3. November 2013

Eine perfide Sache

Die Wetterprognose für gestern versprach ein klimatologisches Spektakel. In der Tat entwickelte sich das meteorologische Geschehen vom trüben Novemberhimmel hin zu einem veritablen Martinisommer. Wir gingen von Oberiberg über die Ibergeregg nach Schwyz hinunter. In den versumpften Wiesen holten wir uns nicht nur dreckige Hosen; die Prügelwege verlangten volle Konzentration, wollte man nicht unbedarft ausgleiten und sich womöglich den Schenkelhals oder das Steissbein lädieren.

Der Absiteg in das Schwyzer Becken war purer Wandergenuss, garniert mit einem heimtückischen Abschnitt über einen belaubten Waldpfad, wo jeder Tritt mit Bedacht gesetzt werden wollte. Unter den Blättern warteten abgerundete Kalksteine und bei jedem Schritt lauerte ein Misstritt. Doch wir kamen alle heil durch und endeten am Fusse der dubiosen Rutschpartie in einer Örtlichkeit mit dem durchaus passenden Namen Perfiden. Als Belohnung tauchte unverhofft die Besenbeiz Perfidä-Höckli auf. Wir hielten an und bestellten eine Ladung Tranksame. Unsere Kehlen brannten mittlerweile wie im Hochsommer.

Auf dem Abstieg von der Ibergeregg (SZ), bei der Örtlichkeit Hand, hatten wir Perfiden zum ersten Mal auf dem Radar.

Der perfide Abstieg nach Perfiden: feuchte Blätter auf Kalkgestein und die Rutschpartie war perfekt.

Einmal in Perfiden angekommen, war die Besenbeiz nicht mehr zu verfehlen.

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