26. November 2020

Traumberuf

Georg Brunold: Traumberuf, Echtzeit, Basel,
2012
Georg Brunold, geboren in Arosa, lebt heute mit seiner Familie in Nairobi. Er schrieb u. a. für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG, die Kulturzeitschrift DU, die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, DIE ZEIT, DIE WELTWOCHE, GEO, LETTRE INTERNATIONAL, LE MONDE DIPLOMATIQUE, KURSBUCH, MERKUR und LITERATUREN. «Mit seinen Reisereportagen machte er sich in der literarischen Welt einen Namen» (FAZ). 

Mit seinem grössten Bucherfolg, «Nichts als die Welt» Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren, «hat er sich als genialer Kompilator erwiesen» (DIE ZEIT). Darin hat er nicht weniger als eine Geschichte des Journalismus geschrieben. In diesem Buch schreibt er nun seine eigene: einen Werkstattbericht besonderer Art. Die Geschichte eines Traumberufs. Nicht ohne Ironie. (Klappentext)

25. November 2020

Elektrische Bahn Locarno–Ponte Brolla–Bignasco

Markus Schweyckart: Elektrische Bahn Locarno–
Ponte Brolla–Bignasco, Prellbock Verlag, Leissigen,
1997
Die Schweiz ist das Land mit dem wohl dichtesten und vielfältigsten Eisenbahnnetz überhaupt. So fällt es gar nicht auf, wenn Jahr für Jahr wieder eine Bahnlinie von der Eisenbahnkarte verschwindet. Das Bahnsterben hat seinen Anfang schon früh genommen; damals waren es jedoch oft andere Gründe als heute.

Betrachten wir einmal unsere «Sonnenstube» Tessin: In den letzten vierzig Jahren wurden dort fast sämtliche Neben- und Strassenbahnen liquidiert bzw. durch ein schienenfreies Verkehrsmittel ersetzt. Damit ging nicht nur ein Stück Verkehrsgeschichte, sondern vielmehr auch eine enge Verbundenheit mit dem Tal und dessen Bevölkerung verloren. Bei meinen Nachforschungen über die ehemalige Maggiatalbahn (Locarno–Ponte Brolla–Bignasco) wurde mir bewusst, wie stark eine solche Verbundenheit sein kann. Stolz erzählten Talbewohner von «ihrer» Bahn, welche einst dem Tal die «grosse, weite Welt» näherbrachte. «Die Bahn war jedoch nicht imstande, im Maggiatal eine bedeutende Industrie heimisch werden zu lassen», mag man von eidgenössischer Seite einwenden. Aber sie verlangsamte die Auswanderung, brachte dem Tal einen touristischen Aufschwung und gab wenigstens der Kleinindustrie (Granit) eine Lebenschance, sie ermöglichte den Arbeitnehmern die Beibehaltung des Wohnsitzes im Tal trotz Beschäftigung in Locarno.

Doch wie dem auch sei: Seit 1965 gibt es keine Maggiatalbahn mehr. Für eine Bevölkerung von 4500 Einwohnern im Tal rentierte die Bahn nicht mehr, zumal umgerechnet jeder achte Bewohner motorisiert war. Auch der Güterverkehr zeigte eine ständig sinkende Kurve; die einstmals wichtigen Beförderungen der Granitblöcke und -platten aus den Maggiasteinbrüchen wanderten immer mehr auf die Strasse ab. Geblieben sind Erinnerungen an eine romantische Bähnlizeit, an eine aussergewöhnliche und was die Fahrleitung anbelangt sogar einzigartige Eisenbahn in unserem Lande. Möge allen Bahnfreunden, Historikern und Vallemaggesi dieses vorliegende Buch Freude bereiten. (Vorwort des Autors)

