gefolgt von den Arbeits- und Ausbildungswegen mit 29%, sowie den Einkaufswegen mit 11% der Tagesdistanzen.

Bei rund 70% aller Wegstrecken wird das Auto und bei 18% das öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Der Anteil mit dem Auto zurückgelegter Wege ist zwischen 1984 und 2000 nahezu unverändert geblieben. Umgerechnet auf ein Jahr ist jede in der Schweiz wohnhafte Person im Durchschnitt aber auch rund 630 km zu Fuss und 350 km mit dem Velo unterwegs. Dies weist auf die Bedeutung der sogenannten langsamen Verkehrsmittel hin. Betrachtet man die Anzahl Wegetappen, so werden fast 50% zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt, während der Anteil des motorisierten Individualverkehrs 40% und des öffentlichen Verkehrs 10% beträgt.

Dem hohen Anteil der Autobenützung entspricht die Motorisierung der Haushalte. 80% aller Haushalte besitzen mindestens ein, 30% sogar mehr als ein Auto. Interessant ist jedoch, dass in den Agglomerationen, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt, ein Viertel der Haushalte kein Auto besitzt.

Autoverfügbarkeit, Alter und Haushaltsgrösse sind wichtige Einflussgrössen auf den Besitz von Abonnementen für den öffentlichen Verkehr. Fast 50% aller Haushalte, im Tessin nur 23%, verfügen über ein Abonnement. Am beliebtesten ist das Halbtaxabo mit einem gesamtschweizerischen Anteil von 35%.

Der Mikrozensus stellt zahlreiche Informationen zur Einstellung der Bevölkerung zur schweizerischen Verkehrpolitik bereit. Auffallend positiv wird das bestehende Strassennetz beurteilt und eine deutliche Mehrheit stimmt der weiteren Förderung des öffentlichen Verkehrs zu.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesamtes für Statistik vom Dezember 2001

12. Juni

1993  Coire an Lochain – Binnein Mór – Coire an Lochain (GB) • 5,0 km
1997  Schwarzsee Bad – Les Recardets – Breccaschlund – Schwarzsee Bad • 11,9 km
2010  Oberbipp – Walliswil – Herzogenbuchsee • 13,2 km
2013  Wabern – Kehrsatz – Köniz • 8,2 km
2014  Steg – Stralegg – Hüttchopf – Steg • 19,2 km • Projekt Rund um Zürich
2016  Langenthal – Wolfwil – Murgenthal • 16,5 km

2010: Rumihof bei Oberbipp (BE)

11. Juni 2018

2018

Thun Schorenfriedhof – Thun Moos • 7,5 km • Fotos
Ittigen – Utzlenberg – Allmendingen b.B. • 11,0 km • Fotos
Hof – Wilkethöhe – Brunnadern • 12,2 km • Fotos
Flawil – Kolumbanshöhle – Hof • 10,5 km • Fotos
Walzenhausen – Wienacht-Tobel – Eggersriet • 15,4 km
Otelfingen – Regensdorf – Rümlang • 15,5 km • Fotos
Flims – Ladir – Rueun • 21,7 km • Fotos
Niederwangen – Heitere – Laupen • 13,5 km • Fotos
Dietisberg – Bennwil – Oberdorf • 10,3 km • Fotos 
Rünenberg – Bad Ramsach – Dietisberg • 11,5 km • Fotos
Zürich-Burgwies –Wetzwil – Stäfa • 22,3 km • Fotos
Bruggtobel – Sulzbach – Walzenhausen • 14,1 km
Stoss – Schwäbrig – Bruggtobel • 12,5 km
Kiesen – Wichtrach • 8,8 km • Fotos
Klosters Platz – Saas – Jenaz • 20,2 km • Fotos
Pfäffikon – Neuthal – Fischenthal • 16,5 km • Fotos
Basel – Rötteln – Kandern • 27,0 km • Fotos
Miglieglia – Curio – Agno • 13,7 km • Fotos
Sessa – Bombinasco – Miglieglia • 12,5 km • Fotos
Agno – Ponte Tresa – Sessa • 13,5 km • Fotos
Canobbio – Massagno – Agno • 10,5 km • Fotos
Provence – Champagne – Vuiteboeuf • 25,9 km • Fotos
Pfungen – Winkel – Dielsdorf • 23,4 km • Fotos
Rümlang – Steinmaur – Niederweningen • 18,6 km • Fotos
Puidoux-Chexbres – Belmont – Lausanne • 16,7 km • Fotos
Riddes – Saxon – Martigny • 17,5 km • Fotos
Brissago – Losone – Riazzino • 19,7 km • Fotos
Taverne-Torricella – Comano – Taverne-Torricella • 16,1 km • Fotos
Rovio – Bissone – Morcote • 17,6 km • Fotos
Stabio – Meride – Rovio • 18,1 km • Fotos
Capolago – Mendrisio – Chiasso • 17,5 km • Fotos
Lugano – Montagnola – Melide • 19,2 km • Fotos
Mumpf – Schupfart – Frick • 19,5 km
Chur – Untervaz – Landquart • 19,5 km • Fotos
Tägertschi – Trimstein – Worb • 9,4 km
Kloten – Bachenbülach – Pfungen • 19,7 km • Fotos
Dietlikon – Greifensee – Mönchaltorf • 20,5 km • Fotos

