14. Mai 2020

Wenn der 14. Mai am 18. September stattfindet


In heutiger Zeit gibt es kaum einen Kalendertag, der nicht irgendeinem Thema gewidmet ist. Jährlich wiederkehrend. Unerbittlich. So gibt es in Deutschland jeweils am 14. Mai den «Tag des Wanderns». Dazu schreibt der Deutsche Wanderverband auf seiner Website:

Der Tag des Wanderns informiert bundesweit über die ganze Vielfalt einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Deutschland: Das Wandern. An diesem Tag wird deutlicher als sonst, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement der unter dem Dach des Deutschen Wanderverbandes (DWV) organisierten Menschen für die Gesellschaft ist. Naturschutz, Infrastruktur für den boomenden Wandertourismus, Gesundheit, Gemeinschaft – Themen, die ohne ehrenamtliche Engagement kaum noch mit Leben zu erfüllen wären.

Der Tag des Wanderns steht allen Menschen offen. Auch die Angebote stammen keineswegs ausschliesslich von DWV-Mitgliedsvereinen. Auch Umwelt-, Tourismus- und andere Organisationen sowie Natur- und Nationalparke und sogar ganze Regionen laden bundesweit zu Aktionen rund um das Thema Wandern ein.

Der 14. Mai – Tag des Wanderns war auch im Jahr 2019 wieder ein voller Erfolg.  Mit rund 400 Veranstaltungen und ca. 13.000 Teilnehmern in allen Bundesländern hat der 14. Mai – Tag des Wanderns über eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen und eine der wichtigsten Tourismusbranchen in Deutschland informiert. Mitgliedsvereine des Deutschen Wanderverbandes (DWV), aber auch viele Unternehmen, Schulen, Naturschutz- und andere Organisationen sowie der Einzelhandel zeigten, was Wandern bedeutet und vor allem, wie viel Spass es macht.


Der 14. Mai wurde übrigens gewählt, weil es sich bei diesem Datum um den Gründungstag des DWV handelt: 14.5.1883. Und weil Wandern in Gruppen heuer im doppelten Sinn ansteckend wirken kann, musste der Anlass auf den 18. September 2020 verschoben werden. Es wird ein Freitag sein. Der 14.5. wäre ein Donnerstag gewesen. Statistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit um einiges grösser, dass der Tag des Wanderns auf einen Arbeitstag und nicht auf einen Wochenendtag fällt. Eigentlich schade, oder will der DWV das Klischee zementieren, dass das Wandern eher etwas für Ruheständler ist?

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