20. Mai 2013

Friedensapell an Ostern

Meine Osterwanderung führte mich heuer von Dotzigen via Büren an der Aare nach Diessbach und von dort weiter ins solothurnische Schnottwil. Der morastige Boden liessen meine Hosenbeine am Ende der Route aussehen, als ob ich soeben die Sümpfe Sibiriens überlebt hätte. Immerhin regnete es in diesen drei Stunden nicht, und das wollte für die heurige Osterzeit etwas heissen.

Formidabler Rastplatz bei garstigem Wetter: das Klubhaus des FC Diessbach (BE)

Unter dem Vordach des Klubgebäudes des FC Diessbach  (3. Liga) hielt ich Rast. Hierbei las ich die angepinnten Spielpläne und Aufrufe zu Fairplay. Zwei Plakate forderten von allen an einem Fussballspiel Beteiligten mehr Fairness. Gerne zitiere ich hier den originalen Wortlaut dieser Friedensapelle.

Zuschauer!
Helfen Sie bitte mit, unserem Sport durch anständiges und diszipliniertes Verhalten neue Freunde zu werben. Wer Schiedsrichter und Aktive beleidigt oder sonstwie die Ordnung stört, fügt seinem Club nur Schaden zu und setzt ihn schwerwiegender Bestrafung aus.

SFV – Fairplay – Manifest
Wir wollen: Faires Spiel durch die Spieler. Anständiges Verhalten der Spieler, der Trainer, der Funktionäre, der Zuschauer, der Fans. Fairness gegenüber dem eigenen Körper durch sportliche Lebensweise, regelmässiges Training, gezieltes Training. Toleranz für Alle von Jedem.

Und gleich daneben suchte ein anderes Plakätchen «Frauen und Männer mit Pfiff!» – also Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Hand aufs Herz: Möchten Sie in der zunehmenden Verrohung des Fussballgeschehens, den Kopf als Schiedsrichter hinhalten? Vielleicht müssten einmal die ewigen Unruhestifter einen Satz Jurorenutensilien fassen und am eigenen Leibe erfahren, wie es sich anfühlt, von bedepperten Trainern, Spielern und Fans traktiert zu werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen