21. Mai 2020

Wo Türme sich erheben

Mein erster Beizenbesuch nach über zwei Monaten
Was für eine 18-Kilometer-Route vergangenen Samstag im Südosten Basels! Ich ging vom Bahnhof Dornach-Arlesheim, wo ich einst einen Teil meiner SBB-Lehre absolvierte, via Gempenturm zu den drei Burgruinen auf dem Wartenberg und von da hinab nach Muttenz. Und dies waren die Glanzlichter:
  • Ein Schulhausareal ist neuerdings ein «Cocon», wie ich, Coronavirus sei’s gedankt, auf einem Plakat beim Schulhaus Brühl in Dornach las.
  • Der Gratweg im Ramstelwald auf den Anstieg nach Gempen.
  • Das Restaurant Gempenturm auf der Schartenfluh, wo ich in der noch leeren aber heimeligen Gaststube einem gutgelaunten Wirt begegnete. Es war dies mein erster Beizenbesuch seit mehr als zwei Monaten.
  • Die Besteigung des Gempenturms, an dessen Drehkreuz ich beinahe stecken blieb, den ich ganz für mich allein hatte. Phänomenale Aussicht auf die Basler Agglomeration.
  • Herrliche Waldpartien mit blühendem Bärlauch auf dem Weg zum Wartenberg.
  • Die drei begehbaren Burgruinen auf dem Wartenberg oberhalb von Muttenz. Zwei dieser Befestigungen haben je einen Turm. Ich bestieg sie und wurde wiederum mit einem weitreichenden Panorama belohnt.
  • Das gratis benutzbare Fernrohr auf einem der Türme blendete die Beschriftung der Sehenswürdigkeiten zielgenau ein. Genial!
  • Die reformierte Kirche St. Arbogast in Muttenz war der kunsthistorische Brüller. Der Kirchenhof ist von einer burgähnlichen Mauer umgeben und wird durch einen Turmbogen betreten. In der Kirche und dem benachbarten ehemaligen Beinhaus befinden sich vorreformatorische Wandgemälde. Im hinteren Teil des Innenhofs steht eine Sammlung mit Dutzenden von alten Grenzsteinen aus dem Muttenzer Gemeindebann.
Eine ausführliche Bildstrecke dieses Maibummels gibt es hier.

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