24. November 2020

Und stets erpicht auf Altes

Ruth Blum: Und stets erpicht auf Altes,
Peter Meili, Schaffhausen, 1974
Ein Vierteljahrhundert lang versenkte sich die Schaffhauser Schriftstellerin Ruth Blum in die Schönheiten der Grünen Insel und ihre packende Vergangenheit. Als Liebhaberin der Geschichte wandelte sie, nicht Wind und Wetter scheuend, auf den Spuren altirischer Könige und Heiliger. Als naturverbundene Dichterin entzückte sie sich an Erins grossräumigen Landschaften und ihrer noch unzerstörten Ursprünglichkeit. Und mit dem warmen Herzen eines unkomplizierten Menschen fand sie überall raschen Zugang zu allen Schichten des irischen Volkes, zum schlichten Taxichauffeur, der sie ermahnt, sorgfältiger mit dem Geld umzugehen, zum Geistlichen, der ihr mit einem rostigen Schöpfer Wasser aus heiliger Quelle darreicht, zum gelehrten Archäologen, der ihr auf der Jagd nach vor- und frühgeschichtlichen Merkwürdigkeiten beratend zur Seite steht. Die Ausbeute dieses langen und hartnäckigen Erpichtseins auf Altes ist erstaunlich, köstlich die humorvolle Art und Weise, wie die Autorin die mannigfachen Abenteuer ihrer irischen Entdeckungsfahrten schildert. Nie doziert sie, immer stellt sie Geschichte und Mythologie in persönliches Erleben hinein, verknüpft Urzeitliches mit quicklebendiger Gegenwart. Noch selten ist ein deutschsprachiges Irlandbuch von so starker poetischer Aussagekraft geschrieben worden. (Klappentext)

23. November 2020

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein
Tod, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2004
Die oder das Nutella – diese Frage hat schon viele Gemüter am Frühstückstisch bewegt. Der, die, das – wieso, weshalb, warum? Ob Nutella nun weiblich oder sächlich ist, ist sicherlich keine Frage auf Leben und Tod, aber eine Antwort hätten wir schon gern. Wir? Ja, wir hilflos Verlorenen im Labyrinth der deutschen Sprache. Wir, die wir unsere liebe Not mit der deutschen Sprache haben. Und leichter, verständlicher oder zumindest nachvollziehbarer ist es nach der Rechtschreibreform auch nicht geworden. In seinen hinreissend komischen und immer klugen Kolumnen bringt Bastian Sick Licht ins Dunkel der deutschen Sprachregelungen und sortiert den Sprachmüll. Ist der inflationären Verwendung von Bindestrichen noch Einhalt zu gebieten, angesichts von Spar-Plänen und Quoten-Druck? Versinken wir sprachlich gesehen nicht längst im Hagel der Apostrophe, wenn Känguru's plötzlich in den Weiten Australien's leben? Derlei Unsinn scheint nicht mehr aufhaltbar, wenn es nicht dieses Buch gäbe. Darauf zwei Espressis! (Klappentext)

22. November 2020

Chatwins Rucksack

Diverse Autoren: Chatwins Rucksack, Fischer
Taschenbuchverlag, Frankfurt/Main, 2002

Betrat Bruce Chatwin einen Raum, bezauberte er alle durch seine Erzählungen – ein Wanderer, der über Nacht bleibt und aus seinem Rucksack eine Geschichte nach der anderen zieht. In «Chatwins Rucksack» tritt er uns noch einmal entgegen, erklärt in einem langen Gespräch seine Kunst des Findens, macht uns in Portraits mit seinen Freunden bekannt. (Klappentext)

Bruce Chatwin, der 1940 in Sheffield geboren wurde, arbeitete als Journalist bei der «Sunday Times», dann als Auktionator und Leiter der Abteilung für Impressionismus bei Sotheby's. Ausgedehnte Reisen seit 1952 führten ihn nach Afghanistan, in die Sowjetunion, nach Osteuropa, Westafrika, Lateinamerika, Australien. Neben «wunderbaren Reisebüchern» (Michael Krüger) hat Chatwin einige hochgelobte Romane und Essays geschrieben. Bruce Chatwin starb 1989 in Nizza an Aids.

21. November 2020

Fleisch und Blut

Susanna Schwager: Fleisch und Blut,
Chronos, Zürich, 2004
Büne Huber, Patent Ochsner: «Ein wunderschönes Buch. Jedesmal, wenn mich ein Buch mit Haut und Haar packt, entwickle ich einen missionarischen Eifer und erachte es als meine Bürgerpflicht, der Bevölkerung die frohe Botschaft zu überbringen ...


‹Fleisch und Blut› erzählt die Lebensgeschichte von Hans Meister, der 1913 geboren wurde und seine Kindheit mit sieben Geschwistern auf einem Bergbauernhof im Emmental verlebte. es erzählt vom frühen Tod der Mutter, wie die Familie nach diesem Verlust verarmte, wie die Kinder um ein Haar verdingt wurden, vom Überlebenskampf unter schwierigsten Umständen. es erzählt von einem aufgeweckten, wissensdurstigen Jungen, der die Tiere mehr liebt als alles andere, der jedoch seinen Traumberuf Tierarzt begraben musste.


Hans Meister wird Metzger. Einer bis ins Blut. Ein währschafter, stolzer Metzger mit grösster Berufsehre und ebenso grosser Sorgfalt. Um es in seinen eigenen Worten zu sagen: ‹Ein Metzger kennt die Sachen von innen, gäll. Er kennt auch den Tod. Man kann sagen, ein Metzger muss ein guter Mann sein. Muss. Weil er tötet. Ein schlechter Mensch ist auch ein schlechter Metzger, das gehört zusammen.›


Es erzählt auch von einem jungen Mann, der mit Humor, Schlauheit und einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit seinen Weg geht, mitunter vor Hürden stolpert und fällt, aber wieder aufsteht, um einen neuen Anlauf zu nehmen und dabei immer wieder Nischen der Freiheit findet. Nicht zuletzt erzählt es aber die Geschichte eines würdevoll gealterten Mannes, der 92-jährig nicht ohne Selbstkritik und voller Gelassenheit auf das letzte Jahrhundert zurückblickt, das von unzähligen Krisen, Kämpfen und tiefgehenden Umbrüchen geprägt war.» (Klappentext)

20. November 2020

Die Kristallkrähe

Joan Aiken: Die Kristallkrähe, Diogenes,
Zürich, 1974 (Sonderausgabe von 2009)
Kleine alltägliche Schrecknisse steigern sich in der «Kristallkrähe» über grosse Verwirrungen zu einem finsteren Ende. Da ist die junge Schriftstellerin, die mit ihrer entsetzlich eifersüchtigen Freundin zusammenlebt, die Ärztin und ihr Bruder, dem sie eine tödliche Krankheit bescheinigt, dazu kommen diverse Schizophrene und Depressive und – ein entlaufener Leopard. (Klappentext)

Moors Fazit: Was nach einer temporeichen Geschichte klingt, ist in Tat und Wahrheit ein langfädiger Plot, in dem eine Belanglosigkeit auf die andere folgt. Das Beste sind freilich die Beschreibungen des Schauplatzes im schönen Cornwall.

GB: London, Cornwall

19. November 2020

Die kalabrische Hochzeit

Jürg Amann: Die kalabrische Hochzeit,
Arche, Zürich/Hamburg, 2009
Bologna, Venedig, Triest, das sind die Orte, an denen sich die grosse Liebe zwischen Emma und Lorenzo ereignet. In Kalabrien, in Calopezzati, kommt sie zu ihrer Vollendung.

Dahin ist Emma jetzt unterwegs, im Zug, den Golf von Taranto hinab, nach Süden. Ihren Ehemann Carlo und ihre Tochter lässt sie zurück. Und während sie fährt, ins Herkunftsdorf des Geliebten, fährt ihre Vergangenheit mit: die Amour fou mit dem ihr so ganz fremden Mann aus dem Süden. Das vorläufige Ende. Das plötzliche Wiederaufflammen nach zehn Jahren der Stille, aus dem Nichts, mitten in ihre Ehe hinein, stärker denn je. Die heimlichen Treffen in Venedig; auf halbem Weg zwischen Triest und Bologna, wo ihre getrennten Leben sich abspielen. Das ständige Hin- und Hergerissensein zwischen Gefühl und Verantwortung gegenüber ihrer Familie. Wie geht das, die anderen nicht verraten und sich selbst nicht? Wie geht das, die Liebe?

Und plötzlich ist wieder Stille. Kein Zeichen mehr vom Geliebten. Bis schliesslich der Anruf kommt, der alles verändert … 
(Klappentext)

I: Triest, Bologna, Venedig, Calopezzatti

Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Belletristik»).

18. November 2020

Grenzwanderung

Georg Hug: Grenzwanderung, Edition
Stadtcafé, Sursee, 2012
Georg Hug hat, allein oder in Begleitung von Freunden, den Kanton Luzern umwandert. Seine Erfahrungen und Eindrücke hat er als Tagebuchnotizen, Zeichnungen und Fotos festgehaIten. Daraus ist ein anregender Begleiter für die eigene Fantasie entstanden, um die Schönheit, Kraft und Vielfalt des Kantons Luzern zu erfahren, seine Grösse, vom Flachland über die Hügelzone bis in die Berge zu erleben, die Freude an der Bewegung, an Geduld und Ausdauer zu schätzen, das Gehen als menschliches Mass zu erfahren. (Klappentext)

17. November 2020

Die Kraft der Düra

Christian E. Besimo: Die Kraft der Düra,
Edition Bücherlese, Hitzkirch, 2017
Die Geschichten erzählen von Menschen, die in einer wilden und heute noch bedrohlichen Gegend lebten: senkrechte Wände, die sich zu überschlagen drohten, dazwischen vom Wind zerrissene, tief eingeschnittene Täler, in die kein Licht findet. Die Menchen, die dort in ihren Weilern und Dörfern lebten, waren den Gewalten der Natur ausgesetzt. Das Glück bestand aus einem Nichts, als Hoffnung blieb oft allein der Glaube. Doch sie schufen sich eine Existenz, die Jahrhunderte überdauerte, getragen von einem Willen, einer Kraft, die uns heute staunend zurücklässt. (Klappentext)

16. November 2020

Mit Schopenhauer auf dem Jakobsweg

Hanspeter Kindler: Mit Schopenhauer auf dem
Jakobsweg, Chaitanya-Verlag, Zürich, 2007
Ein kurzes, ungläubiges Lachen bricht aus mir heraus. "Vielleicht träume ich, aber Sie sehen genauso aus, wie mein Leibphilosoph Schopenhauer", konfrontiere ich die Gestalt vor mir mit meiner Wahrnehmung. «Das ist richtig, du träumst, mein Herr; von mir, von Schopenhauer. Ich bin Schopenhauer in deinem Traum», gibt er mir unverwandt zurück. «Das schadet aber nichts, macht keinen Unterschied. Ist nicht etwa das ganze Leben ein Traum?» (Klappentext)

15. November 2020

Mach dich auf

Kari Smith: Mach dich auf, Verlag Antje
Kunstmann, München, 2017
Mach dich auf, Tag für Tag, auf einen Weg, der kein Ziel hat, aber zu etwas führen wird … Sich treiben lassen, die Bewegung geniessen, die Umgebung aufmerksam wahrnehmen, sich auf sich selber bestimmen, tief durchatmen und sich einmal ausklinken aus den Anforderungen des Alltags. Auf diesen Weg führt dich die geheimnisvolle Organisation, der du in diesem Buch begegnest: JOIN THE WANDER SOCIETY! (Klappentext)

14. November 2020

Die Wolfshöhle

André Besson: Die Wolfshöhle, Mon Village,
Vulliens, 1964
Mit dem Literaturpreis «Terroir romand» sollen Autoren angespornt werden, die lebensecht und erdnah für den bäuerlichen Lebenskreis schreiben. Die Handlung der «Wolfshöhle» spielt sich in der abgelegenen Talschaft des Risoux im französischen Jura ab, spricht aber nicht ausschliesslich den Landbewohner an, sondern alle, die Sinn für ein spannungsgeladenes Geschehen haben. «Die Wolfshöhle» ist ein Krimi, denn:

Der Landbriefträger der Givrine entdeckt in der Nähe der Schweizer Grenze zwei Leichen. Wer hat sie umgebracht? Schmuggler? Touristen? Oder jemand aus der Givrine? Der Landbriefträger muss es alleine herausfinden; denn die Polizei, bei deren Ankunft die Leichen verschwunden sind, bucht die Meldung als Phantasiegebilde eines Mystikers, der sich damit die schwer zu ertragende winterliche Abgeschlossenheit erheitern will.

«Die Wolfshöhle» ist aber auch mehr als ein Krimi, denn sie enthält die dichterische Beschreibung eines Menschenschlages, den die Landschaft geprägt hat. Es ist eine Landschaft, die hart mit dem Menschen verfährt, so dass viele beinahe stumm werden und sich wie Wölfe in ihre Höhlen verkriechen. Der eigenartige Reiz dieses Landstriches, die Grenzlage nächst der Schweiz und die Denkweise der Bevölkerung sind in der «Wolfshöhle» meisterlich gezeichnet von einem Autor, der bereits ein Weltstadtpublikum begeistert hat.

Wenn die Jury den Preis «Terroir romand» diesem Werk zugesprochen hat, das sich in jedwelchem Verlagsprogramm gut ausnehmen würde, so erweitert sie damit die Zielsetzung des Preises. Was wieder einmal beweist, dass es eine Gattung des guten Buches gibt, die sich an alle wendet: an den Leser aus dem städtischen Lebenskreis so gut wie an den Landbewohner.
(Klappentext)

VD/F: Vallée de Joux

Dieses Buch ist im Buchantiquariat von Wanderwerk erhältlich (Rubrik «Kriminalromane»).

13. November 2020

Mit Petrini quer durch Europa

Bruno Petrini: 11670 Kilometer, Edition
Wanderwerk, Burgistein, 2020
Wenn in Zeiten einer Seuche das Reisen derart eingeschränkt ist, dann erhält die «Sofareise» eine ungeahnt neue Bedeutung. Daher kommt die neuste Publikation aus der Edition Wanderwerk gerade recht: Bruno Petrinis «11670 Kilometer». Im Zeitraum von 2008 bis 2019 absolvierte der pensionierte Seeländer insgesamt 12 Weitwanderungen, die ihn nicht nur in alle Hauptstädte unserer Nachbarländer führte, sondern auch an alle an Mitteleuropa angrenzenden Meere.

Was Bruno Petrini auf all diesen Fussreisen erlebt hat, präsentiert er uns in seinem Tagebuch, das lückenlos über jeden Wander-, Reise- und Ruhetag berichtet. Das Buch ist ab sofort in der Edition Wanderwerk oder in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

12. November 2020

Xavier Mertz, verschollen in der Antarktis

Jost Auf der Maur, Martin Riggenbach:
Xavier Mertz, verschollen in der Antarktis,
Echtzeit, Basel, 2017
Xavier Mertz, Skifahrer, Jurist und Abenteurer, war vor 100 Jahren in der grossen Zeit der Entdeckungen am Südpol der erste Schweizer in der Antarktis. Er kehrte nie mehr zurück. Aber sein Tagebuch fan den Weg ins Basler Staatsarchiv, zusammen mit den eindrücklichen Bildern der Expedition.

Basierend auf diesem Tagebuch schreibt Jost Auf der Maur eine packende, detailgetreue Reportage. Der zweite Band der vorliegenden Dokumentation enthält hundert Aufnahmen von Mertz und seinem Expeditionsgefährten Frank Hurley; die meisten davon sind erstmals zu sehen. Aus Frank Hurley wurde später ein weltberühmter Fotoreporter. Und aus Xavier Mertz ein vergessener Held. Die Fotos von Mertz und Hurley werden fachkundig kommentiert von Martin Riggenbach. (Klappentext)

11. November 2020

Gipfelziele im Tessin

Daniel Anker, Gipfelziele im Tessin,
Bruckmann, München, 1993
Ein neuartiger Führer durch das Tessin, der die überraschend vielfältige Gipfelwelt im Süden der Schweiz vorstellt und mit dem Wanderer und Berggänger ihre ganz persönliche Strada Alta zusammenstellen können. Denn die Touren in dieser Region, die vom zentralen Alpenbogen bis in die Po-Ebene reicht, wurden so ausgewählt, dass sich der Endpunkt der einen Wanderung mit dem Start der nächsten deckt. Es entstand ein mit allen touristischen Informationen verknüpftes Wegnetz durch das ganze Tessin – von den palmengesäumten Seeufern zu den gletscher- und geröllbedeckten Dreitausendern.

Dabei zeigen die Einführungstexte zu den rund 50 Touren und zahlreiche Farbbilder ein Tessin abseits der ausgetretenen Pfade und der Klischees von einer Sonnenstube der Schweiz. Mit der Vernetzung der Gipfelziele und der Ausleuchtung kultureller Hintergründe werden die Wege zum Ziel eines neuen Ticino- und Wandererlebnisses: Nicht allein der Berg in der urwüchsigen Natur zählt, sondern auch das Gehen auf alten Saum- und Alppfaden von einem Ort zum anderen.
(Klappentext)

Moors Fazit: Mit «Gipfelziele im Tessin» hatte damals der Berner Dänu Anker einen regelrechten Pflock eingeschlagen. Sein Führer war über Jahre das Mass der Dinge, wenn es um Bergwanderungen im Tessin ging. Für mich war es der allererste Wanderfüher, den ich von A bis Z gelesen habe. Unterstrichen wird das Ganze mit der Tatsache, dass das 1993 im Bruckmann Verlag erschienene Werk 2017 in aktualisierter Form im Rotpunkt Verlag unter demselben Titel neu aufgelegt wurde. Chapeau!

10. November 2020

100 Jahre Waldenburgerbahn

Diverse Autoren: 100 Jahre Waldenburgerbahn,
Waldenburgerbahn AG, Waldenburg, 1980
Lieber Leser,

Eine besondere Ehre fällt mir zu, für diese Festschrift «100 Jahre Waldenburgerbahn» das Geleitwort zu schreiben. Es erfüllt mich mit Genugtuung und Freude, meine Gedanken festzuhalten.

Der 100. Geburtstag der Waldenburgerbahn AG fällt in eine Zeit, die immer mehr den Wert eines öffentlichen Verkehrsmittels auf Schienen schätzt und die grossen Vorteile sowie die Umweltfreundlichkeit anerkennt.

Gerne erinnern wir uns dabei in Dankbarkeit der Pioniere, die mit Mut, Zukunftsglauben und materiellen Opfern in der langen und oft mühsamen Geschichte unserer Bahn in ihren Anstrengungen nicht nachgelassen haben und stets ihr Bestes einsetzten. Wir dürfen zuversichtlich glauben, dass der volkswirtschaftliche Wert und die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs bestehen bleibt, damit die grossen Arbeiten unserer Vorfahren immer sichtbar sind.

Mit Amtsantritt 15. August 1979 wurde ich durch den Verwaltungsrat als 13. Leiter dieser Bahn gewählt, möge dies ein glückliches Vorzeichen sein. Ich konnte mich gleich zu Beginn mit den vielfältigen Problemen im Zusammenhang mit der Organisation des 100-Jahr-Jubiläums beschäftigen, nebst der übrigen Arbeit, die auf mich zukam.

Der Bahngeschichte konnte ich entnehmen, dass meine Vorgänger, beseelt von Begeisterung wie die Gründer, der Bahn immerzu die Treue hielten. Ich hoffe, die Aufgaben zusammen mit den Angestellten zu meistern und die Bahn mit Erfolg ins 2. Jahrhundert weiterzuführen. In der vorliegenden Schrift ist unser Unternehmen in Wort und Bild von berufener Seite dargestellt worden. Daraus lässt sich erkennen, welche vielfältigen Aufgaben und Schwierigkeiten gemeistert werden mussten, bis aus der Dampfbahn von 1880 unsere heutige Waldenburgerbahn wurde. Es zeigt sich, dass zielbewusstes Planen, konsequentes Wollen und schliesslich unbeirrtes Ausharren zu einem Werk von Dauer und Zukunft führt. Ich wünsche der Bahn weiterhin gute Zeiten und von Herzen Glück in den nächsten 100 Jahren.

Ernst Tanner, Betriebsleiter

9. November 2020

Modellbahn in Spur N

Karlheinz Hartun: Modellbahn in Spur N,
Alba, Düsseldorf, 1990
Die N-Bahn im Massstab 1:160 hat sich im Laufe ihrer nun bald dreissigjährigen Geschichte vom Spielzeug zur vollwertigen Modelleisenbahn entwickelt, dennoch steht sie in den Hobby-Zeitschriften wie auch bei den Buchveröffentlichungen naturgemäss meist etwas im Schatten ihrer älteren und grösseren «Schwester» HO, der die Spur N vor allem den wesentlich geringeren Platzbedarf voraus hat. Natürlich lassen sich die in den Grund- und den Spezialbänden der AMP-Reihe gebotenen Informationen zur Planung und zum Bau vor Anlagen überwiegend problemlos von HO auf N umrechnen bzw. übertragen. Besonders zum Fahrzeug-Angebot sind aber individuelle Angaben vonnöten.

Mit diesem AMP-Spezialband wird deshalb das 1982 unter dem Titel «Handbuch Spur N» erstmals erschienene Grundlagenwerk in vollständig aktualisierter und erweiterter Form neu aufgelegt. Der Inhalt wurde um einen Farbteil angereichert, besonders die beispielhafter Fahrzeug-Zusammenstellungen nach Firmen. und Epochen wurden wesentlich ausgeweitet. Die historische Entwicklung der N-Bahn im deutschsprachigen Raum, im übrigen Europa und weltweit wird ebenso detailliert beschrieben wie das. Betriebssystem, die N-Kupplung und das Gleismaterial. Eigene Kapitel sind auch dem Sammeln und dem Umbau von N-Modellen gewidmet, wobei den frühen N-Modellen und den «kleinen Unterschieden» ebenso wie den Themen Freelance und Schmalspur (Nm) besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein Blick auf das Zubehör-Angebot und eine umfangreiche Anschriften-Liste ergänzen dieses Standardwerk für jeden N-Bahner.
(Klappentext)

8. November 2020

Gleise – Weichen – Oberleitung

Gernot Balcke: Gleise, Weichen, Oberleitung, Alba,
Düsseldorf, 1994
Planung und Bau einer Modelleisenbahn-Anlage beginnen eigentlich mit der schwierigsten Aufgabe: Der Wahl des geeigneten Gleissystems. Diese Entscheidung muss der angehende Modellbahner er meist kaum praktische Erfahrungen gesammelt hat; Fehler «verfolgen» ihn unter Umständen auf Jahre hinaus und lassen sich im Nachhinein kaum mehr korrigieren.

Diese weitreichende Entscheidung richtig und vernünftig zu treffen, ist eines der. Hauptanliegen dieses Buches, das den derzeit aktuellen Stand erstmals in übersichtlicher und verständlicher Form dar. Die wichtigsten Vorbildfakten, das Industrie- und Selbstbau-Gleisangebot, logisch nachvollziehbare Entscheidungskriterien, ausführliche und zum Teil farbig illustrierte Bauanleitungen – das alles findet sich in diesem ganz auf die Praxis ausgerichteten Band. Weitere wichtige Themen sind: Weichenantriebe, Zubehör und das besonders interessante Kapitel über den Modellbahn-Oberleitungsbetrieb.
(Klappentext)

Dieses Buch kann im Antiquariat der Edition Wanderwerk käuflich erworben werden (Rubrik «Eisenbahn»)

7. November 2020

Modellbahn-Gleispläne

M. Joachim Hill, Modellbahn-Gleispläne, Alba,
Düsseldorf, 1995
Am Anfang steht der Plan – der Gleisplan! Mit seiner Wahl trifft der Modellbahner eine erste weitreichende Entscheidung für das Gelingen seines Vorhabens. Die, Autoren geben mit diesem Buch allen Freunden der Modelleisenbahn vielfältige Anregungen, die den Weg von der Spielbahn zur Modellbahn erleichtern sollen. Die Sammlung durchdachter Gleispläne in den Spurweiten HO, N und Z bietet Lösungen für Anlagen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade, verschiedenartiger Themen, Formate und Grössen. Den zahlreichen Plänen des Buches ist eine Übersicht vorangestellt, die den Platzbedarf ausweist für die gleisplanmässige Gestaltung bestimmter Anlagenthemen in den verschiedenen Spurweiten.

