19. Juni 2020

Anny

Walter Alvares Keller: Anny, Schweizer
Verlagshaus, Zürich, 1965
Der Schweizer Schriftsteller Walter Alvares Keller, dessen Peter-Stäubli-Trilogie von Hunderttausenden gelesen wurde, wagt in seinem neuen Roman eine ehrliche Gesellschaftskritik, die der Leser mit Spannung und Anteilnahme verfolgt. Das Buch schildert den Lebensweg eines Mädchens, das infolge einer Verkettung tragischer Umstände schon in frühester Jugend die Geborgenheit des elterlichen Heims verliert und bei fremden Leuten aufwächst, ohne zu wissen, wer seine wahren Eltern sind. Trotz ihrer Tüchtigkeit und ihres redlichen Wollens hat Anny schwere Anfechtungen zu bestehen.

Mit grosser psychologischer Feinheit ist das Zusammentreffen der Tochter mit ihrer wirklichen Mutter, die sie erst nach Jahren findet, geschildert. Mit Interesse verfolgen wir ihre aufkeimende Liebe zu einem sympathischen jungen Mann, der sich aber durch Ungeschicklichkeit selbst den Weg zu ihrem Herzen verbaut. Sie heiratet einen nicht zu ihr passenden Bewerber, was zu weiteren Verwicklungen führt. Von ihrem Mann veranlasst, gerät sie in die Hände eines rücksichtslosen Politikers, der sie ausnützt und dann beiseite schiebt. Sehr anschaulich wird dabei das politische Treiben und seine Selbstsucht geschildert. Als sie die Charakterlosigkeit des «grossen Politikers», den sie geliebt hat, erkennt, erleidet sie einen Zusammenbruch. Aber sie überwindet auch diese Krise, und es gelingt ihr, ihrem Schicksal eine glückliche Wendung zu geben.
(Klappentext)

SG: Rheintal bei Buchs, St. Gallen, St. Gallen-Bruggen, St. Gallen-St. Fiden, St. Gallen-Winkeln, Rorschach ZH: Stadt  Zürich, Zürich-Enge

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