5. September 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 36

Über Schnee und Felsen steil nun hinabsteigend, erreichten wir in anderthalb Stunden die erste piemontesische Alphütte, Galknere genannt, und von da in zwei kleinen Stunden das Dorf Macugnaga, im obersten, von den höchsten Gebirgen eng begrenzten Hintergrund des Anzascatals, dessen grüner Alpengrund sich unweit des Dorfes unter die herabstarrenden Gletscher des Rosa verliert. Viele Reisende kommen durch das zehn Stunden lange Tal herauf bis hierher, um den Bewunderung und Erstaunen erregenden Anblick des von dieser Stelle aus beinahe zehntausend Fuss hoch, fast senkrecht emporsteigenden Gebirgskolosses zu geniessen. Es ist dieses in der Tat auch ein Anblick, der einzig in seiner Art ist, und dem ich aus der Umgebung des Montblancs nichts so Ergreifendes an die Seite zu stellen wüsste, weil man dort dem senkrechten Abriss nirgends so nahe kommen kann, wie hier.
Fortsetzung folgt

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