20. August 2017

Surselva I

Gleich bei der Ankunft auf dem Campadi Rein in Rueras erhalten wir einen offiziellen Abfallsack. 17 Liter, die wir in den fünf Tagen unseres Aufenthaltes am Oberalppass nicht zu füllen vermögen. Und das ist gut so.

Anderntags die erste von vier Wanderungen: Rueras–Disentis. Meist der Senda Sursilvana folgend, geht es in Gleisnähe der Matterhorn-Gotthard-Bahn talabwärts. Auffallend die zahlreichen Kapellen, die auf Rätoromanisch Capluttas heissen. Das geschmeidig klingende Idiom ist omnipräsent, sei es auf Plakaten, bei den Durchsagen im Zug oder unter den Einheimischen. Und das ist gut so.

In Sedrun hat man ein Hotel nach unserer Katze benannt. Gute Sache!


In Disentis der Abstecher zum protzigen Kloster, dessen Renovation kurz vor dem Abschluss steht. Benediktinermönche in schwarzer Ordenskluft schweben durch endlose Gänge oder sitzen schwitzend im kleinen Gartenrestaurant, über Jesus und klösterlichen Alltagskram sprechend.

Das hauseigene St.-Placi-Bier – ich nehme ein dunkles – mundet vorzüglich. Beim Schlürfen gedenke ich Pater Ambrosius, dem kauzigen Protagonisten und Kloster-Disentis-Bewohner der Kriminalromane Jon Durscheis. Optische Eindrücke der Wanderung gibt es hier.

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