9. September 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 40

Wir stiegen raschen Schrittes zwei Stunden, erst auf einem schmalen Pfad, dann über Trümmer von Gneis und Granit, deren scharfe Kanten und hohle Zwischenräume gar leicht gefährliche Misstritte veranlassen konnten, sehr steil bergan. Schon brach die Dämmerung, durch dunkeln Nebel noch vermehrt, herein, als wir, ziemlich müde, unten an einem endlos scheinenden Schneefeld anlangten, welches uns als eine jähe, unübersteigbare, glatte Wand den Weg zu versperren schien und uns bewogen hätte, sogleich wieder nach den Hütten zurückzukehren, wenn nicht der beinbrechende Weg über Felstrümmer, auf welchem einer von uns bereits einen drohenden Misstritt getan hatte, uns abgeschreckt hätte. Auf die ernstliche Mahnung unseres wackeren Franz Zurbrücken, unter den gegenwärtigen Umständen keine Zeit zu verlieren, sondern im Gegenteil möglichst zu eilen, um vor gänzlich einbrechender Nacht noch die Höhe und den jenseitigen Abhang zu erreichen, rafften wir unsere Kräfte zusammen und folgten seinen mit Gewalt für uns in den Schnee geschlagenen Fusstritten.
Fortsetzung folgt

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