14. Oktober 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 75

Nach zweistündigem Steigen kamen wir zu zwei kleinen, meist zugefrorenen, jetzt aber offenen Seen, Lacs d'Aventine genannt, die in trichterförmigen Vertiefungen liegen, und von denen der grössere eine halbe Stunde im Umfang haben mag. Der Tag war unterdessen vollkommen angebrochen, aber, statt des ersehnten hellen Sonnenaufgangs, überzog sich der vom Morgenrot gefärbte Himmel immer mehr; alle Höhen hüllten sich in dicke Nebelwolken, und als wir bei den Cimes Blanches, der Scheideck[1] zwischen den obersten Teilen des Ayas- und dem westlich davon liegenden Tournenchetal, angekommen waren, standen auch wir so dicht in diese Wolken gehüllt, dass wir genötigt waren, anzuhalten, um nicht irre zu gehen.

[1] Col Nord des Cimes Blanches (2981 m).
Fortsetzung folgt

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