11. Juni

1984  Mont Sujet – Chasseral – Villeret • 17,5 km
1990  Trubschachen – Schangnau • 14,8 km
1992  Glen Nevis – Ben Nevis – Glen Nevis (GB) • 16,0 km
1993  Allt à Choire – Coire an Lochain (GB) • 14,0 km
2017  Glaspass – Safien Platz – Turahus • 14,9 km • Fotos

1992: Auf dem Gipfel des Ben Nevis (1344 m), dem höchsten Punkt auf der Britischen Insel. Die Ruinen zeugen vom einstigen Observatorium. In der Bildmitte oben befindet sich zudem eine Bivakschachtel im Sinne einer Notunterkunft.

10. Juni 2018

10. Juni

1984  La Neuveville – Mont Sujet • 14,8 km
1991  Alpe di Nara – Olivone • 15,3 km
1992  Coire an Lochain – Glen Nevis (GB) • 20,0 km
1993  Bridge of Orchy – Allt à Choire (GB) • 26,0 km
2015  Sursee – Campus Sursee – St. Erhard • 6,2 km
2016  Martinzentrumm – Strättligen-Platz • 7,9 km • Projekt Thun total
2017  Scharans – Flerden – Glaspass • 19,0 km • Fotos
2018  Ittigen – Utzlenberg – Allmendingen b.B. • 11,0 km • Fotos

1993: Auf dem West Highland Way in Schottland in der Nähe von Kinlochleven

9. Juni 2018

9. Juni

1985  Tavannes – Les Breuleux • 18,9 km
1986  Gänsbrunnen – Hasenmatt – Im Holz • 11,4 km
1991  Faido – Alpe di Nara • 10,2 km
1992  Allt à Choire – Coire an Lochain (GB) • 14,0 km
1993  Allt à Choin – Crianlarich (GB) • 16,0 km
2014  Eigenthal – Regenflüeli – Trockenmattegg – Eigenthal • 17,1 km • Projekt Rund um Zürich
2017  Reichenau-Tamins – Rhäzüns – Scharans • 16,4 km • Fotos

1992: Coire an Lochain mit Sgurr Eilde Mór (1008 m), Schottisches Hochland

8. Juni 2018

8. Juni

1984  Coppet – La Dôle – St-Cergue • 28,0 km
1986  Le Noirmont – Mont Soleil • 12,7 km
1992  Inveroran – Allt à Choire (GB) • 25,0 km
1993  Creag Thilaichean – Allt à Choin (GB) • 29,5 km
2003  Strahlegg – Chrüzegg – Wattwil • 13,7 km
2013  Riggisalp – Breccaschlund – Schwarzsee Gypsera • 9,7 km • Projekt RucksacktageFotos

2003: Schnebelhorn Gipfel (ZH/SG)

7. Juni 2018

7. Juni

1992  Bridge of Orchy – Inveroran (GB) • 7,5 km
1993  Drymen – Creag Thulaichean (GB) • 14,5 km
1995  Frutigen – Blausee • 9,5 km
1998  Montbovon – Saanen • 24,4 km • Projekt Kulturweg Alpen
2003  Hinwil – Fischenthal – Strahlegg • 15,8 km
2014  Gisikon-Root – Udligenswil – Luzern • 19,8 km
2017  Oensingen – Egerkingen – Murgenthal • 17,5 km