Jedem Gleisplan ist ein Gitternetz unterlegt, das die Übertragung auf andere Nenngrössen erleichtert. Den Plandarstellungen dieses Buches entnimmt der Modellbahner auch Hinweise zum Bau von Gleiswendeln, verdeckten Schattenbahnhöfen, offener Abstellanlagen oder Wendeschleifen. Allen Vorschlägen gemein ist das Streben nach einer «echt» wirkenden Modellbahn-Anlage. Aufgezeigt werden auch notwendige und geeignete Kompromisse, damit Bahn und Landschaft harmonisch wirken können und auf der Anlage ein vorbildgetreuer Betrieb möglich wird. Ein Grossteil der Pläne ist durch «Landschafts»-Skizzen illustriert, so dass man leicht erkennt, wie eine Anlage nach dem zugehörigen Plan aussehen kann. (Klappentext)

6. November 2020

Bahnbetriebswerke auf der Modellbahn

Hans-Joachim Spieth: Bahnbetriebswerke auf der
Modellbahn, Alba, Düsseldorf, 1993
Unter den betrieblichen Anlagen des grossen Vorbildes findet bei den Modellbahnern das Bahnbetriebswerk, kurz Bw genannt, stets besonderes Interesse. Speziell das Dampfiok-Bw mit seinen vielfältigen Behandlungseinrichtungen, mit Drehscheibe und Ringlokschuppen bildet auf vielen Modellbahnanlagen deshalb den optischen wie betrieblichen Höhepunkt.

Dieses Buch soll dem Modellbahner helfen, das richtige Bw für seine Anlage zu planen und zu bauen. Hans-Joachim Spieth beschreibt sachkundig und selbst für den Anfänger verständlich die Funktionen des Bw beim Vorbild, macht mit den unterschiedlichen Einrichtungen und Behandlungsanlagen vertraut, schildert Probleme und ihre Lösungen bei der Umsetzung in die Modellbahn-Anlagenplanung und stellt in Text und Bild zahlreiche Beispiele für Bahnbetriebswerke unterschiedlicher Größe und für verschiedene Traktionsarten vor. Der Leser erhält so Entscheidungshilfen und praktische Tipps, von der Gleisplanung bis zur Detailgestaltung. Das Ausstattungszubehör vom Lokschuppen bis zur Besandungsanlage, vom Rohrblasgerüst bis zur Oberleitungsspinne wird beschrieben und in vielen, meist farbigen Fotos vorgestellt, wobei das Angebot der Industrie durch zahlreiche Basteltipps zum Eigenbau ergänzt wird.

Das Thema wird abgerundet durch ein ausführliches Lieferantenverzeichnis. Ein umfangreiches Sachregister erleichtert dem Modellbahner die Benutzung dieses praktischen Ratgebers.
(Klappentext)

Dieses Buch kann im Antiquariat der Edition Wanderwerk käuflich erworben werden (Rubrik «Eisenbahn»)

5. November 2020

Die Brünigbahn

Hans Waldburger, Martin Senn: Die Brünigbahn,
Minirex, Luzern, 1980
Die Brünigbahn stellt zwar in mancher Hinsicht einen Sonderfall im Schweizer Eisenbahnnetz dar, doch findet sich in der reichhaltigen Eisenbahn-Literatur der letzten Jahre keine einzige Publikation, die sich mit ihr beschäftigt. So diskret sich die grünen Züge in die Landschaft einfügen, so unbeachtet bleibt die Linie Luzern–Interlaken Ost auch bei den Eisenbahnfreunden. Es ist daher sicher an der Zeit, die Lücke zu füllen. Ziel dieser Arbeit ist es, Geschichte, Anlagen und Rollmaterial der Brünigbahn vorzustellen. Die reichlich bewegte Vergangenheit insbesondere der Fahrzeuge einerseits und der vorgegebene Umfang des Buches andererseits zwangen zu einer Konzentration auf das Wesentliche. Dennoch dürfte die vorliegende Schrift dem Leser einen guten Überblick verschaffen. (Aus der Einleitung)

Dieses Buch kann im Antiquariat der Edition Wanderwerk käuflich erworben werden (Rubrik «Eisenbahn»).