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Karel Dohnal: Yukon solo, Albert Müller Verlag, Rüschlikon, 1987 |
3100 Kilometer im Kanu in 66Tagen – quer durch Alaska. Flüsse waren für den Amerikaner und gebürtigen Tschechen Karel Dohnal schon immer ein Teil seines Lebens, wie er sagt. In seinem Tagebuch beschreibt er die abenteuerliche Kanufahrt den Yukon River hinunter, vom Quellgebiet dieses noch ungezähmten Stromes in den Bergen Nordwestkanadas bis zu seinem in der Tundra Alaskas ins Bering-Meer mündenden Delta. In diesem vielschichtigen und packenden Kanu-Epos werden nicht nur der persönliche Einsatz des Autors, sein Kampf gegen die Unbilden der Witterung und seine Erlebnisse in der Wildnis des hohen Nordens, einem der letzten Refugien für Naturliebhaber und Zivilisationsüberdrüssige, lebendig, sondern auch die Geschichte des Yukon Rivers und der Menschen, die sich an ihm niedergelassen haben. So erfährt der Leser überaus Interessantes über die Kultur der Ureinwohner, die sich in Tausenden von Jahren herauskristallisiert hatte und mit der Besiedlung durch den weißen Mann und dessen Ausbeutung der Naturschätze zerstört wird, und wird Zeuge der Verzweiflung, aber auch der Freundlichkeit und Grosszügigkeit der zahlreichen Indianer Eskimos, denen der Autor begegnet.
Yukon solo erzählt ein spannendes, unvergessliches Abenteuer in einem Teil der Welt, von dem der Mensch träumt, wenn er sich fort von der Hektik des Alltags wünscht. Der Grund für die Suche nach Einsamkeit, Naturerleben, Abenteuer, Risiko lässt sich am treffendsten in der knappen Tagebucheintragung – Kampf mit schweren Stürmen – fassen: «Noch nie mit solcher Intensität gelebt.» (Klappentext)
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