31. Dezember 2021

2021 retrospektiv

Das Jahr 2 im COVID-19-MODUS war wandermässig trotz aller Widerwärtigkeiten ziemlich ergiebig. Wenn auch nicht alle Vorhaben wie gwünscht vorangetrieben werden konnten, so darf der Schrittler mit der heurigen Ausbeute in grosso modo zufrieden sein. Und: Was nicht geworden ist, wird hoffentlich bald noch werden, wenn auch – nüchtern betrachtet – die virologische Lage ein Andauern der mühsamen Situation verspricht.

2021 unternahm ich insgesam 82 Wanderungen. Diese führten mich in die Kantone Waadt, Wallis, Bern, Freiburg, Neuenburg, Solothurn, Luzern, Jura, Aargau, Schaffhausen, Zürich, St. Gallen und Graubünden. Mit zwei Wanderungen im Fürstentum Liechtenstein und ein  paar wenigen Kilometern in Italien wagte ich gar den Schritt ins europäische Ausland. Nebst 4 Nächten in einem Hotel verbrachte ich deren 9 im Zeltbiwak. Insgesamt legte ich auf diesen 82 Wanderungen 1084,9 Kilometer zurück.

Alle 82 Wanderungen im Überblick. Um die Karte zu vergrössern, bitte anklicken

Die Projekte
Nach 39 Wanderjahren habe ich am 5. Oktober in Brusio die letzte noch verbleibende Gemeindebegehung vollzogen. Somit war ich in sämtlichen der 2395 Gemeinden (Stand 31.12.2012) zu Fuss unterwegs!

Weiter vorangetrieben habe ich die Besteigung sämtlicher Aussichtstürme der Schweiz. Hierbei sind 24 neue Begehungen hinzugekommen, dies, jeweils in Verbindung mit einer Wanderung. Und auch in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass dieses «Turmsammeln» durchaus seinen Reiz hat, ist es doch weit mehr als ein profanes Abhaken künstlicher Objekte.
 
Ein vermutlich nie enden wollendes Vorhaben ist die Begehung aller Wanderrouten der Berner Wanderwege. Dennoch habe ich auch heuer nicht locker gelassen, nicht zuletzt deshalb, weil es sich einfach lohnt! Insgesamt war ich an 22 Tagen auf bislang unbeschrittelten Abschnitten unterwegs.
 
Gänzlich im Stich lassen musste ich mein Vorhaben, zu Fuss in Richtung Nordkap zu gehen. Was anno 2019 in Forbach, im nördlichen Schwarzwald endete, blieb auch heuer wegen der «Seuche» nicht weitergeführt.
 
Weil Not bekanntlich erfinderisch macht (siehe unmittebar oben), habe ich mir im vergangenen Jahr vier neue Projekte ausgedacht, die ich 2021 in Angriff genommen habe. Am 1. Januar ging es bereits los mit dem Projekt Wanderspirale. Ausgehend vom Zytgloggeturm in Ben drehe ich im Abstand von jeweils zwei Kilometern eine Spirale um die Landeshauptstadt. Anvisiertes Ziel ist mein Wohnort Burgistein. Bislang sind 9 von 48 Etappen und 152 von 816 Kilometern absolviert worden.
 
Das zweite neue Vorhaben verfolgt die Idee, die Schweiz vom Genfer- zum Bodensee im Wald zu durchqueren. Da es zwischen diesen beiden Seen keinen durchgehenden Wald gibt, habe ich eine Route ausgeknobelt, die so oft, wie es irgendwie geht, in bewaldetem Gebiet verläuft. Start des Projektes war am 24. April in Lausanne, von wo ich es in zwei Tagen – Zeltübernachtung im Wald inbegriffen – nach Lucens im Broyetal schaffte.

Seit der Umrundung der Kantone Aargau und Zug hege ich eine spezielle Verbindung zu Land und Leuten dieser Gegenden. Um nun einmal einen französischsprachigen Kanton mit der Bewanderung seiner Grenze zu beehren, habe ich das Projekt Neuchâtel lanciert. Ausgehend von der Stadt Neuenburg umrunde ich den schönen Jurakanton im Gegenuhrzeigersinn. Die erste Etappe von Neuenburg nach Le Landeron ist bereits vollbracht, und ich habe im Zuge meiner Recherchen bereits viel über den einst unter preussischer Herrschaft stehenden Kanton erfahren.

Der Start zum vierten neuen Vorhaben stellte gleichzeitig die letzte Wanderung in diesem Jahr dar. «Das Wanderrad von Langenthal» nennt sich das Projekt und beinhaltet insgesamt 16 Wanderungen. Die Hälfte davon führen vom Langenthaler Bahnhof in alle gängigen Windrichtungen, also N, NO, O, SO, S etc. Jede dieser 8 Wanderungen ist ungefähr gleich lang und bilden somit die Speichen dieses Wanderrades. Die zweiten 8 Wanderungen bilden die Felge und verbinden alle 8 Endpunkte der ersten 8 Wanderungen. Auf der Karte sieht dies dann so aus:


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