2003: Restaurant Waldegg, Girenbad (ZH)

6. Juni 2018

6. Juni

1992  Inverlochlarig – Crianlarich • 13,0 km
1995  Röthenbach – Kreuzweg • 11,1 km
1998  Les Avants – Col de Jaman – Montbovon • 14,6 km • Projekt Kulturweg Alpen
1999  Nové Udoli – Schwarzenberg Kanal – Nové Udoli (CZ) • 8,0 km
2004  Gstaad – Oeschseite • 10,0 km
2009  Aigle – La Forclaz – Les Diablerets • 19,8 km
2015  Triemli – Coiffeurwegli – Leimbach / Sihlwald – Waldweiher - Thalwil • 14,3 km • Projekt Rund um Zürich

2009: Haltestelle Plambuit an der Linie Aigle–Les Diablerets

5. Juni 2018

5. Juni

1992  Gleann Dubh – Inverlochlarig • 18,5 km
2006  Krummenau – Wattwil • 11,2 km
2012  Steffisburg – Lerchenfeld – Uetendorf • 8,0 km
2013  Bern HB – Glasbrunnen – Bern Neufeld • 10,8 km
2017  Matran – Grolley – Dompierre • 19,6 km

2012: Zeit ist Geld in Uetendorf (BE)

4. Juni 2018

Knorrli war gestern – es lebe der Moorli

Beginnen wir im Tessiner Walserdorf Bosco-Gurin. Dort wurde am 12. Februar 1899 ein gewisser Hans Anton Tomamichel geboren, der 1914 eine Lehre bei M. und C. Annen graph. art. Atelier in Zürich begann. 1925 liess er sich in Paris als Maler weiter ausbilden. Darnach begann seine Laufbahn als selbständiger Grafiker in Zürich für Auftraggeber wie Knorr, Globus, Nestlé und lokale Kunden. Damals entstand das legendäre Abzeichen für den Fip-Fop Kinderclub von Nestlé (1932) und später schuf Tomamichel den unsterblichen «Knorrli» (1947). Im Zeichen der geistigen Landesverteidigung entstanden Werke für die Landesausstellung 1939 und Briefmarken. Einen wichtigen Anteil im Schaffen von Tomamichel nehmen die Arbeiten für die Caritas Zürich ein. Ausserdem war Hans Tomamichel Mitbegründer des Schweizer Grafiker Verbands.

Der von Hans Tomamichel 1947 erfundene Knorrli
Tomamichel definierte den «Knorrli» als freundlichen Berggeist, der – ähnlich wie die Erd- und Wichtelmännchen in den Alpensagen – den Menschen hilfreich zur Hand geht. «Den Knorrli hatte ich rot gemacht. Ich machte ihm einen runden Kopf – wie bei einem Suppenteller. Stellte zwei Augen und eine Nase hinein und eine flatternde Zipfelkappe», erklärte der Maler und Grafiker das unverwechselbare und bis heute typische Aussehen.

Nun ist es bekanntlich so, dass die Zeit nicht stehen bleibt und der Mensch gerne zum Kopieren neigt. Denn was für Knorr der Knorrli, ist für das im zürcherischen Rifferswil beheimatete Seleger Moor ... genau ... der Moorli. Und weil mir diese Ableitung verständlicherweise schauderhaft schmeichelt, bedanke ich mich bei M. Jeker, der Einsenderin der nachfolgenden Fotos. Gut möglich, dass ich mir eines Tages dieses Moor vorknöpfe und Kraft der Verniedlichung meines Namens auf freien Eintritt poche.

Der Seleger-Moor-Moorli ziert daselbst eine Feuerstelle.



4. Juni

1990  Nüssen – Vorderthal • 6,8 km
1992  Glann Riabhach – Gleann Dubh (GB) • 20,0 km
2006  Rossfall – Chräzerenpass – Ennetbühl • 13,0 km
2016  Grellingen – Meltingen – Büsserach • 13,3 km

1992: Beim Glen Finglas Reservoir im Schottischen Hochland