28. Juni 2026

Caspar

Beate Rothmaier: Caspar, Nagel & Kimche
München/Wien, 2005
Widerwillig nimmt die Schwanenwirtin Kreszenz Borst den Jungen bei sich auf, der in ihrer Schankstube von seiner Mutter und dem Stiefvater zurückgelassen wurde. Er heisst Caspar und trägt einen Zettel um den Hals: ‹Vom Bortzlanmacher Schwartz, Wellische Schweiz›. Aber auf Dauer will die Wirtin Caspar nicht umsonst beherbergen. Sie spricht beim Amtmann Bräm in Exenheim vor, zumal bald schon gemunkelt wird, der Schwartz habe dort Geld hinterlegt.

Aber der Amtmann hat andere Pläne. Caspar kommt zum Bauer Melcher auf den Hof, der kriegt Kostgeld für den Jungen, lässt seine Wut aber trotzdem an ihm aus. Mit Hilfe seiner Freundin Karolin gelingt Caspar Jahre später die Flucht. Porzellanmaler will er werden, wie sein Vater, und er schafft es, in der Porzellanfabrik als Ausputzer angestellt zu werden. Eines Tages steht er seinem Vater leibhaftig gegenüber.

Mit furiosem Tempo und Wortgewalt gestaltet Beate Rothmaier das vergessene, historisch verbürgte Schicksal eines Findelkinds aus dem 18. Jahrhundert zu einem grossartigen Roman.
(Klappentext)

D: Schrezheim und Umgebung (Hauptschauplatz), Ludwigsburg, Jagst (Fluss)

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