30. September 2015

Neulich in 4493


Wenslingen (BL). Ich finde, diese wilde Plakatiererei geht langsam zu weit. Klar, es stehen wieder einmal Nationalratswahlen an. Welcher ambitionierte Politiker möchte die Gunst der Stunde oder eben des Strassenrandes nicht nutzen. Ich mag mich an Zeiten erinnern, als wir von der Gemeinde keine Bewilligung erhielten, um für 14 Tage am Ortseingang ein Banner für ein Wohltätigkeitsfest aufzustellen zu dürfen. Und: Nebst den Wahlplakaten haben in den letzten Jahren die Tafeln und Banner für Anlässe ebenfalls zugenommen. Angesichts von Social Media und all den anderen Möglichkeiten, die das Internet bietet, eine sonderbare Entwicklung. Dabei gäbe es doch genialeres Guerilla-Marketing, als die Strassenränder mit Plakaten zuzupflastern und die Autofahrer von ihren Handys abzulenken.



Hoochi Goochy: Interessant, was das Internet darüber weiss. Als Hoochie Coochie (auch als Hoochy Coochy, Hoochy Koochy oder Hoochie Koochie auftretend) bezeichnet man eine erotische Tanzform in den Vereinigten Staaten, die wahrscheinlich um 1870 aufkam und dem Bauchtanz aus dem arabischen und türkischen Raum nachempfunden war.

Charakteristisch für eine Hoochie-Coochie-Tänzerin waren ein kurzer Rock, eine entblösste Taille, eng anliegende Brustbänder und die Verwendung verschiedener Schleier. Der Körper war aufwändig mit Schmuck bestückt und mit Glöckchen und kleinen Zimbeln behängt. Die Tänzerinnen traten vor allem in sogenannten Salons auf, Bars mit Varieté-Programmen, Vaudeville und Burlesque Shows, in denen sie schnell zu einer beliebten Form der Unterhaltung wurden. Wegen seiner erotischen, körperbetonten Ausdrucksweise (im Englischen auch als muscle dance bezeichnet) erregte der Hoochie Coochie Aufsehen bei öffentlichen Ausstellungen und Messen und wurde bald Angriffsziel von Moralhütern.

Schön, dass sich SVPler Straumann zum Hoochi-Goochy-Plakat gesellt hat. Ob er an der Party anzutreffen sein wird und auf Stimmenfang geht? Der Zeitpunkt wäre günstig.

3 Kommentare:

  1. Endlich weiss ich jetzt, wie man zu einem hellen Kopf kommt. Danke. Ob das im Aargau auch funktioniert?

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  2. Lieber Anonymus. Wie hell sich der Kopf letztlich zeigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich müsste das Ganze des Nachts überprüft werden. Und: Die Köpfe sind auf Papier, also virtuell. Wie hoch der Deckungsgrad in Wirklichkeit ist, mag ich aus meiner Berner Warte nicht zu beurteilen. Rein physikalisch dürfte sich das Phänomen im Aargau gleich verhalten.

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  3. So einfach scheint die Sache nicht zu sein. Ich könnte es ja einmal ausprobieren. Nur hat mir einmal einer gesagt, ich sei eine Leuchte. Somit denke ich, dass ich es nicht mehr nötig habe.

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