12. September 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 43

Nach anderthalbstündigem, sehr mühsamem Heruntertappen erreichten wir endlich in dunkler Nacht glücklich aber entkräftet, nach einer fünfzehnstündigen, höchst anstrengenden Tagesreise die obersten Hütten dieser zu Alagna gehörenden Alpe Faller. Ein junger, dicker Bursche mit einem schwarzen Krauskopf empfing uns, gleich einem geschäftigen Kellner, und führte uns gastfreundlich in seine Hütte, wo das ganze Weiberpersonal der umliegenden Sennhütten versammelt war, und er, die einzige männliche Person, wie der Hahn im Korb hauste. Die Sprache dieser Leute klingt so sonderbar, dass man sie kaum für Deutsch erkennen kann. Es stand uns alles in der Hütte zu Diensten, und man hätte uns nicht zuvorkommender behandeln können, wenn wir die Herren der Alpe gewesen wären; allein der ganze Vorrat von Lebensmitteln bestand aus Milch. In diesem Fall musste etwas Schokolade, die wir mitführten, das Brot und den Wein ersetzen.
Fortsetzung folgt

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