10. Dezember 2012

Direkte Demokratie

Im März 2012 begann ein Mini-Komitee mit der Sammlung von Unterschriften. Es ging um die Bewerkstelligung einer Versorgungslücke im Swisscom-Breitbandnetz und somit um die Behebung einer infrastrukturellen Ungleichheit. Währenddem einige Ortsteile bereits seit Längerem vom Breitbandnetz der Swisscom profitieren, tun dies andere Gemeindegebiete nicht. Ein paar motivierte Leute wollten dies geändert haben und reichten im April 2012 beim Burgisteiner Gemeinderat eine entsprechende Initiative ein. Kleine Gemeinde, kleiner Aufwand. Im Nu kamen die für ein gültiges Zustandekommen notwendigen 100 Unterschriften zusammen. Das Volksbegehren nahm seinen behördlichen Lauf und gelangte am Samstag, 8. Dezember 2012 an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung. Entgegen der ablehnenden Haltung des Gemeinderates wurde die Vorlage vom Stimmvolk angenommen!



Die Initianten waren im Vorfeld der Abstimmung auf professionelle Art und Weise zu Werke gegangen. Die Website www.breitband-burgistein.ch informierte über Sinn und Zweck des Begehrens. Eine eigens gegründete Facebook-Gruppe versuchte die Massen für sich zu gewinnen. Egal weshalb, im Zeitalter der digitalen Kommunikation tut auch eine Gemeinde wie Burgistein gut daran, den Steuerzahlern eine optimale Versorgung zu bieten, selbst wenn der rot-blaue Riese andere Pläne hat und die öffentliche Hand nun 155'000 Franken springen lassen muss.

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