20. Oktober 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 81

Erst jetzt, als wir sie über ihre Unkenntnis des Gletschers zur Rede stellten, gestanden sie, dass sie ihn diesen Sommer noch nie passiert hätten und seit dem vorigen Jahr derselbe sich so verändert habe, dass man sich gar nicht mehr auf ihm zurechtfinden könne. So wurde unsere Lage immer bedenklicher, und am Ende hüllte sich auch unser Leitstern, das Matterhorn, wieder in Wolken, die immer dichter wurden, und zuletzt mit Sturm begleitet in Regen sich auflösten. Da standen wir nun, mitten in einem Labyrinth von vielleicht mehreren hundert Fuss tiefen Gletscherspalten, von dunklen Wolken und Regen umhüllt, keine zweihundert Schritte weit sehend und mit stummen, aber bedeutungsvollen Blicken einander anschauend.
Fortsetzung folgt

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