5. Oktober 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 66

Die Gebirgsart ist ein südwestlich eingesenktes, vielen Talk enthaltendes Schiefergebirge, welches mächtige Lager von Kalkstein enthält. Der nun zu betretende jenseitige westliche Abhang der Furca di Betta führte uns in das Ayastal (Val d’Ayas), oder den Hintergrund des Challandtals, nach St-Jacques d'Ayas, dem obersten Kirchdorf dieses Tals herunter, und man versicherte uns allgemein, man könne auch von hier aus über die Gletscher nach dem Matterhornpass und dem Wallis hinüberkommen. Diese Nachricht war uns umso erfreulicher, da wir bis dahin immer im Wahn standen, noch eine Gebirgskette übersteigen zu müssen, um den allein bekannten Weg von Breuil aus, im Tournenchetal (Valtournenche), über den Gletscher zu nehmen. Nachdem man von der Furca di Betta zwei Stunden lang, in möglichst gerader Richtung nach dem finsteren Talgrund ziemlich steil hinab gestiegen ist, so kommt man zu einem kleinen Sommerdörfchen, das am Gebirgsabhang mehr hängt als liegt. Es heisst Rysen oder Resel (Résy) und gehört zu St-Jacques, welches noch eine halbe Stunde tiefer im Talgrund unseren Blicken verborgen lag.
Fortsetzung folgt

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