9. November 2019

Gericht im Lager

René Gardi: Gericht im Lager, Sauerländer, Zürich,
1964
Das Lager, Lebensgemeinschaft junger Menschen, verlangt von jedem die Zurücksetzung seines Eigenwollens. Kameradschaft wird zur Notwendigkeit, deren Bedeutung auch den Kleinsten erfüllen muss. Was in der Schule zum Alltäglichen gehört: Das Bemühen, die gute Bewertung der Leistung um jeden Preis zu erlangen, ist im Lager eine Unmöglichkeit, wenn es gegen das für alle gültige Gesetz verstösst. Gegen dieses Gesetz der Kameradschaft hat sich Fritz, das ehrgeizige Vatersöhnchen, im Schullager am See vergangen. Es wird die Aufgabe nicht nur seines Gegenspielers Res, sondern aller, den Schuldigen zu überführen, um dem Recht und der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen und das schwer gestörte Gemeinschaftsleben neu entstehen zu lassen.

Die Szene der Ereignisse, in die uns René Gardi in packenden Bildern führt, ist die Ried- und Auwaldlandschaft des südlichen Bielerseeufers, jene köstliche letzte Wildnis, wo jeder Bub zum naturverbundenen Praktiker werden muss – ist das sommerliche Wasser und die lockende Petersinsel, hinter welcher sich die Waldberge des Juras erstrecken. Herrliche Lagerszenen erleben die Buben und vorallem den Bau eines stolzen Seglers, auf dem sie zu grossen Taten die Wasser durchfurchen. (Klappentext)

BE: Südliches Bielerseeufer, Bielersee, St. Petersinsel

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