19. Dezember 2013

Postalische Logistik-Logik

Auf der zweiten Hügelkette im Solothurner Jura ist fast jeder Berghof auch eine Beiz. So auch der Bremgarten auf 900 Metern über Meer. Das Gehöft liegt in der Gemeinde Laupersdorf, postalisch hingegen gehört der Bremgarten zu Balsthal. Allein, die Post bedient den Hof nicht, vielmehr dürfen die wirtenden Bergbauern Pakete, Briefe, Zeitschriften und Zeitungen in ihrem Posfach der Balsthaler Post abholen. Das ergibt eine einfache Wegstrecke von 6 Kilometern.

Von der schweizerischen Post im Stich gelassen: Bergwirtschaft und Bauernhof Bremgarten in Laupersdorf (SO)

Der Pöstler von Laupersdorf indes, fährt seine Fracht über den Hügelzug nach Mümliswil und bedient zahlreiche abgelegene Höfe. Hierbei gelangt er dabei sogar an der Abzweigung zum Bremgarten vorbei, von wo es bloss noch einen Kilometer zum am Ende der Stichstrasse gelegenen Gehöft ist. Ein gesunder Menschenverstand kommt nun zum Schluss, dass an besagter Abzweigung ein Briefkasten aufzustellen ist, der Baumgarten postalisch der Postelle von Laupersdorf zugeschlagen wird und der Zustellbeamte auf seiner Route von Laupersdorf nach Mümliswil vom Auto aus den Kasten füttert.

Doch laut der Post geht das nicht. Der Bremgarten lasse sich nicht einfach so von 4710 Balsthal nach 4712 Laupersdorf transferieren. Ich verstehe das nicht.

2 Kommentare:

  1. Gäbe man dem Bremgarten die 4711, fände man einen Sponsor. Es entstände ein gutes Geschäft für die Post und ermöglichte die Zustellung. Es brauchte aber wohlen einen Extrapöstler, was RPM wiederum nicht verstände...

    HU

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    1. Genialer Einfall, lieber HU. Und hey, ich würde ihn sogar verstehen und mehr noch: Ich begrüsste ihn mit Wohlwollen, würde es doch dem Bremgarten nicht nur zur postalischen Versorgung verhelfen, sondern auch zu mondän duftendem Ambiente, denn ich gehe davon aus, dass sowohl der Extrapöstler als auch der Bremgarten selber eine lebenslange Gratislieferung an wohlriechenden Wässerchen erhalten und damit sich, den Kuhstall, die Weiden und selbstverständlich auch die Jauchegrube bestäubten. Die vom Bremgarten aufsteigende Duftwolke kontrastierte perfekt mit der Wasserdampfwolke des nicht allzu fernen AKWs in 4658. Wolken, die sich bei entsprechender Windlage vereinigen würden; also eine feucht-duftende Angelegenheit bildeten, und entweder Richtung Südwesten oder Nordosten treiben, was entweder den Bernern oder den Aargauern zu Gute käme. Also Dir und mir. Hübscher Gedanke, nicht?

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