10. Oktober 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 71

Der Weg führte uns zuerst ziemlich horizontal, am steilen, teils begrasten, teils bewaldeten, linkseitigen Talhang hin, bis wir in einer halben Stunde an den tiefen und finsteren, mit Wald bewachsenen Schlund eines engen Seitentals kamen, das unseren Weg ganz abzuschneiden schien. In der Dämmerung fand es unser Führer für besser, uns mit einem kleinen Umweg horizontal in das Quertal hinein, und, nachdem wir im Hintergrund auf einer kleinen Brücke den nur wenig höher seinem Gletscher entsprungenen Talstrom passiert hatten, auf dem entgegengesetzten Hang wieder ziemlich horizontal herauszuführen, als dagegen an der Mündung des Tales in eine tiefe Schlucht uns herunter, und jenseits wieder hinauf steigen zu lassen. Es wäre auch ziemlich interessant gewesen, den erst grünen und etwas höher schon vergletscherten Hintergrund dieses uns plötzlich in die Quere gekommenen Tales, näher zu betrachten, wenn es die schnell eingetretene Dunkelheit nur gestattet hätte. Stattdessen aber mussten wir eilen, den rauen Teil dieses Weges noch zurückzulegen.
Fortsetzung folgt

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