2. September 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 33

Eine Viertelstunde dann oberhalb der Distelalp steigt ein dritter Gletscherarm von der Ostseite des Monterosa oder seiner Umgebung wieder bis in den Talgrund herab. Bald hernach wird der Pfad etwas steiler als bis dahin, und man erreicht in Kürze die letzte kleine Ebene, mit wenigem Grün bekleidet, Tälliboden genannt. Gegen diese herab zieht sich von Südost, oder der eigentlichen Höhe des Montemoro, ein Gletscher, über den man bei grösserem Schnee gewöhnlich den Weg nach Macugnaga nimmt, dann aber zwei Stunden weiter hat, als über den so genannten Macugnagerberg oder den Sommerweg, welchen wir jetzt einschlugen, und der vor alten Zeiten als Saumweg muss gebraucht worden sein. Noch jetzt trifft man grosse, gut mit Granit gepflasterte Strecken dieses alten Weges an, obschon er an den meisten Stellen unter Felsschutt begraben liegt. Seit Mannsgedenken nämlich wurde gar nichts daran verbessert oder auch nur weggeräumt, weil man ihn nicht mehr mit Vieh passiert und seiner darum auch nicht mehr bedarf.
Fortsetzung folgt

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