24. Mai 2022

Das Baby-Bambi von Grolley

Ich war gerade zwanzig Minuten unterwegs, als vor mir im Wald südlich von Grolley (FR) ein Tier in der Grösse eines Hasen über den Pfad hoppelte. Auf der Höhe des gesichteten Lebewesens angelangt, schaute ich aus lauter Gewohnheit in jene Richtung, in der es verschwand. Und siehe da: Im halbhohen Bodenbewuchs lag ein Rehkitz und schaute mit herzerweichendem Blick zu mir hoch.

Ich schoss ein paar Fotos und widerstand der Versuchung, das schnuckelige Baby zu streicheln. Wie ich mich auf die Fortsetzung meiner Wanderung machte, hörte ich hinter mir das unverkennbare Bellen eines Rehs. In der Hoffnung, dass es sich um die Mutter handelte, die ihr Junges bald finden würde, durchquerte ich anschliessend entlegene Dörfer und wunderbare Wälder, ehe ich in Payerne wieder in die Bahn stieg und nach Hause fuhr.

Nebst meiner unverhofften Begegnung, bildete der historische Turm von Montagny-les-Monts das zweite – mitunter bewusst angepeilte – Glanzlicht des Tages. Vom ehemaligen Wohnturm des Schlosses hatte ich eine prächtige Aussicht in eine Umgebung, die es weiter zu entdecken gilt.

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