15. August 2026

Alles für zwanzig Rappen

Kurt Held: Alles für zwanzig Rappen,
Sauerländer, Aarau, 1951
Fredi, ein Hüterbub, findet auf dem Dorfplatz zwanzig Rappen. Für den Zehnjährigen ein grosser Fund. Da der einzige Dorfladen geschlossen, geht er zu dem nahen Bahnhof, um sein Zwanzigrappenstück in einen Automaten zu werfen. Er gewinnt dabei nicht nur zwei Schachteln, er gerät ausserdem in die seltsamsten Abenteuer; aber während er eine Woche mit Fischern, Zöllnern, Töpfern, Bauern, Schmugglern, Kesselflickern und Viehtreibern verbringt, ist man in seinem Dorf in grösster Sorge um ihn. Vater, Mutter, der Lehrer, die Nachbarn, der Bürgermeister, der Polizist sind in Aufregung und sehen Fredi schon verunglückt. In eine Schlucht gestürzt, oder im Wasser des nahen Sees.

Als er auch am achten Tag nicht wieder auftaucht, beschliesst man, den Verschwundenen mit Hilfe des Radios zu suchen. Am erstauntesten ist Fredi, als er seinen Namen im Lautsprecher hört. Im gleichen Augenblick hört ihn auch der Polizist, der ihm gegenübersitzt, erkennt ihn und bringt ihn seinen Eltern zurück. Die Erlebnisse des Buben, die Aufregung im Dorf, der Empfang des Gefundenen in der Schule, die Rückkehr ins Elternhaus lesen sich wie ein lustiger, grotesker kleiner Roman und zuletzt sagt der Leser wahrscheinlich, genauso wie Fredi am Schluss seiner Abenteuer: «Und das alles für zwanzig Rappen»
(Klappentext)

TI: Carona (Hauptschauplatz), Melide, Melano, Morcote, Luganersee, Figino, Grancia, Noranco, Montagnola, Caslano, Ponte Tresa, Magliaso, Cassina, Agno, Cadempino Massagno, Besso, Lugano, Brè

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