27. September 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 58

Ganz gerade hinunter gehend, kamen wir in anderthalb Stunden an den, seinem Gletscher kaum entquollenen Talstrom. Tiefe Talschluchten verbargen uns den Anblick des Dorfes, so dass wir unseren Führer aussenden mussten, um in einer der nächstgelegenen Sennhütten den Weg auszukundschaften. Nach geraumer Zeit kehrte er zurück mit der Nachricht, dass wir uns mehr links hätten wenden sollen, nach den durch einen Gebirgsvorsprung unseren Blicken verdeckten Hütten der Gabietalpe, die wir indessen mit einem kleinen Umweg nun bald erreicht hatten. Diese gemauerten, weiss beworfenen, mit Fenstern versehenen Alphütten sind die grössten und schönsten, die wir je gesehen hatten und zeugen von Wohlstand und Reinlichkeit. Die mit kahlen Felsen unterbrochenen, ringsherum liegenden Weiden sind mit vielen Gräben durchzogen und scheinen sorgfältig bewässert zu werden. Auch hier fanden wir keine Männer, wohl aber mehrere schöne, grosse und starke Weiber von stolzem Ansehen.
Fortsetzung folgt

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